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Landgericht Erfurt: taz darf weiter Foto von AfD-Politiker Höcke mit ausgestrecktem Arm zeigen

AfD-Politiker Björn Höcke
AfD-Politiker Björn Höcke

Die Tageszeitung taz darf nach einer Entscheidung des Landgerichts Erfurt weiter ein Bild von Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke mit ausgestrecktem Arm zeigen. Allerdings dürfe dieses Foto nicht in Verbindung mit einer zunächst gewählten Überschrift "Hitlergruß im Abendland" verwendet werden, erklärte der Vorsitzende Richter Dirk Steinmaier am Mittwoch in Erfurt. Er begründete dies mit der Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

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Die taz hat die Überschrift des auf ihrer Internetseite verbreiteten Artikels über eine Demonstration in Erfurt mittlerweile in „Höcke nimmt Maß“ geändert. Der AfD-Landes- und Fraktionschef gilt innerhalb seiner Partei als Rechtsaußen. Für Schlagzeilen sorgte er mit einer umstrittenen Rede über den „afrikanischen Ausbreitungstyp“.

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Alle Kommentare

  1. Von mir aus können Sie der Taz das Foto verbieten. Höckes Haltung bringt er selbst auch so zum Ausdruck, den Eindruck kann selbst diese Darstellung nicht noch verstärken.
    Wer den Herrn unterstützt darf sich auch nicht beschweren mit in die braune Soße reingerührt zu werden.

  2. Solche unvorteilhaften Bilder mit weiterer Intention taugen doch wunderbar als Indikator über den demokratisch-rechtsstaatlichen Zustandes dieses Mediums.
    Das wäre dann entscheidend für eine Zukünfte Nutzung eines adblockers.

  3. Es gibt Stimmen die bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst die AFD als stärkste Kraft sehen!

    Ihr „Journalisten“ habt wohl immer noch nicht verstanden, dass die Menchen da draußen euch kein Wort mehr glauben oder?

    1. Häää, verstehe ich nicht. Geht es jetzt neuerdings beim Journalismus darum, „den Menschen da draußen“ nach dem Mund zu schreiben? Abgesehen davon, dass es „den Menschen da draußen“ nicht gibt, sondern eine vielschichtige Gesellschaft mit unterschiedlichsten Ansichten. Diese werden mal mit mehr und mal mit weniger Schnittmenge von den unterschiedlichsten Medien bedient und jeder von uns hat die Wahl, sich seine Medien auszusuchen. Wo liegt also Ihr Problem???

  4. Hingegen wurde per Gerichtsbeschluss durchgeboxt, der Jungen Alternativen zu verbieten, ein Bild von Martin Schulz (SPD) mit genauso ausgestrecktem Arm weiter zu zeigen.
    Zweierlei Maß einer typischen Gesinnungsdiktatur!

  5. Heil wer?

    Wieso sollte ausgerechnet der Herr Höcke einem größenwahnsinnigen ausländisch stämmigen Despoten grüßen???

    Müsste es dann nicht Heil Erdowahn heißen??

    Übrigens: Der Name Hitler stammt vom türkischen Hitlar… wenn man genau hin sieht, erkennt man auch recht schnell, das der GröFaZ in Wahrheit türkischen Blutes war… und nicht etwa deutschen.

    Wobei: Was hat der kleine Erdolf in der Köln-Arena gesagt: „Wer türkischem Blutes ist, ist Türke, egal wo er geboren wurde oder welchen Pass er hat“!

  6. Was soll man zu diesem Urteil noch sagen? Es wäre m. E. bei einem Politiker der CDU, CSU, SPD so im Leben nicht ergangen.

    Man liefert damit der AfD nicht nur Munition für neue Behauptungen, das sie schlechter behandelt werden als anders Politiker, sondern auch gleich noch den Beweis dafür frei Haus.

    Na ja.

    „Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“
    (Johann Wolfgang von Goethe)

    1. Ich denke, da unterschätzen Sie gründlich die Unabhängigkeit unserer Gerichte. Politiker anderer Parteien mit ähnlich rassistischen Äußerungen wie Höcke hätten sich das ebenso gefallen lassen müssen. Der ausgestreckte Arm entbehrt bei Höcke ja nicht jeglicher Grundlage und eine Fotomontage scheint es auch nicht zu sein …

      1. Ich bin der letzte, der Höcke verteidigen wollte und mir persönlich wäre eine AfD mit Leuten vom Typ eines Meuthen und einer Petry am sympathischsten.

        Ist nicht, kann aber noch werden.

        Aber man kann von quasi jeden Politiker (und auch jede Politikerin) beim Grüßen oder Winken in einem Augenblick fotografieren, wo man den ausgestreckten Arm da hat, wo manche ihn haben wollen.

        Es ist nicht Sache eines unabhängigen Gerichts zu entscheiden, bei dem darfst du das, da passt das schon aber z.B. bei einer Frau Roth oder einem Herrn Maas auf keinen Fall.

        Glaubst du Maas oder Roth würden sich sowas gefallen lassen und glaubst du tatsächlich ein Gericht wùrde entscheiden, ja, die darf man so zeigen?

        Ich glaube das nicht. – Und seien wir bitte ehrlich (du zu dir selber auch): Die Geschichte geht doch nur vordergründig gegen Höcke, es geht im Kern schon um die AfD als Ganzes, die mal wieder in die bekannte Ecke geschoben werden soll.

        Wir reden hier schließlich von der taz, die das veranstaltet.

      2. Welche rassistischen Äußerungen? Können Sie dazu mal ein paar Beispiele nennen?

        Danke!

      3. @Holger: Klar, da haben Sie Recht, die Absicht der Taz ist schon eindeutig und man muss das journalistisch nicht gut finden – das tu ich auch nicht. Das ist plumpe Polemik mit Bildern und somit in etwa auf dem Niveau der AfD. Ich befürworte grundsätzlich eine rein inhaltliche Auseinandersetzung.
        Dennoch glaube ich nicht, dass sich hier das Gericht zu einer parteiischen Entscheidung hat hinreißen lassen. Soweit ich es beurteilen kann, ist die Gewaltenteilung in unserem Land noch recht gut intakt und die Richter lassen sich dabei nicht so leicht ins Handwerk pfuschen.

        @Matthias: Zu den rassistischen Äußerungen von Björn Höcke brauchen Sie nur mal nach seinem Namen und den Begriffen „Reproduktionsstrategie“ oder „afrikanischer Ausbreitungstyp“ googlen – was er da von sich gegeben hat, ist nichts anderes als reinster, biologisch verbrämter Rassismus.

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