„Gut gemeinte Torheit“: New York Times-Kolumnist fordert Merkel zum Rücktritt auf

Das US-Magazine Time machte die Kanzlerin kürzlich zur „Person of the Year“ – die New York Times empfiehlt Angela Merkel nun den Rücktritt
Das US-Magazine Time machte die Kanzlerin kürzlich zur "Person of the Year" – die New York Times empfiehlt Angela Merkel nun den Rücktritt

Publishing Ungewöhnliche Töne vom anderen Ende des Atlantiks: Die linksliberale New York Times kritisiert Angela Merkel scharf in einer Kolumne von Ross Douthat. Das "Op-Ed"-Stück, das die Gegenseite der vorherrschenden Redaktionsmeinung vertritt, warnt angesichts der Übergriffe von Köln vor den Folgen der unbegrenzten Flüchtlingspolitik des Bundesregierung und legt Merkel sogar den Rücktritt nahe.

Werbeanzeige

2016 ist nicht 2015: Angela Merkel bläst auch international plötzlich ein anderer Wind ins Gesicht. Im vergangenen Jahr noch vom Time Magazine als „Person des Jahres“ ausgezeichnet,  wird die Bundeskanzlerin nun von einem anderen führenden US-Medium aufs Schärfste kritisiert.

Ein Artikel in der New York Times – für viele die beste Zeitung der Welt – fordert von Merkel aufgrund ihrer politischen Führung in der Flüchtlingskrise gar den Rücktritt.

New York Times-Kolumne: „Es bedeutet, dass Angela Merkel gehen muss“

„Germany on the Brink“, „Deutschland am Rande des Abgrunds“, lautet das am Sonntag veröffentlichte Stück, eine Kolumne des konservativen Autors Ross Douthat.

Douthat stellt Bundeskanzlerin Merkel nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in der Silvesternacht in Köln für ihre Flüchtlingspolitik ein denkbar schlechtes Urteil aus: „Es bedeutet, dass Angela Merkel gehen muss, damit ihr Land und der Kontinent, den es umfasst, es vermeiden kann, einen zu hohen Preis für ihre gutgemeinte Torheit zu zahlen“, fordert Douthat.

„Deutschland am Rande des Abgrunds“

Zuvor hatte der NYT-Kolumnist  kritisiert, die Bundesregierung kümmere sich eher darum, Postings der besorgten einheimischen Bürger mit Hilfe von Facebook und Google zu überwachen als um die unkontrollierte Immigration selbst. Stattdessen sollte sich Deutschland lieber „von der Illusion verabschieden, dass die Sünden der Vergangenheit durch rücksichtslosen Humanitarismus in der Gegenwart gesühnt werden“.

Douthat schreibt in der linksliberalen New York Times sogenannte „Opposite Editorial“-Kolumnen („Op-Ed“), die als meinungspluralistische Gegenrede zum Editorial stehen, das Merkel tags zuvor noch „bemerkenswerte Führungsqualitäten“ in der Flüchtlingskrise attestiert hatte.

Das heißt: Douthats äußert kritische Kolumne vertritt nicht die Hausmeinung der NYT, ist deswegen aber auch nicht automatisch der konservativen Kraftmeierei zuzurechnen – Douthat kritisiert an anderer Stelle offen die Republikaner und den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Werbeanzeige

Alle Kommentare

  1. Op-Ed, im deutschen Lamestream undenkbar. Da könnte „nicht hilfreiches“ geschrieben werden …

  2. Das war doch klar, dass einer der Autoren, die versuchen die amerikanische Bevölkerung „dumm zu halten“, sich auf solche Themen stürzen.
    Solche Autoren sollten sich zu allererst dafür einsetzen, die amerikanische Ökologie zu säubern, bevor sie sich über Themen auslassen, wovon sie keinerlei Ahnung haben.

    1. Ich glaube wir Deutsche sollten mal ganz still sein.Die AMIS sind nicht so blöd wie wir !!
      Merkel hat Deutschland ruiniert….spätestens bei der nächsten Steuererhöhungen wegen den Flüchtlingen werden Menschen wie Elrohan „weiser“ werden..

  3. Der Verfasser sollte sich lieber dafür einsetzen, dass der Brandstifter Trump neutralisiert wird.

  4. Ein Waffen-Massaker nach dem anderen in den USA. Wieviele Politiker treten dafür bei euch zurück?
    Das Risiko in den Vereinigten Staaten ein Opfer von Kriminellen zu werden ist deutlich höher als in Europa.
    Behaltet eure Steine in euerm Glashaus

  5. Ja und wer kommt danach? Gabriel oder doch Schäuble? Seehofer vielleicht?

    Solange man mir keinen ernstzunehmenden Nachfolger präsentiert, ist solches Geblöke doch müssig.

  6. Die AMIS sollten erst mal wieder lernen demokratisch zu sein und ihre Präsidenten frei zu wählen, als zu kaufen. Aber da geht`s ja nur nach dem Motto „Geld regiert die Welt“.
    Sie sind nicht in der Lage ein vernünftiges Waffengesetz einzuführen, sondern schießen sich selbst gegenseitig über den Haufen.
    Das es dort überhaupt solche Präsidentschaftskandidaten wie Trump gibt, sagt doch alles aus.
    Ach, dann gibt es ja schon noch die Probleme mit den Indianern, die Urbevölkerung. Vielleicht ist der Schreiberling ein Nachkomme eines Wirtschaftsflüchtlings oder sogar eines Asylanten, und dann solche Töne spucken.

    1. Ganau so sieht’s aus! Und abgesehen davon: Würde im umgekehrten Fall ein deutsches Medium dasselbe vom amerikanischen Präsidenten fordern, würde das auf der anderen Seite des großen Teichs höchstens ein gelangweiltes Gähnen auslösen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige