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Süddeutsche holte Traffic-Rekorde mit den Panama Papers – sehr viele Zugriffe aus dem Ausland

Die Panama Papers in der Süddeutschen Zeitung
Die Panama Papers in der Süddeutschen Zeitung

Während über die Folgen und die Relevanz der Panama Papers noch diskutiert wird, stellt sich die Veröffentlichung der Recherchen für die Süddeutsche Zeitung immer mehr als großer Erfolg heraus. Wie MEEDIA vorliegende Zahlen nun zeigen, war der Traffic auf den Websites der Süddeutschen insbesondere an den beiden ersten Tagen gigantisch.

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Wie also sieht die Besucher-Kurve einer Website aus, die einen international beachteten Scoop landet? So:

sueddeutsche.de

Die Kurvengrafik zeigt die Visits der Domain sueddeutsche.de der jüngsten vier Wochen – hochgerechnet von den Datenanalysten SimilarWeb, die aus unterschiedlichsten Datenquellen den Traffic aller Websites der Welt errechnen. Demnach erreichte die Süddeutsche mit seinen stationären und mobilen Websites in den Wochen vor den Panama Papers zwischen 1 Mio. und 1,3 Mio. Visits pro Tag – abgesehen von einem Peak am 22. März, dem Tag der Terroranschläge von Brüssel, mit 1,5 Mio.

Als dann am 3. April die Panama Papers veröffentlicht wurden, schnellte die Visits-Kurve schon am Sonntag auf 3,7 Mio. Visits hoch. Auch am Montag blieb sie noch über der 3-Mio.-Marke. Auf das Normalniveau fiel die Website ungefähr am Donnerstag oder Freitag nach Veröffentlichung der Papers. Auch wenn die SimilarWeb-Daten wegen einer anderen Methodik nicht direkt mit den gemessenen Zahlen der IVW vergleichbar sind, zeigt die Kurve doch, wie gigantisch das Interesse der Öffentlichkeit insbesondere an den ersten zwei bis drei Tagen war. Die bisherigen Tagesrekordzahlen von sueddeutsche.de wurden laut SimilarWeb-Archiv verdoppelt bis verdreifacht.

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Stefan Plöchinger, Chefredakteur von SZ.de, bestätigt den großen Erfolg der Panama Papers gegenüber MEEDIA mit gemessenen Zahlen. Allein die extra für die Veröffentlichung eingerichtete Sonder-Website unter panamapapers.sueddeutsche.de erreichte laut Plöchinger bis dato über 4 Mio. Visits und 7,5 Mio. Page Impressions. Zudem lag der Traffic der „normalen“ Süddeutsche-Website, auf der weitere Artikel zu den Papers veröffentlicht wurden, bei den Visits 13% über der Vorwoche.

Spannend ist, wie international das Interesse an den Recherchen der Süddeutschen war. So war insbesondere das Erklärstück zu den Recherchen „About the Panama Papers“ laut Plöchinger mit über 2 Mio. Zugriffen ein großer Erfolg. Offenbar informierten sich Nutzer aus aller Welt, nachdem sie in ihren heimischen Medien von den Panama Papers erfahren hatten, auf SZ.de über die Hintergründe der Recherchen.

Die Zugriffe nach Ländern auf panamapapers.sueddeutsche.de bestätigen dies: Nur 33% der Visits kamen demnach aus Deutschland, aber 36% aus den USA. Kanada, Großbritannien, China, Österreich und Australien folgen mit 2% bis 5% dahinter.

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Alle Kommentare

  1. Na ja, das war gerade mal eine Spitze, vom 03. bis zum 07.04., danach hat sich doch alles (fast) wieder auf Normalniveau eingepegelt.

    Sie kamen, sahen und gingen auch wieder.

    Das hat die Bildzeitung nach diversen Skandalmeldungen vermutlich schon sehr viel öfter erlebt, macht man auch nicht gleich jedesmal einen Extra-Artikel bei Meedia deswegen… 🙂

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