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„Drecksblatt“, „Lügengeschichten“ – Jörg Kachelmann rechnet mal wieder mit Bunte und Bild ab (Video)

Jörg Kachelmann und dbate-Interviewer Stephan Lamby
Jörg Kachelmann und dbate-Interviewer Stephan Lamby

Die Online-Plattform dbate hat ein Video-Interview mit dem Wetterexperten Jörg Kachelmann geführt. In dem übt er erneut scharfe Kritik an den Medien im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu seinem Prozess 2010 in Mannheim. Die Bunte bezeichnet Kachelmann als „Drecksblatt“, die Bild-Zeitung würde „Lügengeschichten“ verbreiten.

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Hintergrund des Interviews ist wiederum ein anderes Interview, das dbate-Interviewer Stephan Lamby 2011 mit Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel führte (beide Interviews sind hier bei dbate zu sehen). Für die Reihe „Wie tickt…“ bei ZDFinfo befragte Lamby Riekel auch zur Rolle von Bunte im Kachelmann-Prozess. Zur Erinnerung: Jörg Kachelmann war von einer ehemaligen Geliebten fälschlich wegen Vergewaltigung angezeigt worden. In Bunte kamen neben der Ex-Geliebten, die die Anzeige erstattet hatte, auch zahlreiche weitere Ex-Geliebte Kachelmanns zu Wort, teilweise bevor diese als Zeugin vor Gericht auftraten. Bunte zahlte den Frauen bis zu 50.000 Euro.

Kachelmann hatte das alte Riekel-Interview jüngst entdeckt und auf Twitter kommentiert, dass man ihn ja auch hätte befragen können. Lamby nahm dies nun zum Anlass, um fünf Jahre später eine Art Replik auf das Riekel-Interview mit Jörg Kachelmann zu machen.

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Die Medien, insbesondere Bunte und die Bild, kommen dabei nicht gut weg. Über Patricia Riekel sagt Kachelmann u.a.: „Was mich stört ist, dass sie sich wie die Unschuld vom Lande aufführt, dass sie in meinem Fall normale Berichterstattung gemacht habe, was natürlich die Unwahrheit ist. Man kann auch sagen: Es ist eine grobe Lüge.“

Kachelmann führt an, die Bunte-Chefreporterin Tanja May habe bereits wenige Tage nach der Anzeige Kontakt zur Ex-Geliebten aufgenommen und geschrieben: „Wie schon mehrfach geschrieben, habe ich ihnen von Anfang an geglaubt, was Herr Kachelmann ihnen angetan hat.“ Die Bunte habe „verzweifelt um die Gunst der Täterin gekämpft“, so Kachelmann. Riekel und Chefreporterin May hätten es als „bessere Verkaufe für ihr Drecksblatt gesehen, dass da ein armes Opfer vom bösen Promi ist“.

Auch mit der Bild-Zeitung geht Kachelmann hart ins Gericht: „Es gelingt Bild, Lügengeschichten zu schreiben, die von anderen nachher unkritisiert aufgenommen werden. Das habe ich vor 2010 nicht so gewusst oder bemerkt.“ Mit der Bild, bzw. dem Springer-Verlag befindet sich Kachelmann noch in einer rechtlichen Auseinandersetzung. Mit Burda, dem Bunte-Verlag, hat er sich zwischenzeitlich finanziell geeinigt.

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Alle Kommentare

  1. Da erzählt Kachelmann doch nichts Neues.
    Wichtig ist doch schließlich, dass die Redakteure beim jährlichen Presseball man die Hand der Kanzlerin halten dürfen oder den Rockzipfel des Vizekanzlers berühren dürfen.
    Dafür schmiert man halt auch mal gerne richtig über den nach Objektivität lechzenden Leser-Verstand. Sind ja eh alles Rechtsradikale oder Putinspione.

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