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Blendle-Charts: stern vorn mit sexueller Gewalt in Flüchtlingsheimen, Sloterdijk immer noch in der Top 3

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Nummer 1 in den Blendle-Charts: der stern-Artikel "Allein gelassen"

In den neuesten Blendle-Charts gibt es zwei Beispiele dafür, dass sich nicht nur neue Artikel gut verkaufen. Das Cicero-Gespräch Peter Sloterdijk findet sich immer noch auf Platz 3 - und das Spiegel-Interview mit Guido Westerwelle aus dem November schlug alle aktuellen Nachrufe. Ganz vorn findet sich diesmal aber der stern - mit bedrückenden Recherchen über sexuelle Gewalt in Flüchtlingsheimen.

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„Allein gelassen“ heißt der stern-Artikel über die sexuelle Gewalt, der Frauen und Kinder in deutschen Flüchtlingsunterkünften ausgesetzt sind – und darüber, dass ein Gesetz, dass die Opfer vor Übergriffen hätte schützen sollen, nicht zustande kam. Bedrückende Sätze von Katharina Kluin, die sich so gut verkauften, dass es für den ersten Platz der offiziellen Blendle-Verkaufs-Charts reicht, die MEEDIA wöchentlich exklusiv veröffentlicht. Wie gut sich der Artikel tatsächlich verkauft, bleibt dabei leider weiterhin unklar, denn Zahlen veröffentlicht Blendle nicht.

Auf Platz 2 folgt ein Porträt aus Capital – über Claude Grunitzky, einen exzellenten Netzwerker – und seine „Kunst, die richtigen Leute zu kennen“. Rang 3 geht an das Cicero-Gespräch mit Peter Solterdijk aus dem Januar, das der größte Dauerbrenner ist, den es jemals in den Charts gegeben hat. Seit dem Erscheinen findet es sich zum vierten Mal in der Top Ten, zum dritten Mal in Folge in der Top 3. Die Plätze 4 bis 10 gehen schließlich an drei Spiegel-Texte, drei Artikel der Zeit und das Galore-Interview mit Ronja von Rönne“.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 16. bis 22. März 2016:

1. „Allein gelassen“ – stern, Katharina Kluin, 2002 Wörter, 65 Cent
Top-Recherche zum Thema sexueller Gewalt in Flüchtlingsheimen und warum darüber geschwiegen wird.

2. „Der Kontaktmann“ – Capital, Jonas Breng, 4263 Wörter, 89 Cent
Ausführliches Porträt über den besten Netzwerker der Welt und über die Kunst, die richtigen Leute zu kennen.

3. „Das kann nicht gut gehen“ – Cicero, Alexander Kissler und Christoph Schwennicke, 3157 Wörter, 55 Cent
Kontroverses Interview mit Peter Sloterdijk, das eine nationale Intellektuellen-Debatte ausgelöst hat.

4. „Diabetes! Fettsucht! Hölle!„- Der Spiegel, Kerstin Kullmann, 817 Wörter, 75 Cent
Kurzes aber sehr interessantes Interview mit Food-Aktivist Michael Pollan, der erklärt, wie man sich wirklich gesund ernährt.

5. „Was machen diese Bilder mit uns?“ – Die Zeit, Elisabeth von Tadden, 2285 Wörter, 89 Cent
Interview mit einem Risikoexperten über die Mechanismen des Hasses: Wieso fühlen wir uns von Flüchtlingen bedroht?

6. „Total bio aber tödlich“ – Der Spiegel, Alexander Neubacher, 1230 Wörter, 75 Cent
Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung im Interview über die wahren Gefahren unserer Ernährung.

7. „Kohl lag nicht so falsch“ – Die Zeit, Marc Brost und Peter Dausend, 134 Wörter, 59 Cent
Ein Exklusiv-Interview mit Gerhard Schröder über die Fehler von Angela Merkel und die Lage der SPD.

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8. „Ich, die Wutbürgerin“ – Die Zeit, Özlem Topcu, 1119 Wörter, 59 Cent
Erboster Kommentar einer Zeit-Politikredakteurin, die nicht versteht, warum man die Sorgen der AfD-Anhänger ernst nehmen sollte.

9. „Ronja von Rönne“ – Galore, Marcus Ertle, 4351 Wörter, 59 Cent
Interview mit Ronja von Rönne, dem Shootingstar der jungen Berliner Literaturszene: Über Feminismus und warum sie das Schreiben hasst.

10. „Und dann stirbste“ – Der Spiegel, Dirk Kurbjuweit und Klaus Brinkbäumer, 5947 Wörter, 1,99 Euro
Exklusives, sehr persönliches Interview über seine Krebserkrankung mit Guido Westerwelle

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Auch die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech wird von einem stern-Text angeführt: dem Porträt der Youtube-Chefin Susan Wojcicki. Dahinter folgen ein Interview aus der F.A.S. und ein Artikel aus dem österreichischen Profil.

1. „Die Sendungsbewusste“ – stern, Florian Güßgen, 1748 Wörter, 65 Cent
Porträt von Youtube-Chefin Susan Wojcicki, der „mächtigsten Frau des Internets” und Youtubes Pläne als Fernsehen der Zukunft.

2. „Eine Tür geht auf“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Harald Staun, 1488 Wörter, 45 Cent
Interview mit den Produzenten der ersten deutschen Netflix-Serie, „Dark”.

3. „Drama Queen“ – Profil, Ingrid Brodnig, 1201 Wörter, 29 Cent
Zum Geburtstag von Twitter: Profil zeigt in diesem Artikel anhand von sieben Hashtags was der Kurznachrichtendienst wirklich kann.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

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