Überfordert vom Leser-Hass: Zeitungsredaktionen schränken Kommentarfunktion ein

tagesschau_kommentar-geschlossen-schloss.jpg

Nicht nur Facebook hat ein Problem mit Hasskommentaren, sondern auch die deutschen Nachrichtenportale. Bei vielen sind die Kommentarspalten längst zu Kampfzonen verkommen, in denen den Moderatoren alles abverlangt wird, um justiziable Meinungsäußerungen zu löschen. Die Folge: Über ein Drittel aller von der Zeitschrift journalist befragten Zeitungsredaktionen haben deshalb bereits ihr Kommentar-Angebot eingeschränkt.

Werbeanzeige

Das DJV-Magazin hatte 119 Vollredaktionen gefragt, ob sie im vergangenen Jahr die Kommentarfunktion auf Ihren Webseiten eingeschränkt haben, „weil Sie mit der Flut vor allem rechter/strafrechtlich relevanter Kommentare nicht mehr zurechtkommen“. 66 antworteten. Von denen gaben wiederum 27 Redaktionen an, dass sie tatsächlich Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Allerdings sagten auch 39, dass sie bislang auf Einschränkungen verzichten würden.

Tatsächlich scheint für viele Redaktionen der Moderationsaufwand kaum mehr zu bewältigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fuldaer Zeitung. Die Hessen machten Anfang des Jahres die Meinungs-Schotten dicht. Für sie war schlicht die „Schmerzgrenze überschritten“. In ihrer Erklärung schrieben sie damals:

Die Moderation der Kommentare nimmt inzwischen mehrere Stunden Arbeitszeit täglich in Anspruch. Dabei müssen wir uns – neben vielen sachlichen und lesenswerten Leserkommentaren – allerdings zunehmend persönliche Beschimpfungen und Beleidigungen sowie aggressive Beiträge einiger weniger Nutzer durchlesen. Kommentare, die Sie als Leser niemals zu lesen bekommen, wir aber Tag für Tag für Sie „konsumieren“ und löschen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch – und kostet zudem eine Menge an Nerven. Diese Zeit und Energie möchten wir lieber dafür nutzen, Ihnen mehr interessante Inhalte auf unserem Portal anbieten zu können.

Eine andere Lösung hat Welt Online gefunden. Die Berliner setzten auf eine Software, die Beleidigungen und andere verbotene Äußerungen automatisch herausfiltern soll. Das System wurde von der Firma Ferret Go, angeblich auf Basis von 8,5 Millionen Kommentaren aus den vergangenen fünf Jahren, programmiert. Besonders stolz sind die Macher darauf, dass die Fehlerquote nur bei vier Prozent liegen soll.

Den meisten Redaktionen fehlen jedoch die technischen Ressourcen, wie sie beispielsweise der Welt zur Verfügung stehen, um auf ein ähnliches Modell zu setzten. Wie viel Arbeit die Flut der beleidigenden Kommentare machen kann, zeigt auch das Beispiel Facebook. Wie Mark Zuckerberg bei seinem Berlin-Besuch in der vergangenen Woche verriet, prüfen alleine hierzulande mittlerweile rund 200 Mitarbeiter Kommentare und Postings, die von anderen Nutzern beanstandet wurden.

Tatsächlich steht die Debatte über den richtigen Umgang mit dem Hass in den Kommentarspalten erst am Anfang. Ein schlichtes Abschalten der Kommentare kann auch keine Lösung sein. So verprellt man auch die engagierten Nutzer, die an einer lebendigen Diskussion teilhaben wollen. Zudem verliert man so wohl auch viele Leser an die so genannte alternativen Medien. Gerade diese positionieren sich seit Jahren als Sammelbecken für wütende Kommentatoren. Der SZ-Digitalchef, Stefan Plöchinger, hat recht, wenn er in der Titelgeschichte des journalist sagt, dass es auch „Kern des Jobs“ sei, „die öffentliche Debatte zu moderieren“.

Werbeanzeige

Mehr zum Thema

Alle Kommentare

    1. „Das hat bestimmt keine wirtschaftlichen Gründe, gaaanz bestimmt nicht.“

      „www.stop-bargeldverbot“

      „Durchhalteparolen sind das“

      Das waren die letzten 3 Kommentare, die von der Welt gelöscht wurden.

  1. Es ist wohl eher die abweichende Meinung der eigenen Leserschaft.
    Wer will schon ständig den Spiegel vorgehalten bekommen, wenn er ansonsten immer das Opferabo mit Verweis auf eine Pressefreiheit bemüht.

    1. @Soso: Sehe ich auch so, insbesondere bei Welt Online wird im Gegensatz zum Focus schon lange recht rigide und in nicht nachvollziehbarer Weise gelöscht (daß es nicht an „Haß“ liegt, kann ich mit meinem eigenen Disqus-Account belegen, dort ist alles gespeichert! 40% meiner Kommentare wurde von Welt Online abgelehnt, ohne Haß und Fäkalsprache!), und trotzdem war Welt Online eine der wenigen Plattformen, auf denen überhaupt noch eine offene Diskussion möglich war. Der Tenor der Kommentare war zu 95% gegen die herrschende politkorrekte Meinung gerichtet, ironisch-süffisant, aber stets gesittet und ohne Schimpfworte. Und mir schwant auch, daß es um dieses Meinungsbild geht, was den Redaktionen offenbar nicht paßt – und nun versteckt man sich hinter angeblichem Haß. Liebe Presse, ihr treibt eure Leser förmlich in die Arme alternativer Medien! Ich habe nur einen bescheidenen Wunsch: Ich möchte die objektive Presse der 1970er und 1980er-Jahre wiederhaben. Das kann doch nicht so schwer sein.

      1. Das kann ich bestätigen. Nur das ich bei jedem abgelehnten Kommentar eine Email an die Redaktion geschrieben habe. Vorgefertigtes Email und Drag&Drop. 95% der gelöschten Kommentare wurden dann nachträglich freigeschalten.

      2. Ich sehe das ganz genau so und schließe mich dem an.

        Hab welt online immer gern gelesen, gerade wegen der zu großen Teilen guten Kommentare.

        Für mich ist das ganz klar Redeverbot. Irgendwann kommt Versammlungsverbot und Demonstrationsverbot. Und dann leben wir alle wieder in der DDR

      3. Ist das

        „Der Tenor der Kommentare war zu 95% gegen die herrschende politkorrekte Meinung gerichtet, ironisch-süffisant, aber stets gesittet und ohne Schimpfworte.“

        jetzt Ihr Ernst? Es gibt wohl kaum eine Kommentarfunktion großer Zeitungen, in denen die Aufgabe jeglicher Zivilisation und guter Manieren so extrem war/ist wie bei Welt online. Wenn Sie das als „gesittet“ bezeichnen, wundert es mich auch nicht weiter, dass 40% Ihrer Kommentare gelöscht werden. Das liegt aber dann nur an Ihnen, nicht an der Moderation.

      4. @ Christian Hidde
        Ich kann Ihrem Kommentar nur beipflichten, insbesondere, was die Qualität der User betrifft, die bei WO geschrieben haben.
        Bis auf einige wenige hielten alle einen korrekten Ton ohne Fäkal- und Beleidigungen, teils auch ironisch sarkastisch.
        Bei rp online und zeit war das gleiche Prozedere zu beobachten.
        Man möchte einen Leser, der das teuerste Abo kauft und ansonsten seinen Mund hält, Kritik ist absolut unerwünscht.

      5. Ein Grund warum es bei WO zumindest aus Ihrer Sicht „gesittet“ zugeht liegt vor allem daran, dass sich dort vor allem zu 90% Gleichgesinnte und nicht wenige AfD Fanboys zusammengetan haben. Da beklatschen und „liken“ sich immer die Gleichen.
        Dazu kommt dann noch die rigide Löschung von Kommentaren. Dann sieht das einigermaßen zivilisiert aus, zwischen den Zeilen aber meist eklig.

      6. @Markus Hoffmann:

        Ich empfehle mal einen Blick auf Facebook und Co zu werfen.
        Im Vergleich zu dem, was aktuell Alles in den sozialen Netzwerken zur politischen Lage geschrieben wird, sowie auf vielen „alternativen“ Blogs, ist … nein, waren die Inhalte im Kommentarbereich auf Welt-Online durchaus sehr gesittet.
        Und mal Butter bei die Fische. Die Menschen sind wütend. Natürlich wird dies dann auch häufig zum Ausdruck gebracht, mal mehr und mal weniger lautstark.

      7. Ich teile die Meinung vollkommen. Auch ich habe die grosse Mehrzahl der Kommentare ganz sicher nicht als Hass oder sonstiges gesehen sondern oft als nötigen Zusatz oder Korrektur der jeweiligen Artikel.

      8. „Ich möchte die objektive Presse der 1970er und 1980er-Jahre wiederhaben“. Hätten wir auch sonst nicht liebend gerne wieder die 80er Jahre zurück ..

      9. welt.de – gerade hier wurden eher kurze oder ironische Kommentare durchgelassen. Je länger die Kommentare wurden und je besser und inhaltlich klarer sie geschrieben wurden, desto häufiger wurden sie gelöscht.

        Es war meistens unmöglich WEITERFÜHRENDE Informationen als Kommentar abzuschicken. Gerade weil diese kritischen Kommentare oftmals die Widersprüchlichkeit und Heuchelei dem durch die Medien propagierten Meinungsdiktat aufzeigten.

        Es war einfacher zu schreiben, dass man keine Flüchtlinge mag, als zu argumentieren, dass die UNO mit den selben Kosten 50x mehr Flüchtlinge versorgen könnte.

        Denn was heute politisch passiert ist ein Programm – und daran sind auch die Mainstreammedien beteiligt, die die Politik – welche offenbar nicht gut für die Bevölkerung ist, da sie eben nicht erklärt wird – versucht mit durchzudrücken.

      10. Tatsächlich objektiv war die Presse nie, Herr Hidde. Denn faktisch besteht „die Presse“ immer noch aus Menschen, das liegt in der Natur der Sache. Und Menschen sind subjektive Lebewesen. Als solche sind sie beeinflusst von ihren persönlichen Meinungen, von Gefühlen und leider auch von politischen Gegebenheiten. Es gab auch zwischen 1970 und 1989 mehr als genug Journalisten, die an den Fäden der Machthaber gezappelt haben wie Marionetten. Teilweise taten sie es aus Abhängigkeit von den „Großkopferten“, die einzelne Journalisten förmlich in der Hand hatte. Teilweise taten sie es aus Sympathie für eine politische Richtung, und nicht wenige taten es wahrscheinlich aus Geldgier. Aber passiert ist es.
        Zugegeben, die Presse war weniger „maulkorbbehaftet“ als heute. Kritische Stimmen wurden (manchmal) eher aufgegriffen und veröffentlicht, als bei vielen der weichgespülten Kuschelwuscheljournalisten von heute. Aber eine objektive Presse? Das halte ich für eine schöne Vorstellung, eine hübsche Illusion und – möglicherweise – für eine durch die vergangene Zeit verklärte Betrachtungsweise.

        Ich hätte auch gerne einige Errungenschaften aus den 70er oder 80er Jahren zurück. Geschehen wird es wohl nie. Denn das Rad der Zeit dreht sich nun einmal nicht rückwärts. Ich wünsche mir Politiker zurück, die für ihr Land eintreten und nicht nur für ihr Ego oder die nächste Wahl. (In dieser Reihenfolge.) Ich wünsche mir Arbeitgeber zurück, die hinter ihren Angestellten und Arbeitern stehen und nicht nur hinter ihrem Controlling und den Aktienkursen. Ich wünsche mir Zeiten zurück, in denen ich nachts auf die Straße gehen konnte, ohne Angst haben zu müssen, oder in denen meine Tochter unbehelligt von Fanatikern jedweder Couleur in der Stadt bummeln konnte. Ich wünsche mir eine Polizei zurück, die respektiert und ausreichend finanziert wird, sodass sie ihre Aufgaben auch vernünftig erfüllen kann, ohne durch Arbeitskräftemangel einen Großteil von Straftaten gar nicht mehr verfolgen zu können. Ich wünsche mir eine Justiz zurück, die nicht vor möglicherweise schlechter Publicity kuscht, sondern die den Schutz sowohl von tatsächlichen als auch potentiellen Opfern im Blick hat. Bei den vielen öffentlich gewordenen Prozessen der letzten fünfundzwanzig Jahre hat man das Gefühl, dass der/die Täter verhätschelt werden und bloß nicht zu hart angefasst werden dürfen: U- und S-Bahn-Schläger, räuberische Erpresser, Körperverletzungstäter (wahlweise mit oder ohne Todesfolge), Vergewaltiger, Aufhetzer, Steuerbetrüger und wie sie alle heißen… alle werden nur noch mit Samthandschuhen angefasst und oftmals keinen Tag länger als von der Verteidigung gefordert, in Haft gelassen. (Meist kommt der/die Betreffende nach wesentlich kürzerer Frist wieder auf freien Fuß und lacht dem Rechtsstaat frech ins Gesicht, wenn es denn überhaupt zu einer Haftstrafe kommt.)

        All das wünsche ich mir zurück, Herr Hidde. Doch die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

        Mit freundlichen Grüßen
        Britta Jacobi

  2. Das Problem der Presse: es gibt mehr Leser als Journalisten. In den 60er Jahren bis in die frühen 90er haben oft 100.000 Menschen ihren Unmut mit der Politik auf der Straße kund getan. Die BILD-Zeitung hat gekocht.

    Der Journalismus hat sich längst von der Bevölkerung abgewendet. Das ist durchs Internet auch dem Letzten klar geworden.

    Von nichts kommt nichts.

      1. Aluminium kann oxidieren, sollten Sie eigentlich wissen – lernt man im Chemie-Unterricht. Aber mal ehrlich, es ist schon etwas beschämend und entlarvend zugleich, Kritiker des etablierten Medien-Mainstreams als Aluhutträger – respektive „Verschwörungstheoretiker“ zu bezeichnen. Ich selbst habe auch in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass in gewissen Zeitungen und Online-Medien oftmals Kommentare alleine wegen thematischen Aussagen von den Redakteuren als unerwünscht angesehen und deshalb nicht freigeschaltet werden. Immer mehr Kommentarbereiche werden unter fadenscheinigen Begründungen geschlossen, weil man offenbar durch diverse Lesermeinungen das von der Presse vermittelte Weltbild als gefährdet ansieht. Dies hat mit freier Presse und freier Meinungsäußerung nach meiner Ansicht nicht mehr das geringste zu tun.

  3. Gestern Interview bei Kopp der Bild- Chef a.D. Peter Bartels, als Bild noch Rekordauflage über 5 Mill. hatte:
    „Was sich seit Monaten, wenn nicht Jahren abspielt, ist mit dem skandierten Begriff »Lügenpresse« jedoch milde beschrieben. Es ist längst ein gewaltiger Agitations-Apparat, der auf wundersame Weise alle Medien instand gleichschaltet: Presse, Radio, Fernsehen. Derselbe Tremolo-Sprech, dieselben Bilder, dieselben Feinde: Jeder, der es wagt, auch nur mal zu „fragen“, ist verdächtig. Und wer gar „zweifelt“, gehört „nicht zu dem Volk, in dem ich leben möchte.“
    (…)
    „Wenn man sie (die Leser) schließlich, weil sie nicht „folgsam“ sind, als Dunkeldeutsche, als Nazis gar, verdächtigt, dann darf man sich nicht wundern, wenn sie weglaufen. Warum sollen sie auch noch dafür bezahlen, dass sie geprügelt werden?“
    Bartels vermutet, daß die MSM eines Tages auch noch über eine gesetzliche Zwangsabgabe ähnl. GEZ gestützt werden. Das glaube ich nicht, denn das wäre m.M. nach sinnlos: Was nützt es Papier bunt zu bedrucken, wenns die Menschen sowieso nicht lesen, sondern höchsten mal nen Packen zum Einwickeln/ nasse Schuhe ausstopfen mit nehmen?

    1. @John Silver: gestern Angebot von Kopp gesichtet. Bin noch nicht sicher, ob ich mich über die reptilienmenschen oder doch lieber die Hohlerde informieren soll.Axel Stoll sagt ja, die werden bis zu 800 Jahre alt. find ich toll.
      Können Sie mir da weiterhelfen? Sie kennen deren Angebot ja anscheinend besser?

    2. Tatsächlich werden willfährige Medien schon heute subventioniert:

      Mit obskuren Anzeigen von Ministerien, irgendwelchen „Land der Innovationen“ oder sonstigen staatlichen Programmen, Werbung von ARD/ZDF.

      Wenn man heute eine Medienseite besucht, findet man schon fast in jeder 5 Werbeeinblendung einen staatlichen Ursprung.

  4. Solange man nicht aufhört die Menschen weiter zu belügen, solange werden diese Hasspostings keine Ende finden.
    Ursache dafür ist die Bevorzugung der „Flüchtlinge“ gegenüber der indigenen Bevölkerung sowie die Verweigerung einer ehrlichen Diskussion betreffend des sehr sehr schlechten Verhaltens mancher Flüchtlinge. Köln war in dieser Hinsicht auch nur die Spitze des Eisbergs.
    Würde man es nun sogar schaffen, die Zusammenhänge zwischen unserem sterbenden Wirtschafts- und Kreditgeldsystem herzustellen und der unkontrollierten Migrationsflut, dann würden wahrscheinlich sekbst die letzten friedliebenden Menschen es bis auf die Straße vors Kanzleramt schaffen.

    Denn das was uns aktuell bevorsteht und was man geflissentlich vor uns zu verheimlichen versucht, das ist ein systemischen Ereignis welche unsere Gesellschaft global epochal verändern wird.

    Dass Herungetue um iese Hasspostings ist im Vergleich dazu nur eine lächerliche Farce, ein simples Ablenkungsmanöver für Diejenigen, welche die zusammenhänge immer noch nicht erkannt haben.

  5. Irgendwie ist dies doch typisch für genau diese Klientel. Wenn ein hier geborener IS Terrorist 100 Leuten die Köpfe abschneidet, dann erstellen sie seitenlange psychologische Betrachtungen zur Schuld unserer Gesellschaft, weil er vielleicht unter einem rassistischen Lehrer gelitten und einer ebensolchen Blondine abgewiesen wurde etc. Zum Schluss wird dann dem Leser erklärt, dass nur ausschließlich unsere Gesellschaft daran schuld sei und zu aller erst natürlich der Leser selbst, weil er doch ein Teil dieser bösartigen Gesellschaft sei. Soweit sind ja die meisten Journalisten auch brav der ihnen von oben verordneten Pflicht, wie das dumme Volk zu behandeln sei, nachgekommen und haben die Diskussion „moderiert“. Jetzt ist der Merkel Schock über das Land hereingebrochen und es hat nicht unbedingt jeder eine so gute Kinderstube oder den hinreichenden Intellekt, seinen Unmut auch politisch korrekt auszudrücken und so wird dann von einigen verbal böse über die Stränge geschlagen aber keine Köpfe abgeschlagen. Nur unsere lieben Journalisten haben plötzlich gar kein Verständnis, wie auch, haben sie gar „im Kern des Jobs“ versagt? Jetzt trifft also der verunsicherte Journalist auf den verunsicherten Schreihals. Der Schreihals hat natürlich unrecht, weil er sich im Ton vergreift. Nur hat der Journalist, der über Jahre eine andere Meinung als die gewünschte weitgehend unterdrückt, Tatsachen auf Befehl verschwiegen, und Bericht und Kommentar manipulativ vermischt hat, nur deshalb recht, weil er sich besser artikulieren kann als der Schreihals? Warum billigt er dem Schreihals nicht die gleiche Empathie zu, wie dem Kopfabschneider? Wahrscheinlich ist er aber auch nur ein armer Kerl der um seinen Job fürchtet, dann der Chefradakteur usw. Dies lässt aber nur einen Schluss zu, die Republik stinkt zum Himmel.

    1. Das Einzige dem ein Journalist verpflichtet sein sollte, wäre die Wahrheit. Aber in Zeiten wie diesen ist ies ganz schwierig geworden. Denn das Aussprechen derselbigen stellt mittlerweile eine revolutionären Akt dar, der verfolgt wird.

      „Wer die Wahrheit spricht, der braucht ein schnelles Pferd.“

      Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekanntmachung allein genügt vielleicht nicht; aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.
      – Josef Pulitzer –

  6. In dem Artikel wurde eine Sache tunlichst vergessen zu erwähnen. Gerade bei der Welt habe ich selber den Test gemacht und einige Kommentare losgelassen um dann festzustellen, daß von über 30 Kommentaren KEIN EINZIGER veröffentlicht wurde. Das war vor ca. 2 Jahren. Und wohlgemerkt, ich habe sehr darauf aufgepasst, daß ein einizges Schimpfwort drin war, daß keine Verlinkung drin war, daß alles sehr begründet geschrieben wurde. Es war nur nicht politisch opportun. KEIN EINZIGER wurdee veröffentlicht was nicht in die poliitsche Meinungsbildung des staatstreuen Blattes paßte. Gibt aber auch ein wenig zu denken, oder?

    1. Das kann ich nur bestätigen.
      Aber seit Köln ist es mittlerweile ein klein wenig besser geworden.

    2. Meine Kommentare werden erst auf Nachfrage veröffentlicht bzw. manuell freigeschaltet. Die Redaktionsmitarbeiter erklärten mir, dass meine Kommentare von jenem Tool (automatisch) entfernt wurden, das oben im Text erwähnt wird. Sie beantworteten leider nicht die Frage, warum das Tool das macht.

      (Allerdings weiß ich nicht, was Sie mit „politisch opportun“ meinen. Ich zähle mich jedenfalls nicht zu den „besorgten Bürgern“, sondern zu jenen, die den „besorgten Bürgern“ Kontra geben.)

      1. Das ging mir genauso!
        Mindestens 2/3 meiner Kommentare wurden erstmal von dem tollen Tool gelöscht, dann habe ich eine Mail an die Redaktion geschrieben, es wurde sich entschuldigt, und die meisten Kommentare veröffentlicht.
        Auch meine Kommentare waren frei von Beleidigungen, Schimpfwörtern oder bösen Unterstellungen. Ich habe sogar oft einen Link zur Welt.de-Artikeln als Beleg angegeben.
        Jetzt sind viele Artikel nicht mehr zum Kommentieren freigeschaltet. Ich bin sicher, es werden hauptsächlich die zur Flüchtlingskrise sein.
        Hony soit qui mal y pense! 😉

    3. Kann Ihren Kommentar bestätigen. Ich habe genau die selben Erfahrungen bei WO gemacht, mir aber dann ungläubig die Augen gerieben, über zig-posts, die ganz offen und unverblümt volksverhetzend waren, bis hin zu Ankündigungen – von echt Irren – wie z.B. (Zitat) „gerne mit Überstunden und ohne Sold beim Bundesgrenzschutz auf Flüchtlinge schiessen möchten“. Oder von einem anderen Irren, der vorgab Jäger zu sein, um dann über die (Zitat) „Quallitäten des eigenen Gewehrs zu schwadronieren, beim „Flüchtlinge erschießen“.
      So einen Dreck haben die dann nicht gelöscht, geschweige denn, so was erst gar nicht zu veröffentlichen.

      1. Dem kann ich nur zustimmen!
        Ich habe mich vor geraumer Zeit sogar für ein Welt Online Abo entschieden, weil ich so blauäugig war zu glauben, dass es dann einfacher ist, zu kommentieren.
        Im „Kleingedruckten“ war ja auch die Rede davon, Abonennten demnächst ein schnelleres veröffentlichen ihrer Kommentare zu ermöglichen.
        Für mich sind die Kommentare quasi das „Salz in der Suppe“, oft sogar interessanter, als der eigentliche Artikel.
        Da ich keinen Facebook-Accout habe, war das für mich eine adäquate Möglichkeit, mich mit anderen auszutauschen.
        Auch ich habe die Erfahrungen gemacht, dass meine Kommentare entfernt wurden, während andere Kommentare, oft sogar gleichen Inhalts, veröffentlicht wurden.
        Teilweise wurden Kommentare veröffentlicht, die beleidigend und diskrimminierend waren, während absolut sachliche Beiträge von mir teilweise noch nach der Veröffentlichung wieder entfernt wurden.
        Nach einigen Mails an das WO Team wurden sie dann sofort nachträglich freigeschaltet.
        Allerdings fehlte mir dann irgendwann der Spaß daran, weil ich Kommentare oft zig mal umschreiben musste, bis im Grunde nichts mehr von eigentlichen Inhalt übrig war.
        So macht eine Kommentarfunktion einfach keine Freude.
        Seit gestern nun ist es unmöglich etwas zu posten, die bereits geschriebenen Kommentare (wie auch immer es den Usern gelungen ist, etwas zu schreiben) kann ich nicht lesen und eine Erklärung gibt es von WO auch nicht.
        Dann wird mein Abo wohl auch den Weg alles Irdischen gehen…

  7. Das Argument lautet: zu viel „Hass” = zu viel Filter-Arbeit. Dem „Spiegel” etwa kann man diese Gleichung angesichts seiner Ressourcen einfach nicht abnehmen. Wie viele redaktionelle Schattengewächse könnten sich da nützlich machen? Warum stockt man nicht das Moderationsteam auf, auch mit Ehemaligen oder unterbeschäftigten Juristen auf Honorarbasis?

    Weil offenbar der Wille fehlt. Abweichende Lesermeinungen sind eben immer auch Angriffe auf eine längst obsolete Deutungshoheit — deren Krönung übrigens, beim „Spiegel”, eine Gaga-Kolumne namens „Besser weiß ich es nicht” ist.

    1. Apropos abweichende Meinungen. Das ist genau der Unterschied zwischen einer demokratischen Meinungsvielfalt und einer Meinungsdiktatur, die von eine tatsächlichen Diktatur nur mehr noch einen kleinen Schritt entfernt ist.

      Zitat:
      „schutzengel-orga.de
      Ich komme eben von Pegida Köln. Es war ein unerträglicher Spießrutenlauf, den die Polizisten mit uns veranstalteten.

      ……..Wörtlich sagte ich zu ihm (den Polizisten), dass er in die Richtung gucken solle, in die er uns schicken wolle. Da stehen Wasserwerfer und Polizisten versprühten Reizgas auf wehrlose Teilnehmer.
      Das war im egal. Hier ist dicht und wir kommen nicht durch.
      Bamm. Wir saßen in der Falle. Im Rücken Wasserwerfer, Reizgas und Gummiknüppel und vor uns Polizisten, die schlicht verhinderten, dass wir der Aufforderung, den Platz zu verlassen, nachkommen konnten.
      In dem Moment stand der Typ mit dem Böller neben mir. Keine 2 Meter.
      Sofort schrie ich die Polizisten an, dass das der Typ mit dem Böller war. Dieser Typ zog in dem Moment sein Portemonnaie und zeigte es den Polizisten. Neben ihm war ein weiterer Mann. Schnurrbart, schätzungsweise 1,70 groß. Er zog ein Lederetui aus der Gesäßtasche und zeigte es ebenfalls den Polizisten. Obwohl ich schrie, dass die Polizisten den Typen festhalten sollten, weil er neben uns einen von den Böllern in die Masse geworfen hat, ließen die Polizisten ihn mit dem 2. Mann, der mir aber vorher nie aufgefallen ist, über die Absperrung klettern und in den HBF rennen.
      Uns sagte die Polizisten, dass das Presseleute wären………..“

      Da fehlen einem doch glatt die Worte.
      Diejenigen, die diesen Hass schüren regieren das Volk wie immer nach dem Prinzip.
      Divide et impera. Teile und herrsche.
      Wundert sich da noch Irgendjemand über irgendwelche „Hasspostings“?

      1. Mich wundert es nicht mehr. ich wurde unfreiwilig auch mal Zeuge von so einer “ Gegendemo“ gegen Rechts . Die Typen in schwarzen Klamotten und extremen Kurzhaarschnitt hätte man überall für Neonazis gehalten, hätten sie nicht linke Parolen gegröhlt und auf der anderen Seite gestanden. – und die waren es , die anfingen massiv gewaltbereit zu werden, weswegen das alles eskaliert ist. Auf Pressefotos sah ich dann genau diese Typen,- nur waren es hier plötzlich dann “ Rechte“ – so funktioniert das hier .

    2. Um es nochmal zu betonen: Es geht mir um die Schließung von Foren mit der Begründung, die Moderation sei zu aufwendig.

      Wem die Leser nicht „ein paar Stunden Arbeitszeit täglich“ (Fuldaer Zeitung) wert sind, dem laufen sie davon. Ein Verlag, der angesichts solcher Engpässen keine personelle Abhilfe schafft, will seine Leser nur als Publikum und zahlende Kundschaft.

      Die Fuldaer Klage, „aggressive Beiträge einiger weniger Nutzer“ kosteten „zudem eine Menge an Nerven“, halte ich für larmoyant. Wem es in der Küche zu heißt ist, der sollte nicht als Koch arbeiten. Im übrigen wird so manches gedruckt, was auch die Leser Nerven kostet – nicht nur in Fulda.

  8. Artikel die man nicht kommentieren kann, muss man erst gar nicht lesen. Die Autoren solcher Artikel wollen schlicht nicht, daß ihrer Meinung offen widersprochen wird. Das ist das Gegenteil von Diskurs.
    In Kommentaren Fakten zu benennen (gegebenenfalls sogar mit genauer Quellenangabe), die im Artikel verbreitete Unwahrheiten sachlich widerlegen, werden von den Redaktionen oft als besonders perfide eingeschätzt und deshalb oft sofort als sogenannte Hasspostings gelöscht.
    Der aufgeklärte Leser sollte sich von seinen alten Gewohnheiten trennen und Medien umgehend abbestellen, in denen gelogen wird und nicht einmal Richtigstellungen geduldet werden.

  9. Ich lese NICHTS mehr, was nicht kommentiert werden kann, die Tagespresse ist abbestellt. Verblödungsorgien wie Bams lese ich bei meiner Oma, damit wir uns gemeinsam über Propaganda aufregen können.

    Moderation ist gut, Moderation darf aber NICHT ausarten, wie Löschorgien von Bertelsmann im Namen von Maasmännchen wie bei Facebook. Linkskommunistische Krawallorgien bitte ausdrücklich ja – andere rigeros weg oder noch besser, gleich beanzeigen. Bezieht sich bsp. auf die Seite „Perlen von Freital“. Wenn DA, wo sogar das Umfeld eines „Deliquenten“ offengelegt wird, ein Mass und eine Kühnast jubelt und wehement gegen eine Sperrung protestiert, ist der Riemen runter, ganz eindeutig!

    Und das wird der Bürger honorieren, er wird andere Wege finden, seinen berechtigten Unmut zu äußern. Nur will ich nicht wissen, wie das dann aussieht.

  10. Ich lese NICHTS mehr, was nicht kommentiert werden kann, die Tagespresse ist abbestellt. Verblödungsorgien wie Bams lese ich bei meiner Oma, damit wir uns gemeinsam über Propaganda aufregen können.

    Moderation ist gut, Moderation darf aber NICHT ausarten, wie Löschorgien von Bertelsmann im Namen von Maasmännchen wie bei Facebook. Linke Krawallorgien bitte ausdrücklich ja – andere rigeros weg oder noch besser, gleich beanzeigen. Bezieht sich bsp. auf die Seite „Perlen von Freital“. Wenn DA, wo sogar das Umfeld eines „Deliquenten“ offengelegt wird, ein Mass und eine Kühnast jubelt und wehement gegen eine Sperrung protestiert, ist der Riemen runter, ganz eindeutig!

    Und das wird der Bürger honorieren, er wird andere Wege finden, seinen berechtigten Unmut zu äußern. Nur will ich nicht wissen, wie das dann aussieht.

  11. Angesichts der auch hier wieder zu lesenden Kommentare, kann man Meedia auch nur dringend empfehlen, diese Funktion einzustellen. Ich glaube nicht, dass sich Meedia als Forum von Pepita positionieren will.

    1. Was auch noch zu diesen Hasspostings führt sind die vielen Hinweise, dass in ganz europa Terroranschläge durch den IS geplant sind, diese Kämpfer nach BND Angaben mit den Flüchtlingsströmen in die BRD einsickern, dort neben Waffenlagern in BW Kasernen untergebracht und auch noch in unmitelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten (weiche Ziele) stationiert werden, als hätte es kein Belan gegeben, wo fast 400 Kinder den islamischen Terroristen zum Opfer gefallen sind. Viele Menschen hier fragen sich also bereits:

      Kommt es zum Krieg des IS in Deutschland?

      Neun ehemalige Generalstabs- und Truppenoffiziere haben Kopp Online ein Diskussionspapier zur Verfügung gestellt, das es in sich hat. Sie fragten sich bei einem Treffen in München: Wird sich der Islam langsam, schleichend ausbreiten, ohne kriegerische Handlungen, oder aber durch militärische Angriffe des IS? Der Grund, warum die Offiziere jetzt damit an die Öffentlichkeit gehen: Es soll ein Weckruf sein!

      Und da sich bereits herausgestellt hat, dass alle anderen Gründe uns die Zuwanderung schmackhaft zu machen nicht zutreffend sind, muss man sich wohl fragen was die Deutschen Politiker so bewegt, um sich über das ihnen anvertraute Wahlvolk einfach hinwegzusetzen, nur um primitivsten geostrategischen Interessen des Mitlitärisch Industriellen Komplexes durchzusetzen.

      Selbst die Firmen der Asylindustrie befinden sich im Eigentum von Rothschild Rockefeller & Co, finanziert von den Steuergeldern der indigenen Bevölkerung.

    2. Danke – dem ist nichts hinzuzufügen. Selbst das Argument, im Äußern seiner abweichenden ‚unterdrückt‘ zu werden, ist scheinheilig – jedem steht es frei, den guten alten Leserbrief auf den ebensolchen Postweg zu bringen.

      Freilich wird auch da nicht alles veröffentlicht. Womit sich diese ganze Scheinargumentation enttarnt. Es geht den Leuten darum, ein öffentliches Forum zu bekommen.

      Auch dort gilt: es steht jedem frei, verlegerisch tätig zu werden, wenn er meint, der Gesellschaft etwas Nachgefragtes anzubieten zu haben. Was Dank Web auch in Gestalt eines eigenen Blogs einfach machbar ist.

      Aber selbst das macht eben nicht nur viel mehr Arbeit und erfordert viel mehr Können, als bloßes pseudointelektuelles ‚Kritisieren‘. Rumstänkern und Pöbeln bitte nicht mit Diskursbeiträgen verwechseln!

      1. Edit: ‚Danke‘ und der Rest der Antwort bezieht sich natürlich auf den Ursprungstext von ‚Naja‘, nicht etwa auf ‚pedrobergerac‘! Wer Kopp-Online als ernstzunehmende Quelle anführt und von einer ‚Asylindustrie‘ faselt, offenkundig über den Begriff ‚indigen‘ keine Klarheit hat, wird sich nur schwerlich aus der Filterblase seiner Verschwörungstheorien befreien können – geschweige denn wollen….

        Obwohl: Insofern ist meine Antwort (als Ergänzung) auf ’naja‘ schließlich genau auf solche tollen ‚Diskursbereicherer‘ wie pedrobergerac gemünzt…:-)

    3. „Naja“ (welch aussagekräftiger Name!), und mehr als ein „na, ja“ ist ihr Beitrag auch nicht wert!

  12. Überfordert mit dem Journalisten-Hass der hiesigen Medien auf die Deutschen sind vielmehr die Menschen in diesem Land!

    Und genauso wie die Lügenpresse ihre Foren „dicht“ macht, weil sie Kritik nicht mehr ertragen kann
    verfahren die Leute mit der Presse.

    Sie können eben diese Meinungsmache auch nicht mehr ertragen.

    1. Hier ist ein typisches Beispiel dafür, wie Meinung mit Unterlassung gemacht wird.

      Zitat
      „Nachdem die Botschafterin des Gewissens und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai (18)damit drohte(Um so mehr ihr über den Islam und gegen alle Muslime sprecht, desto mehr Terroristen werden wir hervorbringen, setzte eine muslimische Babysitterin in Moskau die Drohung sogleich in die Tat um, in dem sie ihren Zögling, ein vierjähriges Mädchen, enthauptete, die Wohnung ihrer Arbeitgeber in Brand steckte und anschließend mit dem Kopf des Kindes in der Hand vor einer Moskauer Metrostation ihre Verachtung gegenüber die Gesellschaft der Kuffar und die Berichterstattung über den realexistierenden Islam kundtat. Dabei lobpreiste sie zugleich den Dschihad (benutzte u.a. das Handzeichen des IS), bezeichnete sich als Dschihadistin und begründete auch das von ihr begangene Verbrechen damit.

      Zwar wurde über das Verbrechen in den bundesdeutschen Medien berichtet, doch in bekannt irreführender Weise durch das Weglassen entscheidender Details. Was heißen soll, das alles versucht wurde, um vom islamistischen Hintergrund der Tat und der Täterin abzulenken, in dem die Täterin lediglich als betrogene und enttäuschte Ehefrau dargestellt wurde. “

      Nur die Wahrheit macht uns wirklich frei. Erst Sie ermöglicht es uns, richtige Entscheidungen zu treffen. Nur durch die vielen Lügen, konnte sich das Nazi Regime solange an der Macht halten.

      1. So ein „Zitat“ ist leider auch nichts wert ohne eine (glaubwürdige) Quellenangabe.

  13. Vielleicht wäre es dann einfach mal an der Zeit Artikel so zuschreiben wie es der Leser will und nicht nur einseitig in die andere Richtung.

    1. Gibt es den echt, „den Leser“, den einen? Offenbar fehlt Ihnen nur eine Zeitung die so schreibt wie Sie es wollen, richtig?

  14. In den DDR Medien gab es auch kaum negative Leserkommentare
    und die Meinungsvielfalt war genauso überwältigend.
    Wozu also aufregen?

    Die Zeitungen werden doch nicht gratis verteilt und mein TV hat viele Kanäle.
    Man muss ja nicht unbedingt die „schwarzroten“ schönbügler Medien schauen.

    Wie sagte schon Fox Mulder ?
    Die Wahrheit ist noch immer da draußen……
    Also wer die Wahrheit heutzutage hier in den wohlwollenden Medien vermutet, der hat schon vor ein paar Jahren den Kontakt zur Realität verloren.

    Es gab vor vielen Jahren in Westberlin die Möglichkeit die Wahrheit zu kaufen.
    Die Werbung dafür lautete: „Willst du Klarheit lies die Wahrheit“
    Und das ganze für 30 West Pfennige.
    Da war die Wahrheit noch richtig schön wahr.

    Wie es ausgegangen ist?
    Wie es mit den staatlichen (sozialistischen)Wahrheiten nun mal ist, eines Tages wollte niemand mehr eine derartige Wahrheit wahrhaben.
    Die Wahrheit konnte also nicht mehr verkauft werden.
    Geschenkt wollte solche Wahrheiten auch niemand haben und so
    wurden die Wahrheitsverkünder vermutlich zu Wahrsagern umgeschult, fanden bei irgendeinem westlichen Meinungsforschungsinstitut ein warmes Plätzchen und tun wieder wirklich wahre Wahrheiten kund.

    Was lehrt und das?
    Käufliche Wahrheiten sind um vieles wahrer als Wahrheiten die kostenlos sind.
    Weil, da haben viele professionelle Wahrheitssucher dran gearbeitet und die wollen es ja den politisch korrekten Wahrheitsliebhabern nicht versauen.
    Daher steigen ständig die wahrheitsliebenden Leserschaften.

    Pionierehrenwort!

    Freundschaft!

  15. Vor lauter Eifer, den Anfängen zu wehren, merkt das Journalisten-Corps nicht, dass man vielleicht schon ein Propaganda System wie in der DDR betreibt.

    Und es wird offenbar verkannt, in welchem Masse sich die aufgeklärte, weltgewandte Leserschaft schon längst selbstverständlich zu erst auf internationalen Portalen im Internet informiert und nur noch gelegentlich abgleicht, was (und wann) in Deutschland dazu berichtet wird.

  16. Es ist wohl eher die Angst davor dem Leser die Bestätigung zu geben, dass er mit seiner von der sog. „Qualitätspresse“ abweichende Meinung nicht alleine ist.
    Es ist einfach einen Kommentar aufgrund strafrechtlicher Bedenken nicht zu veröffentlichen, dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde. War schon immer so.
    Daran kann es also kaum liegen. Es ist höchstens der strafrechtlich irrelevante Haas der zum Ausdruck kommt, wenn Leser sich nicht mehr plumb für Dumm verkaufen lassen wollen und gnadenlos Widersprüche in der Argumentation aufzeigen.
    Aber bei solchen Vorbildern, wie Grabriel, Stegner u.ä. und der Art der „Argumentation“ der Medien dürfte der Haas doch keinen stören, schließlich verbreiten diese ihn seit Monaten ungehemmt (z.B. Pegidition, Vollidioten, Zombies, Spinner, etc.).
    Und wenn man sich die Kommentare mal genauer vor Augen führt, dann ist selbst das strafrechtlich Relevente veröffentlichwürdig, wenn es nur die Meinung des Journalisten unterstützt.

    1. Ich werde den Eindruck nicht los, dass auch beim FOCUS das gleiche passiert ist, auch seit gestern. Es finden sich jedenfalls aktuell keinerlei Kommentare mit Datum 2.3.2016 unter Focus Artikeln.
      Beispiel: Der Bericht im Focus vom 1.3. über die Vorfälle im Erlebnisbad Norderstedt, der verständlicherweise viele Kommentare zur Folge hätte, ist komplett leer.

    2. Ist mir auch aufgefallen. Es wäre ja nett gewesen, das vorher anzukündigen. Da ich das Abo für WO nur wegen der Kommentare abgeschlossen habe, überlege ich mir nun, es wieder zu kündigen.

      1. Das habe ich eben der WO auch mitgeteilt, dass wenn die Kommentarfunktion geschlossen ist, für mich die Lektüre hinfällig wird. Ich kommentiere selbst äußerst selten aber lese gerne die Meinung der anderen. Sie hebt sich so wohltuend von der vorgeschriebenen Meinung ab, die in den letzten Jahren immer mehr und mehr überhand nimmt.

    3. Heute stellt sich heraus, daß bestimmte, handverlesene Artikel doch noch kommentiert werden dürfen, aber längst nicht mehr alle. Das ist doch wirklich ein Service von der „Welt“, bestimmte Artikel wegzuselektieren, die schlecht für Lesers Blutdruck wären.

      Nachdem bestimmte Politiker in den Kommentaren sehr schlecht wegkamen, sehe ich einen direkten Zusammenhang zu den anstehen Landtagswahlen. Ich denke, da wurde rechtzeitig ein Stecker gezogen.

      1. Nachtrag: Mittlerweile ist auch bei zuvor noch kommentierbaren Inhalten auf Welt Online die Kommentarfunktion geblockt, d.h. es wird angezeigt, daß es z.T. über hundert Kommentare gibt, doch man darf sie nicht mehr lesen.

        Was da drin steht muß so unfaßbar sein, daß die Öffentlichkeit es (nicht) mehr lesen darf. Ich bin zwar dankbar für diese schützende Hand unseres großen Bruders, aber neugierig wäre ich schon, was bzw. wie da so kommentiert wurde. Insofern hätte man faiererweise den Zähler zurück auf null setzen sollen, als wäre niemals etwas gewesen.

      2. Allerdings ist es mir unmöglich, diese „ausgewählten“ Artikel zu finden.
        Selbst profane Artikel übers Wassertrinken konnte ich um 18 Uhr am Mittwoch weder kommentieren noch kann ich die Beiträge lesen, die anscheinend schon geschrieben wurden.
        Also nichts mit „In der Nacht und am Wochenende ist die Kommentarfunktion geschlossen.“

      3. Habe auch gemerkt, dass seit gestern die Luft zum Kommentieren bei WO nicht nur dünner wird, sondern irgendwie ausgegangen ist. Ohne Warnung an ihre Leser wird die Kommentarfunktion nur bei ausgewählten Artikeln geöffnet und es wird stärker zensiert. Früher kamen von meinen Kommentaren ca. 50 % durch und nun so gut wie gar nichts mehr. Sogar zu einem schnöden Thema wie Schweinefleischverbot wurden alle 3 Versuche nicht durchgelassen, obwohl ich mich immer sehr bemühe, die Netiquette nicht zu tangieren. Es wurden auch schon Kommentare von mir einfach so entfernt, obwohl sie schon viel Zuspruch hatten.

        Vielleicht hat das mit den anstehenden Wahlen zu tun, aber das bringt mich bestimmt nicht davon ab, die Partei zu wählen, die ich will. Vielleicht steht dann irgendwann irgendjemand mit einem in der Wahlkabine und verbietet das Kreuz bei einer Partei zu machen. Ich würde es der linken Meinungsdiktatur leider zutrauen.

      4. @ Michael

        Ich habe bei der WO einen Artikel gefunden, der kommentiert werden darf, zwei berühmte Köche stellten einen feinen Brotaufstrich her, Kommentar freigegeben.
        Die rp macht das schon seit September, da durften sie einen Kommentar schreiben über Frau Pooth, die auf einer Veranstaltung wohl keinen Slip anhatte.
        Die elementare Frage war, ist das schon sehr keck und frech oder vielleicht doch nicht.
        Diese beiden Zeitungen sind seitdem für mich persönlich uninteressant.

      5. Wobei ich mich ja eigentlich auch schon teils sehr wunderte, über die sehr tolerante Moderation auf Welt-Online in den letzten Monaten. Welt-Online gehört schließlich zum Springer-Konzern.
        Ich vermute dass sich dort die Chefetage eigenmächtig sehr weit aus dem Fenster lehnte und dafür nun auch abgestraft wurde. Zumindest hält Welt-Online sich zu diesem Thema ja sehr bedeckt. Als Welt-Online im Oktober einen Sendeschluß für Kommentare einführte, gab es dazu noch einen entsprechenden Info-Artikel für die Leser.

      6. Nachtrag 2

        Inzwischen habe ich festgestellt, daß alle (!) Kommentare von älteren Artikeln weggesperrt sind, d.h alle Kommentare zu Artikeln auf Welt Online der letzten Jahte sind nicht mehr lesbar.

        Alle darin enthaltenen Meinungen, Tipps und Links sind somit verloren. Das nenne ich einen nennenswerten volkswirtschaftlichen Schaden! Alle die Zeit, die Mühe, das Wissen für die Katz.

        Mein Schluß daraus: Aufgrund dieses immensen Vertrauensbruchs werde ich es zukünftig vermeiden, Abos zu halten. Bei Welt Online sieht man, wohin es führt: Alle Kommentare sind dahin, meine und die aller anderen.

        Ich werde nun noch stärker dazu übergehen, Links auf Inhalte lokal bei mir selbst zu speichern, und besser noch die gesamten Inhalte. Statt mich auf bestimmte Zeitungen/Zeitschriften (finanziell) festzulegen, werde ich meine Quellen breiter streuen bzw. suchen. So ins Messer laufen lassen wie bei der „Welt“ mache ich kein zweites Mal mit.

        Meine Abos sind gekündigt, mal sehen, wie ich alter Sack mich als „digital native“ mache. Von dem gesparten Geld kaufe ich mir erstmal Backup-Platten für mein privates Artikel- und Linksarchiv.

        Ich bin maßlos enttäuscht von diesen Vorgängen. Heute kann man kaum noch wem über deen Weg trauen. Wenn man es nicht erwartet, kriegt man den Dolch in den Rücken.

    4. und das war das einzige was ich dort wirklich gelesen habe, wo kann ich jetzt eine halbwegs unabhänige Nachrichtenseite im Netz mit Kommentarfunktion finden????

      1. Da werden wir wohl lange suchen müssen.
        Machen ja anscheinend alle dicht.
        Ich habe dort auch nur wegen der Kommentare gelesen und weil WO doch teilweise noch recht objektiv berichtet hat.
        Da ich weder einen Facebook-, noch einen Twitter – Accout habe, war das für mich eine seriöse Plattform, mich mit anderen auszutauschen.

  17. Gewisse Redaktionen (etwa Spiegel oder Tagesspiegel) sind aber nicht nur überfordert von Hasskommentaren, sie können nicht mit völlig harmlosen Kommentaren umgehen, deren einziger Haken darin besteht, dass sie nicht die Tendenz der Redaktion wiederspiegeln. Was ein Unding ist. Das wäre mal – als Tipp für meedia oder FAZ oder achgut.com etc. – eine eigene Geschichte.

  18. Ist es eigentlich Zufall, dass dieser Artikel just zu jener Zeit veröffentlich wurde, als es mit den Sperrungen bei Welt Online losging?

  19. Tut mir leid, dass ich das sagen muss: das ist Zensur und Maulkorb, wenn Kommentare verhindert werden, die keinen Hass enthalten; aber dem offiziellen Mainstream nicht entsprechen. Das nennt ihr Demokratie?

  20. Ich fürchte die Filter-Software der Welt-Online ist ausgefallen. Jedenfalls sind heute gar keine Artikel zu kommentieren bzw. mit dem Hinweis versehen, dass die Kommentarfunktion nur bei „ausgewählten“ Artikeln freigeschaltet ist. Letztere habe ich aber auf die Schnelle nicht gefunden. Dabei ist doch ein Feed-back vom Leser das Salz in der Suppe bei den Online-Medien. Zeigt es doch manchmal, dass auch der Journalist nicht unfehlbar ist bzw. divergente Meinungen zu recht existieren. Dabei geht es nicht nur um Flüchtlinge und den -leider- damit oft verbundenen Hasskommentaren. Es gibt so viele andere Themen, angefangen vom Sinn der Sommerzeit über das Reinheitsgebot des Bieres bis zum Wohneigentum als Vermögenssicherung. Wenn da niemand mehr etwas dazu sagen darf, dann ist dieses Medium für mich gestorben. Ich lese es nicht mehr!

    1. Keine Kommentare + Klicks = kein Werbegeld.
      Aber ok, wenn WO darauf nicht angewiesen ist…

      Seitdem die Kommentarfunktion der WO gesperrt wurde, lese ich dort fast gar nicht mehr. Da bekomme ich nur einen dicken Hals, wenn ich dort zB eine „Meinung“ lese, die haarsträubend ist, und man nicht die Möglichkeit hat, Verstand dagegen zu halten. Das ist nicht gut für meinen Blutdruck. Sollen sie doch ihre Artikel für die paar Leute schreiben, die noch übrig bleiben nach der Sperre.

      Mich würde jedenfalls nicht wundern, wenn diese Maßnahme von dritter Seite festgelegt wurde – es waren ja fast nur noch Kritiker der Asylpolitik dort vertreten. Das ist wohl dem einen oder anderen ‚von oben‘ zu gefährlich geworden. Traurig, wohin dieses Land driftet.

  21. Das Problem ist doch auch, dass bei der Zensur immer auf Political correctness geachtet wird. Es ist zum Beispiel erlaubt, eine ganze Bevölkerungsgruppe als „Pack“ zu bezeichnen, Nazi-Beschimpfungen sind inzwischen gesellschaftsfähig, ja fast sogar ein Muss in der aktuellen Politik.
    Was dann als „rechtlich relevante“ Äußerung gilt, ist in meinen Augen eigentlich in den meisten Fällen nur Kritik an der aktuellen Politik oder der Darstellung in den Medien. Die vermeintlich „Guten“ stellen sich gewissermassen mit ihrer Selbstgerechtigkeit selbst ein Bein. Die Folgen sind Radikalismus (was inzwischen offensichtlich sein sollte) und Politikverdrossenheit.

  22. Beschämend, wenn man alles was nicht der eigenen Meinung und dem eigenen Ideologiemodell entspricht stumpf als „Hass“ diffamiert, nur um es dann sanktionieren zu können. Oder die Sanktion zumindest zu goutieren.

    Ganz, ganz arm ist das. Und besondes arm, wenn im gleichen Athemzug die Zensur der Meinung der Menschen durch die Meinungsmanipulatoren von Bertelsmann abgefeiert wird.

    Zu dumm aber auch, daß selbst durch intensivste Verdrehung der Wahrheit, durch weglassen von Fakten die die eigene Position nicht stützen und durch pausenloses wiederholen derselben Propaganda – perverserweise als „Journalismus“ apostrophiert – es immer noch genug Menschen gibt, die diese Propaganda als solche durchschauen. Geht natürlich gar nicht. Und dann hetzen diese Propagandaverweigerer auch noch die Wahrheit heraus. Pfui!

    Gottseidank sorgt unser Bundesjustizminister dafür, daß dies endlich justiziabel ist, der Quotenheiko von der Saar wird das lächerliche Grundgesetz mit dem Recht zur freien Meinungsäußerung schon schleifen. „Gleiches Recht für alle“ oder „Justizia ist blind“ damit Sie gerecht urteilen kann, ohne ansehen der Person – all diese schönen Rechtsgrundsätze werden weggefegt zugunsten einer Gesinnungsrechtsprechung. Solange es die richtige Gesinnung ist scheint ja alles in Ordnung zu sein. Ist ja nicht so, daß wir das nicht schon mehrfach hätten: Jeder Diktatur ist unbefangener freier Meinungsaustausch ein Dorn im Auge.

    Könnte der Umstand, daß immer mehr justiziable Forenbeiträge gelöscht werden müßen nicht auch damit zusammen hängen, daß eben dieses Grundrecht immer weiter beschnitten wird.

    Aber um so etwas festzustellen müßte man ja die eigene denkmurmel benutzen und nicht nur stumpf die Einheitspropaganda wiederkäuen, eine Forderung die die als Journalisten getarnten Meinungsvermittler vermutlich als unverschämt empfinden dürften.

    1. Es fällt mir immer noch schwer, Deutschland auf dem Weg zur Multikulti-Diktatur zu sehen, aber fast alles was ich in den letzten Monaten auf der politischen Bühne und in den Massenmedien sehe, paßt leider in dieses Bild.
      Focus online ist (bisher) noch ganz witzig: Täglich wird irgendetwas an den Haaren herbeigezogen, um die AfD zu diffamieren, aber gefühlte 99% der Leserkommentare sind auf Konfrontationskurs. Mal sehen, wann auch dort nicht mehr (oder nur noch bei völlig unpolitschen Themen) kommentiert werden darf.

  23. Diese Leute machen es sich zu einfach. Die Kommentare waren fast die letzte Bastion, wo man sich noch einigermaßen ungeschnitten ausdrücken konnte. Was ist das für eine Medienwelt, in der man selbst bei der leisesten Kritik an diesen Zuständen in eine Ecke gestellt und verunglimpft wird? Wo ist da die Meinungsfreiheit? Ich bin diese heile Welt der Medien, des GroKo-TV und Radios sowas von leid. Und jetzt wird man noch des Kommentarschreibens beraubt, weil es gewissen Leuten einfach zu gefährlich für ihre Pläne geworden ist. Denn wenn man Kommentare durchgelassen hat, waren sie unter dieser Asylthematik zu gefühlten 90 % kritisch. Was allerdings überhaupt nicht zu der Willkommenskultur der Bahnhofsklatscher gepasst hat. Und was nicht sein kann, was nicht sein darf. Ich bin so enttäuscht! Aber nun bekommen diese Leute bei der nächsten Wahl die Quittung, egal was noch Diffamierendes erfunden und ausgebreitet wird.

    1. Wo fehlt denn die Meinungsfreiheit? Die ist doch nicht beschnitten nur weil Sie sich nicht anonym in irgendwelchen Kommentarspalten auslassen dürfen. Wenn Ihr Anliegen so wichtig ist, machen Sie einen Blog, schreiben eine Zeitung, verteilen Flugblätter. Niemand hält Sie auf. In der Kommentarfunktion einer Zeitung, einem privatwirtschaftlichen Unternehmen, sind Sie Gast. Da gibt es kein Grundrecht drauf.
      Ihre gefühlten 90% unterscheiden sich deutlich nach Medium und die finden Sie vermutlich auf Welt Online und Focus, aber sicher nicht bei TAZ, Zeit und Süddeutsche. Und ich würde fast wetten, dass Sie vor allem bei der Welt unterwegs waren. Ihr Beitrag enthält die dort weit verbreiteten Textbausteine.

      1. @Michael
        Diese linken Blätter, die sie da nennen, zensieren dermaßen heftig, dass nur eine Minderheit durchkommt, die dann selbstverständlich auch deren gewünschte Meinungen zum Ausdruck bringt. Habe das selbst erlebt und kenne viele gescheiterte Kommentatoren. Das ist für mich in einer Demokratie nicht der Ausdruck von Meinungsfreiheit, sondern von einer gewollten und gesteuerten Meinungsdiktatur. Die entsprechenden Journalisten scheinen alle Angst um ihren Arbeitsplatz zu haben, sonst würden sie nicht vehement positiv über etwas schreiben, was mittlerweile der letzte Naivling gemerkt haben sollte. Nämlich, das das Schaffenwollen eher ein Schaffenmüssen im Sinne der Obrigkeit ist und die weitaus größte Mehrheit der Bevölkerung genau das satt hat und einfach nicht Schaffen will. Aber wahrscheinlich gehören Leute wie Sie in die Riege der realitätsverweigernden Gutbürger.

      2. Sie haben mich erwartungsgemäß nicht verstanden. Kommentarfunktionen sind ein Service und kein Bürgerrecht. Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht und das können Sie unbehindert ausleben. Auf dem Marktplatz, in der Kneipe, beim Friseur. Man muss ihnen aber keine Plattform anbieten. Ansonsten war ihre Ausdrucksweise und Argumentation wie erwartet und wie schon 100 mal irgendwo gelesen. Bisschen langweilig. Aber bei der Gelegenheit und wollte ich immer schon mal wissen, was ist das Gegenteil von Gutbürger/Gutmensch? Auf jeden Fall irgendwas mit „schlecht“…..

      3. Natürlich gibt es kein Grundrecht auf eine unbeschnittene Kommentarfunktion in einer privatwirtschaftlichen Zeitung.

        Aber leider bin ich kein Verleger, der seine Meinung mit millionenfacher Auflage verbreiten kann. Aber ich bin bereit, dem Verleger, der mein Stimmchen ab und zu in der Kommentarspalte zu Wort kommen läßt, Vorteile zukommen zu lassen.

        Das sind Geld (Abo), abgeschalteter Adblocker (wie hier) und ein positives Interesse für die Werbung. Diskussionskultur belohne ich, das andere nicht. Das wird der Markt schon regeln! 🙂

  24. Gestern war auf WELT online der Artikel „Mutter hielt Messerstecherin von Reise zum IS ab“ Kommentierbar. 52 Kommentare wurden veröffentlicht. Heute heisst es da nur noch „Liebe Leserinnen und Leser, unser Kommentarbereich steht Ihnen unter ausgewählten Artikeln zur Verfügung.“ und die Kommentare sind nicht mehr einsehbar.

    Die WELT wird damit viele tausend Klicks auf ihrer Seite verlieren.

  25. Die Art und Weise, wie Welt online mit Kunden umgeht, ist mehr als nur zweifelhaft.
    Man hatte mir ein Abo angeboten per Monat für 2,24 € (Basis) auf die Dauer von 6 Monaten, danach 4,49 €.
    Bei dem Preis habe ich mein okay gegeben.
    Allerdings fiel mir beim Schreiben von Kommentaren bereits in den ersten Wochen auf, das fast alles entfernt wurde, obwohl weder Beleidigungen noch irgendwelche anderen Verstöße zu erkennen waren.
    Es war offensichtlich, das es nicht erwünscht war, Kritik an Frau Merkel zu üben, eine angemessene Kritik frei von verbalen Ausfällen, das ist sowieso nicht mein Niveau.
    Nach 4 Wochen wurde mein Abo kommentarlos gecancelt, ich habe daraufhin im Kundenservice angerufen und auf meinen 6 Monatsvertrag hingewiesen.
    Dieser Kundenberater verstand mich absichtlich mehrfach falsch, eine Korrektur und Wiederauflebung des Vertrages lehnte er ab und schmiß mich irgendwann aus der Leitung.
    Andere Zeitungen verhalten sich im Kommentarbereich ähnlich, beschuldigen einen der Beleidigung und wenn man dann den angeblichen Beweis einfordert, ist plötzlich eine seltsame, bis heute anhaltende Stille die Folge.
    Ich finde diese Art der Meinungsmache durch die Medienkonzerne mittlerweile sehr bedrückend, die Demokratie verabschiedet sich so langsam in unserem Land.

  26. Absurd ist doch, dass diejenigen, die am lautesten „Lügenpresse“ schreien auch diejenigen sind, die sich irgendwelche urbanen Legenden aus den sozialen Netzwerken ziehen und diese unreflektiert und ohne Faktenkontrolle verbreiten und sogar als Beweis gegen die angeblichen „Märchen“ der Presse angeben.
    Kritik an die Presse ist gut und notwendig, aber hier wird mit zweierlei Maß gemessen – alles, was dem konservativen Pegida-Herzen nicht passt, wird als „Lügenpresse“ abgestempelt und trotz Beweisen, Studien und Fakten ausgeklammert. Alles, was reinpasst, wird mit offenen Armen aufgenommen, egal, wie abstrus es ist. Das nennt man übrigens „Echo Chamber“ und das ist mehr als schädlich, wenn man nicht in Vorurteilen untergehen will.
    Und eins noch: egal, wie die Presse agiert, Morddrohungen, Vergewaltigungsfantasien und üble Beschimpfungen schmeißen jeden aus dem Diskurs, egal, wie „Recht“ er doch hat. Hier bei Meedia laufen die wutschnaubenden Empörten ja auch bei jedem zweiten Beitrag Amok und tun dann so, als hätte eine Kommentarfunktion etwas mit Meinungsfreiheit zu tun. Wenn Ihr so klug und aufgeklärt seid, warum wisst Ihr dann nicht mal, was Meinungsfreiheit wirklich bedeutet?

    1. @ Jules

      Sie machen einen grundlegenden Fehler, Sie glauben der Presse anscheinend alles und bezeichnen jeden Kritiker als Pegidaanhänger.
      Ich kritisiere auch, sachlich,fachlich, ohne Beleidigungen und Fäkalsprache, ich hänge keiner Partei an (auch nicht Pegida), mir werden aber von den Löschadministranten Beleidigungen un terstellt und wenn ich die Beweise einfordere, kommt gar nichts mehr.
      Ich glaube nur noch an meinen gesunden Menschenverstand, Medienkonzerne machen Meinung und zwar die Meinung, die ihnen selbst am Dienlichsten ist und sie ihre Vorteile draus ziehen.
      Unser Land wird doch nicht von Frau Merkel regiert, Gott bewahre, unser Land regieren Friede Springer und Liz Mohn sowei die Funke Mediengruppe.
      Wer unbedingt glauben will, sollte in die Kirche gehen, da muß man einfach nur glauben.

    2. Mir persönlich geht es gar nicht um die Beschneidung der Meinungsfreiheit.
      Ich finde einfach das Verhalten der Zeitungen unmöglich.
      Wenn ich für meinen unbegrenzten Onlinezugang zur „Welt“ bezahle,
      dann erwarte ich, dass grundlegende Änderungen einfach mal publik gemacht werden.
      Ich habe das Abo abgeschlossen, um eben unbegrenzt lesen und kommentieren zu können.
      Wenn von jetzt auf gleich einer der Faktoren wegfällt, bin ich ziemlich sauer, wenn es der „Welt“ nicht einmal ein Hinweis wert ist, seine Leser über diese Änderungen zu informieren.
      Vor zwei Wochen hatte ich noch regen Mailkontakt mit der Leserredaktion und man schrieb mir, dass sogar daran gearbeitet wird, den Abo-Kunden eine Möglichkeit einzuräumen, unzensiert kommentieren zu können.
      Und jetzt kann man nach Redaktionsschluß nicht einmal mehr die Leserkommentare lesen, die tagsüber gepostet wurden.
      Viele der Leser haben sich am Kommentarbereich beteiligt und dass diese Leser der Zeitung nicht einmal eine Erklärung Wert sind, ist schon traurig.

  27. Die Welt ist also an allem schuld, sogar am Ende unserer Demokratie? Mmmh. Es ist sicher manchmal schwer den eigenen Beitrag am Verhalten anderer einzugestehen. Aber wie heißt es so schön, von nix kommt nix. Vielleicht waren ihre Beiträge nicht immer ohne Beleidigungen. Aber am Ende ist es ja die Staatshörigkeit der Medien, die Ihre Kritik an den Herrschenden unterdrückt (natürlich unterdrücken muss). Ich glaube da wird die „Macht“ der Kommentare überschätzt. Im Zweifel interessiert das keine :8

    1. Sie unterstellen also mal einfach so aus einer Vermutung heraus, das ein User doch andere in seinem poste beleidigt hat.
      Ich kann versichern, das ich bei meinen postes bei der „welt“ niemanden beleidigt habe, aber kritische Beiträge, die nicht in eine bestimmte Richtung zeigen, werden nicht gewünscht und entsprechend entfernt.
      Mein 6 Monats abo wurde nach 4 Wochen einfach mal so gecancelt beim Kundenservice wurde ich absichtlich falsch verstanden und irgendwann aus der Leitung geworfen.
      Jetzt regt sich dieselbe Zeitung darüber auf, das in der Türkei massiv gegen die Pressefreiheit vorgegangen wird, die sollten mal in den Spiegel schauen, die machen mit ihren Lesern im Prinzip genau dasselbe.

      1. Ich unterstelle erstmal garnichts, aber man sollte sich hinterfragen bevor man den Untergang der Demokratie ausruft weil man nicht mehr Kommentieren darf. Früher gab es den guten alten Leserbrief. Der wurde in der Regel nicht veröffentlicht und wenn, dann vielleicht noch gekürzt. Da hat auch keiner aufgeschrien, weil es das gute Recht der Redaktion war (und ist), so zu verfahren. Ich kann das Verhalten der Welt gegenüber Ihnen nicht beurteilen, auch dazu gibt es vermutlich wie so oft 2 Standpunkte.
        Das Gleichzusetzen mit dem beschneiden der Pressefreiheit in der Türkei ist völlig am Thema vorbei. Sie haben völlige Presse- und Meinungsfreiheit. Wenn Ihnen das wichtig ist und die Welt lässt Sie nicht dann schaffen Sie sich eine eigene Plattform.

    2. Ich zitiere wörtlich Ihren Beitrag:“ Vielleicht waren ihre Beiträge nicht immer ohne Beleidigungen.“
      Das ist eine Unterstellung auf Basis Ihrer Vermutung , diese Unterstellung ist durch nichts untermauert.
      Dann schreiben Sie, das Sie nichts unterstellt haben.
      Den Untergang der Demokratie habe ich nirgendwo ausgerufen, Ihre Glaubwürdigkeit geht schwer den Bach runter.

      1. Komisch das Sie geblockt wurden. Sie argumentieren doch immer so schön in der Sache und werden nie persönlich 😂

  28. wie fast alle personen habe ich auf welt-online den leser-kommentaren mehr aufmerksamkeit geschenkt als den journalisten-artikeln.

    wo sind die leser jetzt hingegangen zum kommentieren?
    wo findet die diskussion statt?

    bitte um antwort

    1. Gute Frage, allerdings ist DIE WELT ohne Kommentarfunktion für mich auch uninteressant geworden. Mal schauen ob nach den Landtagswahlen wieder alles beim alten ist.

    2. Auf Zeit-Online, Tagesschau.de und auf Focus kann man noch viele kritische Kommentare lesen.
      Aber alle Drei zensieren auch fleißig und zumindest Tagesschau.de schließt die Kommentarbereiche immer recht schnell, für einzelne Nachrichten.

      1. Bei Zeit Online bin ich mir etwas unsicher. Die Zeitung ist deutlichst stark links positioniert. Bei den Kommentaren könnte man den Eindruck gewinnen das sich dort der Club der „Profiteure der Flüchtlingsindustrie“ trifft. Oder die Zeitung hat ihre eigenen Kommentarschreiber? Oder doch einfach nur G.utmenschen? Alle auf einem Haufen?

        Hin und wieder lese ich da mal mit, aber eine gute Portion Zweifel sollte immer vorhanden sein. Bei „Medien und Wahrheitsgehalt“ sollte jeder seine eigenen Rückschlüsse ziehen.

  29. Welt.de und viele andere betreiben seit Jahren schon Meinungsmanipulation, indem sie entweder nur Kommentare stehe lassen, die ihre eigene ideologisch-politische Auffassung teilen oder gleich ganz Kommentare nicht zulassen. Ich z.B. bin ohne jede Begründung sogar wie viele andere ganz gesperrt worden dort für die Kommentare, obwohl ich dort kaum je schreibe und wenn dann sicher kaum unsachlich. Lügen ist auch, wenn man filtert, filzt und ganz verhindert. Das Argument , man müsse sich vor strafbewährten Äusserungen schützen, ist Humbug, denn es gibt genug andere Themen, wo es weiterhin genauso läuft wie bisher und dort scheren sie sich überhaupt nicht um die beleidigenden Äusserungen. Worüber nicht kommentiert werden darf / soll .. ist das Flüchtlingsthema, nennen wir es doch beim Namen. !!

  30. Wenn ich mir die Welt Kommentare so ansehe sind es doch vor allem die Flüchtlingsthemen und AfD Berichte die fleißig kommentiert werden dürfen, und zwar in der Mehrheit „Contra“ Flüchtlinge und „pro“ AfD. Zum Teil mit völlig abstrusen Beiträgen. Ich sehe da keine Einschränkung. Zudem lassen sich da doch immer die gleichen aus und liken sich gegenseitig.
    Eine Meinungsmanipulation findet doch nur statt wenn Sie sich auch manipulieren lassen. Welt lesen ersetzt ja das denken nicht.

    Die Welt (und nicht nur die) tut gut daran von Ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und die ganz schlimmen Auswüchse zu löschen oder zu sperren. Wenn ich sehe was andere Seiten so zulassen wird mir schlecht. Ihre Meinungsfreiheit können Sie ausleben, es ist aber niemand verpflichtet Ihnen eine Plattform zu bieten.

    1. Sie können es gerne noch zehnmal wiederholen, es wird dadurch nicht besser. Zu Zeiten des guten alten Leserbriefes gab es das Internet noch gar nicht. Mit dem Onlineangebot und einer Kommentarfunktion zu den einzelnen Artikeln hat sich die Medienwelt komplett gewandelt. Wer öffentlich berichtet, sollte, wie früher einmal allgemein üblich, der Objektivität und der Wahrheit verpflichtet sein, sonst nichts. Seit Deutschlands Merkeldämmerung und der unerklärlichen Gleichschaltung aller Medien zu einer Einheitsmeinung nach DDR- Muster (Die Partei hat immer recht!) hat sich das mit der Objektivität leider erledigt, wie jeder weiß. Meinung ersetzt zunehmend Berichterstattung, wobei dem Leser eindeutig klar gemacht wird, wer gut und wer böse ist. Berichterstattung verkommt zu mal subtiler, mal brachialer reiner Propaganda.
      Und so erlebten wir seit vielen Monaten, daß die Diskrepanz zwischen einem Propagandaartikel und der Wirklichkeit genauso gewaltig war wie jene zu den Leserkommentaren, die den dazugehörigen Artikel dem Autoren meist um die Ohren hauten.
      Daß die so der Lächerlichkeit preisgegebene „Lügenpresse“ irgendwann die Notbremse zieht, war zu erwarten. Die angeblich inflationären „Hasspostings“, die jetzt Schuld am Abschalten der Kommentarfunktion sein sollen, sind eine reine Schutzbehauptung. Diese wurden bereits vorher zuverlässig rausgefiltert und gelöscht.
      Bei WO liefen die Löschorgien darüber hinaus bereits monatelang wahllos und ohne erkennbares Muster, von 10 bis 20 Kommentaren zu beliebigen Themen, ob Auto, Wohnen, Immobilien, Sanierung, Mieten, Panorama bis hin zu Politik erschien maximal einer, obwohl alle zu 100% sachlich, themenbezogen und im Rahmen der Netikette verfasst wurden. Sowas muß man nicht haben. Das Lesen der Kommentare war zuletzt wesentlich informativer als der Artikel selbst, den konnte man getrost runterscrollen. Mit dem Wegfall der Kommentare aus Angst vor der Wirklichkeit hat man sich nun selbst ins Knie geschossen. Staatspropaganda gibts überall kostenlos.

  31. Bei der Moderation von Leserkommentaren herrscht zumindest teilweise ziemliche Willkür. Beispiele gefällig?
    Ich habe auf WOL einen Kommentator darauf hingewiesen, das ein anderer Beitrag vielleicht nur Sarkasmus Bazinga war. Gelöscht!
    Zum ursprünglichen Kommentar gefragt: „Ironie?“ Gelöscht!
    Wo ist da Hass, Beleidigung oder Verleumdung?
    Der Hinweis das der Pressekodex, in Kombination mit gefilterten Informationen über die Herkunft Verdächtiger durch die Polizei, den Eindruck von Lüge erweckt. Gelöscht!
    Zumal ein Kommentar zum Messerangriff auf einen Polizisten durch eine 15-jährige, eindeutig deren Erschießung am Tatort forderte. Dieser Kommentar wurde NICHT gelöscht!

    1. Es werden auch Kommentare gelöscht, die sich des Wortlautes des Artikels bedienen.
      Der Journalist darf Sätze formulieren, die dem Leser nicht gestattet werden.
      Und selbst Zitate aus Artikeln von WO werden entfernt.
      Und zum Thema „Hasskommentare“, einer meiner Beiträge wurde entfernt, weil ich das Wort „Bärendienst“ benutzte. Als ich es in „keinen Gefallen getan“ änderte, wurde er veröffentlicht.
      Also da von „schlimmen Auswüchsen“, zu reden, ist ja wohl, gelinde gesagt, mehr als übertrieben.

      1. @ Merlina

        Ihre Erlebnisse mit WO kann ich nur bestätigen, kleines Beispiel gefällig:
        Ein Kommentar von mir aus dem Bereich Bundesligafußball, es geht nicht immer , wie @ Michael glauben mag, nur noch um die AfD.
        Mein Kommentar wurde genehmigt und abgedruckt, beim Lesen fiel mir ein Schreibfehler auf, das Wort „neu“ hatte ich „nei“ geschrieben.
        Penibel, wie ich bin, habe ich mittels der Korrekturtaste den Fehler korrigiert, zwei Minuten später war der gesamte poste entfernt.

  32. Übrigens: Wenn man bei Google nach „Welt“ sucht, und dann das Ergebnis mit der rechten Maustaste anklickt, erscheint ein Kontextmenü. Darin dann „in privatem Fenster öffnen“ auswählen – und schon kann man unbegrenzt alle Artikel lesen. Läuft dann über einen Proxy.

    Nur mal als Tipp.

    1. Einfach Cookies löschen und die lächrliche Welt Artikelsperre ist aufgehoben. Ad-Block und No-Scrips sind ja heutzutage standard.

      1. Also das hat bei mir nie funktioniert.
        Trotz Löschen der Cookies und sogar verändern der IP hatte ich keinen Zugang mehr zu den Artikeln.

  33. Die Kommentare waren auch zu beunruhigend, da gab es zuviele Gegenwind zu der meinungsmacher der bezahlten Springerschreiberlinge. Jetzt können diese ungestört von Kommentare ihre hetzende Propaganda gegen politisch Andersdenkende verbreiten.

    1. @Sinai

      Den Gedanken hatte ich auch schon.
      Jetzt können sich die Journalisten nach Herzenslust auslassen und „politisch korrekt“ schreiben, ohne Gegenwind zu befürchten.
      Und wenn man mal bei Facebook liest, sind die Kommentare dort weit schlimmer als das, was bei WO direkt geschrieben wurde.

  34. @Bernd A.R.

    Ich habe das nachträgliche Korrigieren meiner Beiträge längst aufgegeben, zu groß die Gefahr, dass der Kommentar dann auf immer und ewig verschwindet. 😉
    Manche Beiträge habe ich bis zu sechsmal versucht zu posten, beim siebten Mal hats dann komischerweise geklappt.
    Anscheinend liegen die Moderatoren da auf unterschiedlicher Wellenlänge und wenn man Glück hat, erwischt man einen, der vieles „durchgehen“ lässt.
    Habe auch schon erlebt, dass bereits veröffentlichte Kommentare mit vielen Likes am nächsten Tag entfernt wurden.
    Und ich habe eben auch wirkliche „Hasskommentare“ gesehen, die veröffentlicht wurden und bei denen ich mich gefragt habe, wie die durchgekommen sind, während meine völlig harmlosen, zum Teil mehrmals umgeschriebenen Beiträge gecancelt wurden.
    Es stimmt ja, früher konnte man beim Zeitunglesen auch nicht kommentieren.
    Aber es gab auch früher kein Facebook und Twitter.
    Da kann ich auch argumentieren, warum müssen sich jetzt alle dort austauschen, ging doch früher auch ohne die sozialen Netzwerke.
    Ich möchte einfach heutzutage nicht mehr auf die Möglichkeit verzichten, auch bei den Printmedien meine Meinung zu schreiben und die Meinung der anderen User zu lesen.

  35. Weiß jemand, ob die Welt Online wieder irgendwann Kommentare zulässt? Die letzten Tage waren ja schon schlimm, aber ab und zu konnte man bei ein paar ausgewählten Artikeln ein paar Stunden kommentieren und mitlesen. Heute war wirklich alles den ganzen Tag voll gesperrt und man konnte nicht mal auf Kommentare zugreifen, die es schon gab, als es noch erlaubt war.

    Ich finde, das alles ist ein großer Einschnitt in die Meinungsfreiheit, denn jetzt stehen die Artikel ohne jeden Gegenwind im Raum, so als wäre das die Meinung aller Bürger. Und wie könnte man da nur anderer Ansicht sein. Jedenfalls reicht’s mir jetzt. Ich habe immer gerne Kommentare gelesen, genau wie viele hier schreiben, waren die das Salz in der Suppe. Wenn ich dort ein Abo hätte, würde ich es nun kündigen, denn mir macht das nun gar keinen Spaß mehr, das Geschreibsel ohne die Bürgermeinung darunter zu lesen. Und klar war die ausgesiebt, trotzdem war die Mehrheit immer kritisch. Und das fällt jetzt weg? Ich hoffe, die ändern das bald wieder.

    1. @Susanne

      Ich könnte mir vorstellen, dass sich nach den Landtagswahlen etwas ändert.
      Auf Facebook haben sie geschrieben, dass an den Wochenenden, Feiertagen und Nachts bis auf Weiteres nicht mehr kommentiert werden kann.
      Allerdings beginnt bei denen die Nacht wohl schon um 18 Uhr, denn von da an konnte ich nicht mehr kommentieren.
      Ich verstehe auch nicht, warum man die bereits vorhandenen Kommentare nicht mehr lesen kann.
      Füher wurde die Kommentarfunktion auch über Nacht deaktiviert, aber man konnte die Kommentare wenigstens noch lesen.
      Jetzt geht ja gar nichts mehr.
      Ich werde mein Abo auch kündigen, gleich am Montag!

    2. Nun, ich hoffe die ändern das nicht. Denn dann geht DIE WELT im Netz den gleichen Weg wie bei der Printauflage. Früher oder später taucht eine andere Zeitung auf die sich über Abo`s, Klicks und Teilhabe nicht beschwert. Wobei es natürlich schon zahlreiche gibt und einige dann wachsen werden.

  36. Die Abschaltung der Kommentarfunktion mag ja eine Art von „Notwehr“ sein. Natürlich müssen Kommentaren, die unserem Grundgesetz nicht entsprechen, beseitigt werden, ich glaube aber nicht, dass dies die Mehrzahl ist. Meine Auffassung ist, dass dies schlicht die Reaktion auf den Spiegel ist, den die Medien durch diese Kommentare vorgehalten bekommen und den diese nicht ertragen. Da ist natürlich die Ausrede mit der Überforderung mit Hasskommentaren sehr willkommen. Wenn man der Meinung ist, dass dies zu viel wird gibt es auch andere Möglichkeiten, z. B. Kommentieren nur unter vollen Namen, Kommentieren nur für zahlende Leser usw., letztlich kann man als Medium auch eine Leserdiskussion zu diesem Thema anregen, aber selbst dafür sind wohl die meisten einfach zu feige!

  37. Ich habe Die WELT überwiegend wegen der Kommentare gelesen. Da diese nun nicht mehr erlaubt sind, ist die WELT für mich gestorben.

  38. Guten Tag,
    ich schreibe hier das erste und vorraussichtlich das letzte mal.
    Ich schließe mich der Meinung vieler Diskutanten an, im Bezug der abgeschalteten Kommentarfunktionen.
    Ich bin der Meinung das sich dadurch die Zeitungen und Verlage selbst einiger
    wichtiger Instrumente, in der Digitalwelt, berauben. (Bei uns sagt man, „Ins eigene Knie schiessen“)
    So da zum Beispiel wäre:
    1. Tipps und Links von Kommentatoren zu verwenden um weitere Recherchen
    zu betreiben.
    2. Klicks zu erzeugen und dadurch mehr Werbeeinnahmen zu generieren.
    3. Abo’s zu generieren
    4. Meinungsvielfalt zuzulassen und dadurch die eigene Seite für Leser interessanter zu machen. (siehe Punkt 2)
    5. Auswertungen über die Leserschaft zu erhalten.
    6. Mit dem Kommentator, als Moderator (Redakteur), in Verbindung treten und diskutieren, ähnlich Talkshows, wäre eine Marktlücke.
    7. Trend’s zu entdecken wie es in den Printmedien nicht möglich ist. ( Wer setzt sich schon hin und schreibt einen Leserbrief und schickt ihm dann auch ab?)
    8. Wer sich keiner Kritik aussetzen will braucht auch erst garnicht zu schreiben. ( Alles kann Konstruktiv diskutiert werden, auch in der normalen Arbeitswelt, warum dann nicht bei der so wichtigen Meinungsbildung?)

    Nicht zuletzt hat Facebook einen so großen Erfolg weil es viele Leute nutzen, Ihre Meinungen kundzutun. ( Ich habe keinen Facebokaccount, weil mich auskenne)

    Es wird noch mehr Möglichkeiten in der Zukunft geben, diese werden aber einfach ausgeblendet.

    Noch ein Satz.
    Es kommt mit bei den Medien, fast allen, so wie vor 60 Jahren in der Schule vor: Der Lehrer hat gesagt der Rasen ist blau. Hat jemand eine andere Meinung ? ……………….

    Schönen Sonntag noch, Norbert.

  39. krass viele Kommentare hier.
    WeltOnline hat inzwischen die Kommentarfunktion faktisch abgeschaltet. Ich hatte diese vorher sehr intensiv genutzt, mit über 500 Kommentaren und 5000 Likes auf disqus. Mein Leseverhalten habe ich nun mehr oder weniger unbewusst bereits angepasst, welt.de ist aus meiner täglichen Leseliste fast verschwunden.

  40. Ich glaube das liegt eher daran das Leser sich nicht mehr alle Märchen der Journalisten erzählen lassen.
    Wir Leser leben eben in der realen Welt und erleben diese Welt oft anders als viele Tagträumende Journalisten die noch an die schöne Multi-kulti Welt der Grünen und Linken glauben.

  41. Ich finde es nach wie vor empörend, dass WO es nicht für nötig erachtet, direkt auf ihrer Seite Bezug darauf zu nehmen.
    Statt dessen geben sie die Info auf Facebook preis.
    Was hat Facebook damit zu tun?
    Dort wurden die Kommentare ja nicht gesperrt.
    Mein Abo ist jedenfalls gekündigt!

  42. Vielleicht glaubt man bei den Medien, dass man Meinungen der Bürger und Parteien einfach so durch Nichtbeachten wieder in die Versenkung versetzen kann. Und da waren die Kommentare der zumeist kritischen Bevölkerung ein Dorn im Auge. Dass das nicht klappt, sieht man aber am deutlichen Wahlergebnis in Hessen und das wird erst der Anfang sein. Man radiert mit diesem Nichtbeachten ja keine Sorgen oder Meinungen einfach so aus, denn die gibt es ja weiterhin. Außerdem erzeugt das Schließen von Kommentarfunktionen aus offensichtlichen Gründen eine gewisse Trotzhaltung beim Bürger und dann wird dieser gerade das Verbotene weitertun. Auf anderen Plattformen, in der Öffentlichkeit oder durch sein Kreuz auf dem Wahlzettel. Also mir geht das so; frei nach dem Motto „jetzt erst Recht“.

  43. Nun ist es offiziell, nach einigen Tagen Verleugnung: WELT schließt de facto jegliche Kommentarfunktion. Auch bei Artikeln über Gesundheit oder Autos. Bleibt die ZEIT mit ihrer vorbildlich moderierten Kommentarabteilung. Viel Hass liest man dort absolut nicht, die Löschquote liegt gefühlt bei wenigen Prozent. Dort jedoch liest man was die Bürger bewegt und das sind teils hervorragend recherchierte Texte, teils aber auch kurze prägnante Punchlines. Wenn man die Augen vor der schmutzigen, hässlichen Wahrheit verschließt wird sie dadurch nicht schöner.
    Oh nochwas: Newsartikel auf Portalen ohne Kommentarfunktion sind mir schon lang zu künstlich und einseitig. Mein Leseverhalten wird sich – wie bei einigen hier – dementsprechend anpassen.

  44. Letzte Woche hiess es auf Welt-Online:
    „Liebe Leserinnen und Leser, unser Kommentarbereich steht Ihnen unter ausgewählten Artikeln zur Verfügung.“

    Dies wurde nun geändert zu:
    „Im Sinne unseres Qualitätsanspruches haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion bis auf Weiteres portalweit einzuschränken. Für ausgewählte Artikel wird die Redaktion wochentags die Kommentarfunktion zeitweise öffnen und moderieren.“

    1. Musste auch scmunzeln als ich die neue Meldung gelesen habe. Die Jungs/Mädels von Welt-Online denken wirklich noch sie würden Qualität liefern wärend viele Leser die Qualität schon lange nur noch in den Kommentaren gefunden haben.

    2. Jepp, auch soeben gesehen. „Qualitätsanspruch“ – so so.

      Noch absurder finde ich allerdings, dass man zwar bei manchen Artikeln die Kommentarfunktion öffnet, aber nachdem ein paar hundert Kommentare eingegangen sind, diese dann schließt (sobald zu viele gegenläufige Kommentare eintrudeln?), und man die bereits vorhandenen Kommentare danach NICHT mehr lesen kann.

      Ich kenne jede Menge online Foren und Kommentarfunktionen, wo auch nach einer gewissen Zeit (oder automatisch) diese Funktion geschlossen wird. Aber zumindest kann man die bis dahin abgegebenen Kommentare immer noch lesen.

  45. Pinocchio Medien schreiben scheisse……und ärgern sich das der Leser das kritisch hinterfragt…..ja wenn man nur scheiss Propaganda für Nato, Hochfinanz und Dreckseliten im Sinn hat…..der Leser merkt es langsam….wie er manipuliert und verarscht wird. Viele ehemalige Mainstream Macher sind heute bei Qualitätsmedien….und klären auch üpber ihre Vergangegnheit auf….schämen müsst ihr euch…auch von MMEEDIA…wirrr feierrrn….uns selber….

    Unsere Medien sind kein deut besser…..wie in Russland oder China….auch sie fahren eine einseitige Sicht und wollen manipulieren.

  46. Es ist eine Erleichterung hier zu lesen wie viele Menschen die Kommentare auf Welt online vermissen.
    Seit der Spiegel feige und unehrenhaft kaum die Meinung seiner Leser zeigen will lese ich viel mehr auf Welt. Gerade die Kommentarfunktion schaffte meinerseits ein höheres Vertrauen in diesen Journalismus und seine Autoren, auch wenn mir nicht immer die Meinung gefiel.
    Und nun wird ohne eine Erklärung das so wichtige Ventil abgedrückt.
    Vermute leider auch dass es mit den kommenden Wahlen zutun hat und das ist furchtbar ärgerlich.

    An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei allem Kommentatoren die humorvoll, sarkastisch, intelligent, leidenschaftlich und geistreich ihre Gedanken bisher geteilt haben. Ich hoffe es kommen bald wieder Zeiten in denen es selbstverständlich ist solche Zeilen lesen zu dürfen.

  47. Das Problem bei Welt online waren m.E. nicht die hasserfüllten Kommentare, sondern die durch und durch kritische Durchleuchtung und intelligente Kritik vieler Autoren. Zumeist konservative Schreiber nahmen die linke Propaganda und unterwürfige Regierungstreue etlicher WELT- Schreiber oft so treffend und geistreich auseinander, dass von dem Beitrag wenig Substanzielles übrig blieb. Wenn dir als Autor jemand immer wieder Parteinahme, logische Fehler, Weglassungen haarklein nachweist, oft mit Quellen belegt, dann forderst du irgendwann deinen Chef auf, diese Kritik zu unterbinden, um nicht völlig als Trottel dazustehen. In der WELT schreiben ja eine Menge Merkel-Freunde und Maas-Klatscher und die haben es zurzeit eben nicht leicht.

    Zum anderen ist da das unglaubliche Bedürfnis der Menschen ihre Meinung offen zu sagen. Das führt zu vielen Kommentaren und die müssen alle von den Zensoren gelesen werden. Die wussten sich zum Teil nur noch zu wehren, indem sie gnadenlos andere, normal formulierte Meinungen unterdrückten bzw. wohl auch ihr Überwachungsprogramm laufen ließen, das automatisch nach Kennwörtern fahndet und alles Unliebsame rausschmeißt.
    WELT online hat mit der Abschaltung der Kommentarfunktion auch die Leser-Demokratie abgeschaltet. Das sollte man diesem Blatt nicht vergessen.
    Die schießen sich natürlich damit auch ins eigene Bein, weil die Werbeeinnahmen durch die vielen Klicks jetzt nicht mehr so fließen. Und wie wir alle wissen, geht die Papierausgabe dieser Zeitung ja auch den Bach runter. Nicht so schlimm wie beim Schwesternblatt BILD, das ja zum Glück im letzten Jahr ca. 213.000 Exemplare weniger verkaufte, aber doch so viel, dass es schmerzt. 2015 Vgl. zu 2014: Stück 200.854 -21.868 -9,8% weniger, Quelle: Meedia, 20.01.2015

    1. Die Antwort auf die vielfältige Abschaltung der Kommentarfunktion finden Sie dann, wenn Sie mal googlen, wer denn die Machtfunktion bei diesen zeitungen ausübt.

  48. Wenn welt.de und andere ihre Kommentarfunktion nun einschränken oder ganz abschalten, wird sich das ganz klar in der Zugriffsstatistik zeigen. Meine Vermutung ist, dass nicht wenige Online-Leser sich die Überschrift des Artikels und danach die Kommentare anschaut. Weniger werden den Inhalt lesen und sich dann die Kommentare anschauen. Und noch weniger werden nur den Artikel lesen und sich allein ihre intelligente Meinung bilden. Die Themen sind einfach zur Zeit so, dass man platzen müsste, wenn man dazu nichts schreiben dürfte. Man muss es auch so sehen: Wo soll der Bürger sonst seine Meinung sagen ? Auf der anderen Seite sehe ich auch die Haltung der Redaktionen ein: Wenn man sieht, über was für Kleinigkeiten da regelrechte Wutausbrüche in den Kommentaren zum Ausdruck kommen, muss man sich einfach fragen, ob das noch gefördert werden sollte. Muss man wirklich alles aushalten können ? Dadurch werden dann letztlich auch diejenigen vertrieben, die etwas gemäßigtere Postings bevorzugen. Es ist daher auch die Frage, ob durch Kommentarforen freie Meinungsäußerung gefördert wird oder nur der Lauteste der Beste ist.

    1. „Es ist daher auch die Frage, ob durch Kommentarforen freie Meinungsäußerung gefördert wird oder nur der Lauteste der Beste ist.“

      Das mag auf manche Zeitungsforen sicher zutreffen; oft herrscht da ein Ton wie bei Facebook (den ich gar nicht ab kann). Aber nicht bei der WELT. Ich fand das „Forumsklima“ dort stets ok und auch nicht überzogen. Deshalb war ich auch so baff, dass von jetzt auf gleich die Foren geschlossen wurden. Und das ohne jede Erklärung seitens der WELT an ihre Leser! DAS hat mir am meisten gestunken. Jeder Blogbetreiber informiert seine Leser über Änderungen – die WELT hat das scheinbar nicht nötig. Ja, ich habe mich vor den Kopf gestoßen gefühlt, denn sowas macht man einfach nicht.

      Was ich ebenfalls (wie jemand hier schon vor mir erwähnt hat) höchst befremdlich finde, ist, dass bei Artikeln, die bereits Kommentare enthalten (weil sie grad mal zugelassen wurden) plötzlich die Möglichkeit, diese zu lesen, abgestellt wird. Wo ist hier die Logik?

      Dieser heutige Artikel zB „Merkel missbilligt Österreichs Alleingang“ hat über 480 Kommentare (!), die aber nicht mehr gelesen werden können. Warum?? Weshalb lasse ich erst Kommentare zu und sperre dann die Möglichkeit, sie lesen zu können? Wo macht das Sinn?

      Interessieren würde mich einzig und allein, wer und warum zu diesem Mumpitz die Anweisung gegeben hat. Ich glaube nicht, dass die bevorstehenden Wahlen allein der Grund dafür sind.

  49. Naja, der Forenbetreiber ist letztlich für den Inhalt verantwortlich. Wenn es aus dem Ruder läuft, muss er es sperren, sonst macht er sich strafbar. Dass es bei Facebook öfters nicht so läuft, wie es sollte, weiß ich eher vom Hörensagen, da ich das ignoriere und dort nie aktiv sein werde. Dass dort nicht viel öfter eingegriffen wird, liegt wohl daran, dass der Dienst einfach zu mächtig ist, zuviele Postings geprüft werden müssten.
    Dass das Abschalten einfach so erfolgt und nichts angekündigt wird, liegt auch im Gutdünken des Betreibers: Man nimmt den Dienst kostenlos wahr und damit kann der einem auch entzogen werden. Ein Gewohnheitsrecht gibt es hierbei wohl nicht. Ich fand es allerdings auch nicht in Ordnung, es entspricht eben der allgemeinen Entwicklung… Da werden Leute ja auch einfach vor Tatsachen gestellt und können nichts dagegen tun. Ob sie damit vor den Kopf gestoßen werden, interessiert irgendwie nicht. Klar kann man sich aufregen, dann würde man wohl gegen Windmühlen anrennen. Immerhin taucht ja der entsprechende Hinweis auf, dass das Kommentieren eben nicht möglich ist. Ja, man hätte nochmal dazu Stellung nehmen können. Das ist wohl eher eine Verlags-interne Angelegenheit, wie die ihre Leser behandeln. Was die Qualität der Kommentare anlangt, war es durchaus unterschiedlich; es ist wohl doch so, dass man immer überlegen sollte, ob man das, was man schreibt, so auch jemandem sagen würde – das wird wohl allgemein im Internet oft vergessen. Das betrifft nicht nur die aktuellen politischen Themen, sondern auch ganz banale Angelegenheiten.

    1. „Man nimmt den Dienst kostenlos wahr und damit kann der einem auch entzogen werden.“

      Aber nicht, wenn man wie ich, ein Abo hatte.
      Wenn man schon den Lesern ohne Abo die Möglichkeit verwehrt, die bereits geposteten Kommentare zu lesen (warum auch immer), sollte es doch wenigstens den Abo Kunden möglich sein.
      Wenn ich als Abo Kunde genau so behandelt werde, wie der kostenlose Leser, warum sollte dann noch jemand dafür bezahlen?
      Wie oft habe ich mich per Mail mit den Mitarbeitern darüber ausgetauscht, dass es extrem schwierig ist, einen Kommentar zu veröffentlichen.
      ALLE (!) meine entfernten Kommentare wurden dann im Nachhinein veröffentlicht.
      Von daher kann es wohl nicht am „pöbeln“ gelegen haben.

  50. Viele Zeitungen haben wohl den Fehler gemacht, ihr Online-Portal zu lange nicht ernst genug genommen zu haben.

    Der Qualität mancher Online-Artikel nach zu urteilen, sind offenbar eher Nachwuchsjournalisten damit betraut. Die meisten erfahrenen „alten Hasen“ wurden wohl beim Print belassen, in der Ansicht, Print sei die Referenz, die Krönung,

    Wer aber als Leser schätzen lernt, brandaktuelle Internetartikel umgehend in Foren kommentieren, wie auch auf sachliche Fehler hinweisen zu können, was Print-Leserbriefe nicht leisten können, muss zu dem Schluss kommen, dass Print an Attraktivität verlieren wird.
    .
    Beim Print (etwa Wochenblatt) muss man erst mal eine Woche lang quasi das fressen, was auf dem Papier unveränderlich gedruckt steht, auch wenn die Fakten falsch sein sollten. Korrekturen stehen dann eine Woche später meist irgendwo klein gedruckt in einer Ecke.
    Bei Online werden Fehler dank aufmerksamer und fachkundiger Leser zeitnah korrigiert, und werden somit quasi im Keime erstickt.

    Also sollten bei Online mehr erfahrne Leute eingebunden werden. Denn schlechte Recherche, mangelnde professionelle Distanz zur Sache oder gruselige Formulierungen, können Print mit hinunter ziehen, Käufer verjagen.
    Ebenso könnten treue Leser Abstand nehmen, aufgrund dieser sich bei Online-Zeitungen häufende Unart bevormundender vorauseilender Zensur, indem bei „brenzligen“ Themen Forenbeiträge gar nicht erst zugelassen werden.

    Jedenfalls muss Online von Machern wie auch Lesern ernster genommen werden, allein schon als neue technische Verbreitungs- und Kommunikationsmedien, als Produkt ihrer technischen Zeit, genauso wie der Buch- und Zeitungsdruck auch Produkte ihrer technischen Zeit waren.
    Die eine Technik ist von sich aus nicht besser oder gar seriöser als die andere, da sie keinen Verstand besitzt. Nur Menschen haben Einfluss auf die inhaltliche Qualität damit transportierter Daten.

    Dass Internetzeitungen irgendwann nicht mehr gratis sein können, ergibt sich zwangsläufig, wenn die Verkaufszahlen von Print weiter zurückgehen werden.
    Das müssen wir akzeptieren, denn wir machen unsere Arbeit ja auch nicht umsonst.

  51. Beim Lesen einer Zeitung (Print) und hören oder sehen von Nachrichten (Rundfunk) fehlt mir zunehmend die unmittelbar Einflussnahme, die mir Internetportale mit angegliederten Diskussionsforen ermöglichen.

    Nicht nur der Umweltaspekt spricht für die virtuelle Zeitung, besonders der Interaktivität des Netzes hat die Printzeitung wie auch Radio und TV nichts entgegenzusetzen.

    Von dort kommende Informationen muss ich so nehmen („fressen“) wie man sie mir vorsetzt. Habe höchstens über Leserbrief eine zeitversetzte, also wenig effektive Kritikmöglichkeit. Wobei es auch noch einem Lotteriegewinn gleicht, überhaupt gedruckt zu werden.

    Einmal auf den Geschmack gekommen, in Internetzeitungen, deren Forenartikel kommentieren oder unmittelbar auf Fehler aufmerksam machen zu können, verlieren andere nicht interaktive Medien an Attraktivität.

    Das Versandheus Quelle z.B. ist untergegangen, weil es vernehmlich den Anschluss bezüglich Internethandel verpasst, also nicht ernst genug genommen hatte.

    Was hier die Zeitungen betrifft, habe ich hier und da ähnliche Befürchtungen.
    Nach meinem Eindruck werden in den Netzportalen der etablierten Zeitungen überdurchschnittlich viele Nachwuchsleute eingesetzt.

    Offenbar wird dass das Internet, sein Potential, vor allem das der Interaktivität, noch nicht ernst genug genommen, Zeitungsnetzportale werden wohl noch als Lehrwerkstadt oder Spielwiese für den Nachwuchs betrachtet.

    Nein, das Pendel ist umgeschlagen.
    Ins Internet gehören genauso gute Leute hin wie in beim Print, bzw. sollte da mit der Besetzung der Leute nicht unterschieden werden. Print und Netz sollten redaktionell verschmelzen und gemeinsam auf den Erhalt der, dann virtuellen, Zeitung, hinarbeiten

    Es geht immer noch um Journalismus, dessen handwerkliches Können und ethischer Anspruch. Die Verbreitungstechnik ist zweitrangig, sie ist nur ein technisches Mittel zwecks Verbreitung von Nachrichten und Meinungen.

    Einen andern neuen Journalismus bedingt die neue Technik nicht. Wofür brauchen die Zeitungen dann separate Chefredakteure fürs Internet?

    Der Printredakteur ist nichts Besseres als der Netzredakteur und umgekehrt, so sollte es zumindest sein.

    Allein die Interaktivität des Netzes, die zunehmend und sehr zeitnah Unwahrheit und Manipulation zu entlarven vermag, schafft mehr Wahrheit, Meinungsvielfalt und damit mehr Demokratie.

    Vorausgesetzt, die Portale lassen Meinungen zu, zensieren nicht politisch oder ideologisch, gar vorauseilend, indem einfach keine Diskussion zugelassen wird, wie öfter bei “brenzligen“ Themen zu beobachten.

  52. Also wer mal einen Eindruck davon bekommen will, was die Medien so alles herausfiltern, was aber beileibe keinen „Haßkommentar“ oder Justiziables darstellt, der kann ja mal hier gucken: http://lügen-presse.de/

    Das Geheule über angebliche Haßkommentare ist verlogen, da unzählige User immer wieder die gleichen Erfahrungen machen: Unliebsame, unkorrekte Meinungen werden nicht freigeschaltet, besonders jene nicht, die schlagfertig sind und deutlich die Schwächen und Manipulationen, Doppelstandards etc. in Artikeln aufzeigen.

    1. Ja, das habe ich auch schon gemerkt. Wenn ich mir mal so meine abgelehnten Kommentare anschaue und welche Gemeinsamkeit diese haben, dann fällt mir auf, dass es leider die sind, die zielgenau ins Schwarze treffen. Und das nicht verletzend oder hasserfüllt, sondern eher flapsig frech und aufdeckend. Gerade auf diese war ich am meisten stolz und es tat mir leid, dass sie nicht durchgekommen sind. Vielleicht hatten die verantwortlichen Zensoren Angst, dass der geneigte Leser merken könnte was in unserem Lande so abgeht und endlich aufwacht. Und das Spiel mit den Meinungen durchschaut.

      Und nein, das darf ja nicht sein, denn dann werden die beschimpften Kritiker ja immer mehr und das Volk erkennt, dass wir hier in einer ziemlich einseitig gesteuerten Meinungsdiktatur leben.

    2. Danke für die Rückmeldung, Brigitte. Man sollte Kommentare immer als Text-Datei speichern oder gleich einen Screenshot machen. Auf meinem Blog möchte ich beizeiten auch die Kommentare von anderen Leuten veröffentlichen. Ich werde dort noch ein Formular bzw. eine Kontaktmöglichkeit einrichten.

      Es lohnt sich jedenfalls, das alles zu dokumentieren. 🙂

  53. Heute ga b es eintypisches Beispiel der Schließung der Kommentarfunktion.

    http://www.welt.de/kultur/article153144864/Medien-wollen-Taeter-Herkunft-nicht-verheimlichen.html

    In den Kommentaren wurde dargelegt das es nicht nur darum geht die Herkunft von Tätern nicht zu verschweigen sondern auch um Falschdarstellungen.
    So werden illegale Einwanderer ohne Asylanspruch einfach zu „Flüchtlingen“ umdeklariert und so der Leser getäuscht. Auf diesen Punkt von Verlogenheit in Welt-Online hinzuweisen war wohl zu viel und die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

    1. Und wie es aussieht, haben die dort heute alles komplett geschlossen.
      Man kann keinen aktuellen Artikel kommentieren und die Kommentare bei den älteren kann man natürlich nicht mehr lesen.
      Mein Abo habe ich gekündigt und in der Bestätigungsmail haben sie mich aufgefordert, ruhig zu schreiben, warum ich gekündigt habe.
      Wenn ich am Wochenende mehr Zeit habe, bekommen die aber eine Antwort, die sich gewaschen hat.

  54. Meine heutige E-Mail an die Welt online:

    An den Herausgeber und Chefredakteur, Herrn Stefan Aust

    Sehr geehrter Herr Aust,

    hiermit teile ich Ihnen mit, daß ich mir die Lektüre der Welt online ab sofort nicht mehr zumute.

    Seitdem Leserkommentare im Regelfall nicht mehr möglich sind und sogar ausnahmsweise zugelassene Kommentare absurderweise nicht mehr lesbar sind, ist Ihre Zeitung ausgesprochen langweilig geworden.

    Zum Gruße
    Lüder Osmers

  55. Hass? Selten so einen Schwachsinn gelesen.
    Die Menschen haben die Nase voll von dem was die Politik mit Land und Leuten macht und äussert diese Meinung. Das hat mit Hass nichts zu tun.
    Jede abweichende Meinung die im Gegensatz zur politisch korrekten gewünschten Meinung steht wird mittlerweile in diesem Land unterdrückt.
    Die Menschen haben schon lange ihre Meinungen kund getan und wurden immer wieder niedergebügelt, belächelt und als dumm und rassistisch, rechts, etc. etc. hingestellt. Wenn der Wille des Volkes immer nur ignoriert wird und unendliche Toleranz – sprich Dummheit – gefordert wird, wird daraus irgendwann Wut aber nicht Hass. Wut ist viel besser, denn sie stimuliert zum Handeln.
    Und ganz egal was die großen Medienhäuser für einen Müll zusammenschreiben oder welche Trolle sie für die Leserkommentare engagieren, die dann eben beweisen sollen, daß die Mehrheit der Menschen in diesem Land eben doch politisch korrekt ist und der vorgeschriebnen Meinung folgt – es glaubt euch eben keiner mehr.
    Die Menschen in diesem Land wissen mittlerweile ganz genau, daß die Mehrheit ihrer Mitmenschen noch denken kann und warum Kommentarfunktionen online gesperrt sind oder daß Trolle von den Medienredaktionen eingekauft werden, die sich dann als Durchschnittsdeutscher darstellen und der Propaganda-Meinung der Medien zustimmen um dem Leser zu suggerieren: „Du brauchst dich gar nicht aufregen und anderer Meinung sein, denn es wird dir nichts nutzen. Denn die Mehrheit der Deutschen ist genau der politisch korrekten Meinung die im Artikel geäussert wurde und du mit deiner gegensätzlichen Meinung bist doch nur ein Aussenseiter – dumm, ungebildet, rechts, rassistisch, ewig gestrig, tumb national eben. Also spar dir deine Energie, es wird eh nichts nützen zu rebellieren. Gib auf.“
    Liebe Mainstream-Medien die Menschen haben euch durchschaut (mehr als ihr denkt) und ihr könnt machen was ihr wollt. Ich und viele andere wissen ganz genau welches Spiel ihr treibt und wir glauben euch kein Wort mehr.
    Und ihr braucht auch nicht versuchen in getarnt alternative Blogs und neue Medien zu gründen, denn auch da kann man ganz leicht sehen, daß wieder ihr mit eurer Feind-Propaganda dahintersteckt.
    Und auch die Verunglimpfung als Verschwörungstheoretiker ist sowas von offensichtlich. Mainstream-Medien waren und sind Propaganda-Insitutionen der Anti-Deutschen.

    1. “Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert”

      Alexander Solschenizyn

  56. Soeben an die Welt-Redaktion als email gesendet:

    Sehr geehrte Welt-Redaktion

    mit Bedauern musst ich feststellen, dass nun auch Sie die Kommentarfunktion bei Artikeln über Flüchtlinge gesperrt haben. Ich kann mich zwar eigentlich so gar nicht mit Pediga und Co assoziieren, aber allmählich schwant auch mir, dass in dem Begriff Lügenpresse vielleicht doch ein “wenig” mehr Wahrheit steckt. Die Kommentare, die ich bisher zu den Flüchtlingsartikeln gelesen habe waren zum allergrössten Teil nicht menschenfeindlich, sondern zeigten nur eine tiefe Besorgnis vieler Leser über die von Frau Merkel betriebene Politik….Das ist genau das, was ich auch in meinem Bekanntenkreis erlebe. Dass Ihre Leser nun keine Möglichkeit mehr haben ihrer Besorgnis Ausdruck zu verleihen und zu diskutieren, bedauere ich sehr. Auf Artikel, die nur die Meinung des Autors widerspiegeln ohne das eine Diskussion dazu möglich isthabe ich keine Lust.
    Ich werde in Zukunft die Welt nicht mehr lesen, sowohl im Netz als auch als Printausgabe (v.a. die Welt am Sonntag habe ich fast jede Woche gekauft), auch wenn ich v.a. die Print-Version wegen der Nicht-Politik-Artikel sehr schätze und eigentlich mag, sehen Sie meine Art der Kaufverweigerung bitte als Protest. Irgendwie muss man gegen so eine Einschränkung der Meinungsäusserung wehren können. Ich hoffe ja insgeheim sehr, dass es mir viele andere Leser gleichtun und ihre Auflage stark runtergeht.

    1. @Caterina

      Habe gestern auch eine ähnlich lautende Mail an Welt Online geschrieben und dabei um Info gebeten, warum man die Kommentare, die es ja schon gibt, nicht mehr lesen kann. Und dass ich mein Abo kündigen würde, wenn ich denn eines hätte.

      Bis jetzt ist aber noch keine Antwort eingetrudelt. Vielleicht ist keine Antwort ja auch eine Antwort. Oder sie werden förmlich erschlagen von Mails mit diesem Thema.

      1. @Susanne

        Ich bin bis Ende des Monats noch Abo-Kundin, dann endet mein Abo wegen Kündigung.
        Ich hatte kurz nach Einstellung der Kommentarfunktion eine Mail an die Leserredaktion geschrieben und habe über eine Woche warten müssen, bis sich mal jemand gemeldet hat (natürlich mit dem üblichen blabla, was auch schon auf Facebook zu lesen ist).
        Also nicht wundern, wenn es ewig mit den Antworten dauert. Die reissen sich nicht einmal für Abo-Kunden ein Bein aus…

  57. Meine erneute E-Mail an die Welt online:

    Herrn Sven Felix Kellerhoff

    Sehr geehrter Herr Kellerhoff,

    am 10. März sandte ich Ihrem Chefredakteur folgende E-Mail:

    An den Herausgeber und Chefredakteur, Herrn Stefan Aust

    Sehr geehrter Herr Aust,

    hiermit teile ich Ihnen mit, daß ich mir die Lektüre der Welt online ab sofort nicht mehr zumute.

    Seitdem Leserkommentare im Regelfall nicht mehr möglich sind und sogar ausnahmsweise zugelassene Kommentare absurderweise nicht mehr lesbar sind, ist Ihre Zeitung ausgesprochen langweilig geworden.

    Zum Gruße
    Lüder Osmers

    Als Antwort erhielt ich die Standardantwort: „Im Sinne unseres Qualitätsanspruchs haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion vorübergehend einzuschränken. Für ausgewählte Artikel wird die Redaktion die Kommentarfunktion tagsüber öffnen.“

    Wie stehen denn Sie dazu, der Sie sich ja regelmäßig – als wohl einziger Redakteur Ihres Blattes – an den lebhaften Diskussionen Ihrer Leser zu den Artikeln unter der Rubrik Geschichte aktiv beteiligt haben?

    Nun ist’s damit vorbei – Rückmeldungen Ihrer Leser entfallen, man bleibt im Elfenbeinturm „im eigenen Saft“ unter sich. Ich würde das an Ihrer Stelle als höchst unbefriedigend und frustrierend empfinden.

    Zum Gruße
    Lüder Osmers

  58. Soeben beim FOCUS entdeckt:
    Die seit Monaten dort laufende Berichterstattung „Flüchtlingskrise im News-Ticker“ hatte gestern Abend noch über 40.000 (lesbare) Kommentare. Heute ist alles weg!
    Absichtliche Unterdrückung am Tag der 3 Wahlen?

    Ich habe schon einige Jahre auf dem Buckel, aber SO EINE seitens Politik und Medien mit Vehemenz versuchte Kontrolle und Beeinflussung der Wähler wie in 2016 habe ich noch nie erlebt! Wohin entwickelt sich Deutschland?

  59. Ich wollte heute bei der WELT Online einen Kommentar abgeben zum Artikel, wo berichtet wird, dass der norwegische Massenmörder Breivik über seine Haftbedingungen klagt. Gebe meinen Kommentar hier mal wieder:

    —–
    „Bei dem Kerl drängt sich doch unweigerlich die Frage auf: Welche psychische Gesundheit????????

    Okay, Populismus beiseite…:
    In einem Radiobeitrag hierzu hörte ich, er habe einen Fernseher, PC (natürlich ohne Internetzugang), eine Spielekonsole und noch andere Annehmlichkeiten. Haben andere Häftlinge in Norwegen das auch? Weiß ich nicht…

    Es ist sicher so, dass Isolationshaft zermürbend ist. Einsamkeit ist etwas Furchtbares und wird seiner geistigen Gesundheit sicher abträglich sein. Aber hat dieser Mann etwas besseres verdient? Er hat sich sicher auch vor seiner Tat denken können, dass er im Knast nicht biertrinkend an der Bar mit Kumpels sitzt und ein tolles Leben hat. Selbst schuld…

    Wer wie Breivik Menschen – noch dazu so viele – bewusst, vorsätzlich und so wie ich es am Rande mitbekommen habe ohne (nachträgliche) Reue umbringt hat aus meiner Sicht sein Recht auf Freiheit verwirkt.
    Von mir aus soll er gegen die Haftbedingungen klagen, das bringt ihm nur das ein, was er verdient: nämlich die weitere Verabscheuung und Ächtung seiner Person. Rechtsstaatlichkeit ist ein extrem hohes Gut und (Zitat Merkel :D) alternativlos. Allerdings sollte man den Täterschutz nicht zu hoch bewerten. Ich bin kein Befürworter der Todesstrafe, stattdessen ihn im Gefängnis für den Rest seines Lebens kräftig arbeiten lassen für einen gemeinnützigen Zweck. Nie wieder auf freien Fuß. Ende Gelände!
    Die Frage ist nur, wie es um seine geistige Gesundheit steht, wenn er eines Tages wieder freikommt (falls er freikommt) und wie sich das dann in Taten entladen könnte. Armes Norwegen…

    Keep thinking!!“
    —–

    Wurde nicht veröffentlicht. Habe den Kommentar später ganz leicht überarbeitet und nochmal abgeschickt, wurde wieder nicht veröffentlicht („removed“). Ich erkenne beim besten Willen keine Gründe dafür. Ich gebe sachlich und mit Niveau meine Meinung wieder (die glaube ich keine ganz schlechte ist…), keine Beleidigungen und sogar eine weitestgehend fehlerfreie Rechtschreibung. Andere Kommentare, die vor Unsachlichkeit und falscher Rechtschreibung nur so strotzen werden aber veröffentlicht. An der Länge kann es nicht liegen, habe schon weitaus längere Kommentare bei der Welt gelesen. Ich habe aus Verärgerung meinen Account bei Disqus direkt wieder gelöscht, den ich nur ein paar Minuten zuvor eingerichtet habe.

    Dann eben auf Bild-Zeitungs-Niveau: F**k off!

    Ich habe übrigens kein Zeitungsabo und werde u. a. auch deswegen in Zukunft keines abschließen.

    Bitte gern um Feedback von den werten Leserinnen und Lesern hier. Danke.

    1. @D. Schneider

      Ich kann Ihren Unmut gut nachempfinden. Dieses Entfernen ohne jeden ersichtlichen Grund brachte mich anfangs fast zum Weinen. Und ich wollte mit WO überhaupt nichts mehr zu tun haben. Später versuchte ich es dann immer wieder und war glücklich über jeden Kommentar, der es geschafft hatte. Ich dachte auch, ich sei die einzige, fühlte mich bei etwas Bösem ertappt oder versuchte mich mit Mails bei WO zu rechtfertigen. Total sinnlos. Einige meiner Kommentare wurden dann doch noch veröffentlicht, teils wurde sich auch entschuldigt. Ich glaube, die fahren da eine Taktik des Zermürbens und mittlerweile rege ich mich gar nicht mehr auf, wenn es Kommentare nicht schaffen. Ich schreibe viele und einige packen es dann. Und ich mache das jetzt schon über ein Jahr und habe so eine Quote von geschätzten 60 %, mal mehr mal weniger.

      Einmal bat ich WO um eine Erklärung eines Kommentars, der es nicht geschafft hatte. Und ich verstand absolut nicht, warum. Also zerpflückten sie mir per Rückmail diesen Kommentar mit Anmerkungen wie „Polemik“, „Hörensagen“, „Unterstellung“ und „Verallgemeinerung“. Da war mir alles klar, denn wenn man sucht, dann findet man immer was. Es ist wohl auch gewünscht, dass die Leser nicht alles zu lesen bekommen, denn dann würden sie schnell die Meinungsdiktatur durchschauen.

      Man sollte vielleicht seinen Kommentar möglichst kurz halten und auf den Punkt bringen, damit fährt man am besten. Das wichtigste ist, sich nicht aufzuregen, denn allen anderen Kommentatoren geht es ganz genauso. Nicht aufgeben, immer wieder versuchen, das lohnt sich am Ende dann doch.

      Gruß
      Brigitte

      1. @Brigitte,

        danke für die „Anteilnahme“ 🙂

        Ich finde die Nicht-Veröffentlichung meines Kommentars insofern erstaunlich, als dass er inhaltlich eigentlich nicht im Gegensatz zur Meinung im Artikel steht. Es wäre mal interessant zu wissen, ob der Kommentar von einem Menschen oder von dieser Software (falls die noch verwendet wird) ausgesiebt wurde.

        Für mich hat sich diese Sache vorerst erledigt. Ich sehe es nicht ein, einen anständigen Kommentar mehrmals umschreiben zu müssen, bis er die „Kontrolle“ passieren kann oder in irgendwelchen Klage-Mails an die Redaktion um die Veröffentlichung zu betteln oder diese in harschem Ton einzufordern und herbeizudiskutieren.

        Es ist jedenfalls um die Rahmenbedingungen der von unseren Politikern so vehement beschworenen Diskussionskultur in diesem Fall nicht gut bestellt. Wozu brauche ich überhaupt eine Kommentarfunktion, wenn ich regelmäßig damit rechnen kann, dass meine Kommentare gar nicht erst veröffentlicht werden und seien sie noch so anständig und mit gesundem Menschenverstand geschrieben?

        Habe eben noch einen neuen Artikel über Breiviks Klage bei WO gelesen, der 16:23 Uhr veröffentlicht wurde. Darunter genau 0 Kommentare, wo in der „normalen Zeiten“ eigentlich schon ungefähr 10 oder mehr stehen würden. Wie kommt das nur, frage ich mich…… 😉

        Die Presse sollte nicht die Meinung machen, sondern dazu anhalten, sich eine Meinung zu bilden!! Genauso wie es ein deutsches Schmierblatt als Werbeslogan hat/hatte 😉

        Dies das Wort zum Mittwoch!

  60. @D. Schneider

    Wenn Sie die vorhergehenden Kommentare gelesen haben (und davon gehe ich mal aus), werden Sie bemerkt haben, es geht eigentlich allen so.
    Ich kann „Brigitte“ nur zustimmen, auch ich bin anfangs fast verzweifelt über die Kommentarfunktion.
    Teilweise war ich so wütend, weil andere Kommentare, die extrem waren, veröffentlicht wurden.
    Auch ich bekam dann auf meine Anfrage die Hinweise: Polemik, Populismus, Verallgemeinerung.
    Manche Kommentare habe ich bis zu 10 mal umgeschrieben, bis von der Kernaussage nichts mehr übrig blieb.
    Und ich fragte mich auch, warum es den Journalisten erlaubt war, Dinge zu schreiben, die der Leser nie schreiben dürfte.
    Wenn ich nur an der gestrigen Kommentar von Henryk M. Broder denke.
    Hätte ein Leser ähnliches verlauten lassen, die Beiträge wären niemals veröffentlicht worden.

    Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und habe meinen Disqus Account auch gelöscht.
    Nach etlichen Wochen wagte ich das Experiment und schloß ein Abo ab.
    Meine Kommentare wurden zwar weiterhin entfernt, aber auf meine Nachfragen und den Hinweis, ich sei Abo Kunde, bekam ich plötzlich sehr freundliche Mails mit ausfürhrlichen Entschuldigungen und der Erklärung ihrer tollen Software, die schon mal „vorsortiert“ aber leider noch viele Fehler macht.
    Natürlich wurden auch all meine Kommentare nachträglich veröffentlicht.

    Inzwischen habe ich mein Abo gekündigt und den Herrschaften auch mitgeteilt, warum ich von ihrer Zensur die Nase voll habe.
    Das man die Kommentarfunktion einfach so mir nichts, dir nichts dicht gemacht hatte, war ja die Krönung des Ganzen.
    Interessanterweise kann man ja jetzt wieder kommentieren.
    Was mich verwundert.
    Hat man jetzt NACH der Landtagswahl keinen Qualitätsanspruch mehr?
    Für mich war es das mit der „Welt“.
    Hin und wieder schreibe ich noch was, ärgere mich aber nicht mehr über entfernte Beiträge, sondern mache mir einen Spaß daraus, den Beitrag solange zu posten, bis er irgendwann „durchrutscht“.

    Also nicht ärgern, das Leben ist zu kurz, um sich mit solchem Mist zu belasten! 😉

    1. @Merlina

      Ja ich habe alle Kommentare hier gelesen.
      Gestern habe ich mich wirklich geärgert, inzwischen ist der Ärger der Ernüchterung gewichen.

      Ja, der Artikel von Broder – ich gehe davon aus, Sie meinen den über N. Blüm in Idomeni – enthält tatsächlich ein paar Sätze, von denen man annimmt, Sie wären nicht als Leser-Kommentare veröffentlicht worden. Aber Broder ist eben ein Meinungsmacher, der Leser ist nicht Broder und damit eher kein Meinungsmacher. Allerdings sind ja schon über 460 Kommentare unter dem Artikel, die ich jetzt aus Zeitgründen aber nicht gelesen habe. Aber sicher sind einige darunter, die harsch in ihrer Aussagen und/oder unqualifiziert in ihrer Formulierung sind…

      Ich glaube es ist zu einfach und falsch, alles pauschal als Lügenpresse abzutun, aber von einer unvoreingenommenen, freien und unbeeinflussten Meinungsbildung und Diskussionskultur in gewissen Bereichen der deutschen Medienlandschaft zu sprechen, ist eindeutig realitätsfern!

  61. Bei der WELT scheint wieder alles fast offen zu sein, jedenfalls mein Eindruck nach kurzfristigen Besuchen.

    Weiter oben schrieb ich nicht ganz ernst gemeint; Mal schauen ob nach den Landtagswahlen wieder alles beim alten ist.

    Diese, wie soll man es nennen, Hörigkeit??? einiger/vieler Medien gegenüber der Regierung kann einem wirklich Angst machen.

  62. Ich möchte hier mal ein interessantes Beispiel für Zensur geben:
    Zu einem Artikel bei WO über eine Muslima in einer Burka, die sich vor Gericht weigerte, ihren Gesichtsschleier abzunehmen und die hier geboren wurde und nach 43 Jahren immer noch kein Wort deutsch kann (sie brauchte vor Gericht einen Dolmetscher) schrieb ich folgenden Kommentar:

    „Vielleicht ist sie in Deutschland geboren und nicht hier aufgewachsen?
    Anders kann ich mir den Umstand, dass sie in 43 Jahren kein deutsch gelernt hat, nicht erklären.“

    Diesen Beitrag habe ich 11 (!) mal umgeschrieben, weil er ständig entfernt wurde.
    Da ich aber hartnäckig bin, habe ich weitergepostet.
    Zum Schluss blieb nur noch diese Option:

    „Vielleicht ist sie in Deutschland geboren und nicht hier aufgewachsen?
    Anders kann ich mir die Sache nicht erklären…“

    Dieser letzte Versuch wurde dann endlich veröffentlicht.
    Kann mir mal irgend jemand sagen, was an meinem ursprüglichen Post so schlimm war, dass er ständig entfernt wurde?
    Diese Zensur bei WO ist einfach nur noch unerträglich…

    1. @Merlina

      Das ist wirklich ein interessanter Fall… Ich erkenne in Ihrem ursprünglichen Kommentar keine Polemik, Verallgemeinerung, Beleidigung geschweige denn einen Hasskommentar. Ich erkenne auch kein Wort/keinen Begriff, den die Software von WO als Signal für einen „bösen“ Kommentar interpretiert haben könnte, was zur Nicht-Veröffentlichung führte.

      Andere Kommentare, wo die Glaubwürdigkeit der Muslima angezweifelt wird (wie sie denn die deutschsprachige Beleidigung verstehen konnte ohne Deutschkenntnisse) sind aber veröffentlicht. Interessante Frage übrigens… Vielleicht war sie ja zum Tatzeitpunkt nicht allein und hatte jemanden dabei, der Deutsch kann.

      Entweder sind die Moderatoren der WO-Leserkommentare chronisch unausgeschlafen, chronisch unmotiviert, auf Drogen oder was weiß ich, aber mit gesundem Menschenverstand lässt sich das echt nicht erklären. Wahrscheinlich war es das Wort „deutsch“, dass die Software als ultimativ BÖSES Wort identifiziert hat. 😀
      Das schlimme D-Wort, schämen Sie sich Merlina!! 😉

      1. @D. Schneider

        Ach so, darauf hätte ich natürlich gleich kommen können, dass die Erwähnung des Wortes „deutsch“ in Deutschland schon unter die Zensur fällt.
        Danke für Ihren Hinweis, bin ich doch für die nächsten Kommentare gewappnet.

        Aber jetzt mal Spaß beseite, das stinkt doch wirklich zum Himmel.
        Ich bin es ja fast schon gewöhnt, dass meine Kommentare bei der Erwähnung des Islam nicht veröffentlicht werden, weil anscheinend schon die bloße Erwähnung des Wortes „Islam“ bei den WO Moderatoren zur Schnappatmung führt. Aber was die sich so in Sachen Zensur leisten, veranlasst nur noch zum verständnislosen Kopfschütteln.
        Das Kommentieren macht echt keinen Spaß mehr, wer hat schon die Zeit, ständig zu überprüfen, ob auch alles veröffentlicht wurde.
        Es gibt ja einige gute Portale, wo das Kommentieren noch problemlos funktioniert (wie hier z.B.) aber die sind in der Regel nicht so stark frequentiert, weswegen der Austausch ein wenig schleppend voran geht.
        Aber wie dem auch sei, danke für Ihren netten Hinweis!
        Ich werde in Zukunft alles was mit Religion, Staatsangehörigkeit und natürlich Flüchtlingen zu tun hat, tunlichst vermeiden. 😉

  63. Bei Welt online heißt es mal wieder unter allen(!) Artikeln:

    „Unsere Kommentarfunktion ist vorübergehend geschlossen.“

    Auch bereits abgegebene Leserkommentare können nicht gelesen werden.

    Welche Leser lassen sich das bieten?

    1. Es liegt doch in unser aller Hand. Printerzeugnisse, nicht nur aus dem Hause Springer, kommen bei mir schon seit Jahren nicht mehr ins Haus. Denn Print ist trotz Auflagenschwund für viele immer noch der Goldesel, da schmerzt weiterer Rückgang den Herrschaften besonders. Und das der Adblocker deaktiviert wird muss sich eine Seite erst verdienen, geschweige denn ein Abo abschliessen. Jammern dann aber wieder rum das man im Netz kein Geld verdienen kann. Heuchler!

      Aber es sind ja glücklicherweise nicht alle so. An dieser Stelle ein Dank an die MEEDIA.

  64. Und nochmal Rückmeldung; Wie bereits erwähnt ist wieder alles beim alten, jedenfalls der erste Eindruck. Gefühlt kommt nur jeder zehnte kritische Kommentar durch. Die WELT nimmt die Position einer Regierungszeitung ein. Herrn Aust halte ich für einen unheimlich kompetenten Journalisten und Herausgeber, die Entwicklung dieser Zeitung ist jedoch leicht „besorgniserregend“. Von meiner Seite aus gibt es da nur noch eins: Abstand halten! Wünsche allen viel Glück und ein wachsamen Auge gegenüber den Großverlagen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige