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„Nachhaltiges Interesse des Marktes“: ZAK ebnet Weg für zweites DAB+-Multiplex

Steffen Göpel will ein zweites nationales DAB+ Multiplex aus der Taufe heben
Steffen Göpel will ein zweites nationales DAB+ Multiplex aus der Taufe heben

Der Immobilienmanager Steffen Göpel aus Leipzig will im Digitalradio kräftig mitmischen und ein zweites nationales DAB+ Multiplex aufbauen. Jetzt hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die weitere Grundlage gelegt, um das Projekt voranzutreiben.

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Seit Längerem setzen sich die ARD-Vorsitzende Karola Wille, Willi Steul, Intendant des Deutschlandfunks, sowie BR-Intendant Ulrich Wilhelm für DAB+ ein. „Die Vorteile von Digitalradio liegen auf der Hand: DAB+ ist deutlich kostengünstiger, ist bei erheblich geringerem Stromverbrauch ökologischer und ohne jedes Rauschen glasklar zu genießen“, hielten Wille, Steul und Wilhelm in einem F.A.Z-Beitrag vor wenigen Wochen ein flammendes Plädoyer für das digitale Radio.

Jetzt hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Befürtworter bestärkt. Sie entschied, die „Bedarfsanmeldung für einen zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex für private Programme über die Länder bei den Bundesnetzagentur zuzulassen.“ ZAK-Vorsitzender Siegfried Schneider hierzu: „Ein den ersten DAB+-Multiplex und die in den einzelnen Ländern bestehenden Multiplexe ergänzendes, weiteres bundesweites Hörfunkangebot erweitert nicht nur die Angebotsvielfalt im digitalen Hörfunk, es kann auch einen Beitrag zur künftigen Entwicklung des digital-terrestrischen Hörfunkmarkts leisten.“ Die ZAK begründet ihre Entscheidung für ein zweites DAB+ Multiplex auch mit einem „nachhaltigen Interesse des Marktes an der bundesweiten Verbreitung eines Hörfunkpakets über DAB+“. Sollten nun die Ministerpräsidenten im Oktober „die Zuordnung von Übertragungskapazitäten an die Landesmedienanstalten“ einstimmig beschließen, käme es zu einer medienrechtlichen Ausschreibung. Im 1. Halbjahr nächsten Jahres könnte dann die Zuweisung der Kapazitäten durch die ZAK erfolgen.

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Damit kommt der ostdeutsche Immobilienkönig Steffen Göpel seinem Ziel näher, ein zweites DAB+ Multiplex in Deutschland umzusetzen. Dadurch könnte Göpel mit seinem Vorhaben auf einen Schlag zu einer neuen Größe im Radiogeschäft werden. Der Geschäftsmann verfügt durch den Verkauf der Mehrheit an der Immobiliengruppe GRK-Holding über eine gut gefüllte Kriegskasse. Diese könnte er einsetzen, um mit Partnern eine Kette an privaten Radiostationen aufzuziehen, die vor allem für die nationale Vermarktung interessant sind. Erfahrene Branchenmanager wie Florian Schuck, ehemals Geschäftsführer der Radio Saarbrücken GmbH, hat er hierfür jedenfalls bereits an Bord geholt.

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