„Ich bin ein Star“ holt Zuschauerrekord und pusht „DSDS“ auf Staffel-Bestleistung

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"Ich bin ein Star"-Kandidatin Sophia Wollersheim bei der Dschungel-Prüfung

7,96 Mio. Leute sahen am Samstag "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Nie waren es in den vorigen neun Staffeln an einem zweiten Tag mehr - auch nicht in der Rekord-Staffel 2014. Profitieren konnte auch "Deutschland sucht den Superstar", das in allen wichtigen Zuschauergruppen eine neue Staffel-Bestleistung aufstellte. Insgesamt hatte um 20.15 Uhr dennoch "Kommissarin Heller" die Nase vorn.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. „Ich bin ein Star“ toppt alle bisherigen Staffeln

Fast 8 Mio. sahen also bereits am zweiten Tag zu. So viele waren es noch nie zu einem so frühen Zeitpunkt. Selbst die 2014er-Staffel, die mit einer Durchschnitts-Zuschauerzahl von 7,98 Mio. die bisher erfolgreichste der RTL-Dschungel-Geschichte ist, erreichte an Tag 2 „nur“ 7,86 Mio. Leute. Sie war erst am vierten Tag stärker, kam da aber auf 8,09 Mio. Seher. und toppte im Verlauf der Staffel gleich achtmal die 8-Mio.-Marke. Ob das Staffel 10 nun auch gelingen wird, muss sich erst zeigen. „Ich bin ein Star“ ist im Übrigen vor allem bei den älteren Zuschauern erfolgreicher als 2014, bei den 14- bis 49-Jährigen lag man mit 4,72 Mio. leicht unter dem Tag-2-Rekord von 2014 (4,90 Mio.). Wie auch immer: Die Marktanteile von 28,7% und 41,3% in den beiden wichtigsten Zuschauergruppen zeigen, dass „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ auch im Jahr 2016 ein Quotengigant bleibt.

2. „DSDS“ profitiert vom Dschungel und stellt neue Staffel-Bestleistung auf, Ralf Schmitz holt zu später Stunde auch noch 26%

Offenbar haben sich viele Leute die Zeit bis zum „Ich bin ein Star“-Start um 22.15 Uhr ebenfalls bei RTL verkürzt. 5,44 Mio. (16,6%) sahen dort ab 20.15 Uhr „Deutschland sucht den Superstar“ – das ist mit Abstand Bestwert der bisherigen 2016er-Staffel. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gab es einen Rekord: mit 3,06 Mio. Sehern und 26,7%. Ähnliche 26,0% erreichte in der jungen Zielgruppe nach dem Dschungel „Ralf Schmitz Live! Aus dem Häuschen“. 1,81 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen ab 23.35 Uhr noch zu.

3. ZDF siegt mit Rekord für „Kommissarin Heller“ um 20.15 Uhr und mit Wintersport am Morgen und Nachmittag

Hätte es den RTL-Dschungel um 22.15 Uhr nicht gegeben, hieße der strahlende Sieger des Samstags erneut ZDF. Die Mainzer lockten mit der neuesten Folge der Krimireihe „Kommissarin Heller“ 6,95 Mio. Leute an – stolze 21,1% des TV-Publikums. Auch das ist ein Rekord. Keiner der bisherigen Filme der Reihe erreichte so viele Menschen. Stärkster direkter Konkurrent war „DSDS“ mit 5,44 Mio., ARD-Show „Frag doch mal die Maus“ kam auf 4,82 Mio. Zuschauer und 14,9%. Schon vor 20.15 Uhr lief es für das ZDF grandios: Vor allem die beiden Biathlon-Weltcups um 11.45 Uhr und 16.10 Uhr holten Traumquoten. 3,89 Mio. und 5,48 Mio. Fans sahen zu – Marktanteile von 32,5% und 29,2%. Auch die Skiflug-WM um 14 Uhr war mit 3,56 Mio. Sehern und 24,2% erfolgreich. Den Auftakt des deutschen Teams bei der Handball-EM wollten ab 18.30 Uhr dann noch 3,80 Mio. sehen – verhaltenere 14,6%.

4. ProSieben und Sat.1 scheitern mit Prime-Time-Filmen an RTL, aber auch am ZDF und dem Ersten

Chancenlos waren ab 20.15 Uhr ProSieben und Sat.1. Mit den Filmen „Gefährten“ und „Madagascar 2“ erreichten sie nur 970.000 und 880.000 14- bis 49-Jährige, bzw. 8,4% und 7,8%. Damit landeten sie nicht nur meilenweit hinter dem Dschungel und „DSDS“, sondern auch hinter den 20.15-Uhr-Programmen von ARD und ZDF. So entschieden sich für „Kommissarin Heller“ 1,39 Mio. junge Menschen (12,3%), für „Frag doch mal die Maus“ 1,21 Mio. (10,4%).

5. Zweite Privat-TV-Liga schwach, kleinere Sender unspektakulär

Überhaupt nichts zu melden hatten am Samstag die Sender abseits der großen Fünf, bzw. Drei, denn auch für Sat.1 und ProSieben lief es ja nicht sonderlich gut. Die zweite Privat-TV-Liga blieb jedenfalls geschlossen unter ihrem Soll: Vox kam um 20.15 Uhr mit „Air Force One“ auf 580.000 14- bis 49-Jährige und 5,0%, kabel eins mit drei Stunden „Navy CIS“ auf 490.000 und 4,2%, RTL II mit „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ auf ganze 360.000 und 3,1%. Auch bei den kleineren Sendern sah es ab 20.15 Uhr blass aus: Keine Sendung erreichte im Gesamtpublikum ein Millionenpublikum. Erfolgreich war dennoch das Bayerische Fernsehen mit dem Film „Wüstenblume“ und 810.000 Sehern bzw. 2,5%. Höhere Zahlen gab es für manch kleineren Sender aber vor 20.15 Uhr: Tagessieger war in dieser Liga „NDR regional“, das um 19.30 Uhr 1,62 Mio. (5,9%) einschalteten. Im Pay-TV gewann wie am Freitag der Film „The Marine 4“: Diesmal sahen ihn bei Sky Cinema+24 genau 110.000 Leute – 0,3%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Das Format ist so abgeschmackt, dass mir die Worte fehlen. Aber wie man an den der Quote sieht, findet das Publikums Gefallen daran. Das lässt Rückschlüsse auf den Zustand unserer Gesellschaft zu. Die Quotenverteilung innerhalb der Zielgruppen zeigt, dass sich Voyeurismus und Niveaulosigkeit durch alle Altersklassen zieht. Bei den ersten Staffeln dieses Formats wurde bei Werbekunden noch diskutiert, ob man in diesem Umfeld guten Gewissens seine Produktwerbung platzieren könne, heute sind die Werbezeiten dort stark nachgefragt. Kann das TV-Niveau noch tiefer sinken?

  2. Bei „Ich bin ein Star…“ geht es nicht um hohes TV-Niveau, sondern um sehr gute Unterhaltung der Zuschauer und das funktioniert.
    Die Sendung ist aufwendig und kreativ gemacht, was man auch schon an den vielen lustigen und passenden Kommentaren der Moderatoren feststellen kann.

    Einfach mal mit wirklichem TV-Schrott wie „Promi Big Brother“ vergleichen, dann bemerkt man einen großen Unterschied.

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