Dreister Content-Klau: Springer siegt gegen Bild-Plus-Piratenseite

Bild-Online-Chef Julian Reichelt und die Piratenseite.
Bild-Online-Chef Julian Reichelt und die Piratenseite.

Vor einigen Wochen war im Netz eine Seite aufgetaucht, die Logo und Inhalte von Bild Plus kopiert und frei zur Verfügung gestellt hatte – ein Fall für Springers Konzernanwälte, die nun einen Erfolg gegen digitale Produktpiraterie vorweisen können. Die Seite ist verschwunden. Die URL Bildpl.us führt nun zum Original.

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Der Klon veröffentlichte auf einer Fake-Seite unter Bild-Plus-Logo die Artikel samt Fotos des Bezahlangebots. Ende Oktober berichtete zuerst das Blog toptestsieger.de über den Fall.

Wer genau hinter dem Content-Diebstahl gesteckt hat, ist – offiziell –  nicht bekannt. Die Seite war auf eine Domain aus den USA registriert. Wie eine Konzernsprecherin gegenüber MEEDIA erklärt hat, hätten die Anwälte die Rechte an der Adresse gerichtlich erstritten.

Ebenfalls weiterhin unbekannt sind die genauen Beweggründe für die Piraterie. Um eine erst angenommene Protestaktion, weil Bild kurz zuvor erklärt hatte AdBlocker-Nutzer auszusperren, handelte es sich offenbar nicht. Die Domain war bereits einige Monate zuvor registriert worden. Für Bild war die Seite nicht nur aus Prinzip ein Problem. Wie toptestsieger bereits damals schrieb, habe die Seite eine ordentliche Sichtbarkeit bei Google – und damit Trafficpotenzial – gehabt.

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Alle Kommentare

  1. Ich habe ein paar mal Artikel auf bildpl.US gelesen und festgestellt, dass ich diesen Content nicht brauche. Weder für Geld noch kostenlos. Danke an die Macher.

  2. Lächerlich. Mit einem bisschen Internetkenntniss und 10 sek Zeit kann man jeden Bild Plus Artikel im Netz finden. Damit meine ich keine Piratenseiten sondern z.b. Spiegel, Stern etc.
    Das es Menschen gibt die dafür zahlen, zeigt klar das die Bild immer noch, bis auf viele Ausnahmen immer noch eine Unterschicht Zeitung ist.

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