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ARD, ZDF und Produzentenallianz: Neue Regelungen für Video-on-Demand-Rechte und Kinofilme

Thomas Bellut (ZDF), Karola Wille (MDR) und Alexander Thies (Allianz Deutscher Produzenten) schließen Eckpunktevereinbarung ab
Thomas Bellut (ZDF), Karola Wille (MDR) und Alexander Thies (Allianz Deutscher Produzenten) schließen Eckpunktevereinbarung ab

Die ARD und das ZDF auf der einen und die Produzentenallianz auf der anderen Seite haben nach dreijährigen Verhandlungen die "Eckpunktevereinbarung über die vertragliche Zusammenarbeit zu Film-/Fernseh-Gemeinschaftsproduktionen und vergleichbare Kino-Koproduktionen“ abgeschlossen.

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Diese Eckpunkte regeln unter anderem die kommerziellen Video-on-Demand-Rechte von Kinofilmen, an denen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten als Koproduzenten beteiligt sind und treten an die Stelle der Vereinbarungen aus den Jahren 2002/2003 und 2009.

Im Rahmen der Eckpunktevereinbarung wurde zum Beispiel beschlossen, dass Pay-VoD-Rechte künftig exklusiv dem Produzenten zustehen, sollte der Sender mit weniger als 50 Prozent an den Herstellungskosten beteiligt gewesen sein. Weiter regeln die Eckpunkte den Einsatz sogenannter Geolocation-Maßnahmen durch die Sender beim Streaming ihrer Programme, die Verwertung der SVoD- und der Pay-TV-Rechte sowie eine Verkürzung der Entscheidungsprozesse und der Vertragsabwicklung. Auch werden die Vertragsbedingungen für den Produzenten bei untergeordneter finanzieller Beteiligung der Rundfunkanstalt verbessert.

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Thomas Bellut, Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens: „Mit der Fortschreibung der Vereinbarung unterstreicht das ZDF sein Bekenntnis zu Kinogemeinschaftsproduktionen und fairen Vertragsbedingungen auch mit Kinoproduzenten.“

Alexander Thies, der Vorsitzender des Gesamtvorstands der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, betont jedoch auch, dass sich die Produzenten mit „anderen wichtigen Forderungen noch nicht durchsetzen konnten“. Auch wenn die neuen Vereinbarungen eine Verbesserung gegenüber 2002 und 2009 sei. Deshalb seien diese Eckpunkte nur als Übergangsregelung vorgesehen. „Im Zuge der Novelle des Filmförderungsgesetzes werden wir uns jedoch dafür einsetzen, bei geförderten Produktionen die Bedingungen für Film-/Fernseh-Gemeinschaftsproduktionen sowie allgemein für die Lizensierung von TV-Rechten für die Filmhersteller weiter zu verbessern.“

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