Das Ende der iÄra: Warum Apples Glanzzeit vorbei ist – und so nie wiederkommt

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(c) Apple Apple: Die Stahlkraft ist erloschen

Digital Economy Das "Peak iPhone"-Szenario wird zum "Peak Apple"-Szenario: Die Weihnachtsbilanz hat gezeigt, dass der Kultkonzern seinen Zenit überschritten hat. Alle Sparten – das iPhone, das iPad und nun sogar der Mac – befinden sich auf Schrumpfkurs. Die Apple Watch gilt als Flop, Zukunftsprojekte wie das iCar erscheinen ungewisser denn je. Apples Dominanz geht zu Ende – und mit ihr eine einzigartige Ära.

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Was ist Apple bis heute nicht alles gelungen: Wohl kein Unternehmen zuvor hat die Tech-Industrie so revolutioniert wie Apple. Cupertino veränderte unter Steve Jobs mit dem Macintosh für immer, wie wir Computer benutzen, brachte 13 Jahre später mit dem iMac den ersten Computer auf Markt, der auf das aufkommende Medium Internet zugeschnitten war und sorgte mit iPod, iPhone und iPad in gerade mal einer Dekade für die größten Innovationen in der Geschichte der Verbraucherelektronik.

Die Folge: Steve Jobs gelang die größte Turnaround-Story aller Zeiten, die sein Nachfolger Tim Cook in den Folgejahren am Ende zur größten Erfolgsstory in der Wirtschaftsgeschichte krönte. Diese Ära geht nun zu Ende. Gestern Nacht verkündete Tim Cook nach Handelsschluss an der Wall Street die Geschäftszahlen für Apples Weihnachtsquartal, mit denen der iKonzern, wenn auch haarscharf, noch einmal einen Rekord verbuchen konnte.

Von hier an nach unten: Apples Geschäft bricht dramatisch ein

Allein: Es waren Abschiedszahlen auf dem Olymp. Dass das Weihnachtsquartal in Wirklichkeit nicht mehr zu Freudensprüngen taugt, offenbart nicht nur ein Blick auf die sofortige Reaktion der Börse, sondern vor allem ein tieferer Blick in die Konzernbilanz, die den Schrumpfkurs der einzelnen Konzernsparten offenbart, und den Ausblick auf die laufenden Geschäfte: Auf das Rekordquartal folgt nämlich der größte Umsatzeinbruch, den Apple jemals verzeichnet hat.

Von hier an geht es nun nach unten – und zwar in einer rasanten Schussfahrt. Zwischen fünf und acht Milliarden Dollar weniger wird Apple in den drei Monaten von Januar bis Ende März erlösen, stellte Cook in Aussicht. In der anschließenden Telefonkonferenz bemühte der MBA-Absolvent das ganze Repertoire an makroökonomischen Erklärungen: Die Verwerfungen auf den Währungsmärkten seien schuld, die angeschlagenen Schwellenländer verderben die Party, die Vergleiche zum Vorjahresquartal würden hinken, usw. usf. Apple spendierte Anlegern in der Bilanz sogar erstmals einen Chart, wie sich die Umsätze bei gleichbleibenden Wechselkursen entwickelt hätten.

Apple hat seinen Zenit überschritten

Es sind hilflose Erklärungsversuche, die die gern verleugnete Wahrheit nur unzureichend verschleiern: Apple hat seinen Zenit überschritten. Das offenbart in aller Brutalität ein Blick in die einzelnen Konzernsparten, der beim iPhone beginnt. Für fast eine Dekade war das 2007 eingeführte Smartphone Apples Lebensversicherung und der eigentliche Grund für die mirakulösen Kurszuwächse an der Börse.

Apple, Inc. hätte sich in iPhone, Inc. umbenennen können – und am Ende einen vermutlich noch höheren Börsenwert erzielen können, denn kein Unternehmen der Welt hat jemals auch nur annähernd so profitabel gearbeitet wie Apple mit seinem Kultsmartphone, das so traumhafte Margen einfuhr, dass es die gesamte Smartphonebranche an die Wand drückte und nacheinander Nokia, Blackberry, HTC und am Ende auch weitgehend Samsung aus dem Spiel nahm.

„Ja, die iPhone-Absätze werden im März-Quartal schrumpfen“

Das Problem des Welterfolgs iPhone ist so alt wie die Binsenweisheit aus der Welt der Physik: Irgendwann greifen die Gesetze der Schwerkraft. Dieser Augenblick ist nun erreicht – Apple kann mit dem iPhone nicht mehr wachsen. Während der erste Absatzrückgang im Weihnachtsquartal mit dem Kunstgriff des späteren Launches, der in einem haarscharfen Plus von 300.000 Einheiten mündete, noch einmal umgangen werden kann, kommt es nun in der Folge umso dicker.

„Ja, die iPhone-Absätze werden im März-Quartal schrumpfen“, musste Tim Cook in der Analystenkonferenz den Satz aussprechen, vor dem sich Apple-Aktionäre fürchten wie der Teufel vor dem Weihwasser. Es spricht viel dafür, dass in diesen Tagen die gewaltigste Wachstumsstory der Welt zu Ende geht, denn im Juni-Quartal dürfte der Trend kaum drehen, wie Indikationen aus der Zuliefererkette ergeben.

Und selbst mit der nächsten vollen Generation, dem iPhone 7, ist die Rückkehr in die Wachstumszone keinesfalls ausgemacht, wie zuletzt der Finanzdienstleister Raymond James herausarbeitete, der vor einem Dreivierteljahr als eine der ersten Banken den nun realen iPhone-Einbruch vorausgesagt hatte.

iPhone droht dem iPad zu folgen

In wohl keiner anderen Branche der Welt gilt die alte Boxer-Weisheit so sehr wie in der Tech-Industrie: „They never come back“. Wenn das Produkt den Reifegrad überschritten hat, gibt es nichts und niemanden, der einen einsetzenden Abwärtstrend stoppen kann, das demonstriert bei Apple eindrucksvoll das drei Jahre nach dem iPhone gestartete iPad, das seinen hohen Erwartungen als Hoffnungsträger nur in der kurzen Blütephase der ersten zwei Jahre gerecht wurde und danach trotz aller Bemühungen Cooks bis auf ein oder zwei Quartale mit generalüberholten Modellen nie wieder zum Wachstum zurückfand.

Das iPhone droht nun denselben Pfad einzuschlagen. Dass Apple mit aller Macht versucht, am erfolgreichsten Produkt in der Geschichte der Verbraucherelektronik festzuhalten, zeigt das im vergangenen Jahr eingeführte Abo-Modell. Das Wachstum ist nach der letzten großen Vertragsunterschrift mit China Mobile Geschichte, es geht nur noch darum, das Erreichte so lange wie es nur irgendwie geht zu verteidigen.

Apples neue Abgründe: Alles schrumpft

Cooks krampfhaftes Festhalten am iPhone ist tatsächlich alternativlos wie der Blick auf die Konzernbilanz beweist, in der sich für Apple ungewohnte Abgründe auftun. Vor drei, vier Jahren noch bei wurde bei  schwachen zweistelligen Wachstumsraten schon die Nase gerümpft: Was, das iPad wuchs nur noch um 18 Prozent, die Mac-Sparte um 12 Prozent? Wie gut, dass es das iPhone gibt.

Anno 2016 hat Tim Cook nun keine Joker mehr – sondern eine Konzernbilanz im Rückwärtsgang. Nicht nur das iPhone-Wachstum geht nämlich zu Ende, sondern auch überraschend die älteste und solideste Konzernsparte: die Macintosh-Unit.

Über das iPad muss man inzwischen längst keine Illusionen mehr machen: Trotz Versuchen, mit neuen Modellen wie dem iPad Pro und einer Kooperation mit IBM konnte Cook den Abwärtstrend nicht ansatzweise stoppen. In der jetzigen Verfassung ist das Apple-Tablet keine Hilfe mehr, sondern ein Auslaufmodell, das in den kommenden Jahren dem Vorbild des iPods folgen dürfte.

Apple Watch hat auf ganzer Linie enttäuscht

Das Negativwachstum des iPhones, iPads und Macs offenbart in eklatanter Weise, wie dringend Apple ein neues Hit-Produkt braucht  – doch die Bemühungen sind vorerst gescheitert. Mehr als drei Jahre entwickelte der finanziell und personell vermeintlich am besten aufgestellte Konzern der Welt am nächsten „One more Thing“ – ein Prozess, den Designchef Jony Ive als „am herausforderndsten“ in seiner 18-jährigen Karriere bezeichnete.

Der Rest der bislang ungewohnt traurigen Geschichte ist bekannt: Die Apple Watch verzögerte sich immer weiter, erlebte einen bizarren Launch – und wird seitdem in der Konzernbilanz unter „Anderen Produkten“ versteckt. Es ist produktseitig bislang ohne jede Frage der schwächste Launch einer neuen Produktkategorie seit der Rückkehr von Steve Jobs 1997.

Knapp zwei Jahrzehnte, nachdem Jobs mit seiner zweiten Amtszeit die legendäre iÄra einleitete, die Verbrauchern die Design- und Nutzwertwunder iMac, iPod, iPhone und iPad bescherten, ist das Ende von Apples Glanzzeit nun glasklar erkennbar. Fast scheint es nun, als wollte Cook das Erbe seines Mentors mit der Apple Watch nicht beschmutzen – so unausgegoren und überflüssig wirkt die schwer gefloppte Smartwatch, die es nicht verdient, in einem Atemzug mit den Kultprodukten der iÄra genannt zu werden, die nun unweigerlich zu Ende geht.

Das iPhone-Wunder wiederholt sich nicht

Die besten Tage von Apple als Wirtschaftsunternehmen sind mit Auslaufen des iPhone-Wachstums unweigerlich vorbei. Ein zweites Produkt wie das iPhone wird Apple kaum in den nächsten zwanzig Jahren – wenn überhaupt – erfinden.

Es ist, wie es der Business Insider schon vor Jahren so treffend auf den Punkt brachte, eine „Once in a Lifetime Opportunity„, eine Chance, die es im Lebenszyklus eines Unternehmens  nur einmal gibt. 50 Prozent Gewinnmarge bei einem Produkt, das buchstäblich jeder Mensch auf dem Erdball in seiner Westentasche tragen kann – das kommt nie wieder.

Die Geschichte wiederholte sich nicht in Form des iPads, das noch sehr vom iPhone-Hype profitierte, sie wiederholt sich schon gar nicht in Form der Apple Watch – und sie wird sich auch nicht mit einem Apple-Auto (wenn es denn jemals kommt)  wiederholen, das niemals eine Verbreitung wie das iPhone erfahren kann und auch nicht seine mirakulöse Marge besitzen wird.

Auf den Spuren von Microsoft und IBM

Gleichzeitig bedeutet die Zeitenwende von Cupertino natürlich nicht den Untergang von Apple – das wird in der Alles-oder-nichts-Rhetorik von Fanboys gern verwechselt. Auch wenn die besten Tage sehr wahrscheinlich für immer hinter Apple liegen, besitzt der Techpionier gleichwohl die Mittel, um in den kommenden Jahren und Jahrzehnten als kerngesundes Unternehmen seine Klientel zu bedienen – Apple wird immer seine Käufer haben, wenn auch mutmaßlich in geringerem Umgang mit geringeren Erlösen.

Allein schon aufgrund der größten Barreserven – inzwischen sind es nach Abzug der Verbindlichkeiten 152 Milliarden Dollar – , über die je ein Unternehmen verfügt hat, scheidet ein Totalabsturz-Szenario nach dem Vorbild von Nokia, Blackberry und HTC aus. Die Aktienrückkäufe dürften sich zudem zumindest mittelfristig stabilisierend auf die Aktie auswirken.

Das Apple der kommenden Jahre dürfte eher zwei alten Rivalen gleichen, mit denen es sich seit nunmehr 40 Jahren duelliert: IBM und Microsoft. Während sich Big Blue seit nunmehr vier Jahren im stetigen Umsatzabschwung befindet, versucht Microsoft nach einem Jahrzehnt der Stagnation unter Steve Ballmer nun unter Satya Nadella durchaus erfolgreich den Konzernumbau, der zum Vorbild für Apple werden könnte.

Tim Cook: Nie in die Rolle des Jobs-Nachfolgers hineingewachsen

Apples Absturz aus dem Börsen-Himmel ist schließlich auch die Folge einer verfehlten Konzernstrategie, die zum Gutteil noch auf Jobs zurückfällt. Immer klarer wird, dass der Mann, der Apple vom Pleitekandidaten zum wertvollsten Konzern der Welt machte, es verpasste, den richtigen Nachfolger aufzubauen.

Tim Cook ist nicht der Mann: Er war bisher ein treuer Verwalter des größten Erbes der Technologie- und Wirtschaftsgeschichte, aber Cook konnte bis heute nicht seine Rolle als visionärer CEO finden, der wie Jeff Bezos von Amazon, Mark Zuckerberg von Facebook und Larry Page von Alphabet in der Lage ist, die Unternehmensstory zu verkaufen.

Das spiegelt auch der gigantische Bewertungsabschlag der Wall Street wider, die mit Cook trotz seiner unzähligen Bemühungen, es der Finanzwelt recht zu machen, nie warm geworden ist. Apples so schwacher Aktienkurs ist zu einem Gutteil auch auf einen Tim Cook-Abschlag zurückzuführen.

Apples alte, weiße Männer (und eine Frau): Querdenker wie Scott Forstall schmerzlich vermisst

Ebenfalls hat Cook es verpasst, Apple von Grund auf für die nächste Dekade zu erneuern. Das Apple des Jahres 2016 wirkt so müde wie das Management der weißen, mittelalten Männer (und einer Frau) in den 50ern, denen nach fast zwanzig Jahren der Biss und der Wille für Innovationen verloren gegangen zu sein scheint – Querdenker wie Scott Forstall werden schmerzlich vermisst.

Stattdessen umringt sich Cook lieber mit teuer bezahlten Verpflichtungen – CEOs aus der Modebranche wie Angela Ahrendts und Paul Deneve und unter Steve Jobs undenkbaren Verpflichtungen wie Adobe-CTO Kevin Lynch.

Gefangen in der Negativitätsspirale: Apple schrumpft, wie gegensteuern?

Die lange Kette von fragwürdigen Management-Entscheidungen holt Cook angesichts der Zeitenwende nun ein. Der Apple-CEO steht ein langes, zermürbendes 2016 bevor, in dem der 55-Jährige wohl mindestens bis zum iPhone 7-Launch in der Spirale der Negativrhetorik gefangen ist: Apple schrumpft, wie kann man da gegensteuern?

Gelingt Tim Cook mit dem nächsten iPhone kein Befreiungsschlag, dürfte es für den Apple-CEO, der eigentlich bis 2021 unter Vertrag steht, schnell eng werden – zumal die Aussicht auf einen neuen Hoffnungsträger wie das iCar nicht nur in sehr weiter Ferne, sondern inzwischen im Ungewissen liegt. iPhone, iPad, Mac-Sparte unter Wasser, Apple Watch gefloppt, iCar in den Sternen – Apples langer Abstieg hat über Nacht rasant an Dynamik gewonnen.

Die Wall Street reagierte zum Handelsstart sofort und schickte die Apple-Aktie standesgemäß um 6 Prozent auf den tiefsten Stand seit vergangenen August nach unten – ganze vier Prozent Vorsprung bleiben Apple noch auf Alphabet als wertvollster Konzern der Welt. Am Montag könnte sich die Wachablösung an der Wall Street vollziehen, wenn Alphabet sein Zahlenwerk für das Weihnachtsquartal vorlegt.

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Alle Kommentare

  1. Ach Herr Jacobsen, wie wäre es mal mit Korrektur lesen? In der Redaktion dürfte sich doch mal jemand finden, der Ihre Texte auch mal einfach so gegenliest. Da dürften dann auch die größten Hämmer und Redigier-Fehler auffallen…

  2. Nils. Ich bin kein Apple-Fan, ganz im Gegenteil. Aber was hat Ihnen Apple angetan, dass Sie diesen persönlichen Kriegszug führen? Mal nen iPhone verschluckt?

    1. Überhaupt nichts. Apple interessiert mich schlicht und einfach wie kein zweites Unternehmen. Es ist auch in keiner Form ein persönlicher Feldzug, sondern eine anhaltende Begleitung der Unternehmensentwicklung, die – wie Sie sehen – seit einiger Zeit nach unten zeigt. Alle wichtigen Konzernsparten schrumpfen, die Umsätze brechen so stark ein wie nie zuvor in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte – das verstehen Sie, oder?

  3. Ja Herr Jacobsen, das tut ja schon weh, bei Ihnen über Apple zu lesen.
    Nach ihrer Einschätzung müsste Apple wohl nächstes Jahr dichtmachen.
    Selten so gelacht. Haben sie auch mal daran gedacht, dass niedrige Börsenkurse Apple nur Entgegenkommen bei den aktienrückkäufen?
    Scheinbar nicht. Wer sagt, dass die iPhone Story zu Ende geht.
    Haben sie einen Einblick, wie sich das iPhone 7 verkaufen wird?

    1. ne fuchsschwanz, ganz schwach argumentiert – auch wenn ich eher auf ihrer seite bin. nils räumt apple berechtigterweise noch ein paar gute jahr(zehnte) ein. bitte fair blieben und text lesen. dann finden sie ggf. weitere schwächen.

    2. Re: „Fuchsschwanz“

      Nein, müsste es nicht. Das ist nicht meine Einschätzung. Sie zeigen mit Ihrem Kommentar, dass Sie den Text überhaupt nicht gelesen haben. Gehen Sie zum Abschnitt „Auf den Spuren von Microsoft und IBM“:

      „Gleichzeitig bedeutet die Zeitenwende von Cupertino natürlich nicht den Untergang von Apple – das wird in der Alles-oder-nichts-Rhetorik von Fanboys gern verwechselt. Auch wenn die besten Tage sehr wahrscheinlich für immer hinter Apple liegen, besitzt der Techpionier gleichwohl die Mittel, um in den kommenden Jahren und Jahrzehnten als kerngesundes Unternehmen seine Klientel zu bedienen – Apple wird immer seine Käufer haben, wenn auch mutmaßlich in geringerem Umgang mit geringeren Erlösen.

      Allein schon aufgrund der größten Barreserven – inzwischen sind es nach Abzug der Verbindlichkeiten 152 Milliarden Dollar – , über die je ein Unternehmen verfügt hat, scheidet ein Totalabsturz-Szenario nach dem Vorbild von Nokia, Blackberry und HTC aus.“

  4. toller und ausführliche Analyse! Sehe ich genauso. Dazu kommt, dass Apple anders als in den ersten iPhone Jahren Probleme hat, genau weil eben so viele verkauft werden. Da aber Apple selbst keine/kaum Fertigung hat, wird es schwierig die besten Komponenten in diesen sehr hohen Stückzahlen zu bekommen. Das führte auch zu erheblichen Qualitätsproblemen was insbesondere beim iPhone 5 zu spüren gewesen ist. Außerdem verbaut man zwar einen guten, aber nur einen zweit- oder drittbesten Kamerasensor. Das iPhone 6 hatte nicht das beste Displayglas und geht schnell kaputt. Die Displays sind ebenfalls sonst ok, aber für ein Topsmartphone in dieser Preisklasse nicht mehr zeitgemäß etc. Bei einigen 6er iPhone funktionieren die Klinkenbuchsen nicht immer etc. Man bekommt also ganz gute Mittelklassemodelle oder untere Oberklasse aber zu den teuersten Preisen. Das 6S zeigt dazu noch erhebliche Schwächen, da keine Innovationen: 3D Touch – nettes Gimmick aber kein Kaufgrund und mit Live Photos wurde ein vollkommen überfüssiger Quatsch eingeführt. Samsung zeigt nach ein paar schwachen Jahren inzwischen wo der Hammer hängt: das etwas ältere S6 ist dem aktuellen iPhone meilenweit überlegen und spätestens beim S7 wird klar werden, wer Innovationsführer sein wird. Immerhin hat Tim Cook eine sehr bemerkenswerte und in den Medien viel zu wenig beachtete Aussage gestern bei Verkündung der Geschäftszahlen gemacht: „Ich denke nicht, dass VR in einer Nische spielt. Das ist wirklich cool und hat einige interessante Auswirkungen“. Da VR eine ähnliche große Rolle in der IT wie das iPhone spielen wird, liegt hier die ganz große Chance beim 7er iPhone doch noch den ganzen großen Wurf zu landen, auch wenn Apple hier hinten dran sein wird.

  5. Anmerkung der Redaktion: Zu dem Artikel von Nils Jacobsen gibt es kritische Kommentare, die sämtlich anonyme Urheber haben und entweder gezielte Falschinformationen verbreiten (@Spiegelbild) oder auf eine persönliche Herabwürdigung abzielen (@Steffen Beruf und @Fuchsschwanz). Der angebliche MEEDIA-Leser Steffen Beruf gibt dabei eine E-Mail-Adresse an, die – wiederum angeblich – von der Domain „ninecobsen.de“ gehostet wird. Diese Domain ist nicht existent, die Negation des Autoren-Namens Jacobsen ganz offensichtlich ein Affront gegen die Nettiquette. Die Motive solcher Kommentare sind allzu durchsichtig, verschleiert wird nur die Identität der mutmaßlichen Auftrags-Schreiber. MEEDIA behält sich aus diesem Grund vor, anonym gepostete Anmerkungen zu diesem Beitrag künftig zu löschen.

  6. Ich hake diese unsachliche Zusammenfassung als eine weitere hämische Hasstirade auf Cooks solide Leistung ab, und kann nur hoffen, dass sie in Zukunft wieder Bücher schreiben, die ich beim Recherchieren nicht zufällig sehen muss.

    1. An welcher Stelle finden Sie Unsachlichkeit? Auch für Sie noch mal zusammengefasst: Alle wichtigen Konzernsparten – iPhone, iPad, Mac – schrumpfen, die Umsätze brechen so stark ein wie nie zuvor in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte. Das verstehen Sie, oder? Wenn ja: An welche Stelle finden Sie die Leistung des CEOs dann ’solide‘? Und selbst wenn sie das wäre: Reicht eine ’solide‘ Leistung als CEO des wertvollsten Konzerns der Welt?

  7. – Wenn Lynch nicht lügt versuchte schon Jobs ihn zu verpflichten.
    – Die Apple Watch ist unbestrittener Marktführer bei Smartwatches und hat Apple zum zweitumsatzstärksten Uhrenhersteller der Welt gemacht.
    – Das iPad macht 30% (Stückzahlen) aller Laptopverkäufe weltweit: „Worth noting that the CY 2015 iPad unit sales number of about 50M units is 1/3rd the entire laptop market (worldwide, biz and consumer).“ Steve Sinovsky
    – PC Markt schrumpft seit Jahren schneller als die Mac Sparte.
    Services allein ist größer als Facebook.
    – Google und Facebook sind wesentlich abhängiger vom Anzeigegeschäft (wie wohl auch Media) als Apple vom iPhone
    – Amazon arbeitet in einem Segment in dem minimale Margen möglich sind
    Aber allein Apple wird inkompetent geführt, klar.

    Wie ist das eigentlich in Redaktion nach so einem Artikel, machen sich die Kollegen Sorgen? Oder wird gemeinsam Schenkel geklopft?

    1. Re: „Reiner Unsinn“

      Ich bin mir ziemlich sicher, Sie werden immer Argumente finden, die sich Pro-Apple auslegen lassen – selbst wenn sie noch so abseitig sind wie das, was Sie anführen. Mit den Argumenten zum iPad, zur Apple Watch und Mac-Sparte (von Kevin Lynch ganz zu schwiegen) betreiben Sie ziemlich aktive Realitätsverzerrung – zumal bei einem Konzern, der 68 Prozent seiner Umsätze mit dem iPhone generiert, das Sie völlig außer lassen. Sie sprechen also bestenfalls über Nebenschauplätze.

      Hören Sie sich dort einmal zu: „PC Markt schrumpft seit Jahren schneller als die Mac Sparte“. Ist das das Erfolgskriterium von Apple anno 2016: Weniger zu *schrumpfen* als die Konkurrenz? Sie sollten sich Ihre Argumente da vielleicht noch mal besser überlegen.

      Das gilt es recht für die Vergleiche zu Google, Facebook und Amazon: Warum erleben die Aktien des Internet-Trios seit Jahren einen solchen Höhenflug? Ist das Wachstum am Ende nicht real? Sind an Wall Street nur Amateure unterwegs, die Aktien aus Lust und Laune hochzocken, sind Börsenwerte von 300 bis 500 Milliarden gar eine märchenhafte Erfindung? Oder ist es vielleicht am Ende das Hexenwerk von 25-jährigen Tradern, dass Google und Apple inzwischen fast gleich viel wert sind?

      Ich verstehe, dass Sie als Fan – oder in welcher Verbindung Sie auch immer zu Apple stehen – damit Probleme haben, neue Realitäten zu akzeptieren. Mit Verdrängung oder kruden Argumenten wird die Sache aber nicht besser. Nehmen Sie doch einfach mal zu Kenntnis, was da gestern ist:

      Wir erleben einen Konzern im Rückwärtsgang. Alles schrumpft: die iPhone-, iPad-, Mac-Sparte. Der Ausblick auf das März-Quartal impliziert den größten Umsatzeinbruch in der vierzigjährigen Konzerngeschichte.

      Lieber „Reiner Unsinn“: Würden nicht auch Sie, wenn es um ein anderes Unternehmen ginge, zu dem Schluss kommen, dass sich da gerade eine wirtschaftliche Zeitenwende vollzieht?

  8. Und da fiel ihm nix mehr ein… Heiße Diskussion; lieber Autor – stellt man auf das reine Wirtschaftswachstum des Konzerns (ergo: starkes Wachstum in kurzer Zeit) ab, gebe ich Ihnen hinsichtlich der aktuellen Produkte recht. Denkt man die Story aber mal zu Ende und vom Ergebnis her – es gibt keine Alternativen. Der Kunde braucht sein Westentaschensmartphone und sein Tablet, und solange Samsung und Co nicht das Smartphone zum Aufkleben auf die nackte Hand erfinden, wird es so bleiben, auch hinsichtlich des Wachstums der Konzerne wie Apple.

    Was ich aber gar nicht gern lese, sind Hetze und Polemik. Ihr Artikel verbreitet (zu Unrecht) Endzeitstimmung; Sie setzen ihm eine Absolutheit auf, die der Inhalt nicht trägt – und die (wie Sie doch besser wissen sollten) im Journalismus auch nicht gern gesehen wird.

    1. Nein, das tut er nicht. Sie haben ihn dann nicht zu Ende gelesen. Gehen Sie zum Abschnitt „Auf den Spuren von Microsoft und IBM“:

      „Gleichzeitig bedeutet die Zeitenwende von Cupertino natürlich nicht den Untergang von Apple – das wird in der Alles-oder-nichts-Rhetorik von Fanboys gern verwechselt. Auch wenn die besten Tage sehr wahrscheinlich für immer hinter Apple liegen, besitzt der Techpionier gleichwohl die Mittel, um in den kommenden Jahren und Jahrzehnten als kerngesundes Unternehmen seine Klientel zu bedienen – Apple wird immer seine Käufer haben, wenn auch mutmaßlich in geringerem Umgang mit geringeren Erlösen.

      Allein schon aufgrund der größten Barreserven – inzwischen sind es nach Abzug der Verbindlichkeiten 152 Milliarden Dollar – , über die je ein Unternehmen verfügt hat, scheidet ein Totalabsturz-Szenario nach dem Vorbild von Nokia, Blackberry und HTC aus.“

      Zur Hoffnung, es werde mittel- bis langfristig wieder alles besser, empfehle ich:

      http://meedia.de/2016/01/22/apples-albtraum-der-iphone-7-boom-droht-auszufallen/

      Weder bin ich wie Sie der Meinung, dass es „keine Alternativen“ gibt noch, dass Apples Wachstum einfach immer weiter fortschreiben lässt. Warum bricht es denn nun nach 9 Jahren plötzlich ein? An der s-Generation kann es kaum gelegen haben, beim iPhone 5s, 4s und 3s blieb ein Absatzrückgang nämlich aus.

      Zuguterletzt: In keiner Form verbreitet mein Artikel „Hetze“. Googeln Sie den Begriff bitte. Gerade in der heutigen Zeit ist das ziemlich schwerwiegender Vorwurf.

      Der Artikel ist eine einordnende Analyse, die Stellung bezieht, bewertet und abschließend eine Meinung transportiert – es gibt im Journalismus nicht nur die News. Siehe:

      http://meedia.de/2015/09/24/vom-apple-fanboy-zum-kritiker-warum-ich-kein-iphone-6s-haben-will/

  9. Ich stehe dem Artikel auch etwas kritischer gegenüber. Das hat aber gar nichts mit dem Autoren zu tun, sondern mit der medialen Analyse der Vorgänge rund um die Apple Aktie an sich.

    Sieht man die Vorgänge an der Börse isoliert, betrachtet also nur Apple, ist der Artikel in weiten Bereichen zutreffend. Schaut man sich allerdings den Technologie-Markt an, ist zu bemerken, dass Apple im Vergleich zu den Mitbewerbern in vielen Bereichen trotz allgemeinem Rückgang im Computer/Tablet und Smart Phone-Verkauf immer noch vorne schwimmt. Als Beispiel seien nur die stetig schrumpfenden PC-Verkäufe genannt. Apple aber konnte trotz allgemein schwacher Branche seine Umsätze steigern und hat mehr Macs verkauft denn je. Ähnlich ist es mit dem iPad: Tablets verkaufen sich aufgrund der Marktsättigung immer schlechter, das iPad verkauft sich dennoch nach wie vor recht gut.

    Thema Apple Watch: Apple hat in der jüngeren Vergangenheit mehrere Spartenprodukte gestartet oder erneuert, die nach langer Zeit mal wieder eher die Apple-Fans als die breite Masse begeistern sollen: Apple TV 4, Apple Watch, iPad Pro. Diese Produkte können und sollen sicherlich auch nicht die Verkaufszahlen eines iPhone erreichen. Dennoch sind die Verkäufe beachtenswert, insbesondere auch eines Luxus-Produkts wie der Apple Watch, die ja immerhin an ein iPhone neueren Datums geknüpft ist. Apple ist aus dem Stand gelungen, direkt zum Marktführer FitBit aufzuschließen und auf Platz 2 zu kommen. Zwar hat Apple keine genauen Zahlen veröffentlicht, aber die sonst ja auch immer so fleißigen und treffsicheren Analysten gehen von mehr als 6 Millionen verkaufter Uhren aus – und das in der kurzen Zeit und bei einem Gerät, welches für sich allein genommen kaum nutzbar ist. Dass man damit nicht den Markt umkrempeln würde, war von Anfang an klar und sicherlich auch gar nicht Apples Ziel. Die Apple Watch und auch das neue Apple TV 4 zeigen vielmehr einen anderen Weg, der für Apple in Zukunft viel lukrativer sein könnte: man möchte zusammen wachsen lassen, was Apples Meinung nach zusammen gehört – das Ziel ist das iHome, das iBusiness. Computer, Tablets, Uhren, Fernsehen, Internet, Telefon und Handys, Autos, Haus/Wohnung. All das soll immer weiter ineinander verzahnt werden. Apple arbeitet schon seit geraumer Zeit daran und die immer stärkere iOS/MacOS-Verbindung weist den Weg. Mit dem iPad Pro hat Apple endlich wieder ein seit langer Zeit gefordertes Pro-Produkt im Programm, welches sich nicht an den Heimanwender richtet, sondern an Grafiker, Musiker und andere Kreative. Damit lassen sich kaum Umsätze wie mit den anderen iPad-Modellen erzielen, aber man bedient eine treue Kundenschar, die Apple trotz der langanhaltenden Ausflüge in die Consumer-Welt die Treue gehalten hat. Das sind Kunden, die man beinahe verprellt hätte, die aber anders herum den Aktionären kein Geld bringen. Es wurde viel an den Pro-Produkten gearbeitet, auch im Software-Bereich. Bereits totgesagte Produkte feierten eine Comeback und erfahren seitdem ständig große Updates: Logic Pro, Final Cut Pro, um nur zwei Produkte zu nennen. Außerdem musste Apple noch den Start von Apple Music vorbereiten und arbeitet nach wie vor an dessen Erfolg, was in Anbetracht der Konkurrenz gar nicht so einfach ist. Auch die zähen Verhandlungen mit der Film- und Fernseh-Industrie schreiten voran, kosten aber Ressourcen.

    Unterm Strich macht Apple seine Aktionäre diesmal nicht glücklich. So what…..das ist eine Welt, die der Mehrheit der Kunden egal ist und in die man als Apple Käufer wohl niemals vorstoßen wird. Apple beginnt damit, sich statt an Aktienkursen wieder an seinen Kunden zu orientieren und versucht derzeit, es beiden einigermaßen recht zu machen. Auf die Dauer wird das nicht gelingen und man wird eine Entscheidung treffen müssen. Für Apple-Kunden jedoch waren die Zeiten in den letzten zehn Jahren selten besser als jetzt, da man sich endlich mal wieder der professionellen Kunden annimmt, die man in den Jahren zuvor hat nahezu ausbluten lassen.

  10. … warum wird eigentlich immer „nach unten“ negativ bewertet – am liebsten von deutschen? wir leben in einer welt der bewegung und beendigungen. wer da nur „nach oben“ will, wird absolut sicher scheitern und/oder krank. kluge und agile führung bedeutet doch vor allem zu wissen, wann und wie man sich „in kurven“ legt und kräfte sammelt und erneut anlauf nimmt. auch atmen funktioniert doch nicht nur nach aussen …

  11. Hasstiraden hin oder her – das permanente Niederschreiben von Apple durch Meedia ist schon recht auffällig. Haben Sie mal darüber nachgedacht, wie glaubwürdig Sie damit noch sind? Nun ja, Samsung & Co wird es trotzdem freuen …

    Übrigens: Ich bin mit Apple weder verwandt noch verschwägert, noch stehe ich in deren Diensten.

    1. Sehr glaubwürdig, denn anders als der Mainstream habe ich zu einem frühen Zeitpunkt auf die kommende Zeitwende hingewiesen. Das ist kein Niederschreiben, sondern tatsächlich eine zukunftsweisende Analyse, die sich nun bewahrheitet hat.

      Wir erleben Apple jetzt als einen Konzern im Rückwärtsgang. Alles schrumpft: die iPhone-, iPad-, Mac-Sparte. Der Ausblick auf das März-Quartal impliziert den größten Umsatzeinbruch in der vierzigjährigen Konzerngeschichte. So etwas schien vor rund einem halben Jahr in der überwältigenden Pro-Apple–Berichterstattung noch fast undenkbar. Auf die absehbare Zeitenwende habe ich frühzeitig hingewiesen – z.B. an diesen Stellen:

      http://meedia.de/2015/04/13/downgrades-fuer-apple-analysten-warnen-vor-iphone-abschwung/

      http://meedia.de/2015/07/10/iphone-saettigung-die-rueckkehr-von-apples-wachstumssorgen/

      http://meedia.de/2015/07/23/zenit-bald-ueberschritten-apple-als-bastian-schweinsteiger-der-tech-branche/

      http://meedia.de/2015/10/26/zeitenwende-bei-apple-naechster-analyst-warnt-vor-iphone-absatzrueckgang/

      http://meedia.de/2015/09/24/vom-apple-fanboy-zum-kritiker-warum-ich-kein-iphone-6s-haben-will/

      Wäre es Ihnen lieber, wenn Sie mit unkritischen bzw. unternehmenstreuen Werbebotschaften eingelullt werden? Apples wirtschaftlicher Abschwung ist nun faktisch so real wie der Börsenabsturz, der bereits 250 Milliarden Dollar an Wert vernichtet hat. Wo haben Sie das zuerst gelesen? Ich hoffe, bei uns 🙂

  12. Nur mal 2 Beispiele bei denen Apple leider den Trend verpennt hat

    – VR-Brille: Hier ist mir nicht mal ein Ansatz bei Apple bekannt während Oculus, Google und Microsoft schon funktionierende Prototypen haben und kurz vor der Serienreife sind

    – Autonome Autos: Das iCar hat scheinbar akuten Kolbenfresser während hier andere wie Google, Tesla und Mercedes-Benz ebenfalls schon Prototypen am Rollen haben

  13. @Spiegelbild, @Fuchsschwanz, @Steffen Beruf, ich weiß nicht was ihr wollt.
    NJ schreibt hier einen Artikel, der faktenorientiert und wertfrei von persönlichen
    Animositäten, den augenblicklichen Status des Apple Konzerns darstellt.
    So sieht es derzeit tatsächlich aus. Die glorreichen Zeiten sind vorbei und werden in dieser Art und Weise auch nicht wiederkommen.
    Vielleicht malt für den Apple-Fan, der Pinsel in der Vergangenheit noch golden aber die Realität ist eine andere.
    Ich teile die Einschätzung von NJ zu 100 Prozent.

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