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Das Erste geht mit Provinz-Komödie in Führung, „Ran an den Mann“ wird für Sat.1 doch noch zum Erfolg

„Drei Väter sind besser als keiner“ brachte dem Ersten den Tagessieg.
"Drei Väter sind besser als keiner" brachte dem Ersten den Tagessieg.

Kann Sat.1 "Ran an den Mann?" doch noch als Hit verbuchen? Im jungen Publikum musste sich die Show zwar erneut "Let's Dance" bei RTL geschlagen geben, schaffte aber einen zweistelligen Marktanteil. Im Gesamtpublikum setzte sich das Erste mit "Drei Väter sind besser als keiner" gegen Show- und Krimi-Konkurrenz durch.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Das Erste geht vor den Krimis und Shows der Konkurrenz in Führung

Mit einem Dorfschwank aus der norddeutschen Provinz hat das Erste die komplette Show-Konkurrenz der Privaten ausgestochen und selbst die ZDF-Krimis in ihre Schranken verwiesen. 4,77 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren sorgten am Freitagabend dafür, dass „Drei Väter sind besser als keiner“ mit Julia Hartmann sich nun meistgesehene Sendung des Tages nennen darf. Der Marktanteil lag bei 15,7%. Das war vor allem deshalb möglich, weil sich „Die Chefin“ im ZDF deutlich schwächer als noch in der Vorwoche zeigte und lediglich Platz 3 (4,51 Mio.) erreichte, bevor „Letzte Spur Berlin“ im Anschluss 4,4 Mio. halten konnte (15,1 bzw. 14,2%). Den „Tatort: Todesspiel“ im Ersten sahen ab 22 Uhr allerdings nur noch 2,81 Mio. (Dafür kann sich das Erste über 9,5% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen für „Drei Väter sind besser als keiner“ freuen – Platz 6.)

2. „Let’s Dance“ holt sich mit fast 19% mühelos den Tagessieg in der jungen Zielgruppe

„Nastassja Kinski kann mit einer Salsa leider nicht überzeugen“, meldete RTL am späten Freitagabend – und Sie ahnen schon, dass es dabei nicht um die Zubereitung schmackhafter Dips geht, sondern um „Let’s Dance“. In der siebten Ausgabe des diesjährigen RTL-Tanzwettbewerbs schied Kinski aus, die Sendung selbst ist allerdings weiterhin ein voller Erfolg und erreichte im Gesamtpublikum Platz 2, sogar mit einigen Zuschauern mehr als vor einer Woche. 4,68 Mio. hatten eingeschaltet (16,3%). Außerdem reichten 1,8 Mio. 14- bis 49-jährige Tanz-Fans nicht nur mühelos für den Tagessieg in der jungen Zielgruppe, sondern auch für sehr gute 18,8% Marktanteil. „Jungen gegen Mädchen“ kam im Anschluss auf 14,0%.

3. „Ran an den Mann“ wird für Sat.1 doch noch zum Hit und gibt „Luke!“ Schwung

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Offensichtlich können die Carpendales für Sat.1 doch noch was reißen. Mit der dritten Show holte das paarmaoderierte „Ran an den Mann – Hält er, was sie verspricht?“ erstmals einen zweistelligen Wert in der jungen Zielgruppe – und für Sat.1-Verhältnisse keinen schlechten: 11,2%. Das sind fast zweieinhalb Prozentpunkte mehr als zum Start und auch im Vergleich zum Freitag davor noch einmal ein deutlicher Satz nach vorn. 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige schoben „Ran an den Mann“ zudem auf Platz 4 in der Zielgruppe, insgesamt sahen 1,85 Mio. zu (nach 1,61 Mio. in der Vorwoche). Mit dieser Vorlage gelang es im Anschluss auch „Luke! Die Woche ich“, den noch frischen Bestwert schon wieder zu toppen: 880.000 14- bis 49-jährige Zuschauer und 12,0% Marktanteil beweisen, dass Geduld sich auszahlt. Vorerst.

4. „heute show“ holt 14,0% im jungen Publikum, Wechselspiel zwischen ARD und ZDF am Vorabend

Am Vorabend gibt’s gemischte Signale von ARD und ZDF. 2,69 Mio. schalteten das Zweite ein, um die erste neue Folge von „Bettys Diagnose“ zu sehen, „Wer weiß denn sowas?“ im Ersten erreichte kurz zuvor allerdings bessere 2,8 Mio. Eine Stunde zuvor sah es genau andersherum aus, und „Wer weiß denn sowas?“ musste sich deutlich „SOKO Kitzbühel“ geschlagen geben (2,29 Mio. vs. 2,83 Mio.). Ein voller Erfolg gelang dem ZDF hingegen am späten Abend: Die „heute show“ übersprang knapp die 4-Mio.-Marke (4,02 Mio.) und hatte mehr Zuschauer als die tatsächlichen Spätnachrichten im Ersten und Zweiten sowie nur knapp weniger als die „Tagesschau“ (4,34 Mio.). Außerdem war die Satire-Wochenschau drittmeistgesehene Sendung im jungen Publikum – mit starken 14,0%.

5. ProSieben hat mit „Outlander“ Pech, verhaltene Werte für Serien bei kabel eins, RTL II und Vox

ProSieben hat vom Erfolg der Senderschwester Sat.1 nicht so richtig viel und gehört mit miesen 7,7% für „Outlander“ sogar zu den Verlieren des Tages (0,75 Mio.). Immerhin 10,8% schaffte später „Romeo must die“. Bei kabel eins startete „The Mentalist“ mit 4,5% in den Abend , steigerte sich aber über 5,9% auf 6,5% nach 22 Uhr. Bei RTL II lief’s für „The Quest“ genau andersherum: auf 5,1% folgten nach 21 Uhr 4,4%, später noch 4,9%. Von unter 5% steigerte sich „Law & Order: Special Victims Unit“ bei Vox auch erst nach 23 Uhr, dann aber auf gute 7,6%. Kurzer Blick rüber zu den Dritten: Im BR wollten 800.000 Zuschauer ab 3 Jahren das Wochenende mit „Hubert und Staller“ beginnen lassen (2,7%) und im MDR sahen 630.000 Ross Anthony und Mareile Höppner „Schlager einer Stadt“ „moderieren“ (2,1%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. „Die „heute show“ übersprang knapp die 4-Mio.-Marke (4,02 Mio.) und hatte mehr Zuschauer als die tatsächlichen Spätnachrichten im Ersten und Zweiten sowie nur knapp weniger als die „Tagesschau“ (4,34 Mio.).“

    ===

    Na ja, seit der Errichtung der Merkelschen Alternativlos-Republik, sind die echten Nachrichten von der Satire ja auch kaum noch zu unterscheiden.

    Gut möglich also, daß die 4 Millionen Zuschauer der „heute-show“ sich wirklich in der heute-Sendung wähnten und es nur keinem aufgefallen ist.

    🙂

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