5000 Prozent Gewinn in sechs Jahren: Medienkonzern ProSiebenSat.1 steht vor Dax-Aufstieg

ProSiebenSat.1, Vorstandschef Thomas Ebeling: bald erster Medienkonzern im DAX?
ProSiebenSat.1, Vorstandschef Thomas Ebeling: bald erster Medienkonzern im DAX?

Digital Economy Die Belohnung für die unglaublichste Turnaround-Geschichte der jüngeren deutschen Börsengeschichte ist zum Greifen nahe: ProSiebenSat.1 gilt als erster Kandidat für den Dax-Aufstieg . Das berichtet die dpa mit Verweis auf Index-Experten. Schon im März könnte das Münchner Senderkonglomerat dann den abgestürzten Rohstoffkonzern K+S ersetzen. Banken befeuern die Perspektive mit Kaufempfehlungen und höheren Kurszielen.

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Ein Monat muss in München noch gewartet werden, dann tagt der Arbeitskreis Aktienindizes. Am Abend des 3. März könnten die Index-Aufseher dafür sorgen, dass in Unterföhring die Sektkorken knallen. Der Anlass: als erster Medienkonzern der Aufstieg in den Dax!

Seit nunmehr fünf Jahren kochen die Spekulationen hoch, die von immer rasanteren Kurszuwächsen befeuert wurden. Tatsächlich: Gegen Ende der Finanzkrise im Frühjahr 2009 waren Anteilsscheine des abgestürzten Senderkonglomerats sogar auf Pennystock-Niveau zu haben. Seitdem kennt die P7S1-Aktie nur eine Richtung: steil nach oben.

5000 Prozent Gewinn in 6 Jahren

Der weite Weg, den die Aktie von ProSiebenSat.1 in den vergangenen knapp sieben Jahren zurückgelegt hat, ist höchst bemerkenswert: Unglaubliche 5000 Prozent Plus waren von 2009 bis zu den Allzeithochs im vergangenen November drin. (Aktuell wären es bei Kursen von 46 Euro 4500 Prozent.)

Oder in harten Euro gerechnet: Wer im Frühjahr 2009, als ProSiebenSat.1 kurzfristig unter einem Euro dümpelte, 10.000 Euro investiert hätte, säße heute auf dem kaum fassbaren Gewinn von knapp  500.000 Euro.

ProSiebenSat.1 dürfte K+S im Dax beerben

Entsprechend hat sich auch der Börsenwert immer wieder vervielfacht. Bei exakt 10,06 Milliarden Euro ist die Marktkapitalisierung gestern per Schlusskurs im Xetra-Handel stehen geblieben – ein Niveau, mit dem ProSiebenSat.1 an gleich fünf Dax-Mitgliedern vorbeiziehen würde (K+S, Lufthansa, RWE, ThyssenKrupp und Commerzbank).

Das Dax-Schlusslicht K+S, das nach dem Börsenwert inzwischen sogar auf Platz 46 abgerutscht ist,  könnten nun tatsächlich die Hunde beißen, wenn sich der Arbeitskreis Aktienindizes zur Beratung zusammensetzt und per „Fast-Exit-„Regel den Abstieg beschließen könnte.  „Aktuell erfüllt K+S damit nicht mehr die Kriterien für einen Verbleib im Dax. Bleibt das auch Anfang März noch so, dürfte sich endlich ProSieben freuen“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa zwei „Index-Experten“.

Deutsche Bank und Jefferies raten zum Kauf

Weiteren Auftrieb erhalten die Münchner unterdessen erneut von Bankseite. So nahm die US-Investmentbank Jefferies die Aktie von ProSiebenSat.1 gestern mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 52 Euro in die Berichterstattung auf.

In der vergangenen Woche erst hatte die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 58 Euro erst bestätigt. Aktuell notiert das Noch-MDax-Mitglied bei 46 Euro.

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Alle Kommentare

  1. Echt jetzt?

    Dividendenrendite 3,86% / KGV von 20,89

    Was schreiben sie nur für einen Unsinn?

    Wo bitte haben sie diesen Quatsch abgeschrieben???

    Abgesehen von den schlechten Zahlen… Raab ist weg!

    Pro7 hat sein Zugpferd verloren und statt dessen Gockel&Quark bekommen, zwei Talent-freie langweilige Berufs-jugendliche. Wenn sie von Aktien keine Ahnung haben…OK! Aber sie haben anscheinend auch keine Ahnung von Medien!

      1. Ganz toll recherchiert…

        Aktienkurs 2007: 30€
        Aktienkurs 2003: 5€
        Aktienkurs 2000: 40€

        Was sagt uns das?

        Nach jedem Kursfeuerwerk ging sie wieder in den Keller. Bei der Aktie geht es rein&raus wie bei einer babylonischen Hure!

        Abgesehen von den Kurssprüngen: Dividendenrendite 3,86% / KGV von 20,89

        So was kauft man nicht…

  2. vielleicht bleibt ja dann endlich ich mal was für die Mitarbeiter übrig, die den ganzen Quatsch produzieren. Freie Kamera- und vor allem Tonleute können von Medienjobs kaum noch überleben. Zumindest diejenigen, die eine Familie haben. Sind ja eh schon alle in der Zwangs-Selbständigkeit. Freie Mitarbeiter heisst doch für die Medienkonzerne nur, dass sie frei von Sozialabgaben für die Mitarbeiter sind…..

  3. 08.02.16 Kurs: 41,50€
    Also etwa da, wo sie schon im Jahr 2000 standen…

    …wer hatte Recht?

    Glaube niemals einem Systemjournalisten…

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