Überfordert vom Leser-Hass: Zeitungsredaktionen schränken Kommentarfunktion ein

tagesschau_kommentar-geschlossen-schloss.jpg

Nicht nur Facebook hat ein Problem mit Hasskommentaren, sondern auch die deutschen Nachrichtenportale. Bei vielen sind die Kommentarspalten längst zu Kampfzonen verkommen, in denen den Moderatoren alles abverlangt wird, um justiziable Meinungsäußerungen zu löschen. Die Folge: Über ein Drittel aller von der Zeitschrift journalist befragten Zeitungsredaktionen haben deshalb bereits ihr Kommentar-Angebot eingeschränkt.

Werbeanzeige

Das DJV-Magazin hatte 119 Vollredaktionen gefragt, ob sie im vergangenen Jahr die Kommentarfunktion auf Ihren Webseiten eingeschränkt haben, „weil Sie mit der Flut vor allem rechter/strafrechtlich relevanter Kommentare nicht mehr zurechtkommen“. 66 antworteten. Von denen gaben wiederum 27 Redaktionen an, dass sie tatsächlich Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Allerdings sagten auch 39, dass sie bislang auf Einschränkungen verzichten würden.

Tatsächlich scheint für viele Redaktionen der Moderationsaufwand kaum mehr zu bewältigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fuldaer Zeitung. Die Hessen machten Anfang des Jahres die Meinungs-Schotten dicht. Für sie war schlicht die „Schmerzgrenze überschritten“. In ihrer Erklärung schrieben sie damals:

Die Moderation der Kommentare nimmt inzwischen mehrere Stunden Arbeitszeit täglich in Anspruch. Dabei müssen wir uns – neben vielen sachlichen und lesenswerten Leserkommentaren – allerdings zunehmend persönliche Beschimpfungen und Beleidigungen sowie aggressive Beiträge einiger weniger Nutzer durchlesen. Kommentare, die Sie als Leser niemals zu lesen bekommen, wir aber Tag für Tag für Sie „konsumieren“ und löschen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch – und kostet zudem eine Menge an Nerven. Diese Zeit und Energie möchten wir lieber dafür nutzen, Ihnen mehr interessante Inhalte auf unserem Portal anbieten zu können.

Eine andere Lösung hat Welt Online gefunden. Die Berliner setzten auf eine Software, die Beleidigungen und andere verbotene Äußerungen automatisch herausfiltern soll. Das System wurde von der Firma Ferret Go, angeblich auf Basis von 8,5 Millionen Kommentaren aus den vergangenen fünf Jahren, programmiert. Besonders stolz sind die Macher darauf, dass die Fehlerquote nur bei vier Prozent liegen soll.

Den meisten Redaktionen fehlen jedoch die technischen Ressourcen, wie sie beispielsweise der Welt zur Verfügung stehen, um auf ein ähnliches Modell zu setzten. Wie viel Arbeit die Flut der beleidigenden Kommentare machen kann, zeigt auch das Beispiel Facebook. Wie Mark Zuckerberg bei seinem Berlin-Besuch in der vergangenen Woche verriet, prüfen alleine hierzulande mittlerweile rund 200 Mitarbeiter Kommentare und Postings, die von anderen Nutzern beanstandet wurden.

Tatsächlich steht die Debatte über den richtigen Umgang mit dem Hass in den Kommentarspalten erst am Anfang. Ein schlichtes Abschalten der Kommentare kann auch keine Lösung sein. So verprellt man auch die engagierten Nutzer, die an einer lebendigen Diskussion teilhaben wollen. Zudem verliert man so wohl auch viele Leser an die so genannte alternativen Medien. Gerade diese positionieren sich seit Jahren als Sammelbecken für wütende Kommentatoren. Der SZ-Digitalchef, Stefan Plöchinger, hat recht, wenn er in der Titelgeschichte des journalist sagt, dass es auch „Kern des Jobs“ sei, „die öffentliche Debatte zu moderieren“.

Werbeanzeige

Alle Kommentare

  1. Ich wollte heute bei der WELT Online einen Kommentar abgeben zum Artikel, wo berichtet wird, dass der norwegische Massenmörder Breivik über seine Haftbedingungen klagt. Gebe meinen Kommentar hier mal wieder:

    —–
    „Bei dem Kerl drängt sich doch unweigerlich die Frage auf: Welche psychische Gesundheit????????

    Okay, Populismus beiseite…:
    In einem Radiobeitrag hierzu hörte ich, er habe einen Fernseher, PC (natürlich ohne Internetzugang), eine Spielekonsole und noch andere Annehmlichkeiten. Haben andere Häftlinge in Norwegen das auch? Weiß ich nicht…

    Es ist sicher so, dass Isolationshaft zermürbend ist. Einsamkeit ist etwas Furchtbares und wird seiner geistigen Gesundheit sicher abträglich sein. Aber hat dieser Mann etwas besseres verdient? Er hat sich sicher auch vor seiner Tat denken können, dass er im Knast nicht biertrinkend an der Bar mit Kumpels sitzt und ein tolles Leben hat. Selbst schuld…

    Wer wie Breivik Menschen – noch dazu so viele – bewusst, vorsätzlich und so wie ich es am Rande mitbekommen habe ohne (nachträgliche) Reue umbringt hat aus meiner Sicht sein Recht auf Freiheit verwirkt.
    Von mir aus soll er gegen die Haftbedingungen klagen, das bringt ihm nur das ein, was er verdient: nämlich die weitere Verabscheuung und Ächtung seiner Person. Rechtsstaatlichkeit ist ein extrem hohes Gut und (Zitat Merkel :D) alternativlos. Allerdings sollte man den Täterschutz nicht zu hoch bewerten. Ich bin kein Befürworter der Todesstrafe, stattdessen ihn im Gefängnis für den Rest seines Lebens kräftig arbeiten lassen für einen gemeinnützigen Zweck. Nie wieder auf freien Fuß. Ende Gelände!
    Die Frage ist nur, wie es um seine geistige Gesundheit steht, wenn er eines Tages wieder freikommt (falls er freikommt) und wie sich das dann in Taten entladen könnte. Armes Norwegen…

    Keep thinking!!“
    —–

    Wurde nicht veröffentlicht. Habe den Kommentar später ganz leicht überarbeitet und nochmal abgeschickt, wurde wieder nicht veröffentlicht („removed“). Ich erkenne beim besten Willen keine Gründe dafür. Ich gebe sachlich und mit Niveau meine Meinung wieder (die glaube ich keine ganz schlechte ist…), keine Beleidigungen und sogar eine weitestgehend fehlerfreie Rechtschreibung. Andere Kommentare, die vor Unsachlichkeit und falscher Rechtschreibung nur so strotzen werden aber veröffentlicht. An der Länge kann es nicht liegen, habe schon weitaus längere Kommentare bei der Welt gelesen. Ich habe aus Verärgerung meinen Account bei Disqus direkt wieder gelöscht, den ich nur ein paar Minuten zuvor eingerichtet habe.

    Dann eben auf Bild-Zeitungs-Niveau: F**k off!

    Ich habe übrigens kein Zeitungsabo und werde u. a. auch deswegen in Zukunft keines abschließen.

    Bitte gern um Feedback von den werten Leserinnen und Lesern hier. Danke.

    1. @D. Schneider

      Ich kann Ihren Unmut gut nachempfinden. Dieses Entfernen ohne jeden ersichtlichen Grund brachte mich anfangs fast zum Weinen. Und ich wollte mit WO überhaupt nichts mehr zu tun haben. Später versuchte ich es dann immer wieder und war glücklich über jeden Kommentar, der es geschafft hatte. Ich dachte auch, ich sei die einzige, fühlte mich bei etwas Bösem ertappt oder versuchte mich mit Mails bei WO zu rechtfertigen. Total sinnlos. Einige meiner Kommentare wurden dann doch noch veröffentlicht, teils wurde sich auch entschuldigt. Ich glaube, die fahren da eine Taktik des Zermürbens und mittlerweile rege ich mich gar nicht mehr auf, wenn es Kommentare nicht schaffen. Ich schreibe viele und einige packen es dann. Und ich mache das jetzt schon über ein Jahr und habe so eine Quote von geschätzten 60 %, mal mehr mal weniger.

      Einmal bat ich WO um eine Erklärung eines Kommentars, der es nicht geschafft hatte. Und ich verstand absolut nicht, warum. Also zerpflückten sie mir per Rückmail diesen Kommentar mit Anmerkungen wie „Polemik“, „Hörensagen“, „Unterstellung“ und „Verallgemeinerung“. Da war mir alles klar, denn wenn man sucht, dann findet man immer was. Es ist wohl auch gewünscht, dass die Leser nicht alles zu lesen bekommen, denn dann würden sie schnell die Meinungsdiktatur durchschauen.

      Man sollte vielleicht seinen Kommentar möglichst kurz halten und auf den Punkt bringen, damit fährt man am besten. Das wichtigste ist, sich nicht aufzuregen, denn allen anderen Kommentatoren geht es ganz genauso. Nicht aufgeben, immer wieder versuchen, das lohnt sich am Ende dann doch.

      Gruß
      Brigitte

      1. @Brigitte,

        danke für die „Anteilnahme“ 🙂

        Ich finde die Nicht-Veröffentlichung meines Kommentars insofern erstaunlich, als dass er inhaltlich eigentlich nicht im Gegensatz zur Meinung im Artikel steht. Es wäre mal interessant zu wissen, ob der Kommentar von einem Menschen oder von dieser Software (falls die noch verwendet wird) ausgesiebt wurde.

        Für mich hat sich diese Sache vorerst erledigt. Ich sehe es nicht ein, einen anständigen Kommentar mehrmals umschreiben zu müssen, bis er die „Kontrolle“ passieren kann oder in irgendwelchen Klage-Mails an die Redaktion um die Veröffentlichung zu betteln oder diese in harschem Ton einzufordern und herbeizudiskutieren.

        Es ist jedenfalls um die Rahmenbedingungen der von unseren Politikern so vehement beschworenen Diskussionskultur in diesem Fall nicht gut bestellt. Wozu brauche ich überhaupt eine Kommentarfunktion, wenn ich regelmäßig damit rechnen kann, dass meine Kommentare gar nicht erst veröffentlicht werden und seien sie noch so anständig und mit gesundem Menschenverstand geschrieben?

        Habe eben noch einen neuen Artikel über Breiviks Klage bei WO gelesen, der 16:23 Uhr veröffentlicht wurde. Darunter genau 0 Kommentare, wo in der „normalen Zeiten“ eigentlich schon ungefähr 10 oder mehr stehen würden. Wie kommt das nur, frage ich mich…… 😉

        Die Presse sollte nicht die Meinung machen, sondern dazu anhalten, sich eine Meinung zu bilden!! Genauso wie es ein deutsches Schmierblatt als Werbeslogan hat/hatte 😉

        Dies das Wort zum Mittwoch!

  2. @D. Schneider

    Wenn Sie die vorhergehenden Kommentare gelesen haben (und davon gehe ich mal aus), werden Sie bemerkt haben, es geht eigentlich allen so.
    Ich kann „Brigitte“ nur zustimmen, auch ich bin anfangs fast verzweifelt über die Kommentarfunktion.
    Teilweise war ich so wütend, weil andere Kommentare, die extrem waren, veröffentlicht wurden.
    Auch ich bekam dann auf meine Anfrage die Hinweise: Polemik, Populismus, Verallgemeinerung.
    Manche Kommentare habe ich bis zu 10 mal umgeschrieben, bis von der Kernaussage nichts mehr übrig blieb.
    Und ich fragte mich auch, warum es den Journalisten erlaubt war, Dinge zu schreiben, die der Leser nie schreiben dürfte.
    Wenn ich nur an der gestrigen Kommentar von Henryk M. Broder denke.
    Hätte ein Leser ähnliches verlauten lassen, die Beiträge wären niemals veröffentlicht worden.

    Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und habe meinen Disqus Account auch gelöscht.
    Nach etlichen Wochen wagte ich das Experiment und schloß ein Abo ab.
    Meine Kommentare wurden zwar weiterhin entfernt, aber auf meine Nachfragen und den Hinweis, ich sei Abo Kunde, bekam ich plötzlich sehr freundliche Mails mit ausfürhrlichen Entschuldigungen und der Erklärung ihrer tollen Software, die schon mal „vorsortiert“ aber leider noch viele Fehler macht.
    Natürlich wurden auch all meine Kommentare nachträglich veröffentlicht.

    Inzwischen habe ich mein Abo gekündigt und den Herrschaften auch mitgeteilt, warum ich von ihrer Zensur die Nase voll habe.
    Das man die Kommentarfunktion einfach so mir nichts, dir nichts dicht gemacht hatte, war ja die Krönung des Ganzen.
    Interessanterweise kann man ja jetzt wieder kommentieren.
    Was mich verwundert.
    Hat man jetzt NACH der Landtagswahl keinen Qualitätsanspruch mehr?
    Für mich war es das mit der „Welt“.
    Hin und wieder schreibe ich noch was, ärgere mich aber nicht mehr über entfernte Beiträge, sondern mache mir einen Spaß daraus, den Beitrag solange zu posten, bis er irgendwann „durchrutscht“.

    Also nicht ärgern, das Leben ist zu kurz, um sich mit solchem Mist zu belasten! 😉

    1. @Merlina

      Ja ich habe alle Kommentare hier gelesen.
      Gestern habe ich mich wirklich geärgert, inzwischen ist der Ärger der Ernüchterung gewichen.

      Ja, der Artikel von Broder – ich gehe davon aus, Sie meinen den über N. Blüm in Idomeni – enthält tatsächlich ein paar Sätze, von denen man annimmt, Sie wären nicht als Leser-Kommentare veröffentlicht worden. Aber Broder ist eben ein Meinungsmacher, der Leser ist nicht Broder und damit eher kein Meinungsmacher. Allerdings sind ja schon über 460 Kommentare unter dem Artikel, die ich jetzt aus Zeitgründen aber nicht gelesen habe. Aber sicher sind einige darunter, die harsch in ihrer Aussagen und/oder unqualifiziert in ihrer Formulierung sind…

      Ich glaube es ist zu einfach und falsch, alles pauschal als Lügenpresse abzutun, aber von einer unvoreingenommenen, freien und unbeeinflussten Meinungsbildung und Diskussionskultur in gewissen Bereichen der deutschen Medienlandschaft zu sprechen, ist eindeutig realitätsfern!

  3. Bei der WELT scheint wieder alles fast offen zu sein, jedenfalls mein Eindruck nach kurzfristigen Besuchen.

    Weiter oben schrieb ich nicht ganz ernst gemeint; Mal schauen ob nach den Landtagswahlen wieder alles beim alten ist.

    Diese, wie soll man es nennen, Hörigkeit??? einiger/vieler Medien gegenüber der Regierung kann einem wirklich Angst machen.

  4. Ich möchte hier mal ein interessantes Beispiel für Zensur geben:
    Zu einem Artikel bei WO über eine Muslima in einer Burka, die sich vor Gericht weigerte, ihren Gesichtsschleier abzunehmen und die hier geboren wurde und nach 43 Jahren immer noch kein Wort deutsch kann (sie brauchte vor Gericht einen Dolmetscher) schrieb ich folgenden Kommentar:

    „Vielleicht ist sie in Deutschland geboren und nicht hier aufgewachsen?
    Anders kann ich mir den Umstand, dass sie in 43 Jahren kein deutsch gelernt hat, nicht erklären.“

    Diesen Beitrag habe ich 11 (!) mal umgeschrieben, weil er ständig entfernt wurde.
    Da ich aber hartnäckig bin, habe ich weitergepostet.
    Zum Schluss blieb nur noch diese Option:

    „Vielleicht ist sie in Deutschland geboren und nicht hier aufgewachsen?
    Anders kann ich mir die Sache nicht erklären…“

    Dieser letzte Versuch wurde dann endlich veröffentlicht.
    Kann mir mal irgend jemand sagen, was an meinem ursprüglichen Post so schlimm war, dass er ständig entfernt wurde?
    Diese Zensur bei WO ist einfach nur noch unerträglich…

    1. @Merlina

      Das ist wirklich ein interessanter Fall… Ich erkenne in Ihrem ursprünglichen Kommentar keine Polemik, Verallgemeinerung, Beleidigung geschweige denn einen Hasskommentar. Ich erkenne auch kein Wort/keinen Begriff, den die Software von WO als Signal für einen „bösen“ Kommentar interpretiert haben könnte, was zur Nicht-Veröffentlichung führte.

      Andere Kommentare, wo die Glaubwürdigkeit der Muslima angezweifelt wird (wie sie denn die deutschsprachige Beleidigung verstehen konnte ohne Deutschkenntnisse) sind aber veröffentlicht. Interessante Frage übrigens… Vielleicht war sie ja zum Tatzeitpunkt nicht allein und hatte jemanden dabei, der Deutsch kann.

      Entweder sind die Moderatoren der WO-Leserkommentare chronisch unausgeschlafen, chronisch unmotiviert, auf Drogen oder was weiß ich, aber mit gesundem Menschenverstand lässt sich das echt nicht erklären. Wahrscheinlich war es das Wort „deutsch“, dass die Software als ultimativ BÖSES Wort identifiziert hat. 😀
      Das schlimme D-Wort, schämen Sie sich Merlina!! 😉

      1. @D. Schneider

        Ach so, darauf hätte ich natürlich gleich kommen können, dass die Erwähnung des Wortes „deutsch“ in Deutschland schon unter die Zensur fällt.
        Danke für Ihren Hinweis, bin ich doch für die nächsten Kommentare gewappnet.

        Aber jetzt mal Spaß beseite, das stinkt doch wirklich zum Himmel.
        Ich bin es ja fast schon gewöhnt, dass meine Kommentare bei der Erwähnung des Islam nicht veröffentlicht werden, weil anscheinend schon die bloße Erwähnung des Wortes „Islam“ bei den WO Moderatoren zur Schnappatmung führt. Aber was die sich so in Sachen Zensur leisten, veranlasst nur noch zum verständnislosen Kopfschütteln.
        Das Kommentieren macht echt keinen Spaß mehr, wer hat schon die Zeit, ständig zu überprüfen, ob auch alles veröffentlicht wurde.
        Es gibt ja einige gute Portale, wo das Kommentieren noch problemlos funktioniert (wie hier z.B.) aber die sind in der Regel nicht so stark frequentiert, weswegen der Austausch ein wenig schleppend voran geht.
        Aber wie dem auch sei, danke für Ihren netten Hinweis!
        Ich werde in Zukunft alles was mit Religion, Staatsangehörigkeit und natürlich Flüchtlingen zu tun hat, tunlichst vermeiden. 😉

  5. Bei Welt online heißt es mal wieder unter allen(!) Artikeln:

    „Unsere Kommentarfunktion ist vorübergehend geschlossen.“

    Auch bereits abgegebene Leserkommentare können nicht gelesen werden.

    Welche Leser lassen sich das bieten?

    1. Es liegt doch in unser aller Hand. Printerzeugnisse, nicht nur aus dem Hause Springer, kommen bei mir schon seit Jahren nicht mehr ins Haus. Denn Print ist trotz Auflagenschwund für viele immer noch der Goldesel, da schmerzt weiterer Rückgang den Herrschaften besonders. Und das der Adblocker deaktiviert wird muss sich eine Seite erst verdienen, geschweige denn ein Abo abschliessen. Jammern dann aber wieder rum das man im Netz kein Geld verdienen kann. Heuchler!

      Aber es sind ja glücklicherweise nicht alle so. An dieser Stelle ein Dank an die MEEDIA.

  6. Und nochmal Rückmeldung; Wie bereits erwähnt ist wieder alles beim alten, jedenfalls der erste Eindruck. Gefühlt kommt nur jeder zehnte kritische Kommentar durch. Die WELT nimmt die Position einer Regierungszeitung ein. Herrn Aust halte ich für einen unheimlich kompetenten Journalisten und Herausgeber, die Entwicklung dieser Zeitung ist jedoch leicht „besorgniserregend“. Von meiner Seite aus gibt es da nur noch eins: Abstand halten! Wünsche allen viel Glück und ein wachsamen Auge gegenüber den Großverlagen.

  7. Immer mehr Onlineredaktionen machen ihre Kommentare dicht. Meist mit der Alibi-Begründung „Hass-Kommentare/ rechtes Gedankengut“ etc.
    Tatsächlich ist es meistens konstruktive Kritik, teils mit Vorwürfen aber fast immer berechtigt. Nur mit der Masse der Kritik kommen diese Journalisten einfach nicht klar, Selbstreflexion oder gar -kritik ist ihnen völlig fremd. Nie wird auf die Kritik eingegangen, sie scheinen sich selber für unfehlbar zu halten, die Arroganz und Borniertheit ist unerträglich. Da wird lieber die Kritik abwertend und verallgemeinernd in Schubladen gepackt („Lügenpresse-Schreier“) oder gleich paranoide VTs gesponnen („Putintrolle“)…

    Es ist fürchterlich. Auch dass sich Medien so an dem Kriegsgetöse und Aufrüstungsbgeisterung beteiligen als hätte Deutschland nie die Sowjetunion überfallen und 20 Millionen Tote auf deren Seite verursacht, als hätten nicht viele Kriege der letzten Jahrzehnte Lügen als Basis bzw. Begründung gehabt.
    Sind die alle so blind oder wirklich einfach nur völlig gewissenlos?
    Es kann doch nicht wahr sein! Und nachher will wieder niemand etwas gewusst haben.

  8. Zum Thema Welt Online

    Dieser Filter der angeblich Beleidigungs/Hass-Kommentare filtert: eine ganz große Lüge wie mittlerweile hunderte Leute berichten! Es handelt sich wohl entweder um einen rein ideologischen Filter oderum einen Wahllos-Filter.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige