„Ku’damm 56“ gewinnt Zuschauer hinzu und siegt gegen „Wer wird Millionär?“, „Studio Amani“ stürzt ab

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ZDF-Dreiteiler "Ku'damm 56"

Fernsehen Der ZDF-Dreiteiler "Ku'damm 56" hat mit Folge 2 noch zugelegt: 5,78 Mio. sahen am Montagabend zu - 210.000 mehr als am Sonntag. Damit gewann der Film auch den Tag - vor "Wer wird Millionär?". Mittelmäßiges Interesse gab es bei RTL für die Germanwings-Doku, einen Sturz deutlich unter das Sender-Soll erlebte ProSiebens "Studio Amani".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. „Ku’damm 56“ legt zu

5,78 Mio. Leute entschieden sich am Montagabend also für den zweiten Teil von „Ku’damm 56“ im ZDF. Das sind noch einmal 210.000 mehr als am Sonntag. Offenbar hat die Auftaktfolge ihr Publikum überzeugt, denn sonst hätte es eher Zuschauerverluste gegeben. Der Marktanteil lag bei 17,3%, „Ku’damm 56“ holte sich den Tagessieg. Besonders erfolgreich war die Montags-Folge bei den Über-65-Jährigen mit 24,4%, auch bei den 50- bis 64-Jährigen gab es mit 20,1% einen Marktanteil von über 20%. Die geringsten Marktanteile erreichte „Ku’damm 56“ bei den 20- bis 29-Jährigen: mit nur 4,2%.

2. „Wer wird Millionär?“ kann mithalten, Germanwings-Doku bleibt blass, ARD-„Reise-Check“ floppt erneut

Mit „Ku’damm 56“ mithalten konnte in der Montags-Prime-Time lediglich RTLs „Wer wird Millionär?“: 5,48 Mio. sahen das Quiz ab 20.15 Uhr – 16,2%. Die Doku zum Germanwings-Absturz vor einem Jahr, „Was geschah wirklich? Der Absturz der 4U 9525“, verlor im Anschluss dann aber einen Großteil der Zuschauer: 3,21 Mio. wollten sie sehen – blasse 10,2%. Noch deutlich dahinter landete Das Erster mit seinem „Reise-Check: Mallorca“: 2,53 Mio. Zuschauer entsprachen nur 7,5%.

3. „Big Bang Theory“ siegt im jungen Publikum, „Studio Amani“ stürzt ab

Bei den 14- bis 49-Jährigen setzte sich wieder die ProSieben-Serie „The Big Bang Theory“ an die Spitze: 1,95 Mio. (17,5%) sahen die Erstausstrahlung um 20.15 Uhr, 1,66 Mio. (14,4%) die Wiederholung um 20.40 Uhr. Zwei weitere Folgen errreichten ab 21.05 Uhr noch 13,1% und 12,8%. Stärkster Prime-Time-Konkurrent war „Wer wird Millionär?“ mit 1,61 Mio. und 14,2%, „Was geschah wirklich? Der Absturz der 4U 9525“ erreichte 1,40 Mio. (12,7%) und das „Extra Spezial“ zum Thema noch 1,05 Mio. und 14,3%. Bei Sat.1 landete „Castle“ bei 9,3% und 10,2%. Schon nach zwei Wochen auf dem Boden der Tatsachen angelangt ist die neue ProSieben-Show „Studio Amani“. Startete sie vor 14 Tagen noch mit 920.000 14- bis 49-Jährigen und 16,8%, gab es diesmal nur noch 440.000 und 8,6%. Publikum und Marktanteil haben sich also in etwa halbiert.

4. Vox- und kabel-eins-Filme verlieren gegen „Die Geissens“

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich am Montagabend RTL II durch: 670.000 14- bis 49-Jährige sahen dort „Die Geissens“ – solide 5,9%. „Sarah & Pietro“ konnten das Niveau aber nicht halten, fielen mit 530.000 jungen Zuschauern auf 4,8%. „Der Dennis Show“ erreichte danach nur 4,3%. Hinter den „Geissens“ landeten Vox und kabel eins mit Filmen: „Big Wedding“ wollten bei Vox 630.000 14- bis 49-Jährige (5,6%) sehen, „xXx 2 – The Next Level“ bei kabel eins 530.000 (4,7%).

5. zdf_neo stark mit Krimis, Fox mit „The Walking Dead“

Bei den kleineren Sendern gewann zdf_neo den Abend. Die beiden Krimireihen „Vera“ und „Inspector Barnaby“ erreichten mit 1,30 Mio. und 1,43 Mio. Zuschauern tolle Zahlen, die Marktanteile lagen bei 3,9% und 6,3%. Im Pay-TV setzte sich die Fox-Serie „The Walking Dead“ durch: 300.000 Zuschauer reichten um 21 Uhr für tolle 0,9%. Normal sind für den Mini-Sender 0,1% bis 0,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ku’damm 56:
    Bei einem Dreiteiler über eine Tanzschule der 50er Jahre hatte ich dann doch etwas ganz anderes erwartet. Das bot sich doch förmlich an über die normalen TanzschülerInnen und ihre Beziehungen zueinander und zu ihren Eltern zu berichten. Statt dessen dan so ein unausgegarter Abrechnungsfilm mit III.Reich-Problematik und die oft auch weit hergeholt wie bei der Elektroschockbehandlung. Ich wollte amüsante Abendunterhaltung und bekam düstere Problemfilmthematik. Zu allem Überfluß gab es dann auch noch keinen Schluß der die die Situation einigermaßen aufarbeitete.

    Von den kleinen Ungereimtheiten mal ganz abgesehen, weiße Nummernschilder an deutschen Autos gab es erst seit 1.7.1956. Im Film gab es nur solche und der Ball am Ende war im September 56. Auch und gerade in Berlin waren zu viele Autos mit B-A und Nummern unter 100 im Bild. Immer parkte der rote Mercedes 190 SL vor der Tanzschule, das war ein extrem seltenes Auto und ich kann mir nicht vorstellen, das man diesen auch damals teuren Wagen dauernd auf der Straße parkte. Ich hatte selbst 20 Jahre einen 280 SL und heute einen SLK seit über 12 Jahren, das steht einfach nicht an der Straßenlaterne. Ob es 1956 schon einen Boschtischkühlschrank in Arbeitshöhe gab weiß ich nicht genau, normale Bosch Kühlschränke waren höher und hatten unten den Motor. Auch elektrische Kaffeemaschinen in der gezeigten Form gab es da noch nicht, die kamen erst Anfang der 60er Jahre so auf.

    Ob Tanzschulen innen so aussahen weiß ich nicht, 10 Jahre später war meine zumindest nicht wesentlich moderner – aber die Musik kam eindeutig vom Plattenspieler.

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