„Homophober Deutschlandleugner“: Massive Kritik für Xavier Naidoos ESC-Teilnahme

Xavier Naidoos ESC-Teilnahme stößt auf massive Kritik
Xavier Naidoos ESC-Teilnahme stößt auf massive Kritik

Xavier Naidoo nimmt 2016 für Deutschland am Eurovision Song Contest teil: Mit dieser Nachricht sind viele Menschen alles andere als zufrieden. Denn Xavier Naidoo hatte zuletzt immer wieder wegen homophober und rechtspopulistischer Äußerungen für Aufregung gesorgt. Auf Twitter entbrannte binnen kürzester Zeit ein Shitstorm gegen die Entscheidung der ARD.

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Xavier Naidoo sprach zum Beispiel am Tag der Deutschen Einheit 2014 vor den rechtspopulistischen, sogenannten Reichsbürgern, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. 2011 hatte er ARD-Morgenmagazin erklärt: „Wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land“ und 2012 wurde er gemeinsam mit dem Rapper Kool Savas wegen Volksverhetzung angezeigt.

Zu behaupten, die Entscheidung der ARD sei umstritten, wäre noch untertrieben. Die Reaktionen, vor allem bei Twitter, sind eindeutig. Etliche Nutzer sind über die Teilnahme Naidoos entrüstet. Sogar eine Petition wurde bereits gestartet, die fordert: Der Sänger soll Deutschland auf keinen Fall repräsentieren.

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Alle Kommentare

  1. Die Kritik an der Nominierung des Herrn Naidoo für den sogenannten ESC wird häufig mit einem Hinweis auf dessen Aussagen im ARD- Morgenmagazin am 24. Oktober 2011 untermauert. Im Moma- Auftritt des Sängers stecken zwei (!) bemerkenswerte Teile. Der eine: Naidoos „Gedöns“ über Freiheit und Besatzung. Wenn der NDR jemanden als offiziellen Repräsentanten des Landes nominiert, dass derselbe für besetzt und unfrei hält und der das dann annimmt, dann ist der Nominierte irgendwie politisch schizophren und der Nominator gaga. Der zweite bemerkenswerte Teil: Als Naidoo und Moderator Lorig beginnen sich über Freiheit und Besatzung ein wenig zu streiten, geht sofort Moderatorin Anne Gesthysen dazwischen: “Wir woll´n hier nicht zu sehr ins Detail gehen“. Die Sense wird anschließend hübsch ironisiert durch die Naidoo- Begleitung in Gestalt des Herrn Wehland, der fragt: “Sind wir denn hier schon bei Maischberger.“ Alles in netter Form. Jedenfalls für Frau Gesthysen kein Anlass, dem Gedöns-Geschwätz des Herrn Naidoo mal auf den Grund zu gehen, wie das aufgeweckte Medienleute tun sollten.
    KLaus Vater

  2. Wenn ich mir so die Kommentar durchlese: Dt. fest in den Händen von Links-Faschisten?! Na da wüßt ich aber eine finale Lösung!! Nicht schön aber effektiv und nachhaltig!

  3. Unbestrittener Fakt im Jahre 2014 ist, daß Deutschland

    … immer noch keinen Friedensvertrag mit den Alliierten hat
    … immer noch dem alliierten Besatzungsstatut unterliegt
    … immer noch keine eigene Verfassung hat!

    Im Alliierten Besatzungsstatut heißt es:

    Die Westmächte behalten sich im Besatzungsstatut sogar das Recht vor, die „Ausübung der vollen Regierungsgewalt ganz oder teilweise wieder aufzunehmen, wenn sie dies für unerläßlich erachten für die Sicherheit oder zur Aufrechterhaltung der demokratischen Ordnung in Deutschland“.

    An alle die Xavier Naidoo kritisieren Hirn einschalten

    „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

    Den zitierten Artikel 146 des Grundgesetzes sollte sich jeder mal in Ruhe durchlesen und durch den Kopf gehen lassen. Die Deutsche „Einheit“ ist gemäß Deutsch-Deutschen Staatsvertrag keine Wiedervereinigung, sondern eine Eingliederung der Deutschen Demokratischen Republik in die Bundesrepublik Deutschland. Für eine „Wiedervereinigung“ hätte man beide deutsche Staaten, sowohl die BRD als auch die DDR, auflösen und einen neuen Staat, mit eigener Verfassung -über die das Volk abstimmt- gründen müssen. Dies ist nie geschehen. Das durch die Alliierten 1949 entworfene Konstrukt „Bundesrepublik Deutschland“ besteht allerdings bis heute.

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