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So reagiert Twitter auf das große Böhmermann-Interview in der Zeit

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Jan Böhmermann äußert sich in der Zeit erstmals selbst über die Affäre rund um sein Erdogan-Schmähgedicht

Jan Böhmermann spricht – und Twitter reagiert. Böhmermanns erstes Interview nach der Affäre um sein Schmähgedicht auf den türkischen Staatspräsidenten Erdogan polarisiert – nicht zuletzt wegen einiger deftiger Passagen. Nutzer des 140-Zeichen-Dienstes schlagen sich nicht mehr reflexartig auf die Seite des Comedians, sondern kritisieren teilweise Böhmermanns vermeintlich überzogene Antworten.

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Alle Kommentare

  1. Habe mal als heimlicher Beobachter (…) eine ganz unwesentliche Frage an die Runde hier: Wer von den Kommentatoren ist eigentlich alles Jan Böhmermann? –
    Jan! Hör auf damit! Du sorgst allmählich für Verwirrung hier drinnen im Internetz XD
    Alles Gute! DK

    1. Schreiben Sie es doch bitte nochmal, Ihre fünf Minuten sind längst um…..
      P.S. Wofür steht eigentlich die Abkürzung PACK?

  2. Ich denke auch, Merkels Zeit ist einfach vorbei und sie will es nicht wahrhaben, wie damals Kohl nach 16 Jahren. Man verliert mit der Zeit an der Macht den Blick für´s Volk und die eigentlich so einfachen Dinge, wenn man gradlinig denkt. Sie taktiert nur noch zur Machterhaltung und hat eigentlich nie visionär gedacht, sondern stets nur reagiert. Wofür sie eigentlich steht, wohin sie will, hat sie das jemals klar und deutlich formuliert, aber sie wurde immer wieder gewählt. Von einer so lange weltweit politischen Person erwarte ich Überblick und Erfahrung, was nach Ihrer Flüchtlingspolitik auf uns zukommt; wenn ich es erkannt habe mit meinem gesunden Menschenverstand, dann hätte sie es erst recht erkennen müssen und vor allem es offen und ehrlich kommunizieren müssen, dann hätte sie uns Bürger auch „mitnehmen“ können. In Sachen Böhmermann sieht man einfach, daß sie nun erpressbar gegenüber Despoten geworden ist, weil sie nicht ehrlich zugeben will, daß sie unbedacht gehandelt hat und nun hofft, daß andere Länder ihr die Kohlen aus dem Feuer holen. Die nun geringeren Flüchtlingszahlen hat sie alleine anderen Staaten zu verdanken, ein trauriges Bild einer Kanzlerin. Ich denke immer noch, daß ihre Entscheidung zur Grenzöffnung in Ungarn so kurz vor der Entscheidung zum Friedensnobelpreis damit zu tun hat, daß sie evtl. auf diesen Preis spekuliert hat…

  3. Ich bin jetzt nicht gerade der größte Böhmermann-Fan. Trotzdem: Er hat sich um die Pressefreiheit – wir erinnern uns, da war doch gestern etwas – um unser aller Pressefreiheit hat er sich verdient gemacht!

  4. Ich hielt bislang große Stücke auf Frau Merkel. Dass sie einem widerwärtigen Despoten wie Erdogan in den Arsch kriecht (so muss man das wohl sagen), um die Folgen ihrer PR-Menschlichkeit „Seid willkommen, liebe Migranten“ zu reparieren, ist unerträglich. Sie ist doch eine soooo kluge Diplomatin, welcher Teufel hat sie geritten, als sie Erdogan Recht gab? Merkels Zeit ist um. Doch die ganze Geschichte hat mal wieder tief ins Politikbusiness blicken lassen: Politiker sind Schweine. Sie tun das, was ihren Machterhalt garantiert. Was können wir armen Bürger dagegen tun? Schmähgedichte schreiben, nicht zur Wahl gehen?

    1. „Sie ist doch eine soooo kluge Diplomatin, welcher Teufel hat sie geritten, als sie Erdogan Recht gab?“

      Wenn stating the obvious zum Tabubruch wird, stimmt was bei uns nicht.

      JB hat sich vergriffen. Ich möchte derzeit nicht in seiner Haut stecken und wünsche ihm das Beste. Dass er derzeit teils Unsinn erzählt, sehe ich ihm nach, unter dieser Belastung kommt man schwer auf die meta-Ebene. Aber:

      Merkel hat nicht mehr verbrochen, als das Offensichtliche nicht zu leugnen. Und gerade alle Journalisten, die Sie dafür jetzt attackieren, kommen bei mir auf die Liste der Verdächtigen, die das Offensichtliche gerne ignorieren, wenn es nicht mit ihrer Gut-/Böse-Weltsichtagenda harmoniert.

      Wer Angela jetzt also dafür atackiert, wünscht sich eigentlich eine echte Lügenpresse, im Dienste seiner Überzeugungen.

      1. Stating the obvious?
        Dummerweise ist die Dame aber Politikerin, sogar Kanzlerin der Deutschen. In dieser Position darf sie ihre persönliche Meinung nicht als „offensichtliches Urteil“ der Deutschen kundtun/verkaufen.
        Was sie dem „lieben Erdogan“ beim Tee mitteilt, bleibt ihr überlassen.
        Im Übrigen bezeichnet sie ihre Äußerung inzwischen selbst als Fehler.

  5. Meine Güte, die Kommentare der meisten, ach so mutigen Spießbürger, die sich nun über Böhmermann aufregen, statt über den politischen Kurs der Frau Merkel, erinnern mich zunehmend an die „Kommentar“- und Pöbelecke bei yahoo. Dort treiben sich zwar hauptsächlich braun gefärbte Kleingeister rum, die stolz auf etwas sind, wozu sie selbst niemals beigetragen haben oder auch nur könnten, wenn sie wollten, aber die Art der Beschimpfungen erinnert schon sehr stark daran. Was ist nur aus dem deutschen Michel geworden? Die eigene Feigheit anderen vorwerfen, die sich wenigstens noch für die Grundrechte einer Demokratie einsetzen. Ihr habt das Merkel Regime verdient und es wird euch bald um die Ohren fliegen und dann ist der Jammer plötzlich groß. Wieder einmal NICHTS aus der Geschichte gelernt!

  6. Ich finde all die Kommentare die so etwas aussagen wie „Wer austeilt muss auch einstecken können“ unangebracht an dieser Stelle. Denn der Vergleich hinkt aus meiner Sicht gewaltig. Ich glaube, dass Böhmermann das Gedicht überhaupt vorgetragen hat, um eine Message rüberzubringen. Unsere Regierung arbeitet aus wirtschafts-politischen Interessen mit Menschen zusammen, vor denen sie global immer warnt – und das zurecht. Hätte Böhmermann dieses Gedicht über Hitler oder Assad oder irgendein anderes „Feindbild“ der Deutschen wie z.B. Putin gemacht, hätte nie irgendjemand irgendetwas gesagt. Und was ist eigentlich der Basis-Unterschied zwischen Hitler und Erdogan? Böhmermann wollte aus meiner Sicht natürlich provozieren und vielleicht auch polarisieren. Das macht er immer. Das ist Böhmermann. Man kann ihn mögen oder nicht. Aber wenn man nach einer satirischen Aussage – und ich denke, das war es in diesem Kontext – Angst um sein Leben haben muss oder zumindest eine unverhältnismäßig hohe Gefängnisstrafe zu erwarten hat, kann hier von Recht nicht mehr die Rede sein. Das ist überzogen. Dass Böhmermann jetzt das Interview gegeben hat, zeigt natürlich seine Sicht auf die ganze Affäre. Ich denke auch hier, dass das nichts mit Jammern zu tun hat. Ich persönlich bin auch kein Böhmermann-Fan. Aber im Grunde müssten wir ihm alle dankbar sein, weil er Lücken im System aufgedeckt. Jetzt weiß jeder, wie verhältnismäßig eingeschränkt wir uns bewegen dürfen. Merkel hätte Böhmermann als Staatsbürger auf jeden Fall in Schutz nehmen müssen, anstatt sich auf Erdogans Seite zu stellen. Das hätten die Amerikaner gemacht – wahrscheinlich im Notfall sogar mit Waffengewalt 😀 jejeje. Das machen auch die Engländer so. Da hat eine Zeitung übrigens ganz offiziell einen Wettbewerb gestartet, bei dem derjenige die Chance hat zu Gewinnen, der Erdogan am heftigsten beleidigt. Aber ehrlich gesagt sollte ein Politiker, ein Mensch der Öffentlichkeit, solche Späße einfach abkönnen. Nach dem Nockherberg ärgert sich doch auch kein Politiker mehr über das Gesagte 😉

  7. Wenn die TV-Oberen den Blödermann jetzt kaltstellen und seine Sendung absetzen würden, würden das alle, die sich – wie ich – anfangs solidarisiert haben mit ihm, von Herzen begrüßen… Pressefreiheit hin, Pressefreiheit her.

    1. Wer ist denn „alle“? Ist immer toll das Kommentatoren für „alle“, „das Volk“ oder was weiß ich sprechen. Ich zumindest begrüße Ihren Wunsch nicht…..ach ja, und alle anderen auch nicht…. 🙂

      1. Mensch der Malschok, ‚Blödermann‘, ein Bonbon der Unterhaltung. Vollidiot hin, Dumpfbacke her, so’ne Pressefreiheit hängt ja nun mal nicht am Baum. Erschreckend zu sehen, wie sich ‚alle‘ oder, wie mein Vorantworter es treffend formuliert hat, ‚das Volk‘ langsam aber sicher verblödet. Orwell rotiert im Grab und der Irre vom Bosporus lacht sich im stillen Örtchen über die dämlichen Deutschen kaputt. Zurecht, wir sollten uns ein Beispiel (in diesem Fall) an den Schweizern nehmen, die setzen einen gepflegten Haufen auf die Befindlichkeiten des Osmanenkönigs!

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