Hass-Kommentar in Buchform: das Bild-Machwerk des Ex-Bild-Chefs Peter Bartels im Kopp-Verlag

Peter Bartels (Screenshot: Facebook) hat bei Kopp ein Buch über die Bild geschrieben aber vor allem eines über sich und seinen Kai-Diekmann-Tick
Peter Bartels (Screenshot: Facebook) hat bei Kopp ein Buch über die Bild geschrieben aber vor allem eines über sich und seinen Kai-Diekmann-Tick

Der frühere Bild-Chefredakteur Peter Bartels hat sich zu den Ex-Journalisten gesellt, die bei Kopp eine neue publizistische Heimat gefunden haben. Sein Buch ist eine Abrechnung mit der Bild-Zeitung im Allgemeinen und Bild-Chef Kai Diekmann im Speziellen. Ein 252 Seiten langer Hass-Kommentar eines alten Mannes, der einige wenige diskussionswürdige Kritikpunkte in einer bräunlich-klebrigen Soße aus Ressentiments und Selbst-Verklärung ertränkt.

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Peter Bartels ist ein Relikt aus einer anderen Medienära. Er war Co-Chefredakteur der Bild zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung zusammen mit Hans Hermann Tiedje. Vor der großen Digitalisierung beziehungsweise vor Gates und Apple, wie es Bartels sagen würde. Den beiden wurde der bedingt lustig gemeinte Doppel-Spitzname „Rambo & Django“ zugeschrieben, wobei Tiedje „Rambo“ war und Bartels „Django“. Letzterer scheint stolz auf den Spitznamen zu sein, denn er erwähnt ihn in seinem Kopp-Buch „Bild – Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“ ständig.

Die Masse ist sein Ding

Wie Peter Bartels überhaupt so einiges ständig erwähnt. Zum Beispiel, dass unter seiner Bild-Herrschaft die Auflage noch bei rund fünf Millionen Exemplaren gelegen habe, dass er vom aktuellen Bild-Herausgeber Kai Diekmann als Chefredakteur so gar nichts hält, dass dieser Diekmann die Frechheit besessen hat, auf seine, also Bartels’, Ratschläge nicht zu hören, dass Diekmann die Kern-Leserschaft der Bild vergrault habe, dass die Bild ein Blatt für die Masse gewesen sei.

Der Begriff „Masse“ hat es Bartels besonders angetan. Die Masse, das ist sein Ding. Als er von Tiedje weggejagt wurde, hat er für Burda mit Super! in Ostdeutschland schon wieder eine „Massenzeitung“ geführt usw. Die Bild unter der Führung von Kai Diekmann ist ihm dagegen ein Dorn im Auge. Bartels schwadroniert von Diekmanns „Refugees welcome Gutmenschenclub“, der „Liga der besonders guten Menschen“. Diekmann habe angefangen, „das Bild-Mäntelchen in den Wind des Mainstreams zu hängen“ (S.89). Da ist es, das M-Wort, das Kopp-Fans und Pegida-Freunde so gerne im Munde führen.

Bartels fühlt sich in dieser Gesellschaft wohl. Er macht sich übers Nichtrauchen lustig, über Bio-Eier, Gender-Zeug und über Leute, die gegen Atomstrom sind. Zitat: „Es ist zwar noch nie wirklich ‚was‘ passiert – und in Tschernobyl auch nur, weil systemimmanente, sozialistische Schlamperei schuld war!“ (S.91) Fukushima? Nie gehört oder weggelassen, weil’s gerade nicht passt.

Der Ulfkotte-Fan fragt: hä?

Bartels’ Bild-Buch liest sich anstrengend, weil der Autor sich in immer neuen, geschraubten, selbstverliebten Formulierungs-Kapriolen ergeht, mit denen er vielleicht unter Beweis stellen will, was für ein genialer Texter und/oder Zeilenmacher er ist. Ein Redigat täte Not. Bild-Briefe-Onkel Franz Josef Wagner ist für ihn ein „Wolken Wotan“ (weil er bloß mit Wölkchen haut), er schreibt von „King Kai und seinen Rittern der ewig tafelnden Gutmenschenrunde“ (S.103) und davon, dass die „schweigende Mehrheit auf die Wiederkehr des Grundrauschens ihrer Eiche gewartet“ hat (S.113). Einige Seiten später taucht das ominöse Grundrauschen wieder auf. Aber nicht mehr von einer Eiche, sondern vom „gewaltigen Avatar-Baum unter dem Millionen einst kamen, um am Grundrauschen zu hören, ob ihre Welt noch in Ordnung ist“. Nicht erst hier dürfte sich auch der geneigte Verschwörungstheorist und Ulfkotte-Fan fragen: hä?

Vermutlich meint Bartels den heiligen Lebensbaum aus dem Science-Fiction-Film „Avatar“ – aber mit solch kryptischen Anspielungen ist er ähnlich schwer zu kapieren, wie seiner Meinung nach die verspielten Bild-Schlagzeilen von „King Kais Gutmenschenrunde“.

Kai Diekmann hat nach Bartels‘ Meinung die Bild versaut, indem er sich der herrschenden Kaste an den Hals geworfen und vergessen hat, Anwalt des Lesers zu sein. Die alten Bild-Helden, Peter Boenisch, Günter Prinz, die haben natürlich alles richtig gemacht. Das waren echte Kerle am Balken: „Wenn Peter Boenisch donnerte ‚Schluss mit der Post-Diktatur! Holt den Bundestag aus dem Urlaub!‘ … dann unterbrachen die Volksvertreter panisch ihre ‚schwer verdienten‘ Luxusferien“ (S.103).

Bartels Traum: Bild als Pegida-Vereins-Postille

Bartels bewundert die alte Bild und ganz besonders sich selbst, weil sie in seiner verqueren Sicht ein echtes Massenblatt mit Massenmacht war. Die heutige Bild ist seiner Auffassung nach Teil des Establishments und handwerklich schlecht gemacht. Wenn es nach Bartels ginge, wäre die Bild heute so eine Art Pegida-Vereins-Postille. Ob das der Auflage so zuträglich wäre, wie der Autor meint?

Dabei macht Bartels sogar den einen oder anderen Punkt, über den man diskutieren könnte, würden diese Anflüge einer ernstzunehmenden Kritik nicht in einer bräunlichen, schwer verdaulichen Soße aus Ressentiments, Selbst-Besoffenheit und Neid auf Kai Diekmann ertränkt.

So schreibt er im hinteren Teil des Buches, die Zeilen der Bild seien zu nachrichtlich, zu nah „am Ticker“. Als Beispiel nennt er u.a. die Zeile nach dem Tod Osama bin Ladens:

„Die Papier-Bild geniert sich nicht, 24 Stunden nach dem Ereignis mit der Urnachricht als Schlagzeile zu kommen: Osama bin Laden tot!“

(…)

„Würde eine Lokal- oder Regionalzeitung das so formulieren, wäre es zwar auch langweilig, aber ‚Tradition‘, systemimmanent eben. Eine Boulevardzeitung leistet mit solchen ‚Schlagzeilen‘ ihren handwerklichen Offenbarungseid.“ (S.116, 117)

Solche „korrekten Schlagzeilen“ seien für den Boulevard „einfach nur niederschmetternd. Weil sie beweisen: Der Chefredakteur war mal wieder nicht da. Und die Topredakteure waren zu faul zum Nachdenken.“ (S.118)

Die häufigen Abwesenheiten Kai Diekmanns vom Balken regen Peter Bartels auf. In seiner Welt, der Günter-Prinz-Welt, hat ein Bild-Chef Blatt zu machen und kein Blog vollzuschreiben, keine Penis-Prozesse mit kleinen, linken Zeitungen oder Kleinkriege mit dem Spiegel zu führen, weil der eine Anti-Bild-Story auf den Titel hebt:

„Er (Kai Diekmann, Anmd.d.Red.) hat Bild immer wieder allein gelassen. Aber man darf Bild nie allein lassen. Bild will immer alles oder nichts.“

(…)

„Und hier haben auch Friede Springer und Mathias Döpfner einen großen Fehler gemacht – sie haben ihn einfach zu lange an diesen Klotz gekettet. Kein Chefredakteur der Welt kann dieses Blatt fünfzehn Jahre lang machen, weil es alle fünf Jahre einen großen Teil seiner Leser austauscht – die einen wachsen rein, die anderen wieder raus.“ (S.248)

Da könnte sogar was dran sein, dass Kai Diekmann zu oft weg war und zu lange Chefredakteur. Aber man kann solche Anflüge von diskussionswürdiger Kritik nicht ernst nehmen, wenn Bartels wenige Seiten weiter wieder den Hetzer Udo Ulfkotte in den Himmel lobt und übelste Verschwörungstheorien nährt, dass eine Art muslimische Unterwanderung in Deutschland im Gange sei, weil Helmut Kohls Sohn und ZDF-Intendant Thomas Bellut mit Muslimas verheiratet sind.

Er käut die haarsträubende Ulfkotte-Fantasy wieder, dass türkische Gastarbeiter Bestandteil einer Art Invasionsplan für Deutschland seien (S.111) raunt von einer „Umerziehung der Deutschen“ (S.169) oder dass sich die „Migranten-Mafia“ „kiffend die Hände reibt“, wenn Bild „7 Vorurteile über Flüchtlinge entlarvt“ (S.133) oder er schreibt von „Diekmanns Schranzengespinst der Macht“, in das Friede Springer „wie in einen Kokon verpackt ist“ (S.252).

Bartels, dieser Teufelskerl

Das alles ist stilistisch und inhaltlich derart hanebüchen, dass man lachen könnte, wenn die Vergangenheit nicht gezeigt hätte, dass es leider Leute gibt, die bereit sind, solcherlei Unfug für bare Münze zu nehmen. Darum ist es auch wichtig, sich mit einem solchen Buch wie Bartels‘ „Bild“-Machwerk auseinanderzusetzen. Der Kopp-Verlag führt ihn, der für kurze Zeit Co-Chef war, als „Ex-Chefredakteur“ ein und tut gerade so, als sei die frühere 5-Millionen-Auflage der Bild allein Bartels’ Verdienst gewesen. Dieser „Ex-Chefredakteur“ wird hier als Insider präsentiert, eine Art Kronzeuge, der „enthüllt“, wie es „hinter den Kulissen“ der Bild „wirklich“ zugeht. Huch Gott, jetzt habe ich fast schon so viele Anführungszeichen benutzt, wie Peter Bartels. Hoffentlich ist das nicht ansteckend.

Im Klappentext seines Bild-Buchs steht geschrieben, dass Bartels auch Feuilleton-Chef des Kölner Express war (Feuilleton im Express?), dass er – Bartels – „quasi Schulter an Schulter“ mit Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein für die Wiedervereinigung kämpfte, Berater von „RTL-Erfinder Dr. Thoma“ war, zehn Jahre lang die ZDF Gala „Ein Herz für Kinder“ mit bis zu 21 Millionen Zuschauern (Masse!) und zwei Platin-LPs sowie sechs Goldenen Schallplatten produzierte. Von dem Geld ließ Bartels, vermutlich höchstpersönlich, 450 Spielplätze in Deutschland bauen und 75 Schulwegampeln finanzieren. Dieser Teufelskerl Bartels wurde mit dem Christophorus Preis, dem Großkreuz der Deutschen Verkehrswacht und dem Hemingwaypreis, Venedig, ausgezeichnet. Natürlich. Und ganz bestimmt auch mit dem Friedensnobelpreis, dem Oscar, der Karl Lauer Gedächtnismedaille und noch mit viel, viel mehr. Bloß da war halt dann die Klappe für den Klappentext zu Ende.

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Alle Kommentare

  1. Langweiliger Artikel. Da hat sich der Autor genauso an seinen Formulierungen berauscht wie der Ex-Chefredakteur von Bild in seinem Buch.

  2. Ich habe das Buch gerade gelesen. Gewiss: Es ist ein Anti-Diekmann-Elaborat, nichts für stilistische Feinschmecker und es liegt viel Ego eines Ex-Chefredakteurs drin – in der Branche nichts ungewöhnliches. Gleichwohl stimme ich Bartels´ Hauptthese zu, dass Diekmann, angespornt von Verlagschef Döpfner und seinem Versöhnungskurs gegenüber der 1968er Generation, mit seiner Blattmacherei die eigenen Leser seit Jahren permanent vor den Kopf stößt. Diekmann will offenkundig mehr jüngere, stylische, linksliberale, „fortschrittliche“ Leser und vergisst die Kernleserschaft. Letztere träumt vom eigenen Häuschen, trinkt gerne Bier in der Kneipe, fühlt sich wohl bei viel Polizeipräsenz sowie unwohl in arabisch-türkisch dominierten Stadtvierteln und hält vermutlich auch nicht viel von Genderwahn und „Homo-Kult“. Zur weiteren massiven Vertreibung klassischer „Bild“-Leser dürften Diekmann und sein online-Adlatus Reichelt im vergangenen Herbst auch mit ihrer abseitigen „Refugee-Welcome“-Hyperkampagne beigetragen haben, ganz im Interesse von Merkels Durchwinkepolitik von Flüchtlingen. Parallel wurden im Blatt Fälle von Kriminalität von Flüchtlingen tabuisiert, zumindest bis „Köln“. Bartels hat auch recht mit seiner Kritik, „Bild“ geriere sich als verlängerte Pressestelle des Kanzleramts. Man schaue sich nur die „Bild“-Kampagne gegen die AfD vor den drei Landtagswahlen an, wo diese Partei jeden Tag in billigster und schäbiger Weise durch den Kakao gezogen wird. Obwohl die AfD gewiss viel von den Ansichten der (Noch-)Bild-Leser vertritt. Aber Verlagschef Döpfner hat ja Print ohnehin abgeschrieben, er will wohl mit seiner Schrumpf-„Bild“ auf deren letzten Tage den Mächtigen nur noch gefallen.

    1. Jetzt haben Sie mir doch glatt den Text geklaut. Auch gut, dann muss ich es nicht schreiben …… very well done 😉
      Solche Artikel kommen raus, wenn einer über einen andern einen Hasskommentar schreibt und diesem darin den Hass zum Vorwurf macht.
      Diese aus der sehr unerfreulich unappetitlichen, linken Maas- und Stegnerbrüllecke stammende und dort permanent demonstrierte Praxis, selbst Hass zu sähen und es im gleichen Atemzu der Gegenseite zum Vorwurf zu machen, ist an sich menschlich, charakterlich und politisch schon unterstes Niveau, aber als Journalismuselaborat einfach nur miserabel. Ansonsten ist mir BILD schnurzpiepegal, ebenso seine Macher.

    2. Die einzig vernünftige Kampagne, die die BILD-Zeitung je auf den Weg gebracht hat, war die TED-Umfrage nach der EU-Verfassung. „Deutschland sagt NEIN! – 96,9% bei Abstimmung gegen Europa-Verfassung“ konnten wir da in dicken Lettern lesen. Heute sagt Deutschland scheinbar JA! zu allem? 2005 bekamen wir auch noch solches von der Morgenpost vorgesetzt: „TV-Duell – Angie hat gelogen!“.

      Zurück zu BILDfläche: Vorher kamen Peter Gauweiler als Contra und (komisch, verschwinden Politiker von der BILDfläche, verschwinden sie auch im Gedächtnis?) .. Günther Verheugen als Pro zu Wort.

      96,9% waren eine ganze Menge in Anbetracht der Tatsache, daß runde 360.000 Bürger teilgenommen haben. Das waren 3488400 (die Zahl habe ich selber errechnet und stammt nicht von PriceWaterhouseCouper) und damit eine ganze Menge. Bei einem Referendum hätte es also erheblich lange Gesichter gegeben.

      Im ZDF und den Privaten gab es damals auch einige TED-Umfragen zum Euro. „Fünf Jahre neue Wärhrung: hat sich der Euro bewährt?“ wollte man beim ZDF wissen. 2615 (91,08%) Anrufer stimmten für Nein, 256 (8,92%) für Ja.
      Auf Sat.1 hieß die Frage: Wollen Sie die DM zurück? 5893 (96%) meinten Ja, 217 (3,5%) Nein und 31 (0,5%) war es egal.
      Wir hätten sicher bei umgekehrten Ergebnissen einen gigantischen Höhenrausch erlebt. So blieb nur die marodierende Propaganda.

      „Hätten wir die Deutschen gefragt, hätte es keinen Euro gegeben“, gab Theo Waigel in der SZ zu. Damit hatte er zweifellsfrei Recht.

      Ich glaube, da streiten sich zwei über ein Fell, das ihnen nicht gehört. Deshalb werde ich das Buch nicht lesen.

  3. Der Text sagt viel aus über seinen Autor, weniger über die besprochene Schwarte.

    Stefans HASS macht betroffen und ein Stück weit traurig.

    Gibt es Probleme mit dem Job? oder privat so?

    Chill mal!

  4. Ein wenig deprimierend, dass sich so viele Gestalten auf den Medienseiten tummeln, die brauner sind als 83% der demografischen Zugänge nach einem Bad in zerlassener Lindt-Schokolade.

    Atemberaubend foudroyante Devolution.

    1. Das ist wohl wahr. Aber nur zur Beruhigung: Es ist immer dasselbe Dutzend an Schwadroneuren, die meinen, dem Meedia-Forum ihre krude Meinung aufdrücken zu müssen. Haben halt sonst keine Freude.

  5. Ganz bitter, Stefan Winterbauer! Bartels als alten, ahnungslosen Menschen darzustellen ist ein echtes Armutszeugnis für diesen „Branchendienst“.

    Übrigens: Wenn VW auf einmal nur noch die Hälfte seiner Autos verkaufen würde, wäre der Konzern am Ende. Bei BILD ist das laut Winterbauer anscheinend kein Problem! Da hofft wohl jemand auf einen positiven Tweet von Diekmann oder?

  6. Ach Gottchen,lieber Kollege (Tschullergung ,ich bin ja schon zu scheintot, um mich zu erdreisten …).Mehr Orden war leider nicht. Und nicht mal den HEMINGWAY hab ich für die Schreibe gekriegt,nur für die Einigung Europas(so die geschwollene Laudatio auf RAI uno).Und nachdem ich dafür gesorgt hatte,dass HHT ihn ebenfalls bekommt, wollte er seinerzeit, dass ich auch das Kreuz bekomme. Leider.Aber er bekam,s – immerhin für die Deutsche Einheit! Ich nicht, weil ich lange vorher mit ein paar Promille erwischt worden war.Hermann nicht.So weit ich weiß…

  7. Der kontinuierliche Auflagenschwund der BILD begann schon Mitte der 80er Jahre und wurde zunächst durch Gewinnspiele erfolgreich kompensiert, dann durch die deutsche Einheit, wobei diese Sondereffekt binnen weniger Jahre aufgebraucht war.
    Die Gründe sind vielfältig: soziodemografischer Wandel (Bildung, Rückgang Arbeiterschaft), Fragmentierung der Gesellschaft / Fragmentierung Mainstream-relevanter Themen, Änderungen des Medienkonsums (Privat-TV), Lebensgewohnheiten der nachwachsenden Generation etc. – erst später kam beschleunigend das Internet hinzu.
    Auch die SPD, die sich ebenfalls als Anwalt des „kleinen Mannes“ verstand, hat es noch nicht verstanden, eine neue, erfolgversprechende Zielgruppenansprache zu finden.
    .

  8. Na ja, vielleicht einmal den gestrigen NZZ-Gastkommentar von H.-J. Tiedje lesen. Dann würde der Schaum vorm Mund vielleicht noch mehr werden oder abtropfen…je nach Charakter und Intellekt….

  9. Das man die Blödzeitung hasst, dann hat das wohl seine berechtigten Gründe !
    Ich selbst verachte dieses bedruckte Toilettentapete und deren buckligen Systemschreiberlinge.
    😀

  10. Ein wenig Copy und Paste aus dem Text des Herrn Winterbauer gefällig?
    MeinFazit: gut gemachter Pöpeljournalimus,einem Herrn Winterbauer würdig.
    Hat der Herr Winterbauer bei Herrn Bartels mal nachgefragt,welche Verlage sein Buch verlegen wollten ?
    Diese Pöpelrezension hat mich wenigstens überzeugt das Buch lesen zu wollen.
    Danke Herr Winterbauer,auch wenn Ihr Ziel ein anderes war

    eine neue publizistische Heimat gefunden haben
    Abrechnung
    Ein 252 Seiten langer Hass-Kommentar eines alten Mannes
    in einer bräunlich-klebrigen Soße aus Ressentiments und Selbst-Verklärung ertränkt.
    „Rambo & Django“
    so einiges ständig erwähnt
    von Tiedje weggejagt
    ein Dorn im Auge
    Da ist es, das M-Wort, das Kopp-Fans und Pegida-Freunde so gerne im Munde führen.
    geschraubten, selbstverliebten Formulierungs-Kapriolen
    Verschwörungstheorist und Ulfkotte-Fan fragen: hä
    die Bild versaut
    seiner verqueren Sicht
    in einer bräunlichen, schwer verdaulichen Soße aus Ressentiments, Selbst-Besoffenheit und Neid
    den Hetzer Udo Ulfkotte in den Himmel lobt
    übelste Verschwörungstheorien nährt
    haarsträubende Ulfkotte-Fantasy
    inhaltlich derart hanebüchen
    Huch Gott

  11. Also ich habe das Interview von Herrn Bartel im Kopp- Verlag gelesen – eine grobe Zusammenfassung vom 5 Millionen- Auflage- Blatt zur heutigen Hälfte und die Gründe dafür, die kurz und knapp zusammengefasst sind: Früher war BILD das Kampfblatt des kleinen Mannes und seiner Interessen GEGEN die Herrschenden – heute ist es da Kampf- und Erziehungsblatt GEGEN die Interessen des kleinen Mannes. Bartels Fazit: Warum sollen Bürger auch noch Geld für Zeitungen ausgeben, von denen sie beschimpft und für dumm erklärt werden??? Recht hat er!

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar – den von Heinz Kremp. Sie bringen etwas auf den Punkt über den ich schon länger nachdenke aber eben nicht so formulieren konnte. Ich glaube aber, dass das mehreren Medien so ergangen ist – z.B. Spiegel, der ja auch ein „Kampfblatt“ war. Nur, wie konnte es dazu kommen? Wahrscheinlich, weil es keine unabhängigen Redaktionen, Verlage gibt und nur noch Investoren-Interessen vertreten werden, kombiniert mit dem BWL-Managern, die unter Nachrichten und Kommentar nur noch Content-Marketing verstehen. Springer hat sich doch schon lange vom Verlagswesen verabschiedet und strebt doch nur noch nach einem Vergleichsportal.

  12. Wer über das Niveau von anderen ablästert, sollte selbst mehr zu bieten haben. Ein schäbiger Artikel. Journalismus in Deutschland war wohl mal gut. Muss aber schon länger her sein. Herr Winterbauer kam wohl erst danach…

  13. Och Herr Stefan Winterbauer haben sie ein bisschen Pippi in den Augen?
    Oder besser sie sollten sich das Zitat von Dieter Nuhr zu Herzen nehmen…
    „wen man keine Ahnung hat einfach ma die Fre…. halten!

  14. Lasst den Diekmann sich doch weiter in Hofberichterstattung und Leserbeschimpfung ergehen. Wenn sein Blättchen vom Markt verschwindet, werde ich eine Flasche Sekt öffnen. Eine weitere Flasche ist fällig, wenn sich sein Objekt der Verehrung, die Dame aus der Uckermark, endlich von der politischen Bühne zurückzieht. Obwohl, wenn man ein wenig hinter die Kulissen blickt, sind Schreiberlinge und Politdarsteller nur Marionetten, die den wirklich Mächtigen dienen. Sie werden durch andere Höflinge ersetzt werden.

    1. Also mit der 2. Flasche werden Sie wohl (leider) noch etwas warten müssen: Was Erika hier seit Jahren -natürlich diametral entgegen der heimischen Einwohnerschaft- macht ist ja nichts anderes als die Bewerbung zur 1. UNO-Generalsekretär-In, seit es denn wohl Generalsekretär-Innen davon gibt. War ja seinerzeit auch schon FDJ-Sekretärin (so einfach schrieb man das übrigens damals).
      Diese Hofschreiberlinge wie dieser Verriß-Autor hier wollen wohl dann nur als Sekretär der Sekretärin hinterhergezogen werden – wer weiß wozu sonst soviel …sozusagen Gegengülle ausgekippt wird ?

      Tip: Nach/Bei der nächsten „Wende“ solltets aber schon etwas weiter weg sein als im Big Apple

  15. Herr Winterbauer gehört eben zum linksgrünen Mainstream, was nicht verwundert. Gefühlte 90% aller Journalisten stehen links. Daher sind alle anderen, die nicht so denken wie er, wie z.B. Herr Bartels, Herr Ulfkotte, der Kopp-Verlag, die Junge Freiheit, für ihn Rechtspopulisten, Rechtsradikale, Ausländerhasser, Rassisten, AfD-Wähler und Pegida-Freunde. Ich gehöre übrigens auch zu denen, Herr Winterbauer. Die Bürger in RP, BW, SA haben am Sonntag die Gelegenheit darüber abzustimmen, was sie von Merkels Willkommensdiktatur halten. Ich hoffe auf ein 2-stelliges AfD-Ergebnis in allen 3 Ländern, auch wenn es Herrn Winterbauer nicht gefällt.

  16. Bartels Nichte Joline wurde von ihrem afghanischen Exfreund erstochen, nachdem sie von ihm schwanger geworden war. Mag vielleicht der Grund sein, weswegen Bartel etwas kritisch der Einwanderung gegenüber steht.

    1. Wegen so einer ‚Lappalie‘ sollte man Einwanderung gegenüber plötzlich kritisch sein? Kann ich mir gar nicht vorstellen … 😆

    2. Ihr könnt es glauben,oder lassen – ist trotzdem wahr:Ich habe das arme Mädchen nur einmal,vor „148“ Jahren gesehen…sowas kommt auch in deutschen Familien vor. Und was ich von der traurigen Geschichte weiß, habe ich auch nur aus den regionalen Zeitungen – auch so was kommt vor.Und auch den gut aussehenden afghanischen Medizinstudenten(?) „kenne“ ich nur vom Foto aus diesen Blättern.Das traurige Schicksal von Joline hat nichts mit meinem Buch zu tun.Gar nichts!

  17. Ich weiß natürlich nicht, ob die Zahlen so stimmen … aber wenn die BILD unter Bartels 5 Millionen Exemplare verkauft hat, während sie unter Diekmann auf irgendwas um eineinhalb Millionen (so pi mal Daumen aus der Erinnerung) ‚hinaufgeschnellt‘ ist … – ist das dann nicht eigentlich einfach selbsterklärend?

  18. Diese Knaller merken immer noch nicht, dass sie immer genau das Gegenteil dessen erreichen, was sie beabsichtigten. Diese substanzlosen Diffamierungen wecken immer mehr Menschen auf. Weiter so!!
    Oder ist es gar beabsichtigt, Herr Winterbauer?!! Können/dürfen Sie nicht schreiben, was Sie wirklich fühlen und denken. Versuchen Sie es deswegen hinten rum…

  19. Herr Winterbauer schreibt wie ihm befohlen wurde. Von daher gehen viele Kommentare am Thema vorbei. Die Frage muss lauten: Warum tut Herr Winterbauer ( und viele andere „Journalisten“) das? Haus abbezahlen? Verblendung? Beziehungen? Erpressung? Lass es alles sein, aber bitte nicht: Überzeugung.

  20. Wenn man offiziellen Medienberichten Glauben schenken darf, hat der Kopp Verlag rund eine Million aktive Kunden und wächst im zweistelligen Prozentbereich. Mainstreammedien, wie BILD, Welt, Handelsblatt, Wirtschaftswoche und anhezu alle regionalen Tageszeitungen verlieren Leser im zweistelligen Prozentbereich. Da scheint der Kopp Verlag doch irgendetwas richtig zu machen.

    Kein Leser zahlt auf Dauer für ein Blatt, das ihn als Dunkeldeutschen, als Pack oder gar als Nazi beschimpft und in dem Gesinnungsjournalisten versuchen, ihn umzuerziehen.

    Deshalb ist Peter Bartels Buch, aus meiner Sicht, eine brillante Analyse der Mainstreammedien im Allgemeinen und der BILD im Besonderen.

    1. Genau das kapieren sozialistische Planwirtschaftler niemals bzw erst wenn es mal wieder viel zu spät ist. Genug Beispiele in den letzten 100 Jahren sind vorhanden, werden von den ideologisch verblendeten, durch gut bezahlte jobs korrumpierten Günstlingen aber immer wieder ignoriert.
      Leider!

  21. Wie weit will man das Spielchen mit dem „Haß“ treiben ?
    Wir wissen, daß sich Deutschland ein polit. Strafrecht geben mußte („hate crime“).
    Was soll alles mit „Haß“ beklebt werden ? Haß-Kommentare, -Emails, -Briefe-, -Bücher:

  22. Bartels war ein Fehlgriff..selbst zu sogenennnaten Amts Zeiten: ein selbstverliebter unfähiger Chefredakeur..
    Seine Folgejobs beim Super. Verlag: Bauer ( oooh Graus) und Andere
    aufgrund seiner „erfolgreichen „Zeit bei BILD
    Nix stimmt . Mit intriganter Machart, hatte er sich Jobs erschlichen Resultate alle: übel.

  23. Im Dritten Reich und in der DDR durfte, man auch keine fremde Medien vereinahmen, wie Heute! Der Bürger, sollte auch nicht die wahre Ideologie der Macht erfahren. Hitler, Honecker und Merkel, alle haben sie das Volk in die Irre geführt. Wenn wir nicht aufpassen, wird dass wieder geschehen. Darum wählt am Sonntag richtig!

    1. Oje Herr Schilling. Drittes Reich und Honecker in einem Atemzug mit unserer derzeitigen repräsentativen Demokratie. Das ist echt völlig daneben. Da hätten Sie so einen Beitrag schon garnicht zum Besten geben können.
      Auch wenn es nicht Ihrer politischen Ausrichtung entspricht, so ist das unsere gewählte (!) Regierung. Da müssen Sie durch. Und was für Sie am Sonntag richtig ist, ist für andere grundfalsch. Auch das müssen Sie aushalten. Bis zur totalen Machtübernahme müssen Sie sich noch ein wenig gedulden.

      1. „derzeitige repräsentative Demokratie“
        Um diese heute noch erkennen zu können, ist Borniertheit im Endstadium vonnöten.

  24. @Redaktion meedia.de: Hat denn von Ihnen heute Nacht niemand den Kommentar von „Sargnagel“ vor dem Freischalten gegengelesen? Soll es etwa ironisch gemeint sein, dass die Juden an allem schuld seien, die Weltherrschaft anstrebten und 1933 dem „DEUTSCHEN VOLK“ den Krieg erklärt hätten? Ironie kann ich in derlei Sätzen allerdings nicht erkennen. Entweder ist der Kommentar eine ziemlich verunglückte, plumpe und geschmacklose Satire. Oder aber ein klarer Fall von Antisemitismus und Volksverhetzung, der nie hätte erscheinen dürfen.

  25. Erstaunlicherweise wurde damit in Polen schon begonnen – damit hätte wohl niemand gerechnet.

    P.S.: Ich finde es sehr fair von MEEDIA, dass Sargnagels Kommentar (bisher) nicht gelöscht wurde, obwohl er bestimmt genügend Gegner und „Verbieter“ finden könnte.
    (Für linksextreme Kommentare finden sich komischerweise nie „Verbieter“ – scheint auf eine eingeschränkte Meinungsfreihheit hinzuweisen.)

  26. Winterbauer schreibt diese Artikel um die Klickraten hochzutreiben. Ich weiss wovon ich rede: ich gehöre zu seinen Opfern.

  27. Seltsam, Sie werfen dem Autor des Buches in Ihrem Artikel Hass, schlechten Stil, mangelnden Inhalt, Selbstverliebheit etc. vor und damit eigentlich genau das, was man aus Ihrem Elaborat ebenso herauslesen kann. Ich kenne Ihre Motivlage nicht, aber damit sind Sie nicht besser, als der von Ihnen Kritisierte.
    Zunächst müsste man wohl zugestehen, dass der Erfolg und die seinerzeitigen Rekordauflagen Bartels Recht geben. Dass er über den Absturz, der nach seinem Ausscheiden folgte, nicht erheitert war, ist nur zu verständlich. Sich mit diesem Buch Luft zu machen ebenso. Von daher ist das Buch ein interessanter Blick hinter die Kulissen.

  28. -Stefan Winterbauer hat dem Kopp Verlag gegenüber inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben. Er will Behauptungen, wonach bei Kopp auch »Holocaust-Leugner und ehemalige NPD-Funktionäre« arbeiten und der Kopp Verlag »Verbindungen zur NPD« habe, nicht mehr verbreiten.-

    Zitat Kopp Online
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/udo-ulfkotte/unterlassungserklaerung-medienjournalist-winterbauer-will-keine-luegen-mehr-ueber-kopp-verbreiten.html

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