Anzeige

Wie seriös ist eigentlich der AfD-Aufreger der FAS? Die Mär vom ungeliebten Nachbarn Boateng

Showdown bei Anne Will: AfD-Politiker Alexander Gauland, FAS-Mann Eckart Lohse (l.),
Showdown bei Anne Will: AfD-Politiker Alexander Gauland, FAS-Mann Eckart Lohse (l.),

Die Aufregung rund um das Boateng-Zitat des AfD-Politikers Alexander Gauland in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat mittlerweile fast Böhmermann-Erdogan’sche Dimensionen erreicht. Immerhin hat sich auch schon die Kanzlerin geäußert („niederträchtig“). Aber hat Gauland wirklich den deutschen Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng beleidigt? Und wie seriös ist eigentlich die FAS?

Anzeige
Anzeige

In einem Hintergrundgespräch hat AfD-Politiker Alexander Gauland zu den beiden FAS-Journalisten Eckart Lohse und Markus Wehner also ungefähr Folgendes gesagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Das Zitat findet sich in einem Stück in der jüngsten FAS mit der Überschrift „Betrifft: Abendland“, in dem es um das Verhältnis der AfD zur Religion im Allgemeinen und zum Christentum im Speziellen geht. Weil das Zitat so überaus griffig, ja geradezu brisant ist, hat die Redaktion daraus für die Titelseite noch einmal eine eigene Story gebastelt. Überschrift hier: „Gauland beleidigt Boateng.“ Dazu kamen sie bei der FAS gleich noch auf die Idee, Reporter nach München-Grünwald zu entsenden und die Nachbarn von Jerome Boateng zu befragen, wie der denn als Nachbar so ist. Die Antworten waren vorhersehbar: „nett und auf dem Boden geblieben“, „er ist ganz normal“. Eine Tankstellen-Mitarbeiterin aus der Gegend gab der FAS zu Protokoll, Boateng „ganz cool“ zu finden. Außerdem – Überraschung! – betankt Boateng dort sein Auto und lässt es dort auch – bitte festhalten – reparieren! Wer hätte so etwas für möglich gehalten!? Die FAS hat sogar recherchiert, dass ein WG-Portal, als Boateng noch im Münchner Stadtteil Bogenhausen wohnte, mit der Nähe zu seiner Wohnung warb. Noch einmal zur Erinnerung: Das alles stand in der Titelstory der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, einer Zeitung, die für sich in einem Werbespruch reklamiert, dass dahinter immer „ein kluger Kopf“ stecke.

Dass die FAS-Redaktion noch vor der Veröffentlichung die Nachbarschaft von Jerome Boateng durchkämmte, zeigt deutlich wie sehr man sich dort der Brisanz des Zitats bewusst war. Hei, das wird einen Wirbel geben. Man erinnere sich nur daran, was das für eine schöne PR für den Mannheimer Morgen war, als AfD-Chefin Frauke Petry dort ihr unsägliches Zitat abließ, dass man im Notfall an der Grenze „von der Schusswaffe Gebrauch“ machen könne. Und jetzt hatte die FAS auch mal so ein AfD-Krawall-Zitat. Das wollte man offenbar genüsslich ausschlachten und breitwalzen. Das AfD-Selbst-Entlarvungszitat ist mittlerweile so etwas wie ein gelerntes Narrativ in den Medien.

Gauland tat der FAS im Anschluss den Gefallen, auch noch so richtig Petry- und von-Storch-mäßig herumzueiern. Er könne sich nicht erinnern, ob er das so gesagt hat. Er wisse nicht, wer den Namen Boateng ins Spiel gebracht hat. Er wisse mittlerweile auch dass Boateng ein schlechtes Beispiel war, usw. Einer der so reagiert, der ist doch ertappt. Oder nicht?

Die Empörungsmaschine lief erwartungsgemäß heiß, von Tagesschau, über Facebook, einem DFB-Solidaritätsvideo, dem eigenen Hashtag bis zu den Comedy-Einspielern der Frühstücksradios. Überall war der Nachbar Boateng Thema Nummer eins. Immerhin steht ja auch die EM vor der Tür.

Die FAS konterte Gaulands schwache Rechtfertigungsversuche mit der Erklärung, das Zitat sei „aufgezeichnet“ worden, was sogleich eine neue Flut an Berichterstattung nach sich zog. Wobei „aufgezeichnet“ hier nicht meint, dass es einen Audio-Mitschnitt gibt, sondern dass die beiden FAS-Männer das fragliche Zitat in ihre Blöcke notiert haben, wie Eckart Lohse gegenüber dem Deutschlandfunk sagte. Lohse vergisst nicht zu erwähnen, dass der Raum, in dem das so schlimme Zitat gefallen war, „gut beleuchtet“ gewesen sei. Offenbar ein wichtiges Detail, um den Vorwurf einer gewissen der Schummrigkeit geschuldeten Unschärfe im Keim zu ersticken.

Wie kann man sich den Hergang also vorstellen? Ungefähr so: Alexander Gauland hat mit den beiden FAS-Journalisten ein so genanntes Hintergrundgespräch geführt, das rund eineinhalb Stunden dauerte. Laut FAS-Redakteur Lohse haben er oder sein Kollege den Namen Boateng von sich aus ins Spiel gebracht. Zitat aus dem Deutschlandfunk-Interview mit Lohse:

Wir haben ihn gefragt bei dem Thema „Fremd sein in Deutschland und Integration“, wie es denn mit Herrn Boateng zum Beispiel sei, und dann hat er die Antwort gegeben, die er gegeben hat und die wir veröffentlicht haben. So banal war der ganze Ablauf.

Anzeige

Ja, so banal war das. Denn auf die Frage wie es denn beim Thema Fremd sein in Deutschland und Integration mit Herrn Boateng beispielsweise sei, hat Gauland dann diesen Satz gesagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Dass er den Satz so oder so ähnlich gesagt hat, das wird wohl stimmen, das bestreitet Gauland auch gar nicht. Aber der Satz ist genau genommen ja gar keine Beleidigung Boatengs, sondern nur eine Aussage über Alltags-Rassismus, wie er in Deutschland durchaus vorkommen mag. Gauland greift den Namen des dunkelhäutigen Fußballers Boateng wie von den FAS-Redakteuren eingeführt beispielhaft für einen dunkelhäutigen Menschen auf („einen Boateng“). In einer Rundmail an die AfD-Mitglieder schrieb Gauland aktuell:

Streng genommen habe ich nicht Herrn Boateng beleidigt, sondern diejenigen, die vielleicht nicht in seiner Nachbarschaft leben wollen, wenn er nicht ein berühmter Fußballstar wäre.

 

Da hat er recht, der Herr Gauland. So und nicht anders, ist sein Zitat zu verstehen. Das hat die FAS-Redaktion aber nicht gejuckt. Stattdessen wurden Reporter nach München-Grünwald entsandt, um Boatengs Nachbarn und einer Tankstellen-Mitarbeiterin sinnentleerte Quatsch-Zitate zu entlocken. Das sind Methoden, die man früher der Bild-Zeitung zugeschrieben hätte.

Da es sich zudem um ein Hintergrund-Gespräch gehandelt hat und den Redakteuren die enorme Brisanz des Zitats offensichtlich sehr bewusst war, wäre es ein Gebot der Fairness gewesen, dieses spezielle Zitat noch einmal zur Autorisierung vorzulegen. Wahrscheinlich hätte Gauland das dann aber nicht autorisiert und die FAS hätte nicht ihren Anti-AfD-Aufreger auf dem Titel gehabt. Solche Methoden sorgen dafür, dass die AfD weiter an Zuspruch in der Bevölkerung gewinnen wird.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Thanx, er hat es also gesagt, und es war sicher keine „Falle“. Natürlich ist legitim ihn nach seiner Meinung zu prominenten Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln zu fragen. Da muss seine Meinung doch interessieren.
    Wenn er dann Boateng nicht kennt(!), den doch wohl wirklich annähernd jedes Schulkind kennt, dann soll er erwachsen genug sein, nichts zu Boteng zu sagen. Und wenn doch (wie doof kann der Mann eigentlich sein?), dann wird er eben daran gemessen. So muss es sein.

    Blödsinn aus Potikermund kommt eben in die Öffentlichkeit, und so muss es auch sein.

    Ansonsten richtig: keine Beleidigung sonder eine zutreffen Skizze seiner Anhängerschaft. Und das ist eben das Traurige.
    Sein „Falle“.Herumgejammer ist dann nur noch peinlich. Wohl peinlicher noch als das von von Storch. Und das war auch schon sehr(!) peinlich.

    1. Das hat er auch nicht, er wurde zum Thema Islam befragt.
      Dann viel der Name Cem özdemir und Boateng.

      Wenn ich ihnen bsp. eine Liste mit Hitler, Polpot, Stalin und Mao vorlege und dann noch einen weiteren unbekannten Namen in die Liste aufnehme, so wie die Redakteure der FAS hier Assoziationsketten eingebracht hat, ist offensichtlich, dass damit Gauland aufs Glatteis gezogen wurde.

      Die Titelierung und die Tatsache, dass es sich um ein Hintergrundgespräch handelt macht das offensichtlich.

  2. Stefan Winterbauer weiß genau, dass sich Gauland den Alltagsrassismus nicht zueigen machen will.

    Vermutlich hat dann der Herr Gauland sich diesen Spruch auch nicht zueigen gemacht, Herr Winterbauer?:

    „Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.“

    Lesen Sie das mal durch, auch und besonders die Mitschrift der Gauland-Rede, und verschonen Sie uns fürderhin bitte mit ihren Interpretationen, die durch keinerlei Recherche belastet sind:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-politiker-alexander-gauland-in-elsterwerda-fremd-im-eigenen-land-14269881.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    1. einer muss hier ja das geistig etwas zurückgebliebene unterschichtenpack bedienen und da ist wahrscheinlich niemand geeigneter als winterbauer.

      1. gegen das „zurückgebliebene unterschichtenpack“ braucht Winterbauer jede Unterstützung! Besonders Leute mit Hintergrund: „abgerbrochener historiker, der sich seit 30 jahren mit software durchschlägt, bin ich in der lage, zu differenzieren.“
        Weiter so!

  3. Media entschleunigt die Bedeutung des Gesagten: Ist da etwa ein AFD Mann am Werk, der diesen Artikel geschrieben hat.?
    Auch wenn einige Deutschen so denken , ist das Kommentieren solcher Gedanken, auch wenn absichtslos, dem niedrigen IQ des Kommentators zuzuschreiben. Er verallgemeinert die Meinung von Millionen von Deutschen und unterstellt allen diese Meinung. Das ist Populismus der Reinkultur! Es ist nicht anders zu erwarten von AFD -Faschisten!
    Schade, dass ich so denken muss. Ich dachte Media ist eine ernst zu nehmende online Agentur.

  4. @bernd ar

    > Sie sind doch einer, der an jeder Ecke Nazis wittert,

    süß. nein, ich weiss, was ein nazi ist und was nicht. ich kenne leute, mit denen ich rede, die von anderen für welche gehalten werden … aber als abgerbrochener historiker, der sich seit 30 jahren mit software durchschlägt, bin ich in der lage, zu differenzieren.

    > vor 40 jahren

    saß ich mit einem oranje fähnchen in der kneipe, weil die johan creuyff hatten und der war da einfach der bessere kicker. ich schreie nicht „deutschland“, wenn meine schlechteren fußball spielen.

    wir reden hier aber nicht über nazis. wir reden über unterschichtenpack, das sich mausig macht. daß sich auf der einen seite über die hautfarbe eines fußballers nicht mehr einkriegt … und sich andererseits dankbar zeigt, wenn anderes unterschichten gesindel wie bushido ein herz für die partei hat.

    wir reden über leute, die sich anmaßen, anderen vorzuschreiben, was sie unter „deutsch“ zu verstehen haben und selbst weder der sprache noch der geschichte mächtig zeigen.

    was hier deutsch ist, das bestimme ich für mich selbst. und daß dieses pack denkt, es sei in der mehrheit und noch nicht mal die stimmen zusammenkriegt, die die grünen haben, ist schon mehr als bizarr.

    aber, okay, trräumt nur schön euren isnogud traum weiter …

    1. @ hardy

      Was darf ich ihrem letzten Satz entnehmen, bin ich jetzt auch in die Kategorie der Nazis von ihnen eingeteilt worden?
      Hierzu verweise ich auf meinen Satz, das Sie an jeder Ecke Nazis wittern, das liegt aber daran, das Sie die Höhe der Meßlatte festlegen, wer einer ist, und bei Ihnen ist das jeder, der Ihnen egal wo, widerspricht.

      1. > Was darf ich ihrem letzten Satz entnehmen

        zu blöd, wenn man ein zeichen als solches nicht zu interpretieren gelernt hat, oder?

        einfach mal isnogud googeln.

        aber hey, eine gewisse humor- und ahnungslosigkeit gehören ja zum betriebssystem neuernannter rechter, sonst wären sie ja nicht rechts sondern locker …

        wie rechts, bis hin zum völkischen, sich die partei, der sie ja hier permanent die stange rubbeln, artikuliert, hat uns ja der gauland die woche nicht nur einmal wissen lassen.

        Auftritt des AfD-Vize: Herr Gauland, Sie sind rechtsradikal

        einfach mal die begriffe sortieren, herzchen: rechts, rechtsradikal, völkisch, national gesinnt, nationalsozialistisch eingestellt. ich hätte da eine ganze bandbreite und wüsste sie zu unterscheiden. bei ihnen scheint es da, wie zu erwarten nur nullen und einsen zu geben, schwarz weiss, entweder oder.

        sie sind also wahrscheinlich kein nazi.

        halt etwas unterbelichtet

    2. Offensichtlich haben Sie die Moral als Instanz gepachtet. Sie mögen zwar 60 Jahre sein, nur erscheint mir Ihr Intellekt als der eines Minderjährigen. Was verstehen Sie unter „Unterschichtenpack“, zu welchem Sie sich offenbar nicht zählen? Sie sind genau ein solcher intoleranter, arroganter und verblendeter Durchschnittsbürger, wie es viele in diesem Lande gibt. Ihre Moral tragen Sie wie eine Monstranz vor sich her, jedoch gestehen Sie anderen nur Ihre Sicht auf die Dinge zu, alles andere ist „Nazi“. Sie armes Würstchen tun mir nicht einmal leid.

      1. > Sie armes Würstchen tun mir nicht einmal leid.

        hey, „leid tun“ sie sich wahrscheinlich nur selbst.

        das ist ja das grundleiden von zu empathie unfähigem unterschichtenpack.

        mimimimi

      1. @ hardy

        Für mich sind Sie ein sehr bedauernswerter Mensch, der nichts anderes kann und auch macht, als andere Menschen zu beschimpfen und zu beleidigen, weil diese nicht in Ihren Tenor einstimmen.
        Kindergartengefasel ala „mimimimi“ ist auch noch dabei, zeigt aber, das eine Konversation mit Ihnen nicht zielführend ist, ich werde sie daher ab sofort unterlassen, auf ihr Niveau lasse ich mich nicht herab.
        Nur zu Ihrer Kenntnis, ich war noch nie rechts außen,AfD habe ich noch nie gewählt, ich war noch nie in irgendeiner Partei.
        Wenn Sie meine letzten Beiträge hier gelesen und vor allem verstanden hätten, wäre Ihnen das wohl klar.

  5. @matthias

    > Du klingst wie ein kleines Kind das die Realität nicht erkennen will.

    das „kleine kind“ ist fast 60 und kennt die „realität“ (welche bitte, meine, deine, die von einem dorfschultrottel, die eines mulitmillionärs???) wahrscheinlich besser als jemand, der nicht weiss, wo er in seinem satz das komma zu setzen hat.

    träum ruhig weiter. aber leb mit der einsicht, daß „ihr“ „uns“ in lager werdet stecken müssen, um uns umzuerziehen – wir haben die freiheit, die es dir erlaubt, hier deinen mist abzusondern, hart erkämpft und über eines solltest du dir klar sein – ihr werdet sie uns nur mit gewalt wieder wegnehmen können. ihr werdet gewalt einsetzen müssen, um die, die euch nicht passen, aus dem land zu schaffen.

    > „gekünstelt“.

    ach bitte, andere leute sind der sprache mächtig, mit der sie umgehen.

    > „lustigen Sprüchen“

    hey, ich mache das hier seit 20 jahren. ich weiss, wie man mit euch umspringen muss – eines darf man nicht: euch ernst nehmen. sich über euch lustig machen geht schon eher.

    > DWN

    nichts, aber auch wirklich rein gar nichts, was in diesem „uboot“ steht, vrdient mehr als einen kurzen blick und ein gekicher über die volltrottel, die diesen mist lesen.

    Informationsquellen müssen neu bewertet werden

    für so blöde, das nicht von der ersten minute an, als ich diese beiden schrottkofferseiten (DWN/DMN) sah, wusste, was da läuft, kannst du mich nicht halten. und, herzchen, ich kenne die beiden seiten, seit sie existieren …

    1. Ist ja alles recht und schön, doch ebenso muss sich die Gesellschaft auch Ihren Mist zu Gemüte führen. Haben Sie auch das bedacht. Also vielleicht einfach mal leisere Töne anschlagen.

  6. Warum haben Sie alle Kommentare (bis auf einen) entfernt? Die Diskussion war doch eigentlich recht interessant, oder?

    1. Unten rechts steht in hellgrauer Schrift in einem hellgrauen Kasten „Ältere Kommentare“.

      @Meedia: Könnte man die Schaltfläche nicht etwas besser heraus heben?

    2. sie sind nicht entfernt, sie stehen unter „ältere kommentare“.

      interessant ist auch, was herr gauland heute belieben abzusondern

      AfD-Poltiker: Für Gauland ist die Nationalelf nicht mehr deutsch

      weil

      Auch das Lebensgefühl der meisten Deutschen ist nach Ansicht Gaulands nicht „so multikulti“.

      aha. er meint natürlich „die meisten Deutschen, die ich so kenne“.

      die meisten ist jedenfalls arg relativ – selbst die grünen bekommen mehr stimmen bei wahlen als die AFD … ohne, daß sie dann behaupten würden, sie verträten die „meisten“ deutschen.

      kommt mal runter von eurer selbstüberschätzung, liebe afd-sympathisanten, dieses land ist multikulturell im besten sinne, es erträgt nicht nur, es lebt davon, daß menschen unterschiedlich denken und leben. eure MONOKULTUR will kein schwein mehr haben, das hatten wir schon mal und wissen, wo das endet.

      ach ja, wahrscheinlich hat gauland das ja alles wieder nicht gesagt oder anders gemeint und überhaupt. rollt euch das zusammen und schiebt es euch dahin, wo die sonne nicht scheint. also an den ort, an dem ihr offensichtlich zuhause seid.

      1. @ hardy

        Ich bin ganz ihrer Meinung, hardy, vor 40 Jahren habe ich beim Fußballländerspiel „Deutschland,Deutschland“ gerufen, wurde schief von der Seite angesehen und nach meiner politisch wohl rechten Gesinnung befragt.

        Das war für mich so ein tiefgreifendes Ereignis, das ich ab diesem Tag nie mehr „Deutschland,Deutschland“ gerufen habe, sondern ich habe meinen Mund gehalten.

        Ich werde auch heute nicht „Deutschland“ rufen, denn diese Nationalmannschaft geht mir am A….. vorbei.

        Außerdem sind das nur noch Spieler von Bayern München oder solche, die von da kommen oder da hingehen.

  7. Sehr geehrter Herr Winterbauer, es ist eine Wohltat intelligenten Journalismus zu lesen. Vielen herzlichen Dank. Machen Sie bitte bitte jeden Tag weiter so. Damit dem sogenannten Mainstream etwas wirklich Schönes gegenüber steht. Ehrliche pragmatische Wortkunst.

    Ich habe Herrn Gauland einmal erleben dürfen. Er ist ein feinsinniger Mensch. Beleidigen und Pöbeln liegt nicht in seiner Natur. Sein einziger Fehler ist, dass er sich zu wenig für Fußball interessiert. Zugegeben, das „Abseits“ ist für mich auch eine Wissenschaft. Aber Herr Boateng ist ein Fußball-Ästhet. Den muss man einfach kennen. Ich möchte fast meinen, dass die beiden sich vielleicht gar nicht unsympathisch wären, wenn sie sich kennen würden. Na, wie wäre es, Herr Winterbauer? Könnten Sie das nicht arrangieren? Sozusagen, eine Aussöhnung vor den Augen der Nation?

    1. > Na, wie wäre es, Herr Winterbauer?
      > Könnten Sie das nicht arrangieren?

      wenn er raushat, wie diese sache mit dem über’s wasser laufen und dem verwandeln von wasser in wein raus hat, wird er das wohl als nächstes ins auge fassen …

    2. Vielen Dank für diesen ironischen, überspitzenden Beitrag Frau Lösch. Am besten gefällt mir der Teil wo Boateng Gauland sympathisch finden könnte 😂

  8. Tja… Früher gab es für solche Schlagzeilen einen Propaganda Minister, heute hat die Merkelsche CDU alles selber im Griff, Geld regiert die Welt.

  9. Wie Gauland es meint, wird ja im mitveröffentlichten Brief an die AfD deutlich, wo er allen Ernstes von einem „ungebremsten Zustrom raum- und kulturfremder Menschen“ spricht.
    Was soll man zum Prädikat „raum- und kulturfremd“ sagen? Der Flüchtling kommt aus einem fremden Raum, klar – aber welcher Kultur ist er denn fremd? Der Facebook-I-Phone Kultur? Der ländlichen islamischen Tradition? Der Xenophobie in ostdeutschen Vorstädten?

    Gauland hat behauptet, eine Mehrheit von Deutschen potentiellen AfD-Ländern würde nicht im Prominentenviertel Grünwald neben christlichen Bayern-Spielern wohnen wollen, da Boateng eine nicht-deutsche Hautfarbe habe.

    Beides war falsch, denn natürlich wollen auch AfD-Loser gerne am deutschen Reichtum teilnehmen und Boateng hat keine nicht-deutsche Hautfarbe, da er geborener Berliner ist.

    Gauland stolpert eben über die unqualifizierte Hetze und die Medien helfen ihm dabei – in diesem Fall durch die Veröffentlichung des noch rassistischeren Verteidigungsbriefes.

    1. der gauleiter hat heute ja noch einen drauf gesetzt und behauptet, die meisten deutschen wären nicht so multikulturell.

      AfD-Poltiker: Für Gauland ist die Nationalelf nicht mehr deutsch

      was hier deutsch ist und was nicht, das sollten die herrschaften von der AFD langsam mal kapieren, bestimmt nicht sie, und wenn sie von „die meisten“ reden, meinen sie immer „die meisten“, die sie in ihren inzestuösen ostzonentrollhöhlen so kennen.

      meine realität ist jedenfalls eine andere, für mich ist deutsch etwas, wozu ich nach jahrzehnten endlich mal stehen kann, weil es für toleranz steht und nicht für die leichenberge, die uns die ahnen dieser biogotten vollidioten hinterlassen haben … und die sie wieder aufhäufen würden, wenn man sie denn ließe.

      das wird diesmal nicht passieren.

      1. @ hardy

        Sie sind doch einer, der an jeder Ecke Nazis wittert, mich hat man vor 40 Jahren schon in die rechte Ecke schieben wollen, weil ich beim Länderspiel „Deutschland,Deutschland“ gerufen habe, danach übrigens nie mehr.
        Kürzlich wieder, ich habe eine 1 und eine 8 im Autokennzeichen, schon wurde mir Sympathie zu Adolf Hitler angedichtet ( 1=A und 8=H).
        Ich wähle schon seit Jahrzehnten nicht mehr, habe aber mittlerweile das Gefühl, das man heute schon als Nazi gilt, wenn man den Blinker im Auto nach rechts setzt.

      2. hardy der dummwessy.den charm eines hamburger reperbahnproleten.ich würde an deiner stelle nicht so krosse töne spucken über die ossis .das net vergisst nichts!!

  10. Zitat: „Gauland greift den Namen des dunkelhäutigen Fußballers Boateng wie von den FAS-Redakteuren eingeführt beispielhaft für einen dunkelhäutigen Menschen auf („einen Boateng“).“

    Wo spielt in der Aussage Gaulands die Hautfarbe des Boatengs eine Rolle?

  11. Danke, Herr Winterbauer, für diesen Text. Schön, dass endlich mal einer diesen FAS/Gauland/Boateng-Quatsch nüchtern intellektuell betrachtet – und damit erhellend aufklärt. Selbstredend gibt es in Deutschland immer noch jede Menge Menschen, die lieber blonde Müllers als Nachbarn haben als dunkle Boatengs. Leider, aber dennoch Realität, die man genauso benennen kann und darf, auch öffentlich. Ob Herr Gauland auch zu diesen Leuten gehört? Kann sein, weil er ja ein Rechter ist, spielt bei dessen Zitat als allgemeine Aussage über das Verhalten vieler Deutscher im Alltag aber gar keine Rolle. Das hat die FAS mal schnell unter den Tisch fallen lassen. Und das ist unfair, fast justiziabel.

    1. Na ja, blond oder dunkel: Ziehen Sie doch mal aus einer Großstadt in ein kleines Dorf. Sie werden sich wundern. Das Mindeste ist ja wohl, sich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu bewerben, um einen Fuß auf die Erde zu bekommen. Wenn man es z. B. so macht wie der Aspekte-Moderator Moor, und nach Umzug den Bauern erstmal erklärt, wie Bio wirklich geht, ist die Integration wohl eher schwer.

      1. > Ziehen Sie doch mal aus einer Großstadt in ein kleines Dorf.

        das ist ja auch der grund, warum junge leute lieber aus dem dorf in eine große stadt ziehen: um der miefig bigotten atmosphäre zu entrinnen und frei zu leben.

        > nach Umzug den Bauern erstmal erklärt, wie Bio
        > wirklich geht, ist die Integration wohl eher schwer.

        widerspricht meiner lebenserfahrung, ich habe gerade 16 jahre in der in einem klitzekleinen dorf eifel gelebt: da gibt es auf der einen seite die großen bauern, die massiv gülle ausbringen, kunstdünger, stoffe, mit denen sie die flora und faune ruinieren … das sind wohl die leute, von denen sie reden.

        auf der anderen seite sehe ich aber auch eine immer stärker werdende solidarisierung der bauern und der biobeseelten neuen mitbewohner, weil es vielen mittlerweile klar geworden ist, daß sie letztlich nur massenmüll erzeugen, wenn sie so weitermachen, wie das die industrialisierung ihres gewerbes nun mal mit sich brachte.

        daß sie davon ganz offensichtlich keine ahnung haben, kann man ganz gut aus ihrem geschwalle erkennen. na gut, vielleicht kommen sie ja aus dem östlichen teil des landes, in dem es wohl noch 2 jahrzehnte dauern wird, bis man sich von der sozialistischen planwirtschaft, die einen scheiss auf qualität gab, gelöst hat.

    2. Hallo Herr Winterbauer, ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der das Gauland-Zitat aus den von Ihnen genannten Gründen verurteilt. Die Leute sind doch nicht blöd. Was Sie in Ihrem Text erklären, weiß eigentlich jeder – Und es trifft auch gar nicht den Punkt, der die Leute empört hat. Finde ich ehrlich schade, dass Sie in so heiklen Frage, nicht tiefer nachgedacht haben.

  12. Das trifft es eigentlich gut:

    Studie: Rassismus bei Wohnungssuche ist Alltag in Deutschland

    „Eine Studie der Bundesregierung zeigt: In Deutschland werden Ausländer und Minderheiten auf dem Wohnungsmarkt rassistisch diskriminiert. Vorurteile, Ressentiments und bürokratische Tricks führen zu eindeutigen Benachteiligungen bei der Wohnungssuche. Die Diskussion um Boateng als Nachbar ist leider nicht aus der Luft gegriffen.“

    „Die öffentliche Diskussion hat sich in der Folge darauf verengt, dass Gauland und der AfD Rassisten seien (…) Das Schwerpunkt der politischen Arbeit der anderen Parteien sollte sich angesichts der Fakten-Lage jedoch nicht darin erschöpfen, die AfD zu bekämpfen. Vielmehr müssen sich die anderen Parteien fragen, wie es möglich ist, dass nach Jahrzehnten ohne AfD der Rassismus offenkundig zum Alltag auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland gehört.“

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/30/studie-rassismus-bei-wohnungssuche-ist-alltag-in-deutschland/

    1. danke, daß sie die seriöseste aller quellen zitiert haben, die in solchen fragen zu finden sein dürfte /s

      1. @hardy

        Ist die angesprochene Studie dort etwa inexistent? Welchen Sachverhalt des Artikels bemängeln Sie im Detail?

        Möchten Sie sich dazu mal äußern oder wollten Sie einfach nur mal einen diffamierenden Kommentar abgeben (aber sonst nichts)?

  13. Na super, Kollege Winterbauer, wo haben Sie denn bitte Ihr Handwerk gelernt? Es gilt, und so wird das zumindest in der Deutschen Journalistenschule seit mindestens 30 Jahren gelehrt, der Grundsatz, dass Abreden zur Vertraulichkeit zwischen Journalisten und Politikern keine juristisch einklagbaren Verträge sind, sondern nur unter bestimmten Vorbehalten gelten. Ein Vorbehalt ist, dass die Veröffentlichung der Aussage, die getroffen wird, nicht als wichtiger eingestuft wird als das Vertrauensverhältnis zur Quelle. Wenn mir Volker Kauder morgen unter dem Siegel der Verschwiegenheit erzählt, dass am Montag Angela Merkel ihren Rücktritt einreicht, dann ist es sauberes juristisches Handwerk, diese Verschwiegenheitsvereinbarung zu ignorieren und die Meldung so schnell wie möglich zu publizieren, ggfs. auch komplett mit Quelle. Dass Herr Kauder danach nie wieder mit mir spricht, das muss ich einkalkulieren. Und natürlich sollte ich Kauders Aussagen beweisen können (Zeugen, Aufzeichnung), sonst könnte ich Probleme bekommen.

    Das ist das Handwerk. Haben Sie es nicht gelernt?

    Wenn Herr Gauland nicht möchte, dass Journalisten fremdenfeindliche Aussagen von ihm verbreiten, dann sollte er diese Aussagen nicht gegenüber Journalisten tun. Denn des Journalisten Aufgabe ist die öffentliche Berichterstattung, nicht der unverbindliche Plausch. Und diese Mär, man müsse sich Zitate vor der Veröffentlichung freigeben lassen, das ist Kuschen vor den Mächtigen, sonst nichts. Im angelsächsischen Raum (der nach ’45 als Blaupause für den Aufbau der deutschen Medien diente) ist das bis heute nicht üblich, bei Qualitätsblättern sogar von der Chefetage untersagt.

    Ach ja, herzlichen Glückwunsch noch zu der Steilvorlage, die Sie mit Ihrem Text den ganzen „Lügenpresse“-Spinnern gegeben haben. Das machen Sie bitte in Zukunft besser, Herr Kollege.

    1. Well done, Kollege Winterbauer. Hat mich überrascht, aber spät ist besser als gar nicht. Ebenso ist bei „Bild“ eine allmähliche Abkehr vom durchgeknallten rot-grünen Kampfjournalismus in der Flüchtlings-/Einwanderungsfrage zu konstatieren. Die Absetzbewegungen zeigen, dass jedenfalls die (relativ) Klügeren nicht mit Merkel und Gabriel untergehen möchten. Vermutlich wird man bald weitere „Rette sich, wer kann“-Beispiele sehen.

      Umso einfältiger die FAZ/FAS, die mit unseriös-inkompetentem Agitprop-„Journalismus“ einem Zug hinterherhechelt, der längst abgefahren ist. Die „Leute“ sehen die Absicht – und sind verstimmt; sogar Edelfedern aus dem Reschke- und Prantl-Milieu kommen beim Absturz ihrer Gönner in den „Volks“-Parteien und dem offenbar nicht zu bremsenden Zuwachs der allbösen Pfründen-Wettbewerber von der AfD ins Grübeln. „Nazi“ hilft nicht, „Rassist“ hilft nicht, „Blödmann“, „Fremdenfeind“ und „Pack“ auch nicht. Was wird aus uns, fragen da bang die Apparatschiks …

      Fakt ist: Gauland sollte reingelegt werden, aber der „Blattschuss“ hat die Heckenschützen getroffen. Man muss weder G. noch AfD mögen, aber die verlogene Kampagne ist eine Schande für den (dann wohl berechtigt niedergehenden) deutschen Gesinnungs-Journalismus, der offenbar seit anno 45 und anno 89 nichts hinzugelernt hat.

    2. „Es gilt, und so wird das zumindest in der Deutschen Journalistenschule seit mindestens 30 Jahren gelehrt, der Grundsatz, dass Abreden zur Vertraulichkeit zwischen Journalisten und Politikern keine juristisch einklagbaren Verträge sind, sondern nur unter bestimmten Vorbehalten gelten. Ein Vorbehalt ist, dass die Veröffentlichung der Aussage, die getroffen wird, nicht als wichtiger eingestuft wird als das Vertrauensverhältnis zur Quelle.“

      Also, da würde mich schon interessieren, ob das tatsächlich so gelehrt wird. Nach meinem Verständnis als Nichtjournalist sollten wirklich brisante Aussagen ( z. B. „Merkel tritt morgen zurück“) erst veröffentlicht werden, wenn sie von mindestens einer weiteren, unabhängigen Quelle bestätigt wurden. D. h., eine derartige vertrauliche Mitteilung kann als Anlass genutzt werden, in die richtige Richtung zu recherchieren, sollte aber nicht – und schon mal gar nicht unter Nennung dieser Quelle – veröffentlicht werden.

      Ich habe selbst 15 Jahre (Kommunal)politik in der ersten Reihe gemacht. Und wenn ich etwas aus der Zeitung erfahren musste, dann hat es intern geraucht, glauben Sie mir. Mein Infostand war immer höher als der der Zeitung. Und wenn ich Gespräche geführt habe, die nicht stattgefunden haben, oder -mildere Variante – gesagt habe, das haben Sie aber nicht von mir usw., dann nur als freiwillige Hilfe, um etwas besser einordnen zu können, und wenn da bereits ein Vertrauensverhältnis gewachsen war. Und das wurde auch nie enttäuscht (das hätte das abrupte Ende weiterer Kontakte bedeutet). Das Vorgehen, welches Sie hier beschreiben, ist schlicht unanständig und aufgrund des Verzichts auf die Zweitquelle auch unprofessionell, wie ich meine.

      Im Übrigen gebe ich Ihnen hinsichtlich des Autorisierungsunwesens recht. Man kann es ja ggf. hinterher gerade rücken, wenn man falsch verstanden wurde. Und für in öffentlichen Sitzungen Gesagtes gilt: Gesagt ist gesagt. Da habe ich hinterher nie angerufen und darum gebeten, dies oder das doch bitte wegzulassen.

      Herr Gauland braucht sich jedenfalls für nichts zu enschuldigen bzw. zu rechtfertigen. Und das sollte er auch nicht tun. Es bleibt abzuwarten, was in der nächsten FAS steht – eine Entschuldigung zumindest für die Überschrift ist fällig (Tatsächlich sollte die FAS zu Kreuze kriechen). Ich würde mit diesen beiden Journalistendarstellern kein Wort mehr reden.

    3. Bitte erläutern Sie, worin Gaulands Aussage „fremdenfeindlich“ ist.

      Wenn ich sage: „Erdogan mag für viele Leute ein guter Politiker sein, aber sie möchten ihn nicht als Nachbarn haben“ oder „Pirincci mag für viele Leute ein guter Krimiautor sein, aber sie möchten ihn nicht als Nachbarn haben“, dann müssen stigmatisierende Vorwürfe wie „Beleidigung“, „Fremdenfeindlichkeit“ und „Rassismus“ schon weit hergeholt sein.

      Das Niveau der Hetzpresse ist tief im Keller, das Erschreckende ist, daß immer noch so viele Menschen auf sie hereinfallen.

    4. > Das ist das Handwerk. Haben Sie es nicht gelernt?

      hätte er es gelernt, würde er nicht genau das betreiben, was er insinuiert: absichtsvolle spekulation, um ein publikum zu bedienen.

      es gibt übrigens einen guten und ausgewogenen text vom kollegen alan posener Die verlorene Ehre des Alexander Gauland. jetzt den jungen leuten hier zu erklären, wer posener ist, seine lebensgeschichte und persönliche entwicklung, wäre wahrscheinlich von nöten, aber … als ob die daran interessiert wären.

      die brauchen halt autoren, die sich auf dem selben intelektuellen nivohoho befinden, wie sie selbst … und das ist ja das problem: dinge in ihrer komplexität verstehen ist eben schwerer, als einfach mal so eine meinung zu haben und gleichgesinnte zu finden.

      die gesinnung des autors dieses blogs ist offen ersichtlich. er wäre wohl besser bei heftig.co oder buzzfeed aufgehoben.

  14. Bravo, Herr Winterbauer. Exakt so fiel unsere Analyse dieser Pseudo-Story aus. Sie sind ein Leuchtturm im Meer der Wahrheitspresse. Danke.

    Das hunderte Redaktionen die Unterstellung ungeprüft übernommen haben, ist der eigentliche Skandal. Und da wundert aich die Verlage über sinkende Leserzahlen?? Wo ist der Presserat? Wo sind die Gegendarstellungen? Wer schreibt und berichtet noch die Wahrheit?

    Politik und Medien bilden ein Lügenkartell, wie ich es mir vor einigen Jahren nicht hätte träumen lassen. DAS ist der Hauptgrund für den Aufstieg der AfD, die Verderbtheit derjenigen, die in der Öffentlichkeit unser Land beherrschen. Pfui Teufel.

  15. Klingt verdammt nach Badesalz, die mit einem Radio-Sketch ähnliches erlebt haben. Auch da konnte der Durchschnittsdepp irgendwie nicht zum Kapieren gebracht werden, daß hier eigentlich die offensichtlich in der Gesellschaft vorhandene und gut einkultivierte Schizophrenie angeprangert wird, mit der eben ein Neger im Stadion für seine Kunst am Plastikbällchen-Kicken die Jubelschreie der Zuschauer erntet, während andererseits SEINESGLEICHEN (eben NICHT explizit nur gerade diesem Spieler) zu Hause und in bester Bürgermanier die Tür vor der Nase zuschlagen wird. Nachdem ein naiver Gauland in die Falle der FAS getappt ist, macht die hinterfotzige Linke daraus nun das was sie am besten kann, nämlich kräftig Stimmung für alle Dummbatzen dieses Landes: „Guck maa, sinne doch Scheißendreck-Nazis vonne AfD…“. Billig, billig! Hier kann man der AfD keine Niedertracht unterstellen, bestenfalls blödheit ihrer Vorsitzenden, die bereits den Kniefall vor der Meute gemacht hat, bevor die Truppe wieder geschlossen zusammenstand. Gaulands Äußerung im Fernsehen, der Kicker sei doch (Einplack-)Deutscher und vor allem Christ, was er nicht gewußt habe und was ihn damit – so kann man interpretieren – von diesem Beispiel abgehalten hätte, ist leider genau von DER bürgerlichen Heuchelei geprägt, gegen die er eigentlich zu Felde gezogen ist. Erst den Muselmanen die Kante zeigen um dann bei einer Lappalie in peinlicher Schwäche einzuknicken…wer mistet den Augiasstall in Berlin nächstes Jahr tatsächlich aus?

  16. Legen wir doch alle mal die politische Brille ab und schauen uns den „Tathergang“ ganz sachlich und neutral an: Zwei Reporter haben psychologisch sehr geschickt durch Stichwortgabe darauf hin gearbeitet, ihrem Gesprächspartner eine – isoliert betrachtet – provokant wirkende Aussage zu entlocken. Diese Aussage bzw. dieser Satz wurde aus dem Zusammenhang gerissen und kurz vor einem Großereignis (Länderspiel) medienwirksam ausgeschlachtet.

    Um mehr geht es letztendlich nicht.

    Das Problem für viele Kommentatoren hier ist einzig und alleine, von wem dieser Satz kommt. Hätte ein Herr Cem Özdemir diese Aussage getätigt, würde man ihm mit Sicherheit nicht unterstellen, die Aussage „nicht neben einem Boateng leben zu wollen“ auch selbst zu vertreten, sondern ihm eine treffende Kritik am Alltagsrassismus bescheinigen.

    Somit kann man Herrn Gauland ebenfalls keine Beleidigung oder rassistische Tendenzen unterstellen oder gar nachweisen, ohne selbst zu spekulieren und seine politische Weltanschauung dabei einfließen zu lassen.

  17. Was Gauland sagen wollte:
    Es ist heuchlerisch, dass die Gutmenschen ihre Kinder extra aus den Schulen mit hohem „Südländeranteil“ rausholen, und sie auch keine Asylantenheime wollen. 1 Schwarzer ist ok, 500 dann doch ein bisschen viel.

  18. Danke für die Auslegung. Auch Ich habe mich gefragt, wo in diesem Zitat die Beleidigung Boatengs stecken soll. Er enthält gar keine Aussage über Boateng. Eher doch beleidigt der Satz „die (deutschen) Leute“ als Rassisten.

  19. Ich bin kein Journalist, schaue hier aber gelegentlich rein, um mal Dinge aus professioneller Sicht dargestellt zu bekommen. Also ich lese am Kiosk die Schlagzeile auf der ersten Seite der FAS: „Gauland beleidigt Boetang“. und in der Folge bezeichnet Seibert, der sein Handwerk bei ZDF gelernt hat, diesen Umgang Gaulands mit Boetang als „niederträchtig“. Die Substanz dieses Vorwurfes ist absolut Null. Gauland hat Boetang ja nicht beleidigt.

    Ein Kommentar wie Ihrer, Herr Winterbauer, hier auf einem für Journalisten relevanten Platz, macht Hoffnung, dass nicht alle Journalisten verrückt geworden sind und Selbstreinigungskräfte aktiv werden, die bewirken, dass man irgendwann mal wieder mit halbwegs Vertrauen seine FAZ lesen kann. Leichtes Rückrudern wird der FAZ nicht helfen – das werden diese klugen Köpfe aber evtl. nicht verstehen. Ansonsten werden diese beiden „Edelfedern“ sicherlich sofort eine neue Stelle bekommen, bei Tagesspiegel, SZ, Zeit, TAZ stehen doch sicherlich alle Türen offen, oder? Nur bei der FAZ scheinen sie mir fehl am Platze zu sein.

    Und all denen, die sich über BILD lustig machen: Ich habe mir gestern die BILD gekauft und finde Teil 1 der Serie zur Flüchtlingskrise 2015 ganz ordentlich recherchiert und geschrieben. Finde ich wichtiger als die Frage, wer oder wer nicht nun mit „einem“ Boetang als Nachbar leben will.

  20. Die Jagd nach Klicks für die Online-Ausgaben hinterlässt tiefe Spuren in unserer gesamten Arbeit. Diese führen hinein in die blanke Effekthascherei und damit früher oder später ins Nirgendwo für den Beruf des Journalisten. Der Versuch, mit Hilfe von Scheingefechten und billiger Tricks das Grundrauschen aus den so genannten sozialen Netzwerken zu übertönen, stellt nichts weiter dar, als Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Harissa auf die Tube schreiben und ungewürztes Tomatenmark einfüllen – wie lange funktioniert das wohl? Besinnen wir uns auf unser „Kerngeschäft“, das zu unserer Schande inzwischen mehr und mehr die Kabarettisten betreiben.

  21. „Da hat er recht, der Herr Gauland. So und nicht anders, ist sein Zitat zu verstehen.“

    Jetzt mal herhören, ihr Redakteure von Welt, Süddeutsche, Zeit, Spiegel, Tagesschau und so weiter:

    Ihr seht das allesamt komplett falsch.

    Aber der Stefan Winterbauer, der weiß ganz genau Bescheid.

    (Würde ich bei Meedia arbeiten, ich täte in Grund und Boden versinken vor Scham.)

    1. @Torsten..GottseiDank biste nicht bei Meedia. Da simma aba froh. Und ich täte in Grund und Boden versinken vor Scham, wenn ich sowas blödes posten täte.

    2. Netter Versuch, aber ihrem Kommentar fehlt es an der Argumentation? Warum sollte er sich schämen?

      Meedia hat als eines der wenigen Medien gewagt kritisch auf die unsägliche Berichterstattung der FAS zu reagieren. Bitte mehr von diesen kritischen Artikeln. Der Journalismus muss mutiger werden.

  22. Es ging schlicht um Vorbehalte, die auch die Bewohner des Münchener Vororts Grünwald, in dem Boateng lebt, durchaus gezeigt haben als es um die Unterbrnigeung von 300 männlichen Flüchtlingen ging.

    Wärend er, amerikanische Investmentbanker oder brasilianische Fußballspieler in Grünwald gern als Nachbarn gesehen sind ging es den Asylbewerbern aus Afghanistan, Pakistan, Syrin, Irak, Niger, Senegal und Eritreer ganz anders. Mit Unterschriften Listen, Petionen und Briefen an den Gemeinderat hatte man versucht die Traglufthallen zu verhindern oder zumindest nur mit Familien belegen zu lassen.

  23. »Wie seriös ist eigentlich der AfD-Aufreger der FAS? Die Mär vom ungeliebten Nachbarn Boateng«

    Bestimmte Begriffe / Veröffentlichungen manifestieren sich trotz lautestem Gegengeschrei immer mehr, zum Beispiel »Lügenpresse« oder Ulfkottes »Gekaufte Journalisten«.

    Als der »Refuges«-Affenzirkus noch in unerreichbaren Weiten lag, stellte sich bereits die Frage, was ausländische Spieler in (einheimischen) Nationalmannschaften – egal welcher (!) – zu suchen haben. Mittlerweile ist klar, daß auch das ein Teil des (offiziell bestrittenen UNO-) Dreckspiels zum »Bevölkerungsaustausch [durch Migration]«, in Deutschland verlogener Weise »Bestandserhaltungsmigration« genannt, ist. Titel der UN-Studie, am 21.3.2000 auf der UN-Webseite (Abteilung Bevölkerungsfragen) veröffentlicht: Replacement Migration.- Is it a solution i declining and ageing populations?, zu Deutsch: »Bevölkerungsaustausch durch Migration: eine Lösung für abnehmende und alternde Bevölkerungen?«, United Nations Publications, ISBN 92-1-151362-6. (In der Studie werden acht wenig fruchtbare, dafür seltsamerweise technisch höchstentwickelte Länder, darunter Deutschland, und zwei Regionen (Europa und EU) genannt.)

    Hört doch endlich auf, den Schmierenverein, genannt »Sport«, zu sponsern. Dann hören auch die politisch gewollten Schmutzattacken, wie z.B. »Olympia-Boykott« oder »Fußball-WM/-EM«, und/oder die daraus resultierenden »Schmierage-Ströme« wie z.B. um „Ortsvergabe“ von „Meisterschaften“ ganz schnell auf.

    Und als I-Tüpfelchen: Wie herrlich willkommen ist doch den unfähigen Politkaspern und deren rektalturnenden Medien-Schleimis jede Gabel voll Mist, um damit gegen mißliebige Gruppen wie PEGIDA oder die AfD zu werfen. Argumentatives Material wird immer schwieriger zu beschaffen, und selbst die Gutgläubigsten in der Bevölkerung fassen sich inzwischen an den Kopf, wenn sie die skurrilen Verrenkungen von (nicht nur, aber insbesondere CHRISTLICHEN ! ) Politikern und Kirchenführern gegenüber dem Islam zur Kenntnis nehmen. Als ob es kein 1683 und 1829 vor Wien und die weiteren Metzeleien bis zur „Verabschiedung“ des Islam aus Südeuropa usw. gegeben hätte. Ob DIE wohl alle im Geschichtsunterricht gefehlt oder geschlafen haben? Scheint so zu sein, denn daß bei den „Ehrenwerten“ womöglich „Schmirandi, was krieg ich noch“ im Spiel wäre, darf ob derer tadellosen Qualitäten doch sicher bestritten werden.

  24. Es sollte wohl ein „Scoop“, ein Befreiungsschlag der Traditionszeitung „FAZ“ gegen den unaufhaltsamen finanziellen und publizistischen Niedergang werden. Doch es ist schon jetzt ein Mega-Desaster, „verbrannte Erde“ – die Älteren erinnern sich an „Hitlers Tagebücher“ und die „Enthüller“ vom „Stern der Fälscher“. Wenn die früher seriöse „FAZ“ das Debakel überleben will, müssen schnell Köpfe rollen. Denn von den jetzt Verantwortlichen wird sich wohl niemand mehr die Welt erklären lassen. Und vertrauliche Hintergrundgespräche mit Exklusiv-Infos kann sich der unerwartete prominente Neuzugang bei der „Lügenpresse“ auch abschminken.

    Die „FAZ“ hat sich in einen Mahlsand von Halb- und Voll-Unwahrheiten, vermutlichen Fälschungen (z.B. „Notizen“), infamen, haltlos-verdrehten Denunziationen und listigen Irreführungen der Öffentlichkeit (z.B. „Aufzeichnungen“) manövriert, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Es liegt ein Maß an Charakterlosigkeit, journalistischer Inkompetenz und platter Dummheit vor, das man noch vor einer Woche für undenkbar gehalten hat, jedenfalls bei der „FAZ“.

    Wie ist das bei einer „bürgerlichen“ Zeitung möglich? Wie wird aus dem Blatt mit dem „klugen Kopf dahinter“ jedenfalls teilweise ein neuer „Stürmer“ mit Antifa-Anmutung nach der Methode „Der Zweck heiligt die Mittel“? Und ist der Zweck wirklich nur das Überleben der moribunden Print-Zeitung aus Frankfurt – oder stecken „kluge“ Köpfe aus Merkels CDU-Bunker dahinter, die 18 Monate vor der Schicksalswahl bürgerlich-gediegene Agitprop-Hilfsvölker rekrutieren, weil sie den „Durchbruch“ des Groß-Feindes AfD „in der Mitte“ befürchten? Hat man es mit der „Selbsthilfegruppe Merkel/FAZ“ zu tun?

    Die Berliner Götterdämmerung reicht offenbar bis nach Frankfurt.

    1. Herr Conen,

      es wird Zeit, dass irgendjemand Ihnen mal wieder berufliche Beschäftigung bietet.

      Vielleicht beim Kopp-Verlag. Denn ansonsten wüßte ich kein Medium, was einen inzwischen so durchgeknallten rechten Spinner ertragen könnte.
      Ihre Lachnummern mit Kamerad Minhardt wären ja schon für eine Comedy zu unglaubwürdig.

  25. Eigentlich wäre doch die FAZ an der Reihe, sich bei Herr Boateng zu entschuldigen, weil sie ihn für ihre offensichtliche Kampagne gegen die AfD mißbraucht hat. Dass die Bundeskanzlerin oder ihr Presseeamt die von Herrn Winterbauer zitierten Regeln guten Journalismus nicht kennt und sie sozuzusagen in guten Glaubens Herrn Gauland als „Rassisten“ angegriffen hat, erscheint unglaubwürdig. Neben der FAZ steht auch Frau Merkel am Pranger, zumindest, dass sie ihre Lage wohl ziemlich verzweifelt sein muss, wenn sie in einem solchen Possenspiel mitspielt, um ihrem politischen Gegner zu schaden.

    1. sehr guter Kommentar! Die AfD hat aber auch ungeschickt in dieser Sache reagiert (siehe von Storch). Da wäre noch mehr drin gewesen.

  26. Danke an Meedia, hier einmal die berufspraktischen Fakten seziert zu haben.
    Das Zentrum des Skandals ist doch, dass die FAZler aus einem Hintergrundgespräch ein zweisätziges Zitat herauslösen, um es zu skandalisieren. Sie rennen vier Tage durch die Republik, halten es allen möglichen Leuten zwecks „Reaktion“ vor – nur dem angeblichen Urheber selber haben sie es nicht vorgelegt.
    Das würden sie sich mit Merkel, Gabriel oder Grillo NIE trauen.
    Traurig.

  27. Kompliment an MEEDIA, Ihr seit bisher die einzige öffentliche Stimme mit thematischer Sachlichkeit zum Vorgang.
    Bleibt zu hoffen, dass diese Sichtweise die Runde macht bevor sich die Schreihälse bei FAZ & Co. ein neues Thema suchen.

  28. Schlimm ist auch nicht, ob oder wie Gauland es gesagt hat oder nicht. Das eigentlich Fragwürdige ist: „Einer wie Gauland“ (keine beleidigende Pauschalisierung, wie wir gelernt haben) denkt leider wirklich so.

  29. Meedia: „Da es sich um ein Hintergrund -Gespräch gehandelt hat“ – „hat“ als Tatsachenfeststellung. Die Boateng-Passage war aber gar nicht im Hintergrundteil.
    Wenn die Fakten an so entscheidender Stelle schon nicht stimmen… Aber über andere Medien schimpfen.

    Und das Märchen vom armen medienunerfahrenen Rotkäppchen G. und den bööösen Medien-Wölfen darf man natürlich glauben, wenn sie fürs Gemüt bekömmlicher ist. Man darf auch die Erwachsenenversion glauben, wonach G. sich einfach etwas verkalkuliert und zu hoch gereizt hatte mit breiterer Kritik als wahrscheinlich einkalkuliert.

    1. Es war definitiv ein Hintergrundgespräch – und eben kein Interview. Das wissen wir doch alle. Sichtbar ist es auch daran, dass nicht mitgeschnitten sondern nur notiert wurde.
      Der Treppenwitz: Wäre es ein Interview gewesen, hätte die FAS Gauland die quotes vorgelegt.
      Echt ne linke Nummer, berufsschädigend.

  30. Ich finde den Beitrag nur bedingt aufschlussreich. Das Nachfragen bei Nachbarn über die Lebensgewohnheiten von Jerome Boateng war mir schon während der Veröffentlichung zutiefst suspekt, weil dieses Nachforschen im Privatleben allein darauf abstellt, ob es bei Boateng allein aufgrund dieses kleinen Unterschieds, nämlich die Hautfarbe, nicht doch etwas Belastendes geben könnte. Das Abendblatt hat eine ähnliche Story gebracht und gefragt, wie es denn mit Jerome Boateng als Nachbarn gewesen sei, als er noch beim HSV spielte. Eigentlich spielt so etwas überhaupt keine Rolle. Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Migranten, dass sie es als belastend und stigmatisierend empfinden, wenn sie immer wieder auf ein bestimmtes Detail ihrer Persönlichkeit, sei es ihre Herkunft, ihr Aussehen oder religiöse Zugehörigkeit, angesprochen werden und dieses Detail mit einem wie auch immer gelebten Verhalten in Beziehung gesetzt wird. Es gibt in diesem Sinne einen „positiven Rassismus“, der von den Medien regelmäßig zelebriert wird, in dem Glauben, man würde Migranten damit einen Gefallen tun.

    Sicherlich hätte man das Interview von A. Gauland autorisieren lassen sollen. Andererseits erscheint die der Ablauf des Interviews auch nicht so, dass sich Gauland klipp und klar von rassistischen Anspielungen distanziert hat. Merkwürdig ist doch, dass er in seiner Stellungnahme behauptet, Boateng gar nicht zu kennen, dann hätte er es im Hintergrundgespräch auch so sagen können. Wo ist das Problem? Kannte er ihn wirklich nicht? Dann verbietet sich grundsätzlich eine solche Aussage über eine andere Person. Gauland war 40 Jahre Mitglied der CDU, war in vielen politischen Ämtern aktiv (siehe Wikipedia) und später Herausgeber der Märkischen Zeitung. Natürlich kennt er das kleine und große Einmaleins zwischen Politik und Medien aus dem Effeff. Als Politikprofi und Medienexperte hätte er selbst auf eine Autorisierung bestehen müssen. Sicherlich war er sich der Dimensionen dieses Hintergrundgesprächs bewusst und hat es einfach so laufen lassen. Schließlich hat er erreicht, was er wollte. Die AfD ist wieder als „bemitleidenswertes Opfer der Medien“ im Gespräch. Der FAS wird man in der Parteizentrale sehr dankbar sein für diese kostenlose Werbung.

  31. Offensichtlich gibt Sympathien für Rechtsextremismus/die AfD bei Herrn Winterbauer. Oder er hat einfach nur nichts drauf. Die FAS-Journalisten haben die Gauland-Aussage genau so interpretiert, wie sie zu interpretieren war, wenn man sich mit AfD und Gauland einige Zeit beschäftigt hat. Gauland hat schon mehrere Male ähnliche Formulierungen verwendet. Wenn sagt, „Die Leute wollen xy nicht in ihrer Nachbarschaft“, dann ist das für Gauland immer das Argument, warum die AfD auch dagegen sein muss.

    Beispiel: Gauland im April 2015: „Wir sind für die Menschen da, die nicht, ohne gefragt zu werden, in ihrer Nachbarschaft ein Asylbewerberheim haben wollen.“ (http://www.maz-online.de/Brandenburg/Parteitag-der-Brandenburger-Afd-in-Pritzwalk)

    Wenn also Gauland irgendwo behauptet, dass irgendwer irgendwen oder irgendwas in seiner Nachbatrschaft nicht wolle, dann muss man sich immer den Nachsatz „Und die AfD begrüßt das und setzt sich gegen die ein, die die Leute nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen!“ mitdenken. Ansonsten hat man von der AfD und Gauland keine Ahnung. Oder man hat Sympathien für den Rechtsextremismus.

    Wie seriös und verfassungstreu ist Meedia?

    1. > Wie seriös und verfassungstreu ist Meedia?

      so sehr wie alle anderen portale auch.

      winterbauer ist halt nicht unbedingt die hellste kerze auf der torte. er liest ja vielleicht die kommentare und „denkt“, es sei vielleicht besser, noch schnell auf den zug aufzuspringen, weil das gekreische hysterisierter hühner in ihm etwas weckt, was unbedingt mal an die frische luft muss.

      wenn’s dann mal draussen ist, wird er grimmig in die runde gucken und fragen „wer war das?“. nicht alles, was so entfleucht, ist ein gedanke, kann man hier in dieser von zum teil sicher professionell agierenden stimmungsmachern verpesteten luft ja zur genüge riechen.

  32. Danke, Herr Winterbauer, ich hatte schon Angst, dass in den deutschen (Leit-)Medien kein Hirn mehr vorhanden ist. Das Gauland-Zitat hätte ich auch als Linker so formulieren können. Es soll lediglich die Heuchelei mancher Bürger aufzeigen, der unbestimmte Artikel („einen Boateng“ stellvertretend für Farbige) macht das deutlich. Auch wenn ich nicht mit dieser Partei sympathisiere, ist es beschämend, wie heutzutage medialer Spießrutenlauf inszeniert wird.

    1. *„einen Boateng“ stellvertretend für Farbige*…?! Ach ja? Oder ist dies Ihr eigener latenter Rassismus den Sie mit dieser Unterstellung offenlegen?

      Wieso sollte ‚ein Boateng‘ nicht stellvertretend für amerikanisierte, tätowierte, Gangsta-Rap Kultur affine Unterschichtler gelten…??? Und ehrlich gesagt, ich mag diese Kultur und ihr Erscheinungsbild nicht, und hätte eine derartige Gesellschaft deshalb auch nicht gern in direkter Nachbarschaft!

      Wollen Sie mich jetzt einen Rassisten schimpfen? Die Dünnhäutigkeit bzw Blindheit/Verlogenheit der Dauerdiskriminierten ist längst unerträglich geworden.

  33. Tja, Herr Boateng ist lieb und nett und ein gerne gesehener Nachbar, aber andere „Mihigrus“ will man doch lieber nicht am wohl situierten Ort haben: http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-sued/gruenwald/gruenwald-besorgte-muetter-planen-buergerbegehren-gegen-fluechtlingspolitik-6103140.html

    Hier zeigt sich wieder die heuchlerische Selbstgefälligkeit dieser Kreise. Es fehlt nur noch dass herauskommt dass auch welche von diesen besorgten Müttern auf der Willkommensparty am Hauptbahnhof waren. Lieber St. Florian, zünd‘ nicht unser Haus an, zünd’s andre an. Wir werden die entscheidenden Hintergründe wahrscheinlich nie erfahren aber m.E. hat Hr. Gauland hier einigen (unbewusst) dem Spiegel vorgehalten. Getroffene Hunde bellen.

  34. Vielleicht sollte Meedia.de das nächste mal solche Berichte hinterfragen.

    Schließlich findet auch hier jeden Tag aufs neue ein Anti-AfD Artikel seinen Platz.
    Man erinnere an die zwei oder drei Aufreger-Artikel zum Thema gestern obwohl jeder Medienmensch inzwischen wusste wie es vermutlich abgelaufen ist.

    Das wäre doch mal was wenn die Medien und Meedia.de nicht einfach so alles voneinander abschreiben und behaupten würden sondern erst mal recherchieren was wirklich war.

  35. Herr Gauland hat nur auf die vorhandene Geisteshaltung von Deutschen aufmerksam gemacht. Wer in einem Haus mit einem „Boateng“ wohnt weiß was man da von den Nachbarn über den „Schwarzen“ zu hören bekommt. Und diese Nachbarn sind nicht in der AfD. Dies aus eigener Erfahrung. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

  36. @sven k.
    fällt ihnen nicht auf, dass „Zustrom raum- und kulturfremder Menschen nach Deutschland“ erstens zutreffend ist und zweitens NICHTS mit der einseitigen Propaganda der FAS zu tun hat? Es ist auch keine Diskussionskultur jedes Wort mit Äußerungen aus der Nazizeit abzugleichen. Sobald in einer Diskussion der Begriff „Nazi“ fällt, ist die Diskussion beendet. Das war wohl ihr Ansinnen?

    @jonnynogo Wo fand die Beleidigung statt? Sollte der Satz so gefallen sein, so ist der für sich keine Beleidigung. Außerdem ist es auch juristisch Sache der Journalisten die Beleidigung zu belegen und nicht Sache von Gauland das Gegenteil zu belegen.
    Selbst wenn man ihre Position teilen würde, so hätten die FAS-Journalisten Gauland das Zitat vorlegen müssen und man hätte ihm Gelegenheit geben müssen ihn zu kommentieren. Die FAS und andere Pseudojournalisten hatten aber den Shitstorm angezettelt und Gauland konnte sich überhaupt nicht äußern. Das hat mit Journalismus nichts zu tun und ihre Äußerungen zeugen von purem Hass auf die AfD und völliger Abstinenz von Objektivität und Erkenntnis.

  37. Gauland schreibt in seiner Mail vom „Zustrom raum- und kulturfremder Menschen nach Deutschland“. Diesen Nazi-Jargon muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da lässt er nun endlich mal die Katze aus dem Sack.

    1. @sven k. Lies doch mal nach, was ehrenwerte Staaten wie USA, Kanada, Australien und so weiter und so fort für Bedingungen definieren für Einwanderer. Haste schon mal gelesen. Echter Nazi-Jargon oder?! Wie kommen die dazu, sich die Leute auswählen zu wollen, die in „ihr Land“ kommen, Du Deugel … Was für ein Ansinnen, vorher wissen zu wollen, ob man „den oder die“ überhaupt brauchen kann. „Brauchen kann“ oder „gebrauchen kann“ ist auch Nazi-Jargon oder Sven? Willste noch mehr solcher Vergleiche von „Rassisismus“, „Alltagsrassismus“ oder „Nazi-Jargon“ in anderen Ländern. Haste schon mal vom Islam gehört, der alle anderen als „Ungläubige“ bezeichnet? Und sie am liebsten umbringen würde, wenn er könnte wie er wollte. Und Frauen zwangsverheiratet oder steinigt, wenns denn sein muss. Wenn kein „Rassismus“, was ist das dann alles für Dich? Muss ich mir solche Leute ins Land holen? Oder nicht? Oder was? Ich finde Deinen und den Scheiss aller anderen zu diesem Thema, unerträglich. Als dürften nur wir Bürger in Deutschland nicht auswählen, wer hier willkommen ist. Aber alle anderen dürfen das. Fährste in diese anderen Dumpfbacken-Länder auch mal in Urlaub? Beschimpfst Du diese Leute dann auch als Rassisten oder sonst was. Boa eye..

      1. @keumel: Da ich mich gerne weiterbilde … wo kann ich nachlesen, dass der Islam alle „Ungläubigen“ umbringen will?

        Und wo du Recht hast hast du Recht: Rassismus gibt es überall. Das macht es aber nicht besser. Und nur weil ein Land rechts wählt, heißt es noch nicht, dass jeder Rassist ist. Oder was wolltest du mit deinem Urlaubsvergleich bezwecken?

    2. Warum Nazi-Jargon? Ich formuliere das auch so oder ähnlich wenn über das Thema „Flüchtlinge“ gesprochen wird und bin kein Nazi.

  38. Egal wie zweifelhaft zustande gekommen, die Beleidigung fand statt.
    „einen Boateng“ reduziert den gemeinten Fußballer auf seine Hautfarbe und damit verbundenen Klischees, mit denen Ressentiments bedient werden sollen. Nicht seine Persönlichkeit wird herangezogen für die Begründung, sondern wofür in diesem Fall seine Hautfarbe steht. So etwas ist Missbrauch der Persönlichkeit für dreckige Zwecke und herabwürdigend.

    Rassistisch wird die Angelegenheit durch das, was Herr Gauland direkt im Interview und auch in seinen Rechtfertigungen danach unterlässt, nämlich diesen Umstand zu werten und SEINEN Kontext herzustellen. Zum Beispiel durch weitere Bemerkungen, dass er diesen Umstand (latenter Alltagsrassismus) ebenfalls kritisch und differenziert sieht. So hat er jedoch seinen gefallenen Satz auch im Nachhinein legitimiert und nicht dessen Botschaft ausdifferenziert.

    Was tut er denn jetzt? Er bedauert lediglich, den Namen Boateng als Vergleich herangezogen zu haben, den Satz an sich lässt er stehen, bewertet dessen Botschaft nicht…will er doch die rassistischen Ressentiments weiter bedienen.

    Zuerst ging er der FAS auf den Leim, mittlerweile hat es sich gedreht und die Journalie, inklusive dem obigen Autor gehen ihm auf den Leim.

  39. Der eigentliche Skandal: Dass Boateng seinen Wagen in einer Tanke um die Ecke reparieren lässt, ist tatsächlich eine News, deren Brisanz offenbar der FAS ebenso wie Meedia vor lauter Aufregung entgangen ist. Werden doch alle Bayern-München-Spieler mit Audi-Modellen nach Wahl ausgestattet, Rundum-Sorglos-Paket mit Werkstatt- und Ersatzwagen-Service natürlich inklusive. Also warum muss Boateng sich da selber drum kümmern und irgendwelche Schrauber ranlassen? Hat er einen schlechteren Vertrag als alle anderen Bayern-München-Q7-Treiber? Oder mag er womöglich gar keinen Audi? Oder kriegt keinen? Bitte diese lahme Rassismus-Kiste endlich vergessen und dem echten Scoop nachrecherchieren!!

  40. Rassistisch war doch nur die FAS mit der Eingangsfrage, ob denn Boateng nicht ein Beispiel für gelungene Integration sei.

    Wie bitte? Seine Mutter ist Deutsche. Er in Berlin geboren. Muttersprache Deutsch.

    Der Mann ist Deutscher! und die FAS schwadroniert was von Integrationsleistung!?!

    Ich bin selber mit einer Südamerikanerin verheiratet. Wir haben eine Tochter mit deutschem Pass. Sie geht hier in die KiTA.

    Verlangt die FAS jetzt von meiner Tochter, dass sie besondere Integrationsleistungen zu erbringen hat?

    Ich glaub, es hackt!

    Als nächstes beschuldigt die FAS mich wohl noch der Rassenschande…man fasst es nicht.

    Lustig war es als ich den KiTa Platz für meine Tochter gesucht habe.

    Mir wurde gesagt: „Jemand wie Sie hat hier keine Aussicht auf einen Platz.“. „Wie bitte?“. „Ja Deutsche haben wir schon genug.“

    Als meine Frau mit ihrem gebrochenen Deutsch hinging, wurde unsere Tochter dann genommen….

    1. Bitte belegen Sie das mit dem KiTa Platz. Welche KiTa war das und wann? Und Sie scheinen zu vergessen, dass es vielen der AfD-Sympathisanten oder Pegida-Mitläufern egal ist, ob jemand einen deutschen Pass hat oder nicht, oder ob er in diesem Land geboren wurde und einen deutschen Elternteil hat. Sobald man „nicht-deutsch“ aussieht, ist man ein Schmarotzer, Asyl-Betrüger, Ausländer und gehört hier nicht hin. Das können Sie sich gerne von jemandem sagen lassen, der seit Jahrzehnten als Deutscher Sohn eines gemischten Elternpaares in diesem Land lebt und es seine Heimat nennt! Und aus dieser Sicht betrachtet, war die Frage zu Boateng absolut legitim. Denn niemand kann rein vom Aussehen darauf schließen, ob jemand Deutscher ist oder nicht. Und genau das befeuert die AfD immer wieder bewußt!

      1. > Bitte belegen Sie das mit dem KiTa Platz.

        muss er nicht.

        es gibt hier sicher ein paar im raum, die auch nicht belegen müssen, daß sie nicht aus st. petersburg posten und nur so tun, als wären sie „besorgte deutsche“. so besoffen, wie sich der eine oder andere anhört, denke ich mal, hier muss niemand etwas belegen, wenn er denn nicht drauf steht, auf eine ausgelegte leimrute zu tappsen.

        es ist ja nicht so, als ob hier „miteinander gesprochen“ würde, hier findet ein „plakate an litfaßsäulen kleben“ statt, die „besorgten“ bürger sind einen feuchten kehricht daran interessiert, etwas zu hören, was an ihrer kindergartenwelt kratzen könnte.

        oder was eben ihrem propagandaauftrag zuwider läuft. ich hoffe, sie werden wenigstens anständig bezahlt, obwohl, wie gesagt, sich manches anhört, als geschähe dies in naturalien, sprich vodka.

      2. @MB
        Sie schreiben:
        „Sobald man „nicht-deutsch“ aussieht, ist man ein Schmarotzer, Asyl-Betrüger, Ausländer und gehört hier nicht hin.“
        Ich weiss nicht in welchen Kreisen sie sich bewegen, aber derartiges kann ich nicht beobachten.Ich kenne viele, die die AfD gerne wählen (würde meine Frau übrigens auch machen, sowie viele andere Ausländer auch), aber dass da ein Rassist dabei gewesen wäre, konnte ich noch nie feststellen.
        Woher Sie diese Einsicht also haben, wenn Sie diese Menschen doch so ablehnen, bleibt fraglich.

        „Denn niemand kann rein vom Aussehen darauf schließen, ob jemand Deutscher ist oder nicht. Und genau das befeuert die AfD immer wieder bewußt!“

        Kann man auch nicht. Was soll denn da befeuert werden?

        Zieht jemand nebenan ein, will man doch wissen, wer das ist.
        Ist eigentlich ganz normal.

        Vielleicht sind sie auch wohlstandsverwöhnt und wissen nicht, wie das in manchen „Ghettos“ abgeht.

        Wenn in einem Block 80% Muslime leben, sollte man nicht auf die Idee kommen, während dem Ramadan im Hof zu grillen.

        Braucht ein Polizeiaufgebot von 10 Einsatzwagen um den Tumult zu schlichten. Selber schon erlebt.

        Man erhält den Eindruck gesellschaftliche Realitäten gehen vollständig an manchen in diesem Land vorbei.

        Zum Thema KiTa gibt’s noch eine weitere schöne Geschichte.
        Meine Frau sieht sich eine KiTa an und sagt zu der Leiterin: „Hier sind aber viele Ausländer.“ Sagt die Leiterin: „Ja und wir sind auch sehr stolz drauf. Alle unsere Betreuerinnen sind bilingual (Türkisch/Deutsch). Und die Kinder dürfen auch türkisch sprechen. Und natürlich haben wir ein Interesse daran auch deutsche Kinder hier zu haben.“

        So, so. Nun soll also meine 17 Monate alte Tochter unbezahlte Integrationsbeauftragte werden und den anderen Kindern deutsche Sprachkompetenz beibringen und zum Dank ist sie bei 50% der Gespräche ausgeschlossen.

        Ich glaub echt, es hackt.

  41. Was bist Du denn für eine Beleidigerin. DU redest von „Pegida-Dumpfbacken“ und sprichst Dir damit wohl das Gegenteil davon zu. Tja… ärgerlich, wenn sich herausstellt, dass es nix war mit der großen Geschichte. Deine Verteidigungsrede der FAS ist Käse… und zeigt nur die Wut darüber, dass der Schuss nach hinten losgeht und man da steht mit dem peinlichen Gekreische von gestern.

  42. Leider regt man sich ja über jeden entwichenen Darmwind mehr auf, als über schlechten Journalismus. War der Satz von Gauland noch als Hinweis auf den Alltagsrassismus zu verstehen, so skandalisierte die FAS ihn mit einem Tweet zu einer rassistischen Äußerung Gaulands. Die eigentlichen Rassisten sind die beiden FAS-Journalisten.

    Die Absicht der beiden Gauland in die Pfanne zu hauen ist zu einfach zu durchschauen, aber das hat andere Medien nicht davon abgehalten den Shitstorm gegen Gauland zu befeuern.

    Beim Thema Integration ausgerechnet Boateng ins Gespräch zu bringen und das bei Gauland, der bekannterweise keine Fußballfan ist, ist schon perfide. Nur Fußballfans wissen, dass Boateng Deutscher und Nicht-Migrant ist. Er hat eine deutsche Mutter und ist Christ. Warum also Boateng und nicht ein muslimischer Migrant aus dem Spitzensport als Beispiel? Weil es eine Falle war.

    Die FAS/FAZ hat dem Journalismus einen großen Schaden zugefügt und liefert den Rufern von „Lügenpresse“ neues Material.

    Wir haben eine ausführliche Bewertung des Falles auf der Webseite http://djv-bb.de/der-shitstorm-der-nach-hinten-los-ging/

    1. Klaus D. Minhardt entwertet den Deutschen Journalistenverband. Seine Meinung ist günstigenfalls dumm. Wer den Unterschied zwischen einer – zugegeben – zugespitzten Überschrift und dem Interview Gesagten eines bekannten Rechtsaussen nicht wahrnehmen will, kennt die Regeln des Journalismus nicht und schon gar nicht sollte er seine Meinung als die des djv-Mini-Landesverbandes Berlin-Brandenburg ausgeben.

      1. Ich lese immer „Interview“.

        Wo war denn ein Interview?

        Ein (!) Satz aus einem 1,5h Gespräch wird zitiert und als Beleidigung gewertet.

        Kontext? Gesprächsverlauf? Nix von alle dem.

        Aber alle springen auf den Zug auf. Bis hin zur Kanzlerin. Geht ja gegen die AfD.

        Zur Sachauseinandersetzung hat keiner mehr den Mut in diesem Land.

        Der politische Diskurs beschränkt sich nur auf Emotionen.

    2. Herr Minhardt, endlich mal eine kompetente und sachliche Darstellung des Sachverhalts. Es war eine fiese Falle, genährt aus Vorurteilen gegenüber der AfD. Das ist wirklich Wasser auf die Mühlen jener, die „Lügenpresse“ rufen.

    3. Herr Minhardt,
      ich bin ehrlich gesagt entsetzt über Ihren Kommentar, den Sie verlinkt haben. Sie sind Vorsitzender des DJV Berlin-Brandenburg? Ach du meine Güte!
      Sie werten Medien wie „Zeit“ und „Spiegel“ als „Pseudoqualitätsmedien“ ab.
      Und weiter: „Seriöse Journalisten hätten Gauland das Zitat aus dem Hintergrundgespräch zur Autorisierung vorgelegt.“ Nein, hätten sie nicht zwingend. Diese Autorisiererei von Zitaten ist nicht in vorauseilendem Gehorsam zu tun, sondern nur auf Wunsch des Gesprächspartners. Wenn überhaupt. Manche Redaktionen machen es gar nicht. Im anglo-amerikanischen Journalismus wird es überhaupt nicht gemacht. Sie haben ja gar keine Ahnung.
      Und dann unterstellen Sie den FAZ-Redakteuren auch noch Rassismus, weil sie Gauland mit einem Beispiel (Boateng) konfrontieren, um ihn zu provozieren. Warum auch nicht? Natürlich wollten sie ihn in eine Falle locken, und wenn?
      Kurz: Mir ihren Aussagen reden sie den Lügenpresse-Krakeelern das Wort. Von einem DJV-Vorsitzenden darf so etwas nicht kommen

  43. „…sondern nur eine Aussage über Alltags-Rassismus, wie er in Deutschland durchaus vorkommen mag.“

    Stimmt: wie er in Deutschland vorkommen mag. Punktuell, an vielen Stellen geballt, viel zu häufig. Aber nicht flächendeckend. Das meint aber Herr Gauland, wenn er sagt „die Leute“. Er glaubt, für alle sprechen zu können. Und meint er das bedauernd? Doch wohl kaum (AfDö-höhö). Herr Gauland meint: Die Leute = wir Deutsche wollen Boateng nicht als Nachbarn haben.
    Hallo, Gauland ist ein Jurist und Publizist, keine Pegida-Dumpfbacke, der kennt das politische Geschäft, der redet nicht einfach so daher, der saß nicht in einer Kneipe, sondern Journalisten gegenüber.
    Soll hier Herr Gauland in Schutz genommen werden, der arme, missverstandene Tropf?

    1. Genau so ist es, Christina A.-P. Leider versteht Kollege Winterbauer rein gar nichts von den Methoden rechter Propaganda.

      Die Masche „Ich meine das ja nicht, aber das weiß doch jeder“ ist klassisches Transportmittel brauner Agitatoren. Nur die Anfänger (siehe Höcke, Storch) outen sich selbst als Meinungsträger.

      Ein ehemaliger hessischer CDU-Staatssekretär wie Gauland dagegen weiß genau, wie er sein rechtes Gedankengut unters Volk bringt.

      Schade, dass Media sich nun nicht mehr nur in den Kommentarbereichen zum AfD-Hilfsorgan macht.

      kht

      1. @christina A.-P und Karl-Heinz… Über Euren Schmarren kann man nur lachen.. Die eins labert sich eins und der andere sprich von Achtung! „Methoden rechter Propaganda“ Hahahaha… es ist unfassbar, was man alles in so eine Geschichte hinein-interpretieren kann und gar nicht merkt, wie man selbst als „Hater“ mit unflätigsten Ausdrücken auftritt. „braune Agigatoren“.. rechtes Gedankengut“… „AfD-Hilfsorgan“… Habt Ihr eigentlich mitbekommen, was der Verfassungsschutzpräsident Dr. Hans-Georg Maaßen gestern gesagt hat: Er lehnt eine AfD-Beobachtung ab: Wir sind keine „Hilfstruppe der etablierten Parteien“… Reicht Euch das jetzt? Oder geht Ihr mit den linken Socken in Berlin weiter auf AfD-Jagd: In Büros einbrechen, Glasfenster und Einrichtung zerschlagen, mit Dreck bewerfen, Leute verletzen. Ist es DAS was Ihr gut heißt? Weil man DAS hier in Deutschland darf, wenn es um Eure vermeintlich „richtige“ Meinung geht?

      2. @Keumel: Wischen Sie sich lieber erst mal den Schaum vom Mund, bevor Sie andere als „Hater“ bezeichnen. Sie selbst halten sich wohl für den Allwissenden unter den Aufgeweckten und alles Andersdenkende ist „unwissender Hater-Kack“ (siehe in diesem Thread weiter oben). Merken Sie eigentlich, wie erbärmlich Ihre Argumentation ist?

      3. Nun ja, immerhin war @keumel der Erste, der Fakten statt Spekulationen und Interpretationen in die Diskussion eingebracht hat.

    2. Ihr Geschwurbel zeugt wie bei allen Linken von Hilflosigkeit und der strikten Weigerung, Realität zur Kenntnis zu nehmen. Kognitive Dissonanz auf Schritt und Tritt. Wenn Sie so absolut davon überzeugt sind, die „Mehrheit“ stünde hinter Ihnen, dann los, machen wir eine Volksbefragung, Sie Superdemokrat! Da Sie insgeheim allerdings genau wissen wie die ausginge, fürchten Sie selbige wie der Teufel das Weihwasser.
      Linke können sich europaweit nur noch mit faulen Tricks, Lüge, Hetze, Diffamierung und Diskreditierung aller halten, die ihr mieses Spiel durchschaut haben, Österreich lässt mit 146% Wahlbeteiligung grüßen.

  44. „Solche Methoden sorgen dafùr, dass die AfD weiter an Zuspruch in der Bevölkerung gewinnen wird.“

    Sag ich doch. Und andere hier im Forum auch, nicht erst seit gestern.

    Allerdings hilft es ungemein, dabei den eigenen Laden nicht ganz aus dem Blick zu verlieren.

    Wie war das doch gleich noch, mit den Gummibärchen-Beutelchen der AfD vor ein paar Tagen?

  45. Es ist beschämend und besorgniserregend wie die deutschen „Qualitätsmedien“ derzeit in ihrem Umgang mit einer neuen demokratischen politischen Kraft ihre Glaubwürdigkeit verspielen.

  46. Das sehe ich anders. Gauland weiß, was er gesagt hat und es ist auch typisch für ihn. Er behauptet, dass die „LEUTE“ einen Schwarzen nicht in der Nachbarschaft haben wollen. Doch wer sind die LEUTE? Gauland hat bereits früher in einem TV-Interview behauptet, die „LEUTE“ wollen keine Flüchtlinge. Und Gauland sagt dies ja nicht mit einer Geste des Unverständnisses, sondern des Verständnisses für die „LEUTE“. Er hat dieses Verständnis auch für jene LEUTE, die keine Schwarzen in ihrer Nachbarschaft wollen. Egal, ob „der“ Schwarze Deutscher ist oder nicht. Gauland ist deshalb nicht nur fremdenfeindlich, sondern auch ein Rassist. Und wenn er von seinen LEUTEN spricht, dann meint er eben solche Rassisten. Das genau haben die FAS-Redakteure erkannt, und es ist gut, dass sie das öffentlich gemacht haben. Frauke Petry ist übrigens keine Rassistin, für sie ist Boateng eben einfach nur ein guter Fußballer …

    1. @M.: Damit treffen sie genau den Nagel auf den Kopf: Alexander Gauland meint mit „die Leute“ zuallererst sich selbst, seine Parteifreunde und Wähler und unterstellt, dass er damit für eine Mehrheit der Deutschen spricht. Das ist aber nicht so, da wir zum Glück einigermaßen weit von den österreichischen Verhältnissen entfernt sind.
      Dennoch hätte die FAS gut daran getan, die Sache von Beginn an sauber und im vollständigen Kontext darzustellen, statt eine reißerische Anti-AfD-Meldung daraus zu machen. Solche Medienbeiträge tragen nur noch mehr zur gesellschaftlichen Spaltung bei und sind für absolut nichts gut. Stattdessen sollte sich die FAS/FAZ lieber mal mit der Entstehung von Alltagsrassismus auseinandersetzen und überlegen, wie man konstruktiv mit den Ängsten und Sorgen der „besorgten Bürger“ umgeht. Etliche davon dürften durchaus auch aus deren (ehemaliger) Leserschaft stammen.

    2. Ich habe den Artikel von Herrn Schuler über Gauland heute gelesen. Schuler hat zwölf Jahre mit ihm gearbeitet und schätzt Gauland aus dieer engen Zusammenarbeit sehr. Also basiert Deine Gauland-Meinung einfach nur aus der Wut über die AfD und den aufgewachten Bürger. Der Rest ist unwissender Hater-Kack. Aber sich selbst als dollen Menschen hinstellen und die anderen als Rassisten. Merke: Auch ich habe volles Verständnis für die Leute, die diesen „Flüchtlings“strom, verursacht durch unsere eigenen Politiker und ihr Bürokraten, vollkommenen Schwachsin finde. Ich will in meiner Nachbarschaft kein Asylheim mit hunderten junger Männer aus welchem Land der Welt auch immer. Die meisten von ihnen, stark und jung und andere verdängend, vor allem Frauen verdrängend, sind nur hierhergelaufen, weil ein deutscher Tweet ihnen sagte, hier werden Syrer aufgnenommen – ganz ohne Dublin ohne Grenzen, ohne Erfassung, ohne irgendeine Kontrolle. Und gekommen sind Nordafrikaner Eritreer, u.a. die jetzt in den Städten Frauen begrapschen. Googlen sie mal „Frauen begrapschen“. Und was SIE dazu sagen, interessiert mich keinen Fitzel. Haben Sie das vestanden?

      1. > Haben Sie das vestanden?

        ach ja, haben wir, mein föhrer.

        an diese art von ton würden wir uns wohl gewöhnen müssen, wenn herr keumel lagerleiter wird und die nicht „aufgewachten“ aufweckt und umerzieht.

        die, die es interessiert, können sich ja Interview mit Eckart Lohse, Hauptstadtbüro FAZ, zu Gauland-Gespräch über Boateng im dlf gestern abend anhören.

        die sache ist relativ einfach: wenn die herren nicht sauber gearbeitet haben, wird das konsequenzen für sie haben. ich denke aber eher, daß der redakteur, der diese „buzzfeed / heftig style“ überschrift rausgehauen hat, so schnell nichts mehr wird titeln dürfen.

        die überschrift ändert aber nichts am inhalt und der attitüde des herrn gauland. aber was soll’s, der uns seine völkischen buddies werden eh demnächst „gamma“ gründen und die frau kepetry wohl „lamda“.

        wenn die wahl dann ansteht, haben wir wohl das gesamte griechische alphabet zur auswahl.

  47. Ob sich Boateng jetzt beleidigt fühlen muss, kann nur er selbst beurteilen, da schließlich sein Name gefallen ist. Als Öffentlichkeitsprofi wird er VERMUTLICH lockerer damit umgehen, als Otto-Normal-Verbraucher – der dem Alltagsrassismus ausgesetzt ist. Da es hier aber nicht darum geht, was er auf dem Platz veranstaltet (positiv wie negativ), dürfte das eine nachdenkliche Minute nachziehen, da es schlicht und einfach nur darum geht, dass er anders aussieht als der „Durchschnittsdeutsche“ – und das obwohl er auch Deutscher ist.

    Daher ist es – egal wie Herr Gauland das nun drehen will – eine rassistische Äußerung. Und auch wenn es einen Teil in Deutschland gibt, die weder auf Dunkelhäutige, Muslime und/oder Deutsche mit Migrationshintergrund in ihrer Nachbarschaft treffen wollen hat nämlich Gauland diese Äußerung ohne das Vorsagen der „besorgten“ Bürger ganz alleine getätigt.

    Bedenklich finde ich hierbei, dass alles mit Flüchtlingen begonnen hat, die eine Spaltung der Bürger Deutschlands vorantrieb (laut Wahlprognosen immerhin knapp 20%) und jetzt schon auf ganz „normale“ DEUTSCHE Bürger projeziert wird. Zumindest die Kommentare bei Focus Online zeigen, dass Gauland ins richtige Horn gestoßen hat. Wobei hier eher darum gezankt wird, ob er das überhaupt gesagt hat. Er streitet es zumindest nicht ab, dass heißt, dass im das Zitat auch nicht allzusehr weh tut.

    Die Leute die Gauland also anspricht und die ihm Recht geben, sind schlicht und einfach Rassisten! Hier geht es nicht darum, dass einem „das Geld aus der Tasche gezogen wird“ und es geht auch nicht darum, dass sich „jemand wie Boateng nicht integrieren mag“ – es geht schlicht und einfach nur darum, dass er einige Nuancen dunkler ist als der „Duchschnittsdeutsche“.

    Jeder AFD-Anhänger sollte sich daher die Frage gefallen lassen müssen, ob er mit solch einer Partei-Ausrichtung/Führung tatsächlich in Verbindung gebracht werden will? Denn wer protestieren will, könnte dies auch mit anderen Parteien, die evtl. weniger Schaden anrichten als die AFD. Aber nein, man muss ja immer rechtsaußen wählen um seine Empörung zu zeigen.

    1. @The M: kannst Du nicht lesen??? Der Name „Boateng“ ist von den Journalisten ins Spiel gebracht worden. Sind DIE jetzt Rassisten, weil sie ausgerechnet Boateng genommen haben? Wie kommen die drauf, den Boateng zu nehmen? Hä??? Dein sonstiges Geschwurbel gegen „besorgte #bürger“. gegen die AfD, gegen alle, die endlich mal ihre wirkliche Meinung sagen interessiert niemanden. Die 20 % sind wohl der Wunschtraum. Haste in Österreich gesehen, wie schnell darauf 50 % werden. hahahaha… Egal wie ich die AfD finde, ich finde solche Kommentare – angesichts der vielen muslimischen Jungmänner die hier im Land herumhocken und durch einenn Tweet des BamF auf die Resie gegangen sind ins gelobte Land Deutschland, das verkündet hat 800.000 Syrer aufzunehmen – echt krass. Schau dich um, wie die vielen Mädchen aus islamischen Männer-Herrschafts-Familien Angst haben vor Zwangsheiraten und/oder Ehrenmord-Drohungen. Und vieles mehr. Also.. akzeptier einfach, dass es die „besorgten Bürger“ gibt. Ich bin überzeugt davon, dass es nach diesem politischen Voll-Versagen sehr wichtig ist, dass besorgte Bürger aufstehen und diese Politiker (und deren Verwaltungs-Apparate), deren Parteien Du als „andere Parteien, die weniger Schaden anrichten“ bezeichnest, so unter Druck setzen, am besten abwählen, dass sie nie mehr solche falschen Entscheidungen und Fehler machen können, wie sie sie gemacht haben. Und sie dann versteckt haben hinter die, nur für den dummen Bürger bestimmten Worte „Wir schaffen das“.

      1. „Egal, wie ich die AfD finde“? Die diversen Kommentare von Ihnen zeigen eindeutig, wie Sie die AfD finden. Stehen Sie doch einfach dazu, dass Sie ein Rassist sind. Die „besorgten Bürger“ waren in den letzten Wahlen maximal 20%, also bei weitem nicht die Mehrheit oder „das Volk“, als das Sie und die AfD das gerne bezeichnen wollen.

        Bezüglich des Boateng-Zitates hat Herr Gauland ganz sicher genau gewusst, was er da so von sich gibt und was er damit bewirken wird. Dafür ist er zu sehr Medien-Profi. Nämlich das, was die AfD immer mit solchen Aussagen bezweckt. Wir lassen mal einen Aufreger raus, damit bekommen wir massenweise Presse (dazu nutzt man die „Lügenpresse“ ja immer wieder gerne), rudern dann ein bisschen zurück, jammer darüber, falsch widergegeben worden zu sein, bleiben aber im Kern bei der Aussage. Ansonsten hätte sich Herr Gauland später nicht dazu hinreißen lassen zu vermelden, dass Boateng ein falsches Beispiel wäre, weil ja Deutscher UND Christ. Er hat also genau gewusst, was seine Aussage bewirkt. Doch die AfD und ihre Sympathisanten sehen sich nur zu gerne in der Opfer-Rolle. Ist noch gar nicht so lange her, dass auf Meedia verbal eingeprügelt wurde, weil negativ über AfD-Politiker berichtet wurde.

      2. Da wird in meinen Kommentar aber eine ganze Menge hineininterpretiert (da frage ich mich schon wer von uns lesen kann). Und nein, ich sehe die Journalisten nach den vorliegenden Infos nicht als Rassisten. Warum auch? Sie zeigen einem Rassisten dass Deutschland bunt ist und locken somit eine kontroverse Aussage aus einem Rassisten. Jeder Nicht-Rassist hätte evtl. geantwortet, dass neben ihm wohnen könne wer will (sogar Deutsche mit oder ohne Migrationshintergrund ;-)), solange er ihn nicht belästigt, nervt oder sonst wie auf den Geist geht, etc.

        Und wo habe ich geschrieben, dass es nicht Probleme mit anderen Religionen oder Kulturkreisen gibt? Richtig: nirgends! Der Unterschied zwischen mir und dir ist ganz einfach: Ich beurteile einen Menschen erst wenn ich ihn kenne – und das obwohl auch ich Vorurteile habe. Und ja, auch da kann man sich irren. Denn geistig umnebelte Arschlöcher gibt es in jeder Gesinnung und Gruppierung. Aber verdient nicht jeder die gleiche Chance sich zu behaupten?

        Ach ja: Wer so sehr auf die Gleichheit von Frauen pocht, sollte sich evtl. überlegen ob die AFD nicht doch die falsche Wahl bei der nächsten Wahl ist: Es gibt ja Gerüchte, dass alleinerziehende Mütter nicht ganz sooo hoch angesehen sind bei der AFD. Sind die jetzt Frauen 2. Klasse weil sie evtl. ihren prügelnden, alkoholabhängigen, spielsüchtigen, fremdgehenden (evtl. auch deutschen) Mann nicht mehr ertragen wollen? Ich weiß, auch das sind nur Vorurteile, aber statistisch gesehen eben häufige Defizite unter uns Männern.

        Und nein, bevor mir auch hier etwas in den Mund gelegt wird, was ich nie angedeutet habe: Ich finde jegliche Unterdrückung und Schlechterstellung von Frauen (und sei es nur der Unterschied auf dem Lohnzettel bei gleicher Arbeit und Qualifikation) inakzeptabel. Und das betrifft selbstverständlich auch dein Beispiel wie Zwangsheirat, Ehrenmord (was ja sowieso ein Verbrechen ist) …

        Und nochmals nein: Ich bin auch kein Fan von Merkel oder der CDU, daher muss ich nicht gut finden was sie sagt. Was ich aber von Politikern verlange ist, dass sie sich an unsere (Grund-)Gesetze halten, egal wie sie persönlich dazu stehen. Und auch hier sage ich, dass sie das leider nicht hinreichend tun.

        Einer der wenigen überzeugenden Politiker derzeit ist m. E. auf Landesebene Kretschmann in BaWü, da er selbst gegen Parteiinteressen handelt (ohne seine Partei zu verraten) und das Volk sowie das Gesetz in seinen Entscheidungen berücksichtigt. Ich weiß, da er ein Grüner ist, ist das in deiner Welt bestimmt auch nicht akzeptabel. Aber immerhin ist er legitim zum 2. Mal hintereinander gewählt worden.

        Und wenn man sieht, dass global alle eher nach rechts rücken, fragt man sich manchmal schon, wie das passieren kann. Und jetzt kommt viel Stammtischparole und Verschwörungstheorie: Deutschland geht bald unter und schiebt jegliche Schuld auf die bösen Flüchtlinge. Die Griechen schieben jegliche Schuld auf die bösen Deutschen, weil sie selbst ihre Finanzen nicht im Griff haben. Die Amis liebäugeln mit einem Kasper wie Trump, der aus den USA wohl am liebsten ein Unternehmen machen würde und alle unliebsamen einfach rausschmeißen würde. Die Russen … ähhh … nein Putin ist der einzige der den Durchblick hat und niemals Menschenrechte verletzt hat … war das jetzt Ironie? Ich weiß es bei den ganzen Meinungen in unserer Gesellschaft nicht mehr 😉

        Die Schuld auf andere zu schieben lenkt nur von den eigenen Missständen ab. Wer das Ruder rumreißen möchte, sollte es in die Hand nehmen und selbst die Richtung angeben. Und wenn unsere stürmische See „demografischer Wandel“ heißt, sollte evtl. jeder Fremdenhasser auch eine Lösung bringen, wie wir ohne die Menge an Menschen auch nicht bis zum letzten Lebenstag arbeiten müssen. Denn so wie es jetzt aussieht wird es in den nächsten Jahren ganz schön ruppig werden, was es die Rentenentwicklung angeht.

        Aber bei angeblich rund 1,5 Kinder im Durchschnitt je Frau in Deutschland ist das Problem sicher nicht sooo schwer zu lösen unseren Rentnern ein würdiges und finanzierbares Leben im Alter zu ermöglichen. Denn die alten sind nunmal schon da und die bisherigen Kinder auch, also recht einfach auszurechnen, wie viele Arbeiter in Zukunft für einen Rentner aufkommen müssen.

        Sagen wir mal so … ich möchte nicht in der Haut von Politikern stecken, da sie für alle vielfältigen Meinungen der Bürger einer 80-Millionen-Einwohner-Nation verantwortungsvolle Entscheidungen treffen müssen. Wenn man da nur an der Flüchtlingsthematik rumnöhlt wacht man evtl. auch irgendwann als AFD-Wähler erschreckt auf und muss erkennen, dass das nicht unser einziges Problem ist.

      3. Seit die AfD ihr Parteiprogramm veröffentlicht hat, ist man zum Glück nicht mehr auf „Gerüchte“ angewiesen. Dort wird auch die Frage einer kinderfreundlichen Gesellschaft angesprochen.

      4. @Kai-Uwe Lensky: Unter anderem schreibt die AFD unter 6.6 ihres Grundsatzprogramms „… Die Alternative für Deutschland will die finanziellen Belastungen Alleinerziehender und Unterhaltspflichtiger korrigieren … Wir wenden uns entschieden gegen Versuche von Organisationen, Medien und Politik, Einelternfamilien als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren. Der Staat sollte stattdessen das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle Hilfen und Beratung in Krisensituationen stärken.“

        Das klingt zumindest nicht so, als würden Alleinerziehende (aber auch Homosexuelle) in Ihrer Aufgabe ein oder mehrere Kinder zu erziehen nur annähernd gewürdigt werden. Falls diese Leistung dennoch gewürdigt werden sollte, steht zumindest nirgends etwas davon im AFD-Grundsatzprogramm.

    2. Herr The M. welch ein schlechtes Urteil geben Sie denn über andere Menschen ab. Man könnte den Eindruck bekommen, Sie selbst sind mit Gott und der Welt in Unfrieden. Denken Sie doch mal über sich selbst nach!

      1. @Wolfgang H.: Kennen wir uns, dass Sie sich dieses Urteil über mich bilden?

    3. Ach das ist so ein Schwachsinn. Und wieder nur ‚ Zucker auf die Straße‘. Von welcher Partei sprechen Sie denn, der man außer AfD noch glauben sollte? Fangen wir an: die CDU? Ich fragte vor der EU Wahl da persönlich, was die gegen die Salafisten taten, die 7m von ihnen entfernt standen. Es wäre eine Glaubensfrage war die Antwort und ist es noch heute. Die SPD? Gleich nach der Wahl Kindergartengebühren rauf. Werbung mit den Grünen zusammen für mehr Einwanderung. Meine Tochter wurde als einzige Deutsche von Muslimen und jaaaaaa nur von Muslimen krankenhausreif gemobbt. Bis zum Hörsturz. Keiner half . Alle immer am Schweigen. Nur im stillen Kämmerlein macht man den Mund auf. Die anderen seien mehr, so die Lehrerin damals. Und nun? Und ich bin selber 7x von Asylanten angegriffen worden. Ja bin ein mädchenhafter Typ und blond, ist meine Schuld? Nein nicht Boateng ist Schuld. Ist sicher ein netter. Aber die ganze Politik.

      1. @Martina Berrgmann: Meine Familie und ich haben glücklicherweise noch keine schlechte Erfahrungen sammeln müssen, wenn es um Flüchtlinge oder Muslime geht. Auch wenn ich jetzt keine Muslime in meinem engsten Freundeskreis habe, habe ich geschätzte Arbeitskollegen und Bekannte dieser Glaubensrichtung. Evtl. liegt es an deren Bildung und Integration, aber auch hier habe ich keine negativen Dinge erleben müssen.

        Das soll nicht Ihre Erfahrungen herabsetzen. Jedoch kann man sehen, dass trotz Flüchtlingsheim in meiner näheren Wohngegend und muslimischer Arbeitskollegen auch neutrale bis positive Erfahrungen Realität sein können.

        Abschließend beschäftigt mich noch eine Frage. Sie haben von den Grünen und ihrer Werbung für Einwanderung gesprochen: Was ist pauschal an einer Einwanderung auszusetzen?

      2. @The M.

        Gegen Einwanderung von Menschen die unsere Gesellschaft voran bringen, wie Australien, Kanada oder Neuseeland das machen, hat niemand etwas! Masseneinwanderung von bildungsfernen Schichten ist aber etwas ganz anderes!

        Und die GRÜNEN unterscheiden nicht!

        Wollen oder können Sie das nicht verstehen?

  48. Brillant analysiert, Herr Winterbauer. Diese Arbeitsweise hat man früher Bild zugetraut, aber doch nicht der FAS… Es macht einfach Spaß, die AfD zu diskreditieren, anstatt sich mit ihr inhaltlich auseinanderzusetzen. Da lockt man schon mal einen ihrer Protagonisten in die Abseitsfalle und lässt ihn auflaufen. Dass Gauland den Namen Boateng nicht mal selbst ins Gespräch eingeführt hat, die FAS aber genau diesen Eindruck erweckt, ist unerhört und unredlich. Eben unjournalistisch.

    Genauso wird die AfD als Islamophob dargestellt, weil sie sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Wenn das der CDU-Fraktionschef Kauder sagt, regt sich niemand auf. Außerdem stimmt der Satz kulturhistorisch zu 100 Prozent. Hass auf den Islam kann ich da nicht rauslesen.

    1. Und hier scheinen Sie zu irren: Gauland soll gesagt haben, dass er nicht wisse, wer den Namen Boateng zuerst ins Spiel brachte.

      Sagen wir mal so: Wenn Gauland das tatsächlich nicht gesagt hat, bleibt er für so eine – in den Mund gelegte – brisante Äußerung erstaunlich gelassen.

      Und suggerieren wir mal weiter … der AFD scheint selbst so eine Berichterstattung eher zu nützen als zu schaden. Daher könnte man sogar meinen, dass sie über jede kontroverse Aussage die auch noch publiziert wird, dankbar sein. DIe Anhänger der AFD stehen ja schließlich auf „die richtigen Konsequenzen“ 😉

      1. @ the m: De hälfte Ihres Beitrags gehörte gestrichen, die andere Hälfte scharf redigiert, wg. niveaulos, zu lang, zu lang, zu lang

      2. @Schulze Ulrich: Bei Ihrer Orthografie (früher: Orthographie) und Grammatik lasse ich das jetzt sogar fast unkommentiert 😉

        Aber was es das Tempus anbelangt bin ich dennoch etwas verwirrt. Wurde ich etwa gekürzt? Wo? Wie? Wann?

      3. @The M.: Tippfehler geschehen nun einmal, wie Sie selbst am Besten wissen müssten.
        Das Wort „Tempus“ klingt zwar bei einer Kritik, die sich auf Form und nicht auf Inhalt bezieht, sehr fachmännisch, es handelt sich aber in diesem Fall um den Konjunktiv 2.

      4. @Kai-Uwe Lensky: Stimmt. Ich habe das auch niemandem vorgeworfen. Ich habe lediglich auf einen haltlosen und unsachlichen Beitrag reagiert.

        Aber schon interessant, dass hier nur einseitig kritisiert wird. Auf die Länge meines eingehenden Kommentars bezogen, ist die Fehlerquote mit einem „Vertipper“ und einem vergessenen „zu“ doch relativ gering – vor allem in Bezug auf den Kritiker. Das soll nicht heißen, dass ich meine eigenen Fehler entschuldigen will. Es geht hierbei nur um die Verhältnismäßigkeit.

        Wegen des Tempus benötige ich noch etwas Input und stehe derzeit auf der Leitung. Haben Sie das im richtigen Kontext gelesen und worauf ich das bezog?

  49. @ Herrr Winterbauer. Das Gespräch enthielt, nach allem, was ich darüber erfahren und recherchiert habe, zwei Phasen: eine offene, in der die Boateng-Replik fiel, und eine off-the-records (Hintergrund), in der es um das Verhältnis Gaulands zu anderen AfD-Vorststandsmitliedern ging – darüber wurde auch nichts veröffentlicht. Gauland hat nichts autorisiert, er wollte dies auch nicht.
    Das verschweigen Sie – wie sich neulich SZ-Prantl im Edathy-Gespräch bewusst auch bemühte, wesentliche Fakten zu verschweigen – , schlagen sich aber munter auf die AfD-Seite und zeien die FAZ-Redakteure früherer Bild-Methoden. Es ist der alte, billige Refex, was von SZ, vom Spiegel kommt, gilt vorbehaltlos als gut und richtig, was von der FAZ kommt, nicht. Ich das seriös? Nicht die FAZ, Sie Herr Winterbauer tragen mit ihrem Text bei zum Schimpfwort Lügenpresse.

    1. Nö.. find ich gar nicht, dass Herr Winterbauer zum Schimpfwort Lügenpresse beiträgt. Der Bürger hat da selbst ein sehr gutes Gespür entwickelt und weiß, wann und warum die Presse lügt oder – aus durchschaubaren Gründen – eine Sau jagt. Sie sollten jetzt nicht so enttäuscht sein Ulrich Schulze grins*
      Man muss halt manchmal einfach genauer hinschauen – auch wenn man zunächst mit dem reissenden Bach mitgeschwommen ist, den in diesem Fall die FAS losgelasen hat. Ich persönlich mag die FAZ als relativ neutrales Blatt (im Gegnesatz zur SZ) mit hervorragenden Beiträgen trotzdem und immer noch.

      1. Der war gut: „FAZ als relativ neutrales Blatt im Gegensatz zur SZ“. Selten so gelacht. Wenn man einen starken Hang zum bedingungslosen Wirtschaftsliberalismus hat, kann man das so sehen … 😉

      2. Ich musste auch gerade lachen!! Die FAZ soll also ein „relativ neutrales Blatt“ sein?

        Im Zuge der Ukrainekrise war die FAZ eine der schlimmsten NATO-Propaganda-Schleudern und selbst ein Julius Streicher wäre da blass vor Neid geworden. Die haben sogar ihre Kommentarsektion deaktivert weil sie keinen Widerspruch vom „Pack“ hören wollten (heute werden nur noch sporadisch Kommentare zugelassen).

        Und Sie reden von „relativ neutrales Blatt“? Schlafen Sie?

        Da fehlen mir die Worte!

        Kopfschüttelnde Grüße!

      3. Der Bürger hat da selbst ein sehr gutes Gespür entwickelt und weiß, wann und warum die Presse lügt

        Komisch, als Bürger habe ich ein ganz anderes Gefühl bei dieser Sache. So ist das heute. Auf nichts ist mehr Verlass.

    2. Thomas Holl von der FAZ hatte am 29.05.2016,also 1 Woche nach diesem Interview getwittert:
      Gauland dementeirt..wir haben aber alles auf Band..

      Zwei Stunden später ruderte er zurück und twitterte: Korrektur..wir haben nichts auf Band,aber handschriftliche Notizen.
      Wer es lesen will bitte googeln: „Thomas Holl Twitter“

      Wenn man das alles so mitbekommt,muss man sich nicht wundern,wenn das Vertrauen in den Leitmedien vollends erschüttert ist..Die FAZ auf Bild-Niveau und auf einmal doch keine Bandaufnahme mehr,oder gab es diese Aussage von Gauland in dieser Form nicht,da man doch lieber auf handschriftliche Notizen verwies??
      Diese handschriftlichen Notizen kann man ja auch später noch erstellen,wenn das Band doch das Gewünschte nicht wiedergibt..Man bedenke,dass die Aussagen mit dem Band von Thomas Holl am 29.5.2016 getwittert wurden,also am Tag des Erscheinens des Artikels.

      Dies könnte noch zu einem FAS-Gate werden!

      1. Die haben heimlich mitgeschnitten und dann kalte Füsse gekriegt – ist doch sowas von offensichtlich.

    3. Danke, Schulze Ulrich. … btw. Nicht Petry sondern von Storch hat davon gesprochen, auf Flüchtlinge zu schließen. …

      1. @ Ingeborg: beide haben, aber im Gregensatz zur Störchin ruderte Petry etwas zurück. Anyway – es ist ergötzlich, diesen munteren Internet Austausch zu lesen, um nicht zu sagen: es wäre besser, die meisten hielten einfach ihre (schwäbisch): „Gosch“ – oder nennten ihren richtigen Namen.

  50. Es tut mir leid, so ist sein Zitat nicht zu verstehen. Allein die Formulierung „einen Boateng“ ist abfällig. Außerdem hat er mit seiner Aussage versucht, die politisch rechte Gesinnung seiner Partei als logische Konsequenz des Bürgerwillen zu rechtfertigen. Nach dem Motto: Wir liegen mit unserer Politischen Ausrichtung richtig, wird sie doch vom Bürger goutiert.
    Schade dass jetzt auch bei Meedia die Afd-Verstehet schreiben. Schade. Schade. Schade.
    In diesem Sinne: Petra heil!

    1. Nein, es ist ganz und gar nicht abwertend. Genauso hätte es auch ein Linker oder Grüner sagen können, nur das es dann als Gesellschaftskritik ausgelegt worden wäre und nicht als Rassismus. Als Rassismus wird es ausgelegt, weil Herr Gauland es gesagt haben soll. Und vor allen Dingen muss man die Aussagen nicht auf AfD-Wähler beziehen, sondern kann sie genauso auf Linke und Grüne anwenden – das sind diesbezüglich nämlich sogar die größten Heuchler! Machen einen auf furchtbar tolerant und weltoffen, aber wohnen selten in irgendwelchen Problem-/Migrantenbezirken und/oder wechseln den Bezirk so bald ihre Kinder schulpflichtig werden, damit sie sie auf „bessere“ Schulen mit einem niedrigeren Migrantenanteil schicken können. Eigentlich sollte jeder Migrant Herrn Gauland für solche offenen und ehrlichen Beschreibungen der gesellschaftlich Realität dankbar sein, denn das ist dem Zusammenleben sicherlich wesentlich förderlicher als die ganze Heuchelei der sich moralisch überlegen fühlenden „Anständigen“.

    2. @Peter Ohnet… da liest man doch tatsächlich große Enttäuschung aus Ihrem Post. Ahhhh.. das ist aber schaaaade, dass nix dahinter war und ist hinter der Sau, die hier wieder mal durchs Dorf gejagt wurde. Tja Peter Ohnet… WEIL die Politik so gehandelt hat, wie sie die BILD in ihrer 5-teiligen Serie beschreibt, DESHALB hat sich der Bürgerwille – GottseiDank – in maximal kurzer Zeit und endlich so geäussert, wie der Bürger/die Bürgerin wirklich denkt. Das gefällt Dir nicht? Pecht habt, das bleibt jetzt. Und vermutlich auch die AfD, denn diejenigen, die gestern schon wußten, was das für eine SAU war, fühlen sich heute bestätigt. Jetzt heißt es: Ablage. Es gibt sehr viel wichtigeres in Deutschland als diesen von den Journalisten bewusst provozierten Dreck.

  51. Gibt es schon einen change.org Aufruf, eine Petition dahingehend, dass die FAZ die beiden Journalisten/Spin-Docs entlässt?

    Wer bewußt mit der „Strategie der Spannung“ operiert, hat im Journalismus nichts zu suchen und ist Gift für die Gesellschaft.

    1. genau meine Meinung, danke, dass man das Gefühl hat, inmitten dieser wahnsinnig gewordenen „Leitmedien“ noch Leuchttürme zu sehen. Ja, ich finde auch, diese Medien machen die rechte Szene gerade richtig groß. Obwohl ich befürchte, die machen es nicht einmal für links und rechts, gut oder böse – sondern nur für die Auflage. Die backen sich ihre Geschichten selbst, machen sie größer und größer, ohne Rücksicht. Und die anderen fühlen sich im Zugzwang, noch einen draufzulegen. Boanteng ist deren Opfer. Die Massen werden regelrecht formiert (wer nicht für uns ist, ist gegen uns…) – und es war mir vor kurzem noch nicht vorstellbar, dass das so schnell und gegen die Vernunft geht. Und dass dabei so ziemlich alles mitgerissen wird.

    2. Wenn man konsequent jeden Journalisten, den man beim Lügen ertappt hat entlassen wollte, dann hätten wir bald überhaupt keine mehr. (Ja, ich weiß, manch einer würde genau das begrüßen, nach dem Motto: Besser keine Medien, als solche.)

      Aber eine Lösung ist sowas eben nicht.

      Ich wäre dafür, Ihnen für dieses Jahr alle Prämien zu streichen, das wäre als Strafe angemessen und würde (hoffentlich) auch weh tun.

      In Diktaturen (und ich habe in einer gelebt) ist man immer schnell dabei jemanden zu entlassen oder gar ins Gefängnis zu stecken – und schafft sich damit Märtyrer, die man auch noch alimentieren muss.

      In Demokratien löst man das anders aber nicht weniger wirkungsvoll:

      Man geht den Leuten ans Geld und hetzt Ihnen eine Meute Anwälte auf den Hals, die dich so ruinieren können, das du bis ans Ende deiner Tage kein Land mehr siehst.

      Kein Hahn kräht danach, es kostet nix, sondern bringt sogar noch was ein. (na ja, für ein paar Leute wenigstens)

      Was ist jetzt grausamer? 😉

      1. Nicht nur Lügen- sondern auch LÜCKEN-Presse. Wir alle sollten peinlichst genau auf unsere Worte achten und wem wir unsere Sorgen, Ängste anvertrauen. Ich habe es selber mit einer hochkarätigen Hannoveraner Zeitung erlebt. Dinge wie “ faule Neger“ , die ich nie im Leben dem Redakteur gesagt hätte, und auf ein Zitat Merkels hin schrieb er, ich würde darüber denken dass…. Also er konnte quasi Gedanken lesen und verbreitete diese noch in seiner Zeitung. Gut , Absatzschwierigkeiten lassen böse Blüten wachsen. Neben Boateng zu wohnen, naja, da hat mans doch geschafft…neben Merkel oder Gabriel möchte ich auch nicht unbedingt. Oder einem Zigeunerlager. Sagt man das noch so? Ich dachte immer, Maulkörbe gibt’s nur für Hunde. Oder ( hihi ich geh da aber nicht hin) im SM Studio. Aber mittlerweile trägt halb Deutschland einen.

  52. Ein Skandal, den die FAS aufdeckt, ist keiner. Das Blatt hat – genauso wie seine Mutter FAZ – seit 2010 rund 25 Prozent seiner Leser verloren und der Relaunch hat’s wohl auch nicht gebracht. Da ist kostenlose Werbung doch nicht schlecht…

    Das Ganze erinnert doch sehr an das Mannheimer-Morgen-Interview mit Frau Petry oder Laura Himmelreichs Bluse im Stern…

    1. Lügenpresse eben (Lügen ist für mich auch Desinformieren oder absichtliches Falschverstehen. An der Absicht dürfte in diesem Fall aufgrund der „Vorab-Hintergrundrecherche“ wohl kein Zweifel bestehen. Danke für diese Information).
      Ergänzend möchte ich sagen: Ich möchte keinen wie Boateng als Nachbarn haben. Ich mag nämlich keine Fußballer. Ich möchte auch keine wie Angela Merkel als Nachbarin haben. Ich mag auch keine Hindus, Moslems, Christen, Juden, Zeugen, Atheisten. Bei mir wird keiner diskriminiert. Ich mag genau die Nachbarn, die ich zur Zeit habe. Auch wenn sie leider Raucher sind 🙂

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*