Ernährung, Kottbusser Tor, Prokrastination: die Blendle-Charts der Woche

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Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und die Nummer 1 der Blendle-Charts

Die Zeit hat erneut den ersten Platz in den deutschen Verkaufs-Charts des Journalismus-Shops Blendle erobert. Gelungen ist das mit einem Frage-und-Antwort-Katalog zum Thema Ernährung, Platz 2 geht an eine Tagesspiegel-Reportage vom Berliner Problemplatz Kottbusser Tor, dahinter folgt die Wirtschaftswoche mit einem Ratgeber zur Prokrastination.

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„Greifen Sie zu“ ist der Ratgeber zum Thema Ernährung aus der aktuellen Zeit-Ausgabe überschrieben. Beantwortet werden Fragen wie „Wie viel Milch ist optimal?“, „Ist Fischfett wirklich so gesund“ oder „Verursacht Wurst Krebs?“. Nüchtern, wissenschaftlich fundiert und daher lesenswert fallen die Antworten aus. Das sahen offenbar auch viele Blendle-Nutzer so, das Stück war in den vergangenen sieben Tagen der meistverkaufte Artikel der Woche auf der Plattform.

Auf den Rängen 2 und 4 folgt Der Tagesspiegel, der offenbar sehr erfolgreich mit Blendle-Links für seine Artikel trommelt. Auf Platz 2 findet sich die Reportage über das Kottbusser Tor in Berlin, auf Plstz 4 ein bewegendes Stück über eine 83-Jährige, die sich zu Tode fastet, weil Sterbehilfe in Deutschland verboten bleibt.

Dazwischen schob sich die Wirtschaftswoche mit einem Service-Text zum Thema Prokrastination – das sicher viele Berufstätige am Büro-Rechner während einer solchen Phase gekauft haben. Ebenfalls noch in der Top Ten dabei: das Cicero-Interview mit Peter Sloterdijk, der Spiegel-Titel über die AfD und das Fachmagazin Journalist mit seinen Recherchen über eine Putin-Doku des ZDF.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 3. bis 9. Februar 2016:

1. „Greifen Sie zu“ – Die Zeit, 1697 Wörter, 29 Cent
Wissensstück zum gesunden Konsum von Nahrungsmitteln: Wie viel Milch, Salz oder Zucker noch gesund sind.

2. „Zu krass für den Kiez“ – Der Tagesspiegel, Hannes Heine, 1804 Wörter, 45 Cent
Reportage vom Kottbusser Tor, dem Berliner Problemplatz: Wie sich das Problem verschärft, und sich die lokale Bevölkerung selbst hilft.

3. „Morgen ist auch noch ein Tag“ – Wirtschaftswoche, Malte Buhse, 1731 Wörter, 69 Cent
Ausführlicher Ratgeber zur Prokrastination, ihren Ursachen, den (teils dramatische) Folgen und Tipps, um sie zu bekämpfen.

4. „Ihr Wille geschah“ – Tagesspiegel, Deike Diening, 2073 Wörter, 45 Cent
Reportage über eine 83-Jährige, die sich zu Tode fastet, weil Sterbehilfe in Deutschland verboten bleibt.

5. „Das kann nicht gut gehen“ – Cicero, Alexander Kissler und Christoph Schwennicke, 3157 Wörter, 55 Cent
Ausführliches Interview mit Peter Sloterdijk über die Politik von Angela Merkel, die Flüchtlingskrise und Waffen gegen den Terror.

6. „Im Schützengraben“ – Der Spiegel, Melanie Amann, Matthias Bartsch, Jan Friedmann, Nils Minkmar, Michael Sauga, Steffen Winter, 4755 Wörter, 1,99 Euro
Titelgeschichter zur AfD, den rassistischen Entgleisungen der Partei und ihrer Zerstrittenheit.

7. „Der falsche Separatist“ – Journalist, Moritz Gathmann und Maxim Kireev, 2396 Wörter, 99 Cent
Recherche zur ZDF-Recherche: Hat sich der Sender in einer Putin-Dokumentation einen falschen Zeugen unterjubeln lassen?

8. „Die Vitamin-D-Legende“ – Welt am Sonntag, Anna Kröning, 1264 Wörter, 25 Cent
Aufschrieb neuer Studien zur Einnahme von Vitamin D. Es soll gegen allerlei Leiden helfen, birgt aber Risiken.

9. „Auf Umwegen zum Ziel“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Josefine Janert, 1290 Wörter, 45 Cent
Ratgeber zu manipulativen Kommunikationstechniken von Führungskräften, etwa bei Gehaltsverhandlungen.

10. „Die wollen wir nicht“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Yasemin Ergin, 1430 Wörter, 45 Cent
Reportage über ehemalige Flüchtlinge, die AfD wählen und gegen die neuen Flüchtlinge kämpfen.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech wird von den ZDF-Recherchen aus dem Journalist angeführt, dahinter folgen Stücke der Zeit und des Handelsblatts:

1. „Der falsche Separatist“ – Journalist, Moritz Gathmann und Maxim Kireev, 2396 Wörter, 99 Cent
Recherche zur ZDF-Recherche: Hat sich der Sender in einer Putin-Dokumentation einen falschen Zeugen unterjubeln lassen?

2. „Womit soll Amazon Geld verdienen?“ – Die Zeit, Götz Hamann, 819 Wörter, 29 Cent
Analyse zu Amazons Boom-Geschäft in der Cloud. Die Amazon-Wolke war im vergangenen Jahr um über 60 Prozent gewachsen.

3. „‚Nichts ist mehr geheim‘“ – Handelsblatt, Dieter Fockenbrock, 867 Wörter, 35 Cent
Interview mit Management-Berater Dieter Heuskel über die digitale Revolution und den Start-up-Boom.

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Alle Kommentare

  1. Für was die Leute alles Geld bezahlen???? Infos über Essen, Bericht über einen grusligen Ort, Sterbehilfeartikel…natürlich-Der Spiegel übertreibt es mal wieder- 1,99 Euro für heiße Luft… Na ja wer es mag…

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