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„Ich bin gar nichts“: Bild lauert Uli Hoeneß auf – und der bittet um Ruhe vor den Medien

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Da hat sich das gute alte Reporter-Handwerk doch glatt ausgezahlt. Die Bild macht heute mit dem ersten Uli Hoeneß-Interview nach der Freilassung des ehemaligen Bayern-Managers auf. Damit schlugen die Boulevard-Profis den Kollegen von Spiegel, SZ oder Zeit ein Schnippchen. Allerdings war das Interview offenbar nicht das Produkt einer ausgeklügelten PR-Strategie, sondern eher der Verdienst der Beharrlichkeit des Bild-Reporters, der vor dem Hoeneß-Anwesen ausharrte und den Ex-Manager vor einem Spaziergang abpasste.

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In dem Video, das die Boulevard-Profis zu dem Gespräch anbieten, ist zu sehen, wie Hoeneß vor einem Spaziergang mit Reporter Kai Psotta spricht. Bereits seit Montag berichtet die Bild immer wieder vom Tegernsee. So hatten sie auch die Fotos, wie eine Blaskapelle ihre Instrumente zu Hoeneß bringt, um ihm zu Hause ein Willkommensständchen zu spielen.

In dem Interview selbst erzählt der ehemalige Fußball-Manager kurz von seiner Zeit im Gefängnis und dass er noch nicht wisse, was er nun machen werde. Dabei liest sich allerdings eine Antwort bereits wie ein Hinweis an alle Journalisten, ihn künftig in Ruhe zu lassen und seine Privatsphäre zu respektieren.

Ich möchte jetzt meine Ruhe. Ohne Fotografen vorm Haus. Ohne immer in Sorge zu sein, dass hinterm Baum Fotografen lauern, wenn ich mit meiner Frau spazieren gehe. Ich bin in keinem Amt beim FC Bayern mehr. Ich bin nicht Präsident, ich bin gar nichts.

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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Bild zu dem Interview kam, in dem sich Hoeneß seine Ruhe anmahnt, indem man diesen Wunsch gerade nicht respektierte.

Das Bild-Gespräch war aber wohl trotz des Ruhe-Wunsches nicht das letzte Interview. Das Interesse der Öffentlichkeit an seiner Zeit im Gefängnis ist so groß, dass sich die Berichterstattung am besten kontrollieren lässt, wenn man organisiert ein oder zwei große Interviews gibt. So gesehen dürfen sich Spiegel, SZ und Zeit durchaus noch Hoffnungen machen.

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Alle Kommentare

  1. gutes altes Reporter Handwerk?
    Wenn ich bei BILD bin, MUSS ich auch die Entlassung haben. Morgens um 3. Das haben die Jungs verpennt. Vor dem Haus rumlungern ist nun wirklich nichts Besonderes. Zumindest nicht bei BILD. Vielleicht war auch das 24-Stunden-Rumlungern die Strafe für das verpennte Entlassungs-Foto.

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