Haushalt 2016: ZDF will Defizit im kommenden Jahr mit Rücklagen ausgleichen

ZDF-Intendant Thomass BellutFoto: ZDF/Benno Kraehahn
ZDF-Intendant Thomass BellutFoto: ZDF/Benno Kraehahn

Der ZDF-Fernsehrat hat am Freitag den Haushaltsplan 2016 genehmigt. Die Mainzer wollen das erwartete Defizit in Höhe von rund 50 Mio. Euro mit Rücklagen ausgleichen. Ab 2017 hofft Intendant Thomas Bellut auf mehr Geld, aber ohne höhere Rundfunkgebühr.

Anzeige

Bellut sagte bei der Vorstellung des Haushaltsplans: „Seit vier Jahren ist das Hauptprogramm das meistgesehene TV-Programm in Deutschland. ZDFneo und ZDFinfo legen weiter zu. Und auch unsere Mediathek ist die erste Adresse unter den Abruf-Portalen der TV-Sender.“ Für die 2017 beginnende nächste Beitragsperiode habe das ZDF gegenüber der KEF eine  „maßvolle Anmeldung“ für höheren Finanzbedarf abgegeben, „die selbst bei voller Anerkennung keine Anpassung der Beitragshöhe notwendig machen würde.“

Bellut betonte bei der Einbringung des Haushalts, dass die Personalkosten des ZDF zu einem großen Teil eigentlich Programmkosten seien. In der öffentlichen Diskussion werde oft der Eindruck erweckt, es handele sich um reine Verwaltungskosten. Bellut: „Das ist nicht richtig. Das ZDF ist keine Abspielstation wie Netflix. Unser Programm von aspekte bis zum heute-journal wird von Menschen – Redakteuren, Reportern, Kameraleuten, Cuttern – gemacht.“

Das ZDF rechnet für das kommende Jahr mit Aufwendungen von 2,255 Mio. EUR. Dem stehen Erträge von insgesamt 2,210 Mio. Euro gegenüber. Von diesen werden 117,8 Mio. Euro einer Sonderrücklage zugeführt. Dieser Betrag geht über den von der KEF im 19. Bericht für das ZDF anerkannten Finanzbedarf hinaus und steht dem  Sender daher nicht zur Verfügung. Der Haushaltsplan schließt mit einem Fehlbetrag von rund 50 Mio. Euro, der durch die Ergebnisrücklage gedeckt ist.

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Was ist das denn für eine merkwürdige und irreführende Schreibweise der Zahlen:
    Das ZDF rechnet für das kommende Jahr mit Aufwendungen von 2,255 Mio. EUR. Dem stehen Erträge von insgesamt 2,210 Mio. Euro gegenüber. Von diesen werden 117,8 Mio. Euro einer Sonderrücklage zugeführt.

    Korrekt wäre: Entweder 2.255.000,00 Euro oder 2,255 Milliarden Euro!
    Angesichts so eines Budgets sind 0,05 Milliarden Euro lediglich Peanuts und sicherlich aus dem Grunde so kalkuliert, damit niemand feststellen kann, dass die Anstalt überfinanziert ist. (Vernebelung scheint hier Programm zu sein.)

  2. Bitte ? Da werden widerrechtlich Zwangsgebühren von Millionen von deutschen Haushalten eingefordert die selbst bei gutmütiger Rechnung monatlich weit über hundert Millionen € in die Kassen spülen dürften und dann schafft es das ZDF nicht kostendeckend zu arbeiten ? Nunja, da mindestens 50% (auch hier wohlwollend gerechnet) der Sendeanteile aus Volksverblödungs- Schrott oder mittlerweile dümmlichster Propaganda besteht, wüsste ich schon wie man sowas effizient „bewirtschaften“ könnte (gerade auch von wegen „dass die Personalkosten des ZDF zu einem großen Teil eigentlich Programmkosten seien“ – warum dieses nutzlose „Personal“, dass eigentlich und zu Recht und schon aus rein erzieherischen Gründen auf H4 gesetzt gehört mit durchschleppen ) ?…..also ehrlich – und dann diese mediale Selbstbeweihräucherungs-Plattform hier.
    Was für eine selbstverliebt-lernresistente Mischpoke im Zirkus der Eitelkeiten….
    Nicht , dass ich „die Privaten“ um einen Deut besser fände – ich ignoriere & boykottiere das „Deutsche Fernsehen“ seit rund zehn Jahren, darf aber dafür zahlen – und muss dann auch noch sowas lesen – unglaublich…

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige