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„Tschornalist“ sucht Job: Matthias Matussek postet Gang zum Arbeitsamt bei Facebook

Tschornalist sucht Tschopp: Matthias Matussek lässt seine Community am Gang zum Arbeitsamt teilhaben.
Tschornalist sucht Tschopp: Matthias Matussek lässt seine Community am Gang zum Arbeitsamt teilhaben.

Matthias Matussek formt seinen Facebook-Account nach und nach zum Tagebuch, in dem er seinen Alltag protokolliert. Der neueste Eintrag: MM nach seinem Rauswurf bei der Welt vorm Arbeitsamt. Dort hat sich der ehemalige Spiegel-Autor nach neuen Perspektiven für "Tschornalisten" erkundigt. Die große Fan-Community nimmt rege Anteil: Nach zwölf Stunden hatte sein Posting bereits mehr als 650 Likes.

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Selbstironisch schreibt Matussek bei Facebook über seinem Gang zur Arbeitsagentur: „Liebe Kinder, da muss der Papa hin, wenn er nicht lernt, seine Klappe zu halten – aber das Arbeitsamt hält jede Menge guter Tips bereit, vor allem für Tschornalisten – Smiley“

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Liebe Kinder, da muss der Papa hin, wenn er nicht lernt, seine Klappe zu halten – aber das Arbeitsamt hält jede Menge guter Tips bereit, vor allem für Tschornalisten – Smiley

Posted by Matthias Matussek on Thursday, December 10, 2015

Anstatt einen richtigen Smiley zu verwenden, dürfte Matussek mit dem ausgeschriebenen Wort am Ende des Postings auf einen Fall kurz nach den Anschlägen in Paris anspielen. Da hatte der Ex-Welt-Autor und langjährige Spiegel-Mann ein Posting abgesetzt, in dem er die Frage stellte, ob die verheerenden Attentate die Debatte über offene Grenzen und unregistrierte Flüchtlinge neu anstoßen würden. Das Posting beendete er mit einem lächelnden Smiley. In der Zwischenzeit hatte Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters sich von Matussek distanziert und das Posting als „durchgeknallt“ bezeichnet. Es kam zur Eskalation, nach der sich die Welt von Matussek getrennt hatte. Mittlerweile klagt der Autor gegen seinen ehemaligen Auftraggeber.

Bis die Sache entschieden ist, erkundigt sich MM offenbar nach neuen Möglichkeiten. Während seines Besuchs beim Arbeitsamt fotografierte er Erlebtes und protokollierte, worüber er sich informieren konnte. Besonders interessiert haben ihn offenbar Berufsperspektiven als Fachkraft für Lagerlogistik, Fachwirt, und Projektmanager. Bei Facebook hat Matussek eine Follower-Gemeinde von mehr als 5500 Leuten. An der Diskussion, die unter seinem Jobsuche-Posting stattfindet, nimmt auch der Autor teil – und gibt auch eine angebliche Medienanfrage zum Besten: „Die Zeit wollte wissen, ob es stimmt, dass ich Sprecher der AfD werde, ich so: wenn die Verantwortung ruft, steh ich zur Verfügung, kann aber nicht garantieren ob die AfD das überlebt.“

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