Amazon-Quartalszahlen: Cloud-Geschäft wächst schwächer – Aktie implodiert

Jeff Bezos: Amazon-Chef und E-Commerce-Milliardär
Jeff Bezos: Amazon-Chef und E-Commerce-Milliardär

Seltener Anblick: Auch Börsenstar Amazon verfehlt mal die Erwartungen der Wall Street. Nach Vorlage der Weihnachtsbilanz stürzte der hochgewettete E-Commerce-Riese trotz der größten Quartalsgewinne in der Unternehmensgeschichte nachbörslich um 14 Prozent ab. Der Grund: Sowohl die Umsätze als auch die Nettogewinne lagen unter die Konsensschätzungen der Analysten. Auch die Cloud-Sparte verlangsamt ihr Wachstum.

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Auch für Jeff Bezos wachsen die Bäume nicht immer in den Himmel. Nach einem Jahr der Superlative, in dem die Amazon-Aktie 2015 um astronomische 124 Prozent zulegte, spürt der nach Alphabet und Facebook drittwertvollste Internet-Konzern der Welt wieder die Gesetze der Schwerkraft.

Nach Vorlage der Weihnachtsbilanz stürzte Amazon um satte 14 Prozent ab, nachdem die Aktie im Handelsverlauf zuvor noch in Erwartungen starker Ergebnisse um 9 Prozent in die Höhe geschossen war. Doch ‚gut‘ war der Wall Street wieder einmal nicht gut genug.

Größter Gewinn der Konzerngeschichte reicht nicht

Nach Handelsschluss konnte das 21 Jahre alte Internet-Unternehmen für den Geschäftszeitraum von Anfang Oktober bis Ende Dezember einen Umsatzanstieg um 22 Prozent auf 35,75 Milliarden Dollar vermelden – Analysten hatten jedoch mit 35,9 Milliarden Dollar gerechnet. Auf Jahressicht konnte Amazon erstmals die 100 Milliarde Dollar-Marke beim Umsatz durchbrechen.

Die Gewinne blieben mit genau 1,00 Dollar einem Aktie unter den Wall Street-Schätzungen von 1,56 Dollar je Anteilsschein. Dabei konnte der E-Commere-Riese sein Konzernergebnis mehr als verdoppeln und mit 482 Millionen Dollar den größten Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte vermelden.

Cloud-Sparte AWS trübt die Stimmung

Getrübt wurde die Stimmung der Anleger jedoch maßgeblich vom Nachlassen der Wachstumsdynamik der Cloud Computing-Unit AWS (Amazon Web Services), deren Erlöse zwar auf 2,4 Milliarden Dollar anzogen, aber nicht mehr explosiv wie in den Vorquartalen zulegten – das Wachstum verlangsamte sich von 78 Prozent im Oktober-Quartal auf nunmehr 69 Prozent.

Jeff Bezos hatte unlängst erklärt, dass das Cloud-Geschäft das Potenzial besitze, eines Tages größer als das heutige klassische Handelsgeschäft zu werden.

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