Star-DJ Paul van Dyk verbietet der AfD, sein Lied „Wir sind wir“ zu nutzen

AfD-Politiker Björn Höcke (links), DJ Paul van Dyk: Wir sind nicht wir
AfD-Politiker Björn Höcke (links), DJ Paul van Dyk: Wir sind nicht wir

Audio Der Berliner DJ Paul van Dyk hat der Partei Alternative für Deutschland (AfD) verboten, sein Lied "Wir sind wir" bei Veranstaltungen zu benutzen. Das berichtet die Zeit in ihrer aktuellen Ausgabe. Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke verwendete das Lied des öfteren als Auftrittsmusik.

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Paul van Dyk hat laut Zeit im Januar über seinen Anwalt eine Unterlassungsaufforderung an die AfD versenden lassen. Darin verbietet er der AfD „jedwede unberechtigte Nutzung“ des Songs „Wir sind wir“, den van Dyk zusammen mit Peter Heppner veröffentlichte.

Der AfD-Politiker Björn Höcke nutzte das Lied mehrfach als Auftrittsmusik bei den monatlichen Kundgebungen auf dem Erfurter Domplatz einspielen lassen. Zuletzt wurde es zu diesem Anlass Mitte Januar 2016 gespielt.

Der DJ Paul van Dyk ist Komponist des Liedes und ist für seine elektronische Tanzmusik international bekannt. Er möchte nicht, dass sein Song als Hymne von der Partei genutzt wird. „Ich distanziere mich aufs Schärfste von der AfD“, sagt er der Zeit. Sollte die AfD das Lied weiter verwenden, will van Dyk urheber- und strafrechtlich dagegen vorgehen. Die AfD teilte der Zeit mit, sie prüfe den Vorgang.

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Alle Kommentare

  1. „Die Toten Hosen weisen auf ihrer Webseite daraufhin, dass die Rechtslage so sei, dass sie nichts dagegen tun könnten. Musiker, die die Rechte an ihren Werken an die Verwertungsgesellschaft GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) übertragen, können die Nutzung ihrer Lieder durch zahlende Interessenten kaum mehr beeinflussen.“
    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article120366519/Tote-Hosen-erklaeren-CDU-Gesang-zum-Autounfall.html

    Wird dann wohl auch hier so sein.

  2. Wenn Sie weiterhin Deutschland zerstören wollen, wählen Sie im März bitte die CDU oder – noch besser: Dünnschiß 90 die Grünen

  3. Danke Mathias Förster! Peinlich, MEEDIA.
    übrigens: der Link auf NS-Propagandamaterial im Kommentar von Erwin Schabrunski sollte von der „Redaktion“ auch mal geprüft werden.

  4. Ausgerechnet Paul van Dyk !
    Wer nationalistische Kackscheiße in Lieder packt, sollte sich nicht wundern wenn sie von Nationalisten als Propaganda verwendet werden.

    Das ist kein Mißbrauch, das ist genau so verwendet wie gedacht.

    Was kommt als nächstes, die Pop-Nationalisten von MIA protestieren gegen Freiwild ?
    Paul van Dyk ist kein Opfer, sondern Täter. Statt ihn zu verteidigen sollte man ihn wie Eva Hermann oder Thilo Sarrazin ausgrenzen und dafür sorgen das er keine Auftritte mehr bekommt.

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