Anzeige

Phishing-Verdacht bei Facebook: Vorsicht vor tückischem Angela Merkel-Werbebanner!

Engere Zusammenarbeit mit Medienhäusern: Facebook startet das „Journalism Project“
Engere Zusammenarbeit mit Medienhäusern: Facebook startet das "Journalism Project"

Wenn der Facebook-Freund plötzlich merwürdige Botschaften postet, wird schnell klar: ein Phishing-Opfer, dessen Konto gehackt wurde und der nun hilflos mitansehen muss, was in seinem Namen im Social Web verbreitet wird. Eine Werbeanzeige geistert derzeit durch das Netzwerk, deren Betreiber es offenbar auf Nutzer- und Login-Daten abgesehen haben. Das berichtet das Verbraucher-Blog Toptestsieger.de

Anzeige
Anzeige

Facebook-Werbung kann gelegentlich irritieren: Wer auf einmal Anzeigen für Schönheitsoperationen vorgeschaltet bekommt, kann sich schon wundern, warum Facebook das als relevant für einen selbst einstuft oder welcher spezielle Algorithmus da am Werke ist. Doch manchmal können Werbeanzeigen auch gefährlich werden.

Quelle: Toptestsieger.de

Quelle: Toptestsieger.de

Daniel Brückner schreibt beim Verbraucher-Blog Toptestsieger.der über eine Werbeanzeige, die es ziemlich eindeutig auf die Daten der Nutzer abgesehen zu haben scheint. Geködert werden diese mit einem scheinbaren Nachrichteninhalt zu einem populären Thema. Aber statt interessierte Nutzer, die darauf klicken, auf eine klar gekennzeichnete externe Plattform zu leiten, verlinkt die Anzeige auf einen Anmeldebereich, der dem Login von Facebook zum Verwechseln ähnlich sieht. „Angela Merkel Skandal“ titelt die Anzeige, zu sehen ist ein Bild der Kanzlerin mit erschrockenem Gesichtsausdruck (augenscheinlich bei einem Fußballspiel aufgenommen). Wer das Banner aufruft, wird getäuscht: Die folgende Seite gehört nämlich keineswegs zum sozialen Netzwerk, sondern wird lediglich in dessen App-Bereich angezeigt.

Anzeige

Brückner hat es ausprobiert und einen frei ausgedachten Benutzernamen samt Passwort eingegeben. Und obwohl diese nicht mit einem Konto verknüpft sind, leitete die App Brückner auf den Blogeintrag über Angela Merkel weiter. Das Blog habe wahrscheinlich nichts mit Phishing zu tun, hier könne die App aber zu jeder Webseite weiterleiten bzw. die Seite im Appfenster aufrufen, schreibt Brückner. Unter der Domain des selbstgebastelten „Login-Bereichs“ finde sich ein türkischer Möbelshop, so der Autor.

Wer unvorsichtig auf der betreffenden Seite seine Daten eingegeben hat, darf sich nicht wundern, wenn demnächst krude Werbebotschaften in seinem Profil auftauchen oder private Nachrichten gelesen werden. Doch es ist nicht nur die Aufgabe des Facebook-Nutzers, derartige Anzeigen als Spam zu erkennen. Besonders das soziale Netzwerk selbst trägt Verantwortung dafür, wer dort Werbung schaltet. Vor allem dann, wenn der Appbereich von Facebook optisch so gestaltet ist, als würde man sich immer noch im „sicheren“ Umfeld des Netzwerkes bewegen.

jos

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*