Spiegel erreicht solide Kiosk-Zahlen mit „Hasspredigern“ AfD, stern mit „Heilkraft der Natur“

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Die Ausgaben 6/2016 von Spiegel, stern und Focus.

Publishing Seit Wochen gibt es in den Einzelverkaufszahlen von Spiegel, stern und Focus keine großen Ausschläge nach oben oder unten. Spiegel und stern liegen in etwa auf Normalniveau der jüngeren Vergangenheit, der Focus 10% unter seinem Durchschnitt. Der Spiegel verkaufte sich am Kiosk 224.328 mal mit dem AfD-Titel, der stern 197.605 mal mit der "Heilkraft der Natur".

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224.238 Einzelverkäufe in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. sind für den Spiegel rund 2.200 mehr als vor einer Woche. Seit vier Wochen bewegt sich das Magazin im Korridor zwischen 221.000 und 229.000 – und damit ziemlich genau zwischen dem 3-Monats-Durchschnitt von derzeit 217.700 Einzelverkäufen und dem 12-Monats-Durchschnitt von 235.700. Solides Mittelmaß ohne Ausschläge nach oben oder unten. Das gilt auch für das Heft 6/2016 mit dem AfD-Titel „Die Hassprediger“. Im Gesamtverkauf, inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln, etc. erreichte das Magazin eine Zahl von 798,479 Exemplaren, darunter 53.891 ePaper.

Auch der stern verzeichnet derzeit kaum größere Ausschläge nach unten oder oben. 197.605 Einzelverkäufe gab es diesmal für das Heft mit einer nackten Frau auf dem Titel – und dem Thema „Heilkraft der Natur“. Das sind immerhin rund 3.300 mehr als vor einer Woche und 2.000 mehr als im 3-Monats-Durchschnitt, der derzeit bei 195.600 liegt, doch der 12-Monats-Durchschnitt von 205.800 wird schon seit vier Wochen verfehlt. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 736.803 Exemplaren, inklusive 16.521 ePaper.

Der Focus landete mit seinem Titel „Was uns wirklich glücklich macht“ ebenfalls erneut unter dem Soll. 68.358 Einzelverkäufe sind zwar rund 5.300 mehr als eine Woche zuvor, doch 12-Monats-Durchschnitt und 3-Monats-Durchschnitt des Burda-Magazins liegen derzeit bei jeweils 76.400, eine Zahl, die in diesem Jahr noch nicht erreicht wurde. Der Gesamtverkauf der Ausgabe lag bei 473.242 Exemplaren, darunter 25.916 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Wenn ich die Zahlen der genannten Printmedien überschlage, dann sind das immerhin noch rund zwei Millionen Verkäufe. Zusammen.
    In einer Zeit, in der das deutsche TV-Gerät statistisch täglich mehr als 4 Stunden in Betrieb ist, selbst mittelalterliche „Hausfrauen“ einem über den Haufen rennen, weil sie auf ihr Smartphone starren, Supermärkte in Plastik verpacktes, geschältes Obst und Gemüse anbieten und der Bäcker neben den vorbelegten Brötchen auch gleich den Kaffee „to go“ verkauft, da die Generation iPhone mit der autarken Zubereitung ihrer Nahrung zeitlich und manchmal auch handwerklich überfordert ist, müssen die Verleger über jedes verkaufte Magazin froh sein.
    Den Niedergang einer gewissen Informationskultur konnte und kann man sehr gut am Medium Radio beobachten. Es gab Zeiten, da hatte jeder Sender ein richtiges Programm. Zeitschriften wie „Hör Zu“ beschäftigten sich in der Vor-Fernsehära nur mit dem Rundfunkprogramm. Und es verlangte vom Hörer eine gewisse Disziplin, zu den angegebenen Zeiten das Radio einzuschalten, um die Wirtschaftsnachrichten, Interessantes für den Hobbygärtner, den Kinderfunk, die Politikumschau, das Kriminalhörspiel oder die Hitparade zu verfolgen. Man musste zuhören, sich 30 oder gar 60 Minuten konzentrieren. Aber alles Geschichte. Die 80-er, 90-er und das Beste von Heute. Dazwischen ein paar Belanglosigkeiten aus der Tageszeitung und Kurznachrichten. Den ganzen Tag. Egal ob HR, SWR oder NDR. Programmzeitschriften sind da überflüssig. Und wenn wir nicht aufpassen, passiert mit den genannten Magazinen das gleiche. Nur noch online, mit Werbung zugepflastert und austauschbar.

  2. Die GEZ-Gebühr ist ein Raubzug. Die Aufklärung des ÖRR kann aus der Lage weder unabhängig noch objektiv sein, das ist Missionierung mit dem Schwert wie unter Karl dem Großen. Da geht einfach nichts dran vorbei.

    Der Journalist im Spiegel tut ja nun dasselbe wie der Journalist im ÖRR, das sind ganz offensichtlich Kumpane. Und gemeinsam verschreiben sie uns eine Realität, in der die Gewalt herrscht und die wegen ihres Geburtshauses schon falsch sein muß.
    Man kann sich also auch ausmalen, welcher Typus heute den Spiegel kauft. Es ist ein völlig anderer als in den 60er oder 80er Jahren.

    Auch der Stern verkauft Paradoxien. Wer denselben Realitätstunnel teilt mit ÖRR und Spiegel (und andere natürlich), der hat sich genauso aus der Wirklichkeit verabschiedet. Was soll der schon verstehen von den Heilkräften der Natur? Der Artikel hat die Tiefe eine Pfütze. Wir sollen glauben, was die selber nicht glauben?

    Praktisch hat die Gesellschaft das klinische Stadium lange erreicht. Deshalb grassiert auch die Angst vor dem Aufwachen. Jeder, der drauf drängt, wird bitterbös verleumdet und gejagt.
    Politiker und Journalisten leben in einem Wahn, den sie sich gegenseitig rückkoppeln. Hier kann nur noch ein Arzt helfen.

    1. Ihnen ist es auch egal worum es in dem Artikel geht. Hauptsache Sie können irgendwo GEZ schreiben. Wenn ich Ihren Beitrag so lese frage ich mich in welcher Matrix sich Ihre Wirklichkeit befindet.

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