Blendle-Charts: Tagesspiegel-„Wertarbeit“ überzeugt, Ende der iPhone-Ära von NZZ noch immer in Top 3

Gold, Silber und Bronze gehen an Tagesspiegel, NZZ und Zeit
Gold, Silber und Bronze gehen an Tagesspiegel, NZZ und Zeit

Premiere in den Blendle-Charts: Die Neue Zürcher Zeitung sichert sich mit einem Stück zum Ende der iPhone-Ära zum zweiten Mal einen Platz im Ranking der meist verkauften Artikel im Online-Kiosk. An die Spitze hat sich in dieser Woche der Tagesspiegel mit einer Reportage gesetzt. Die Bronze-Medaille geht an Die Zeit.

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„Das Smartphone muss sich neu erfinden“ heißt der Artikel der Neuen Zürcher Zeitung, der auch in dieser Woche noch auf großes Leserinteresse stieß. Nachdem das Stück vergangene Woche noch die Rangliste anführte, findet es sich derzeit auf Platz 2 wieder. Absolute Verkaufszahlen nennt Blendle leider nicht.

Im Text beschäftigt sich Autor Jürg Müller mit der Frage, weshalb sich das Smartphone seit der revolutionären Einführung des ersten iPhones nicht wirklich weiterentwickelt hat und damit, dass der Markt nur mit Hilfe von Innovationen neuen Schwung erfahren kann.

An die Spitze setzt sich der Tagesspiegel mit einem Stück („Wertarbeit“) von Hannes Heine, der sich für seine Recherche in ein Berliner Flüchtlingsheim begeben hat. Abgeschlossen wird die Top-3 von der Zeit, die in dieser Woche gleich mit zwei Stücken in den Top 10 vertreten ist. Im ersten Text hat Andrea Böhm beleuchtet, wie es in Syrien zur heutigen Situation gekommen ist und wie sich der Krieg auf die zu bewältigende Flüchtlingskrise auswirkt. Der zweite Artikel (Platz 4) hat sich mit dem Sprachstil von Kopp-Buchautor Udo Ulfkotte beschäftigt. 

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 25. Februar bis 02. März 2016

  1. Wertarbeit“, Der Tagesspiegel, Hannes Heine, 1826 Wörter, 0,45 Euro
    Kontroverse Reportage über drei Asylsuchende in einem Berliner Flüchtlingsheim. Ein Gespräch über Juden, Homosexuelle und Frauen.

  2. Das Smartphone muss sich neu erfinden“, Neue Zürcher Zeitung, Jürg Müller, 624 Wörter, 0,45 Euro
    Zweite Woche: Analyse zum Mobile World Congress: Mit rückläufigen Verkäufen und ohne grundlegende Innovationen neigt sich die iPhone-Ära dem Ende zu.

  3. Überall Feinde“, Die Zeit, Andrea Böhm, 2655 Wörter, 0,89 Euro
    Erklärstück zum Syrien-Konflikt. Journalistin Andrea Böhm zeigt, wie es zur heutigen Situation kam, wer Schuld hat und wie sich der Krieg auf die Flüchtlingskrise auswirkt.

  4. Das darf nicht wahr sein“, Die Zeit, Elisabet Raether, 727 Wörter, 0,29 Euro
    In diesem Artikel vom rechten Krawall-Journalist Udo Ulfkotte hat die Zeit nur die Wörter „Ausländer” und „Deutsche” ausgetauscht, um seine Rhetorik zu entlarven.

  5. Das Spiel mit den steilen Thesen“, journalist, Stefan Plöchinger, 3003 Wörter, 0,99 Euro
    Essay von SZ-Online-Chef Stefan Plöchinger zur Hetze im Netz, und wie die einen kapitulieren und andere Klicks jagen.

  6. Sechs Wege zum Glück“, Focus Gesundheit, 2364 Wörter, 0,95 Euro
    Notizen zu den sechs Faktoren, die unser Wohlbefinden bestimmen. Mit Inputs von Wissenschaftlern, Psychotherapeuten und einem Schweizer (angeblich die glücklichsten Menschen).

  7. Seid doch mal still“, Der Spiegel, Jochen-Martin Gutsch, 611 Wörter, 0,75 Euro
    Bitterböser, offener Brief an eine Frau, die nach einem unschönen Erlebnis in einem Berliner Café, Probleme für stillende Mütter per Gesetz lösen will.

  8. Die Sache mit dem hellen Köpfchen“, Wirtschaftswoche, Katharina Matheis, 1692 Wörter, 0,69 Euro
    Einblick in das Leben Hochbegabter, und wie sich hohe Intelligenz auf Erfolg auswirkt (Antwort: nicht immer gut).

  9. Wie Putin versucht, Deutschland zu verändern“, Neue Zürcher Zeitung, Igor Eidmann, 1007 Wörter, 0,89 Euro
    Analyse eines Gastautors zum Informationskrieg Russlands gegen Berlin. Der Autor ist Cousin des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow.

  10. „Das Land ist gespalten“, Der Spiegel, René Pfister, Ralf Neukirch, 2784 Wörter, 0,75 Euro
    Stellenweise sehr angespanntes Interview mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Er kritisiert Merkel, die Medien, und die Politik der offenen Grenzen.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Während die NZZ im Gesamtranking einen Platz nach unten rutschte, verteidigte sie ihre Spitzenposition im Ranking der Artikel aus den Ressorts Medien und Tech. Darin findet sich auch das journalist-Essay von SZ-Online-Chefredakteur Stefan Plöchinger, genauso wie das Interview mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, das Springer-Vorstand Mathias Döpfner geführt hat.

Top-Artikel Medien und Tech

  1. Das Smartphone muss sich neu erfinden“, Neue Zürcher Zeitung, Jürg Müller, 624 Wörter, 0,45 Euro
    Zweite Woche: Analyse zum Mobile World Congress: Mit rückläufigen Verkäufen und ohne grundlegende Innovationen neigt sich die iPhone-Ära dem Ende zu.

  2. Das Spiel mit den steilen Thesen“, journalist, Stefan Plöchinger, 3003 Wörter, 0,99 Euro
    Persönliches Essay von SZ-Online-Chef Stefan Plöchinger zur Hetze im Netz, und wie die einen kapitulieren und andere Klicks jagen.

  3. „‚Die Furcht vor künstlicher Intelligenz ist eher hysterisch’“, Welt am Sonntag, Mathias Döpfner, 5327 Wörter, 0,35 Euro
    Das exklusive Interview von Mathias Döpfner mit Facebook-CEO Mark Zuckerberg.

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