Apple könnte die Kasse weiter öffnen: höhere Dividende und bis zu 50 Milliarden für neue Aktienrückkäufe

Bleibt unter Dauerdruck: Apple-Chef Tim Cook
Bleibt unter Dauerdruck: Apple-Chef Tim Cook

Digital Economy Es ist derzeit das schlagendste Argument für die Apple-Aktie: Die prall gefüllten Barreserven, auf die Tim Cook zurückgreifen kann. Glaubt man dem Staranalysten Gene Munster, dürfte Apple seine Aktionäre auch in Zukunft weiter mit üppigen Ausschüttungen und Aktienrückkäufen bei Laune halten – der Piper Jaffray-Analyst rechnet mit einer Dividendenanhebung um 10 Prozent und neuen Rückkäufen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar.

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Der Trend zeigt wieder leicht nach oben: Fast zwei Monate lang dümpelte die Apple-Aktie unter der psychologisch wichtigen 100 Dollar-Marke, dann kamen die Käufer zurück. Bei 103 Dollar ging der wertvollste Konzern der Welt am Freitag aus dem Handel – immer noch zwei Prozent tiefer als zu Jahresbeginn, doch es war die höchste Notierung seit Anfang Januar.

Ein Grund für die jüngste Erholung: Die Aussicht auf eine größere Partizipation an Apples gigantischen Barreserven, mit der Gene Munster von Piper Jaffray rechnet. Der Staranalyst, der Apple seit den frühen Nullerjahren verfolgt, rechnet bei der turnusmäßigen Überprüfung der Kapitalrückführungsmaßnahmen, die Tim Cook 2012 eingeführt hat, mit einer weiteren signifikanten Anhebung der Dividende zwischen 5 bis 10 Prozent.

Hebt Tim Cook nochmals die Dividende um 10 Prozent an?

Im vergangenen Jahr hatte Apple die Dividende um 11 Prozent auf 52 Cent je Aktie angehoben; das entspricht aktuell einer Dividendenrendite von rund zwei Prozent. Den Großteil des Kapitals führt der Kultkonzern aus Cupertino jedoch an Anteilseigner über Aktienrückkäufe zurück. Stolze 110 von geplanten 140 Milliarden Dollar hat Apple inzwischen dafür verwendet, um eigene Aktien zurückzukaufen – 30 Milliarden Dollar verblieben demnach bis März 2017, rechnerisch 6 Milliarden pro Quartal.

Gene Munster rechnet allerdings damit, dass Apple den Geldhahn künftig noch weiter aufdreht, wie das Blog AppleInsider berichtet. Im April vergangenen Jahres erhöhte Tim Cook das Aktienrückkaufprogramm um weitere 50 Milliarden Dollar. In diesen Dimensionen dürfte Apple erneut eigene Aktien zurückkaufen, mutmaßt der Piper Jaffray-Analyst, der 30 bis 50 Milliarden zusätzliche Mittel binnen eines Jahres in Aussicht stellt.

Apple könnte sich durch Kapitalrückführungsprogramm am Ende selbst kaufen

Apples gigantisches Aktienrückkaufprogramm ist eines der gewichtigsten Argumente, das für die 2015 empfindlich abgestützten Anteilsscheine des Kultkonzerns spricht. Der Gewinn je Aktie wird allein durch die Aktienrückkäufe etwa um fünf Prozent pro Jahr gesteigert.

Hält Tim Cook am Kapitalrückführungsprogramm fest, das Apples Börsenwert jedes Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar entzieht, reduziert sich dieser entsprechend immer weiter – von aktuell 550 Milliarden Dollar bei 100 Dollar auf nur noch 350 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf demselben Kursniveau.

Gelingt es Apple, die Aktienrückkäufe weiter aus seinem Cashflow zu bestreiten, dürfte der immer weiter sinkenden Börsenwert langfristig eine Anpassung erfahren – in Form von steigenden Kursen. Andernfalls könnte sich Apple etwa bereits in zehn Jahren theoretisch selbst kaufen.

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