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„Flach und schön braun“: Österreicher erstatten Anzeige gegen Hakenkreuz-Schnitzel der „heute-show“

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Bei Nazi-Vergleichen und -Witzen hört bei einigen Österreichern offenbar der Spaß auf. Mit einem Hakenkreuz-Schnitzel-Bild hatte sich die ZDF-"heute-show" bei Facebook über das Wahlergebnis zum neuen Bundespräsidenten in Österreich lustig gemacht. Weniger witzig fand dies offenbar ein Jura-Student aus Tirol, der gleich mal Anzeige erstattete. Inspiriert vom Fall Böhmermann machte er dies in Mainz und wählte den Paragraf 103, also die "Majestätsbeleidigung".

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In dem besagten Posting fragen die ZDF-Satiriker, als Reaktion auf das gute Abstimmungsergebnis des FPÖ-Kandidaten, Norbert Hofer in Richtung Österreich: „Was ist verkehrt mit euch, liebe Nachbarn?“. Bebildert war die Frage mit einem Foto von einem Schnitzel in Hakenkreuzform. Weiter texteten die Mainzer dazu: „Österreicher wählen eben so, wie sie es vom Schnitzel kennen, möglichst flach und schön braun“.

Auf Anfrage des Kuriers bestätige die Staatsanwaltschaft Mainz, also dieselbe Behörde, die sich auch um die Causa Böhmermann kümmert, den Eingang der Anzeige. Der stellvertretende Leiter bestätigte sogar, dass es gleich mehrere Anzeigen gegeben hätte: „Zwei davon aus Österreich“.

Allerdings glaubt selbst der Student, der die Anzeige stellte, nicht an einen Erfolg. Immerhin ist Hofer noch kein Staatsoberhaupt. Allerdings ist es der 22-Jährige offenbar leid, dass gegen FPÖ-Wähler „immer sofort die Nazi-Keule geschwungen“ werde. Das entsprechende Posting ist längst ein Viral-Hit.

So wurde es bereits über 9.000 Mal geteilt, sammelte knapp 40.000 Likes und verzeichnet über 7.200 Kommentare. Anders als das Schmähgedicht von Böhmermann wurde es auch noch nicht vom ZDF gelöscht.

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Alle Kommentare

  1. Na ja, nach 1945 hat sich Österreich ja erfolgreich als Opfer dargestellt und jegliche Mittäterschaft verdrängt. Vergessen war der Jubel der Bevölkerung und der Heldenplatz war 1938 natürlich komplett leer. Da passt es nicht in das Selbstverständnis wenn man mal den Spiegel in Form eines Schnitzels vorgehalten bekommt.

    Übrigens, wenn der Herr Jurastudent selber nicht glaubt, dass es eine strafbare Handlung gab, dann sollte er sich mal mit § 164 StGB Falsche Verdächtigung beziehungsweise den entsprechenden Österreichischen Verleumdungsparagraphen beschäftigen.

  2. § 130 StGB:
    Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

    gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
    die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    Volksverhetzer bleiben Volksverhetzer, auch wenn sie sich dafür mit Zwangsgebühren fürstlich entlohnen lassen und nachher wieder Satire und Pressefreiheit bemühen. Gibts im Fernsehen eigentlich nur noch Idioten?

  3. Tja, nicht alle lassen es sich eben gefallen, dass sie gleich als angebliche „Nazis“ diffamiert werden, nur weil sie es wagten, ihr Kreuz eben nicht „links der Mitte“ zu setzen.

    Manche Journalisten scheinen so in ihrem eigenen Wahn gefangen zu sein, das sie die (hier bei uns in Deutschland) schon seit Jahren gewohnten Zu- bzw. Missstände, gleich auf die ganze Welt übertragen.

    Und dann lassen diese Ösis sich das nicht gefallen.

    Und lustig finden sie das auch nicht.

    Na sowas…

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