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Erfolgreicher Börsengang: Square startet mit 45-Prozent-Kurssprung

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Da hat jemand Geld auf dem Tisch liegen lassen: Der mobile Bezahldienst Square, der in Nacht noch fast panikartig seinen Ausgabekurs um mehr als 30 Prozent gesenkt hatte, startet mit großen Kursgewinnen. Die Aktie debütiert bei 11 Dollar und schoss in den ersten Minuten dann sogar auf 15 Dollar empor – am Ende blieb bei rund 13 Dollar ein Kursplus von 45 Prozent.

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Die Geschichte wiederholt sich für Twitter-Gründer Jack Dorsey: Genau zwei Jahre ist es her, dass der 140-Zeichen-Dienst mit einen Kurssprung von mehr als 75 Prozent den Börsenhandel aufnahm.

Der Blaupause folgt nun auch das zweite von Jack Dorsey gegründete Unternehmen: Der mobile Bezahldienst Square nahm heute den Handel mit einer Erstnotiz von 11,20 Dollar auf  – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem auf den letzten Metern  deutlich ermäßigten Ausgabekurs von 9 Dollar.

Minuten später schossen die Kurse indes förmlich nach oben: Die Square-Aktie zog bis auf Notierungen von knapp 15 Dollar an und konnte damit Kurszuwächse von in der Spitze 66 Prozent verbuchen. Am Ende des ersten Handelstages blieb bei Notierungen von 13 Dollar ein Plus von 45 Prozent.

Bewertung startet bei unter drei Milliarden Dollar

Das bislang wohl mit der größten Spannung erwartete IPO aus der Internet- und Techbranche im Jahr 2015 hatte zuvor in der Nacht überraschend seinen Ausgabekurs unter die bereits reduzierte Bookbuildingspanne von 11 bis 13 Dollar auf nur noch 9 Dollar gesenkt.  Damit startet das zweite von Dorsey geführte Unternehmen zu einer Bewertung von weniger als drei Milliarden Dollar an der Börse und konnte lediglich Mittelzuflüsse in Höhe von 243 Millionen Dollar verbuchen.

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Nach den ersten Handelsminuten scheint klar: Der mobile Bezahldienst, der erst vor einem Monat seinen Zulassungsantrag an der New Yorker Börse eingereicht hatte, hat damit einen dreistelligen Millionenbetrag auf dem Tisch liegen lassen, zumal die Anteilsscheine nun sogar über der Bookbuildingspanne zwischen 11 und 13 Dollar notieren. Bei Kursen von 13 Dollar wird Square mit über vier Milliarden Dollar bewertet.

Das ist allerdings immer noch ein deutlicher Discount zur Bewertung, die in der in der jüngsten Finanzierungsrunde erzielt wurde: Investoren hatten seinerzeit noch auf Basis einer Bewertung von sechs Milliarden Dollar Anteile erworben, was wiederum einem Kurs von rund 18 Dollar entspricht. Heute weiß man: Der Sekundärmarkt garantiert nicht immer den besten Preis.

Square weiter unprofitabel

Square arbeitet weiter defizitär:  Das Minus schwoll von 85 Millionen Dollar in 2012 auf 150 Millionen Dollar im vergangenen Jahr an; in den ersten sechs Monaten 2015 verlor Square mit 77 Millionen Dollar ähnlich viel. Die Umsätze boomen allerdings: Die Erlöse haben sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verfünffacht – von 200 Millionen Dollar in 2012 auf in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Dollar.

Das 2009 von Jack Dorsey gegründete US-Unternehmen versteht sich als das physisch fehlende Bindeglied des mobilen Bezahlens für Smartphones – ein Kreditkartenlesegerät, das auf das iPhone oder Android-Gerät gesteckt wird. 70 bis 80 Prozent der Erlöse werden dabei an die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard abgeführt. Heute Nachmittag nach Handelseröffnung an der Wall Street wird sich zeigen, wie viel Square den Anlegern wert ist.

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