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Neue Bundesliga-Rechtevergabe ab 2017 / 2018: Sky könnte fast jeden zweiten Kunden verlieren

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Die Fußballbundesliga "optimiert" ihre Sportrechte-Vermarktung, und einer der bisher großen Profiteure könnte dabei in dei Röhre schauen. Denn die geplante Splitterung der Live-Rechte hätte empfindliche Auswirkungen auf das Geschäft des Bezahlsenders Sky Deutschland. Das zeigen Daten des Münchner Unternehmens Aboalarm, die von Der Zeit in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe veröffentlicht werden.

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Aboalarm, ein Online-Portal, über das Verbraucher ihre Verträge kündigen können, hat im April 2016 rund 3.000 Nutzer befragt, die Sky-Kunden sind oder ihr Abo in den vergangenen drei Jahren gekündigt haben. Für sechs von zehn Befragten waren die Fußball-Angebote der wichtigste  Grund, Sky-Kunde zu werden. Der großen Mehrheit von ihnen ging es darum, die Bundesliga live sehen zu können.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Von den Bestandskunden denken derzeit weniger als 20 Prozent darüber nach, Sky zu kündigen. Würde ein Wettbewerber dagegen auch die Bundesliga übertragen, würden fast 45 Prozent der Befragten Sky den Rücken kehren. Sollte Sky die Übertragungsrechte in der Bieterschlacht teilweise oder ganz verlieren, müsste es wahrscheinlich um viele seiner Kunden bangen.

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Im April hatten sich die Deutsche Fußball-Liga und der Ligaverband mit dem Bundeskartellamt auf die „No-Single-Buyer-Rule“ geeinigt. Diese besagt, dass ab der Saison 2017/2018 nicht mehr ein einzelner Sender alle Bundesligaspiele über alle Verbreitungswege live zeigen darf, so wie das Sky derzeit tut. Zwischen 30 und 102 Bundesligaspiele mindestens müssen in Zukunft von einem zweiten Sender ausgestrahlt werden.

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Alle Kommentare

  1. Ich zahle nur ein abo und nicht 2 für das gleiche, dann schaue ich mir halt die zusammenfassung in ard/zdf an und spare. Schade war gerne bei Sky 🙂

  2. Wieso hat Sky überhaupt eine solch große Machtposition erlangt? Die finanziell stärksten Sender der Welt (ARD und ZDF) bekommen doch Monat für Monat staatlich angeordnet die finanziellen Mittel zugeschoben, die für eine einmalige und starke Position am Markt sorgen sollte. Es kann und darf doch wohl nicht möglich sein, dass diese geradezu riesigen Sendeanstalten nicht in der Lage sein sollen, privaten Sendern Paroli zu bieten – wenn sie es denn wollten.

  3. Sky bietet im Rahmen einer Vertragsverlängerung (Vertrag war gekündigt) das Bundesliga-Abo für 5 Euro im Monat an. Ob das für alle Kunden gilt, kann ich nicht sagen.

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