9 Mio. sehen Klitschko-Niederlage bei RTL, Raabs „Turmspringen“ verabschiedet sich mit Minusrekord

Wladimir Klitschko und sein Herausforderer Tyson Fury
Wladimir Klitschko und sein Herausforderer Tyson Fury

Es war die erste Niederlage von Wladimir Klitschko seit über elf Jahren - und womöglich ein dramatischer Abend für RTL, denn ob Klitschko nun mit immerhin 39 Jahren noch weiter boxt, steht in den Sternen. 8,91 Mio. Fans sahen den Kampf gegen Tyson Fury - ein traumhafter Marktanteil von über 40%. Davor lief es für Florian Silbereisen im Ersten super.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Klitschko scheitert an seinem Gegner und erneut an der 10-Mio.-Marke

8,91 Mio. Fans sahen also die Niederlage gegen Tyson Fury. Und auch wenn das eine absolute Traumquote war, die für einen Marktanteil von 40,1% reichte, lag sie unter den früheren Zahlen. So sahen den klaren Sieg gegen Kubrat Pulev vor einem Jahr noch 9,22 Mio., in den Jahren davor gab es im Herbst mehr als 11 Mio. Zuschauer. An seine Rekordmarke aus dem Juli 2011, als 15,56 Mio. beim Fight gegen David Haye zusahen, war ohnehin nicht zu denken. Obwohl es seit Oktober 2013 keine 10 Mio. Zuschauer mehr für Klitschko-Kämpfe gab, wäre ein Rücktritt für RTL bitter, denn verlässliche Quoten-Megahits waren die beiden jährlichen Klitschko-Kämpfe dann doch noch – das zeigen die 40% Marktanteil vom Samstag. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen (3,41 Mio. / 40,6%) gab es im Übrigen den klaren Tagessieg und einen Marktanteil von über 40%.

2. „Supertalent“ legt wieder zu, „TV total Turmspringen“ verabschiedet sich mit Minusrekord

Vor dem Klitschko-Kampf lief es auch für „Das Supertalent“ gut. Immerhin 4,74 Mio. Leute sahen die RTL-Show ab 20.15 Uhr, darunter 2,33 Mio. 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile lagen bei 15,5% und 23,3%. Damit konnte die kleine Quotendelle aus der Vorwoche, als nur 4,19 Mio. zusahen, erstmal wieder ausgeglichen werden. Mit einem Tiefstwert verabschiedete sich das „große TV total Turmspringen“ auf ProSieben. Die letzte Show dieser Art vor dem TV-Aus von Stefan Raab sahen noch 1,80 Mio. Leute – erstmals weniger als 2 Mio. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,22 Mio. einen Minusrekord. Zum Vergleich: Das erste „Turmspringen“ kam 2004 noch auf 4,70 Mio. Gesamt-Zuschauer und 3,76 Mio. 14- bis 49-Jährige. Seitdem ging es fast Jahr für Jahr kontinuierlich nach unten. Richtig bitter lief es am Samstagabend für Sat.1: „Rush Hour“ kam mit ganzen 550.000 14- bis 49-Jährigen nur auf 5,6%.

3. Florian Silbereisen holt seine besten „Adventsfest“-Zahlen seit 2011, verliert aber knapp gegen „Wilsberg“

Sehr zufrieden können auch Florian Silbereisen und die ARD-Oberen mit den Samstagabend-Quoten sein: 6,26 Mio. Leute sahen sein „Adventsfest der 100.000 Lichter“ – der beste Wert seit 2011. Der Großteil der Zuschauer war dabei wie gewohnt 65 Jahre alt – oder älter. Dort erzielte die Show mit 4,39 Mio. Sehern einen Traum-Marktanteil von 42,5%. Im Gesamtpublikum war Silbereisen aber nicht die Nummer 1 um 20.15 Uhr. Diesen Platz musste er „Wilsberg“ vom ZDF überlassen: Den Krimi schalteten 6,57 Mio. ein, also 310.000 mehr als Silbereisen. Der „Wilsberg“-Marktanteil lag damit bei 21,4%.

4. Vox, RTL II und kabel eins gehen gegen die großen Sender unter, Super RTL und NDR punkten bei den kleineren Sendern

Keine Chance auf gute Quoten hatten am Samstagabend die drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga. So blieb Vox mit „Die Tochter meines besten Freundes“ bei schwachen Werten von 430.000 14- bis 49-Jährigen und 4,3% hängen. RTL II kam mit „Invasion“ nur auf 380.000 und 3,8% – und kabel eins mit zweimal „Navy CIS“ ebenfalls auf jeweils 3,8%. Zufriedener kann da Super RTL sein, das sich mit „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ gegen die starke Konkurrenz der großen Sender behauptete: 300.000 14- bis 49-Jährige entsprachen guten 3,0%. Im Gesamtpublikum knackte das NDR Fernsehen am Abend zweimal die Mio.-Marke, allerdings erst ab 21.45 Uhr: Die beiden „Mord mit Aussicht“-Wiederholungen erreichten 1,01 Mio. und 1,00 Mio. Seher, sowie 3,4% und 3,7%.

5. Gewohnt starke Zahlen für die Bundesliga, Wintersport-Stimmung noch nicht so groß

Auch abseits des Boxkampfs gab es am Samstag viel Fernsehen für Sportfans. Am besten schnitt dabei wie gewohnt die Bundesliga-„Sportschau“ ab: 5,56 Mio. Fans sahen zu – 23,8%. Die Live-Übertragungen bei Sky knackten um 15.30 Uhr wie fast immer die Mio.-Marke: 1,20 Mio. Zuschauer entsprachen 8,3%. Die Lust auf Wintersport ist im TV-Publikum hingegen noch etwas verhalten: Am Morgen gab es für den Riesenslalom der Damen und den Skeleton-Weltcup im Ersten sogar nur einstellige Marktanteile, ab 10.20 Uhr immerhin mehr als 10%. Die besten Zahlen erreichte die Nordische Kombination um 16 Uhr mit 2,07 Mio. Zuschauern und 14,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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