Apple, Alphabet, Amazon und Facebook: 2016 schon fast 200 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet

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Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Sergey Brin starten mit einem dicken Minus in 2016

Digital Economy Dritte Woche, dritte Welle des Börsenbebens von 2016. Mittendrin im dramatischen Kurssturz: Tech- und Internet-Unternehmen, die mitunter stärker als der breite Markt verlieren. Vor allem die hoch gewetteten Stars des Internet-Sektors Amazon und Facebook kommen schwer unter die Räder – aber auch Techpionier Apple und Erzrivale Alphabet leiden. Fast 200 Milliarden Dollar an Börsenwert haben die "vier Zugpferde" seit dem 1.1. schon eingebüßt.

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Der Kurssturz von 2016 geht in die nächste Runde: Die Aktienmärkte erleben seit Jahresbeginn eine wahre Kernschmelze von beispiellosen Ausmaßen. In 100 Jahren sind die Aktienmärkte nie schlechter in ein Jahr gestartet als in den vergangenen drei Wochen.

Die Leitindizes haben seit dem 1.1. fast rund um den Globus mit inzwischen zweistelligen Kursverlusten zu kämpfen: Der Dow Jones liegt wie der marktbreite S&P 500 10 Prozent hinten, der Nasdaq 100 um 11 Prozent, der Dax nun schon um 13 Prozent.

Die vier Zugpferde der Internetbranche vernichten 2016 bereits 200 Milliarden Dollar 

Keine Überraschung, dass auch die hoch bewerteten Vorzeige-Unternehmen aus dem Internet- und Tech-Sektor 2016 mit rasanten Kursverlusten kämpfen, die Börsenwerte in dreistelliger Milliardenhöhe in Rekordgeschwindigkeit vernichtet haben.

Auf dem Höhepunkt des gestrigen Ausverkaufs hatten Apple, Alphabet, Amazon und Facebook zusammengenommen seit dem 1.1. tatsächlich bereits knapp 200 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. Auch nachdem gestern Schnäppchenjäger zugriffen und die hohen Tagesverluste weitgehend egalisierten, beträgt
das Minus der vier Zugpferde der Tech- und Internetbranche seit dem 1.1. bereits:

• Apple: – 8 %
• Alphabet: – 8 %
• Facebook: – 10 %
• Amazon: – 15 %

Bemerkenswert ist dabei, dass selbst starke Quartalsbilanzen wie am Abend zuvor von Netflix, im Sog des Ausverkaufs nicht mehr honoriert werden. Die Netflix-Aktie, die gestern nachbörslich nach Vorlage der Weihnachtsbilanz zeitweise um 12 Prozent im Plus lag, gab heute wieder alle Kursgewinne ab und notierte am Ende gar schwächer.

Internetaktien massiv unter Druck

Seit Jahresbeginn liegt der Streaming-Dienst damit trotz starker Geschäftsentwicklung und seines weltweiten Starts in weiteren 130 Ländern um 6 Prozent hinten. Das ist jedoch nichts gegen massiven Einbrüche anderer einst hoch gewetteter Internetaktien:

• Alibaba: – 15 Prozent
• Twitter: – 25 Prozent
• Square: – 28 Prozent
• Rocket Internet: – 35 Prozent

Das ist Bild, dass sich in den ersten Wochen des neuen Börsenjahres abzeichnet: 2016 ist nicht 2015. Es ist ein anderes Jahres, eine andere Welt, in der in den USA wieder Leitzinsen steigen, was an den Aktienmärkten historisch betrachtet fast immer zu Kursverlusten führte. Der Wind hat gedreht.

Die Chancen, möglicherweise gegen den Abwärtstrend gegenzusteuern, haben Internet- und Tech-Unternehmen in den nächsten Tagen, wenn die ihre Weihnachtsbilanzen vorlegen: Apple macht nächste Woche am Dienstag den Anfang, gefolgt von Facebook am Mittwoch und Alibaba, Facebook und Microsoft am Donnerstag; Alphabet meldet erst am Montag der darauffolgenden Woche (1. Februar).

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