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Kein Joint Venture: Springer und Funke blasen gemeinsame Vertriebsgesellschaft ab

Zeitungsmanager: Springer-Vertriebschef Christian Nienhaus (re.) und Funke-Geschäftsführer Manfred Braun
Zeitungsmanager: Springer-Vertriebschef Christian Nienhaus (re.) und Funke-Geschäftsführer Manfred Braun

Es wird kein Gemeinschaftsunternehmen von Axel Springer und der Funke Mediengruppe für den Presse-Vertrieb geben. Nach vielen Gesprächen geben die beiden Verlagspartner damit einen Baustein ihrer gemeinsamen Strategiepläne auf. Der Deal scheiterte offenbar am Kartellamt.

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„Beide Partner hatten aus verschiedenen Gesprächen mit dem Kartellamt den Eindruck gewonnen, dass die Umsetzung einer vertrieblichen Zusammenarbeit ohne eine gesellschaftsrechtliche Verbindung einfacher zu gestalten ist“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Medienhäuser.

Ihre Geschäfte teilen die beiden Partner nun neu auf. So übernimmt ab dem 1. Januar 2017 die Springer-Tochter Newspaper Impact den Einzelhandelsvertrieb des gesamten Zeitungsportfolios von Funke. Dazu gehören unter anderem die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt, aber auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfalenpost, die Braunschweiger Zeitung und die Thüringer Allgemeine.

Bereits zum 1. Juli 2016 gibt Sales Impact jedoch die vertriebliche Betreuung der von Funke gekauften Springer-Zeitschriften (unter anderem Hörzu, Bild der Frau) an den Modernen Zeitschriften Vertrieb (MZV) ab. Das Unternehmen ist bereits für den Vertrieb aller weiteren Funke-Zeitschriften zuständig.

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„Bei Axel Springer haben wir mit Sales Impact und Newspaper Impact erfahrene Zeitungsexperten, die gemeinsam den größten Einzelhandelsvertrieb für Zeitungen in Deutschland bilden“, erklärt Springer-Vertriebschef Christian Nienhaus. „Mit der Neuaufstellung haben wir eine optimale Lösung für die Zusammenarbeit von Axel Springer und Funke Mediengruppe gefunden. Wir erreichen damit auch ohne ein Joint-Venture unser Ziel, den Print-Vertrieb fit für die Zukunft zu machen. Ich freue mich auf die Übernahme der Betreuung des Funke-Zeitungsportfolios und die Fortsetzung unserer erfolgreichen Zusammenarbeit.“

Für Funke kommentiert Geschäftsführer Manfred Braun: „Ob mit oder ohne Joint-Venture: Für uns ist entscheidend, dass wir erfolgreich mit Axel Springer im Print-Vertrieb zusammenarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass unser Zeitungsportfolio bei Axel Springer bestens aufgehoben ist und von der Kernkompetenz von Axel Springer im Zeitungsvertrieb profitieren wird. Dies ist für uns eine optimale Lösung.“

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