Böhmermanns Schmähgedicht nach dem Gerichtsentscheid: Welche Zeilen erlaubt und welche verboten sind

Mit der Entscheidung des Landgerichts Hamburg wird Moderator Jan Böhmermann untersagt gewisse Passagen seines Schmähgedichts zu wiederholen. – beziehungsweise fast alles. Wie das Gericht im Anhang der Pressemitteilung deutlich macht, ist der „Teilerfolg“ Erdogans eigentlich ein Sieg (in erster Instanz) auf ganzer Linie. Denn nur sechs Zeilen sind stehen geblieben, die zweieinhalb Reime bedeuten.

So darf Böhmermann noch „Sackdoof, feige und verklemmt – ist Erdogan, der Präsident“ reimen genauso wie „Er ist der Mann, der Mädchen schlägt – und dabei Gummimasken trägt“ und den Teilsatz „und Minderheiten unterdrücken, – Kurden treten, Christen hauen“ wiederholen.

Äußerungen über nach Döner riechende Geschlechtsorgane, Konsum von Kinderpornografie, Sex mit Tieren oder Begriffe wie „Schrumpelklöten“ sind fortan tabu.

Die Pressestelle des Landgerichts Hamburg das hat das Gedicht vollumfänglich veröffentlicht und die verbotenen Passagen farblich markiert.

Gedicht