Nach Rauswurf bei der Welt: Matthias Matussek zieht gegen Springer vor Gericht

Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters und Matthias Matussek gehen getrennte Wege.
Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters und Matthias Matussek gehen getrennte Wege.

Matthias Matussek zieht mit einer Kündigungsschutzklage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, Axel Springers Welt Gruppe, vor Gericht. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. Matussek, von dem sich das Blatt vor anderthalb Wochen mit sofortiger Wirkung getrennt hatte, betonte zuletzt, sich "gütlich" einigen zu wollen.

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Bei der Verhandlung der Kündigungsschutzklage, die Matthias Matusseks Anwaltskanzlei Steinhöfel beim Arbeitsgericht Hamburg eingereicht hat, wird es auch um die Frage gehen, ob Matthias Matussek festangestellter Mitarbeiter der Welt war, so die SZ weiter. Steinhöfel hatte die rechtlichen Schritte gegen Axel Springer am Freitag bekannt gegeben.

Matussek / Axel Springer SE: Wir reichen heute für unseren Mandanten Matthias Matussek beim Arbeitsgericht Hamburg Kündigungsschutzklage gegen die Axel Springer SE ein.

Posted by Rechtsanwälte Steinhöfel on Friday, November 27, 2015

Sein ehemaliger Arbeitgeber gab vor anderthalbwochen die sofortige Trennung von Kolumnist Matussek bekannt. Wenige Tage zuvor hatte Matussek nach den Anschlägen in Paris ein umstrittenes Posting abgesetzt, in dem er die Frage stellte, ob die verheerenden Attentate die Debatte über offene Grenzen und unregistrierte Flüchtlinge neu angestoßen würden. Das Posting beendete er mit einem lächelnden Smiley. In der Zwischenzeit hatte Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters sich von seinem Ex-Autor distanziert und das Posting als „durchgeknallt“ bezeichnet.

Wie Matusseks Anwaltskanzlei zuletzt bekannt gegeben hatte, wolle sich der Autor nach der Eskalation „um eine gütliche Lösung bemühen“. Matussek fühle sich dem Hause Springer „auch weiterhin sehr verbunden“.

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