183 Millionen Euro: Zeit-Chef Rainer Esser verkündet Rekordumsatz für 2015

Zeit-Verlagschef Rainer Esser verkündete für 2015 einen neuen Rekordumsatz
Zeit-Verlagschef Rainer Esser verkündete für 2015 einen neuen Rekordumsatz

Läuft bei Geschäftsführer Rainer Esser und seiner Zeit: Während die Zeitung gerade ihren 70. Geburtstag feiert und der Vertrieb steigende Auflagen verkündete, kann der Herr der Zahlen auch noch verraten, dass der Umsatz im Jahr 2015 einen neuen Rekord erreichte. Wie viel Gewinn dabei die mittlerweile 600 Mitarbeiter erwirtschafteten, wollen die Hamburger aber nicht preisgeben. Einziger Wermutstropfen: Die Onliner wollen endlich gleichberechtigt bezahlt werden. Dafür würden sie auch streiken.

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Wie Esser gegenüber der Deutschen Presseagentur sagte, seien 2015 die Erlöse auf das Rekordniveau von 183 Millionen Euro gestiegen. 2014 lagen sie noch bei 180 Millionen. „Der Umsatz wäre sportlicher ausgefallen, wenn wir nicht eine Ausgabe weniger gehabt hätten.“

Das dürfte dann in diesem Jahr anders aussehen. Alleine mit der Geburtstagsausgabe, die seit dem gestrigen Montag im Handel ist, haben die Hamburger bereits eine Ausgabe mehr am Start. Allerdings ist natürlich noch unklar, wie viel der Verlag von ihr absetzt.

Grundsätzlich gibt es in Sachen Auflage überwiegend positive Nachrichten. So verkündeten die Hamburger gerade erst, dass sie ihre verkaufte Auflage im vierten Quartal 2015 – im Vergleich zum Vorjahr – gesteigert hätten. Allerdings liegt das Plus nur bei 0,23 Prozent. Aber immerhin.

Zum Gewinn macht der Verlag traditionell keine Angaben. Esser sagte jedoch, dieser habe 2015 wegen hoher Investitionen unter dem des Vorjahres gelegen. Investiert wurde 2015 vor allem in den Ausbau der Redaktionen und der Verlagsangebote. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 67 auf rund 600.

Einziger Wermutstropfen dürfte aus Sicht des Managements der Dauerstreit mit den Onlinern über einen neuen Haustarifvertrag sein. Laut taz würden diese noch immer rund 10.000 Euro pro Jahr weniger verdienen als ihre Printkollegen. Um dies nun zu ändern, sollen die Mitarbeiter der Web-Ausgabe sogar „streikbereit“ sein.

Mit Material von dpa

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