Fehlende Kinohits drücken Umsatz bei Unterhaltungsriese Time Warner

CEO von Time Warner: Jeff Bewkes
CEO von Time Warner: Jeff Bewkes

Mangelnde Kinohits haben den US-Medienkonzern Time Warner zum Jahresende 2015 belastet. Im vierten Quartal sank der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Vor allem beim Filmstudio Warner Bros lief es nicht so rund.

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Während der Konkurrent Disney mit „Star Wars“ Rekorde brach, waren Kassenschlager bei Time Warner Fehlanzeige. Im Vorjahr hatte der Konzern noch Blockbuster wie „Der Hobbit“ abgeliefert.Das Unternehmen konnte aber auf seinen erfolgreichen Bezahlsender HBO („Game of Thrones“) zählen. Zudem steigerte die TV-Tochter Turner die Erlöse, über die Time Warner an dem Nachrichten-Flaggschiff CNN oder dem Unterhaltungskanal TNT („The Big Bang Theory“) beteiligt ist.

Während der Umsatz des Konzerns insgesamt überraschend niedrig ausfiel, legte der Gewinn im Schlussquartal stärker als erwartet zu. Time Warner steigerte den Überschuss von 718 auf 857 Millionen Dollar. Im gesamten abgelaufenen Jahr kletterten die Erlöse um drei Prozent auf 28,1 Milliarden Dollar. Time Warner verdiente unter dem Strich 6,9 Milliarden Dollar – 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für 2016 stellte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 5,3 und 5,4 Dollar je Aktie in Aussicht und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Das Management beschloss zudem eine Anhebung der Dividende um 15 Prozent auf 1,61 Dollar pro Anteilschein und Aktienrückkäufe im Wert von bis zu fünf Milliarden Dollar.

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