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Ausstieg bei Verlagsgruppe News: Gruner + Jahr gibt Österreich-Geschäft auf

G+J-Verlagschefin Julia Jäkel
G+J-Verlagschefin Julia Jäkel

Die Auslandsschrumpfkur von Gruner + Jahr setzt sich fort: Jetzt hat sich das Medienhaus von seiner Mehrheitsbeteiligung an der österreichischen Verlagsgruppe News (u.a. News, Profil, Woman) getrennt. Die Anteile in Höhe von 56 Prozent gehen an den bisherigen VGN-Geschäftsführer Horst Pirker, der damit mit 75 Prozent Mehrheitsgesellschafter wird. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

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Weitere Anteile an der VGN halten österreichische Medienhäuser. Die Gruppe gibt in Österreich verschiedene Magazine heraus, darunter das Flaggschiff News mit einer verkauften Auflage von mehr als 114 000 Exemplaren.

G+J hält damit in Österreich keine Beteiligungen mehr, verkauft dort aber seine deutschen Produkte und will weiter mit VPN zusammenarbeiten. Der Hamburger Verlag, der zum Bertelsmann-Konzern gehört, fokussiert sich unter seiner Chefin Julia Jäkel zunehmend auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich. So kommentiert die Vorstandsvorsitzende: „Wir sind mit Entschiedenheit dabei, alle unsere Geschäfte darauf zu prüfen, wie sie zu dem sich neu formenden Gruner + Jahr passen. Unser strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Transformation aller unserer Geschäfte, zuvorderst in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich, und raschem digitalen Wachstum.“

Pirker will auch in Zukunft weiter eng mit den Hamburgern kooperieren. „Wir werden Gruner + Jahr sehr freundschaftlich verbunden und weiterhin miteinander im Geschäft bleiben. Als neuer Haupteigentümer werde ich, zusammen mit allen Kolleginnen und Kollegen, mit Herzblut an der Weiterentwicklung der VGN arbeiten.“

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So haben die Partner verabredet auch künftig eng zusammenzuarbeiten, etwa im Vertrieb, in der Vermarktung, im Bereich Content Communication und in redaktionellen Kooperationen. Das klingt nach Harmonie und geordnetem Rückzug der Hamburger. Das ist es wohl auch, wobei die Dynamik, in der G+J seine einstigen Pläne für eine globale Präsenz herunterschraubt, manchem Branchenexperten schon atemberaubend erscheint – frei nach der Medien-Devise: „less down is the new up“.

Mit Material von dpa. Mehr dazu morgen bei MEEDIA.

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