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Mediennutzung im Netz: Hype-App Snapchat ist als News-Lieferant irrelevant

Wie wichtig sind soziale Netzwerke für den Nachrichtenkonsum?
Wie wichtig sind soziale Netzwerke für den Nachrichtenkonsum?

Ist die Homepage wirklich tot? Und wie wichtig ist Snapchat für den Nachrichtenkonsum? Diese Fragen beschäftigten zurzeit vor allem Medien- und Digitalunternehmen. Eine neue Untersuchung zeigt: Die meisten Menschen (60 Prozent) finden Nachrichten über Google und auf die News-Websites geht durchschnittlich jeder zweite Deutsche (48 Prozent). Das gehypte Snapchat spielt als News-Lieferant allerdings gar keine Rolle.

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Mithilfe von Social Media-Angeboten der Medienhäuser gelangen allerdings auch schon 28 Prozent an Nachrichten – auch ohne Snapchat. Trotz des Discover-Tools (damit bereitet Snapchat Medien-Inhalte auf) und den verstärkten Aktivitäten auch deutscher Medien verbindet niemand die Trend-App mit Nachrichten. Das geht aus einer Umfrage hervor, die nextMedia.Hamburg, die Standortinitiative für die Medien- und Digitalwirtschaft, heute in ihrem Digitalmagazin Unified zum Thema Homeless Media veröffentlicht hat. In den sozialen Netzwerken behält Facebook demnach sein Nachrichtenmonopol: Danach gefragt, wo User im Social Network vor allem auf Nachrichteninhalte stoßen, nennt fast jeder Zweite der Befragten Facebook (45 Prozent). YouTube, Google+ und Twitter folgen abgeschlagen mit jeweils unter 10 Prozent. Kaum von Bedeutung sind Instagram und Pinterest mit jeweils einem Prozent.

Social Media

Instant Articles sind noch nahezu unbekannt

Gerade mit Instant Articles will Facebook den mobilen Konsum von Inhalten vereinfachen. Dabei kennen das Angebot 28 Prozent der Befragten, die soziale Medien nutzen, gar nicht; 38 Prozent haben es noch nicht genutzt und nur rund jeder Dritte (34 Prozent) hat schon einmal Instant Articles gelesen – bei den Jüngeren ist es immerhin schon fast jeder Zweite (48 Prozent). 41 Prozent der Befragten, die soziale Medien nutzen, finden es sehr wichtig oder wichtig, dass Nachrichteninhalte plattformspezifisch aufbereitet werden – wie eben mit Instant Articles. Bei den 18- bis 29-jährigen sind es sogar mehr als die Hälfte (52 Prozent). Durchschnittlich 27 Prozent wünschen sich, dass Medienhäuser den Kontaktweg über Social Media auch weiter ausbauen, um die User zukünftig besser mit Nachrichten zu versorgen. Ähnlich beliebt sind Newsletter per Mail (26 Prozent) und Messenger-Dienste, etwa über WhatsApp (21 Prozent). Spitzenreiter sind jedoch Push-Benachrichtigungen wie Eilmeldungen, bei denen sich knapp ein Drittel (32 Prozent) sogar noch mehr Aktivitäten wünscht.

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Google-Suche bleibt Spitzenreiter

In allen Altersklassen bleibt die Google-Suche News-Lieferant Nummer 1, auch wenn die Über-50-Jährigen noch stärker darauf setzen als diejenigen unter 30 Jahren (66 Prozent zu 54 Prozent). Bei den jungen Usern folgen auf den weiteren Plätzen Hinweise von Freunden und Bekannten auf Social MediaPlattformen (23 Prozent), Messenger-Dienste von Medien (18 Prozent) und Messenger-Nachrichten von Freunden und Bekannten (14 Prozent).

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Die Umfrage zeigt zudem, dass Inhalteanbieter wichtig bleiben: Für 63 Prozent der Befragten spielt der Anbieter von Nachrichten eine große oder sehr große Rolle, nur für neun Prozent ist dieser irrelevant. Klar wird jedoch auch, dass selbst bei den jungen Usern digitale Medieninhalte sowohl stationär als auch mobil rezipiert (43 Prozent) werden, in der Gesamtbevölkerung sind es gar 47 Prozent. Primär mobil nutzt News und Co. bisher nur gut jeder Fünfte.

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