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SPD holt Madsack-Journalistin: Ulrike Demmer wird Vize-Regierungssprecherin von Merkel

Ulrike Demmer verlässt Madsack, um stellvertretende Regierungssprecherin zu werden.
Ulrike Demmer verlässt Madsack, um stellvertretende Regierungssprecherin zu werden.

Die Journalistin Ulrike Demmer wird neue Stellvertreterin von Regierungssprecher Steffen Seibert. Am 13. Juni übernimmt sie zugleich das Amt der stellvertretenden Leiterin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Demmer folgt auf Christiane Wirtz (45), die als Staatssekretärin in das Ministerium von Justizminister Heiko Maas (SPD) wechselt.

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Demmer arbeitete nach ihrem Jura-Studium unter anderem für das ZDF, Spiegel und Focus. Zuletzt leitete sie das Hauptstadtbüro des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) der Mediengruppe Madsack.

Seibert hat zwei Stellvertreter. Der Regierungssprecher wird von der Bundeskanzlerin ausgewählt, die Stellvertreter von den jeweiligen Koalitionspartnern. SPD-Chef und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel erklärte: „Mit Ulrike Demmer wird eine erfahrene, vielfach preisgekrönte und hervorragend vernetzte Journalistin neue stellvertretende Regierungssprecherin.“ Für die CSU ist Georg Streiter (60) in dem Team, der während der schwarz-gelben Koalition stellvertretender Regierungssprecher für die FDP-Seite war.

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Die Personalentscheidungen stehen Seibert zufolge noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskabinett.

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Alle Kommentare

  1. Mir wird Frau Demmer als vernünftige und originelle Kommentatorin in der Sendung „Thadeusz und die Beobachter“ fehlen. Wenn solche richtig guten Journalisten nicht nur reden oder schreiben, sondern auch Verantwortung übernehmen (wie sie gerade), kann ich das allerdings nicht schlecht finden.

  2. Noch mal zur Klarstellung: Dies ist eine klassische SPD-Rochade. Vorgängerin Christiane Wirtz wird mit einer Aktion „Abendsonne“ im SPD-Ministerium des „ideologiefreien und liberalen“ (Achtung: Ironie) von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) als Staatsekretärin gut ein Jahr vor der Bundestagswahl versorgt (13.140 Euro/ B11). Frau Demmer von RND/Madsack (mit 23 Prozent SPD-Beteiligung) rutscht für 12.650 Euro (B10) auf die SPD-Stelle von Frau Wirtz. q.e.d.
    PS. Man kann sich sicher auch weiter in die eigene Tasche lügen und weiter Zuschauer und Leser verlieren.

    1. Gemessen an Jobs in der sog. „freien Wirtschaft“ ist das doch eher ein unterdurchschnittlicher Lohn. Was soll also die Häme? Ich bin gespannt auf all die „Frischlinge“ in den Landtagen und wahrscheinlich auch demnächst im Bundestag, die sich überlegen werden, ob sie ihre neuen Einkommen nicht langfristig sichern wollen. Anstatt sie z. B. wohltätigen Zecken zugute kommen zu lassen. Willkommen im Leben.

  3. @Franziskus (sind Sie es selbst?)
    1. Die Nachricht lautet nicht, dass die Medien „von oben gesteuert“ sind; eine Umfrage hat nur ergeben, dass viele Zeitgenossen das glauben.
    2. Die Nachricht lautet nicht, dass der aktuelle „Koofmich“-Fall der einzige ist; immer mal wieder haben „Journalisten“ (von Boenisch über Spreng bis Klonovsky) die Seiten gewechselt, auch zur gewerblichen Wirtschaft.
    3. Die Nachricht lautet, dass Frau D. künftig vom Steuerzahler alimentiert wird, aber für die SPD arbeitet; Herr K. arbeitet für die AfD und wird auch von dieser bezahlt. Sie können sich gerne erneut melden, wenn Herr K. Regierungssprecher für eine Bundeskanzlerin Petry werden soll …

    1. Kein Problem. Wenn „viele Zeitgenossen“ glauben, dass die Medien „von oben gesteuert“ sind, ist es noch nicht erwiesen, dass dies zutrifft. Also was soll das? Zudem ist man erst einmal solange Journalist und journalistischen Regeln unterworfen bis man die Seiten wechselt und dies auch offen legt. Dass man in dieser Funktion auch politische Standpunkte vertritt ist naturgemäß und nicht verboten. Da reicht die Palette von gerhard Löwenthal über Hermann Gremliza bis zu – von mir aus – Armin Paul Hampel.De facto ist Frau D. SPD-nah, arbeitet aber tatsächlich als stellvertretende Regierungssprecherin. Und solange naheliegenderweise die Regierung sich aussuchen kann, wen sie als PR-SprecherIn „alimentiert“, geht das vollkommen in Ordnung. Ich frage mich, wer oder was denn die Alternative wäre. Dass eine Regierung dazu verpflichtet wird, dass ihre Politik von der Opposition verkauft wird? Noch einmal: jeder, der in der Bundepressekonferenz (und vor den Fernsehern, Computern und Smartphones) sitzt, weiß, dass Seibert und Co. etwas verkaufen müssen und dafür auch bezahlt werden. Und vielleicht sitzt eines Tages auch Herr Klonovsky dort. Was ich nicht hoffe. Jetzt interessiert mich aber, welches Modell sich Sara Reichstein vorstellt.

  4. Mal wieder ein Grund mehr der Behauptung von Systemmedien und Lügenpresse keinen Glaube zu schenken.
    Es hat derzeit in Deutshcland alles seine Richtigkeit.
    Für Toleranz, Vielfalt und Demokratie. Wir schaffen das.

  5. Was ein Filz!
    Von einer stellvertretenden Leiterin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung zu einer Staatssekretärin.
    Respekt. Scheinbar braucht man als Staatssekretär auch kein nennenswerten Kompetenzen und Sachkenntnisse mehr. Es wird halt durch gemerkelt.
    Wie peinlich für dieses Land, aber irgendwie passend und selbstredend.

  6. Wenn ich einen Dachdecker brauche, hole ich keinen Bäcker. Also verstehe ich den Vorwurf nicht, dass für den Job als PressesprecherIn jemand aus der Branche genommen wird. Der- oder diejenige muss das als erstes mit sich selbst ausmachen. Und natürlich ist es dann deren Aufgabe, PR-Arbeit im Sinne des Auftraggebers zu leisten. Dann kommt es darauf an, dass diese kritisch genug bewertet wird, damit sich jeder seine Meinung bilden kann. Und allen Kritikern und Lügenpresse-Verfechtern sei gesagt: schafft euch eure eigenen Medien. In diesem Land habt ihr nämlich die Freiheit dazu.

    1. Der Vorwurf lautet nicht, dass sich die SPD „jemanden aus der Branche“ nimmt. Der Vorwurf besagt, dass sich eine, die uns bisher die Journalistin vorgespielt hat, auf das unseriöse (aber wie dargestellt wohl lohnende) Angebot eingelassen und sich so als „Koofmich“ entlarvt hat. Der Seitenwechsel ist ein Zeichen für politische Korruption. Wer will jetzt noch den 66% widersprechen, die die Medien für „politisch gesteuert“ halten?

      1. Ich widerspreche gerne. Falls „die“ Medien tatsächlich politisch gesteuert sind, frage ich mich, was z. B. RTL, Sat1 und Pro7 für politische Botschaften transportieren? Oder die „Junge Freiheit“? Wer steuert denn da?

      2. Und übrigens: Frauke Petry hat sich den Focus-Autor Michael Klonovsky als Kommunikationsberater geholt. Noch so’n „Koofmich“.

  7. Mein Gott, nun regt Euch mal nicht so auf. Ist doch business as usual.
    Es gibt eben solche und solche Journalisten, will sagen: wirkliche und
    PR-Leute. Was Wunder, in einer Welt, die von Werbung geradezu überflutet ist.
    Und mit Lügenpresse liegt ihr ganz schön daneben. Sagt doch, richtiger,
    Lückenpresse, d.h. die Interessen der Eliten tauchen weit überproportional in den Medien auf und das untere Drittel mit seinen Problemen kommt zwar vor,
    aber zu wenig und es werden nicht die richtigen Schlüsse gezogen – weil der Journalistenstand sich zum mittleren Drittel zählt. Gute Journalisten sollten sich aber, was ihre Arbeit betrifft, mit überhaupt keinem Drittel identifizieren…

  8. Die Verquickung von Eliten, Politik und Lügenpresse…..sorgt das die Bürger selten die Wahrheit erfahren…..z.B über die gesteuerte Flüchtlingswelle…..die von Soros, EU, UN befeuert werden….und ein dutzend Hedgefonds, Stiftungen.

  9. Also mir scheint das auch Nach „Aktion Abendsonne“ zu stinken, ich möchte bewußt keinen anderen Ausdruck dafür gebrauchen.

    Madame ist erst seit Herbst 2015 Leiterin des RND in Berlin, siehe die Meedia-Meldung dazu:

    http://meedia.de/2015/07/10/madsack-holt-nannen-preistraegerin-ulrike-demmer-fuers-hauptstadtbuero/

    Welchen Gründe sollte es sonst geben nach ein paar Monaten schon wieder abzuhauen, wenn nicht finanzielle?

    Ein Jahr als stellv. Regierungssprecherin auf dem Chefsessel sitzen und Versorgungsansprüche auf Lebenszeit + fette Abfindung, wenn man (Frau) nach der Wahl nicht mehr erwünscht ist.

    Bezahlen tut das alles der Steuerzahler, wie immer.

  10. @Schwabenpfeil
    Regierungs- und unmittelbarer Merkel-Sprecher ist Steffen Seibert, CDU. Den beiden weiteren Koalitionsparteien – SPD und CSU – steht jeweils ein Vize-Posten zu.

    Hier geht es um eine Agitprop-Kraft, die bisher der SPD und speziell dem von Erfolg zu Erfolg stürmenden Obersozen Sigmar „Das Pack“ Gabriel bei Madsack (SPD-Beteiligung) treu gedient hat und nun vom Steuerzahler alimentiert werden wird. Da sind Begriffe wie „SPD-Connection“ und „linke Netzwerke“ nicht falsch, also Verlagerung von Personalkosten von einer Partei auf den Staat bzw. Steuerzahler. Zugleich wird klar, wie „unabhängig“ die „Journalistin“ in ihren bisherigen Jobs wirklich war.

    Der Clou: Wenn die SPD im Herbst 2017 aus der Regierung ausscheidet, dürfte die „Vize-Sprecherin“ (dann 44 Jahre alt) nach gerade einem Jahr in den Ruhestand geschickt werden.

    Das Phänomen ist auch als „Aktion Abendsonne“ bekannt und dient dazu, verdiente Genossen kurz vor dem Ende der Legislatur bzw. der Regierungsbeteiligung der SPD noch gut zu versorgen; die Beamtenpension ist halt der „Super-Riester“. Schließlich ist die SPD für „Gerechtigkeit“ und „Schutzmacht der kleinen Leute“. Da schauen wir einmal, wem „Pack“-Führer Gabriel die nächste fette Pfründe zuschiebt …

    1. Okay, danke für die Aufklärung. Solche Postenschiebereien mit großzügiger, (möglicherweise) vorzeitiger Ruhestandsregelung sind wirklich zum Kotzen. Da sollte mal dringend der Rotstift angesetzt werden.

  11. Es zeigt sich mal wieder, was man längst wusste: Es gibt keinen Unterschied zwischen (den meisten) „Hauptstadtjournalisten“ und Regierungssprechern. Die Tätigkeiten sind praktisch identisch, insbesondere dienen sie dem gleichen Ziel, nämlich „Botschafter“ der Herrschenden zu sein, was eine „Umbettung“ jederzeit möglich macht.

    Journalisten, die sich von Politikern loben lassen, sind disqualifiziert und handgreiflich korrupt – leider schon immer (mit wenigen Ausnahmen) der „Normalzustand“ in Deutschland.

    1. Ein klarer Fall für die SPD-Connection. Linke Netzwerke von Politik und Medien funktionieren perfekt. Das haben die Bürgerlichen nie begriffen. So versorgt man „seine“ Leute.

      1. Ich glaube, da sind Sie auf dem falschen Dampfer. Es geht hier um die Vize-Regierungssprecherin von Merkel, CDU, und nicht um SPD-Connection und „linke Netzwerke“.
        Einen schalen Beigeschmack hat das Ganze natürlich schon – wobei man auch sagen muss, dass die Politklasse ja nicht ständig nur mit blutleeren Berufspolitikern besetzt werden kann. In diesem Fall ist es halt eine ideale Doppelqualifikation aus Juristin und Journalistin – ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

    2. „Überläufer“ vom Journalismus in die Politik-PR hat es schon immer gegeben, siehe Peter Boenisch, etc.
      Kritisch ist das Ganze dennoch. Und vor allem in heutigen Zeiten, wo Journalisten sich vermehrt den Lügenpresse-Schreiern ausgesetzt sehen, sind solche Personalien wie Seibert und Co. natürlich Wasser auf deren Mühlen.
      Erstaunlich, wie viele Journalisten derzeit ihre Berufung verlassen. Kein gutes Zeichen für die Zustände in den Medien dieser Tage…

    3. alles Lügenmacher……die wollen alle nur die Bürger verarschen….die Eliten sind der letzte Dreck….es geht nur ums Geld….wir leben in einer Plutokratie….die Drecksmedien sind alle gesteuert. Natürlich auch die alternativen medien…..von Drecksanwärter Imperien…..und Sekten.

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