Galaxy S7 und Gear 360: Samsung wettet auf Virtual Reality

samsung-galaxy-s.jpg

Tech Smartphone-Platzhirsch Samsung hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Flaggschiff enthüllt – das Galaxy S7 und die Knick-Display-Variante Galaxy S7 edge. Viele Änderungen hat der südkoreanische Elektronikriese diesmal allerdings nicht vorgenommen: Die neuen Modelle sehen aus wie die Vorgängerversion, auch unter Oberfläche sind die Verbesserungen marginal. Dafür wettet Samsung nun noch aggressiver auf den nächsten vermeintlichen Megatrend Virtual Reality – und bietet eine 360 Grad-Kamera an.

Werbeanzeige

Vorhang auf für die neuen iPhone-Herausforderer! Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der es für den wertvollsten Konzern der Welt ungemütlich wird: Das jüngste iPhone-Modell ist seit fast einem halben Jahr auf dem Markt, was gleichzeitig bedeutet, dass bereits in rund sechs Monaten in Form des iPhone 7 eine neue Smartphone-Generation aus Cupertino vorgestellt wird – der ideale Zeitpunkt also für die Konkurrenz, um nun selbst mit neuen Modellen zu punkten.

Das passiert alljährlich auf dem Mobile World Congress in Barcelona, auf dem sich die führenden Smartphone-Hersteller der Welt ein Stelldichein geben und neue Modelle präsentieren.  Ganz vorne dabei natürlich: der Platzhirsch Samsung, der nach verkauften Einheiten noch immer deutlich vor Apple liegt. 320 Millionen verkaufte Smartphones bescheinigte der Marktforscher Gartner in vergangenen Jahr den Südkoreanern, 225 Millionen abgesetzte iPhones Apple.

Galaxy S7 und S7 edge:  Evolution statt Revolution

Aber: Samsungs großer Erfolg kommt vor allem durch günstige Modelle zustande – von Flaggschiff, der Galaxy-Linie, setzten die Südkoreaner 2015 schätzungsweise nur 45 Millionen Einheiten ab. Ob sich daran 2016 etwas ändert, scheint nach der gestrigen Vorstellung des Galaxy S7 und des Galaxy S7 edge fraglich.

Die Änderungen an Samsungs Flaggschiff fallen nach der großen Erneuerung im Vorjahr bestenfalls evolutionär aus: Die Kamera wurde mit einem neuen Sensor verbessert, weist aber nun nur noch 12 Megapixeln auf, der Prozessor taktet angeblich um 30 Prozent schneller, der Speicher ist nun zusätzlich bis auf 200 GB erweiterbar. Das Galaxy S7 edge, praktisch das identische Modell mit seitlichem Knick im Display, wuchs zudem auf eine Bildschirmgröße von 5,5 Zoll an.

360 Grad-Kamera für den Virtual Reality-Einsatz

Um den Verkauf der neuen Galaxy-Smartphones anzuheizen, spendiert Samsung Käufern, die in den ersten drei Wochen zuschlagen, oben drauf noch die zu Jahresbeginn gelaunchte Virtual Reality-Brille Gear VR, für die immerhin sonst 100 Euro zu Buche schlagen.

D.J. Koh, der neue Chef von Samsung Smartphone-Sparte, ließ keinen Zweifel daran, dass Virtual Reality das nächste große Boomsegment wird, in dem die Südkoreaner von Beginn an den Ton angeben wollen. Um die Ambitionen zu untermauern, stellte Samsung gestern als eigentliche Innovation eine 360 Grad-Kamera vor, mit der Videos und Fotos für den Virtual Reality-Einsatz geschossen werden können – die Gear 360.

Mark Zuckerberg unterstützt Samsung mit Überraschungsauftritt

Öffentliche Unterstützung bekam Samsung bei seinen VR-Bemühungen von niemand Geringerem als  Mark Zuckerberg, der als Überraschungsgast bei Presse-Event auftrat. „Virtual Reality ist die nächste Social-Plattform“, erklärte der Facebook-Chef , der vor knapp zwei Jahren für zwei Milliarden Dollar den VR-Spezialisten Oculus übernommen hatte, auf dessen Plattform nun auch Samsung VR-Brille operiert.

I just joined Samsung to launch their new Galaxy smartphones and talk about the future of virtual reality.I told the…

Posted by Mark Zuckerberg on Sunday, February 21, 2016

Anleger reagierten auf Samsungs Neuheiten indes verhalten: An der Börse in Seoul sackte die Aktie des wertvollsten Konzerns des Landes in Reaktion auf den Produktvorstellungen um weitere zwei Prozent ab und weitete das Minus seit Jahresbeginn damit auf sieben Prozent aus.

Interessant: Das neue S7 ist das erste Smartphone, auf dem Springers Nachrichten-Aggregator Upday serienmäßig auf dem Startdisplay installiert ist.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige