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„SPD ist kein raffgieriger Investor“: ddvg meldet einen Jahresüberschuss von 6,4 Millionen Euro

SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan
SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan

„Die SPD ist kein raffgieriger Investor, dem der Qualitätsjournalismus egal ist“. Jedes Jahr aufs Neue stellt der amtierende Schatzmeister der Sozialdemokraten die Bilanz der parteieigenen Medienholding dd.vg vor und jedes Jahr sieht er sich genötigt, das Verlagsvermögen der Partei zu rechtfertigen. Zudem konnte er in diesem Jahr ein stabiles Ergebnisniveau verkünden.

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So schloss die Medienholding das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von 6,4 Millionen Euro ab. Im vergangenen Jahre lag der Überschuss noch bei 7,3 Millionen. Dagegen fiel das Betriebsergebnis mit 9,4 Millionen Euro besser aus als im vorangegangenen Jahr (5,2 Millionen Euro).

„Wir arbeiten weiter daran, uns in einem schwierigen Markt zu behaupten, das Jahresergebnis 2014 bestärkt uns darin, diesen Weg fortzusetzen, auch wenn es manchmal unbequem ist“, erklärt der ddvg-Geschäftsführer Jens Berendsen.

Tatsächlich haben die Hamburger keine leichten Monate hinter sich. So musste sich die SPD-Holding einiges wegen ihrer aktiven Rolle bei der Schließung einer Madsack-Druckerei anhören. Im schlimmsten Fall könnten von der Restrukturierung bis zu 130 Arbeitsplätze betroffen sein.

Grundsätzlich hoffen die Hamburger, dass die Zeitungshäuser noch stärker als bisher auf Kooperationen setzten. „Wer offen für das Neue ist, wird die aktuellen Umbrüche am besten überstehen“, sagte der SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan dazu. „Oft sind wir als Minderheitsgesellschafter die, die sagen müssen: Lasst uns bitte in den Wandel investieren“. Dabei würde die ddvg sich stets für das nachhaltige Konzept und weniger für die hohe Renditen entscheiden.

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Die ddvg-Manager sehen sich vor der Herausforderung, weiterhin im schwindenden Markt der Regionalzeitungen Geld zu verdienen und gleichzeitig aktiv ein zweites digitales Standbein aufzubauen und in die Online-Transformation zu investieren. So tritt die Holding bei Utopia.de, Stuffle.it oder Avocadostore längst auch als Web-Investor an. Gewinne werfen die Startups noch keine ab.

Die SPD-Politiker sehen in ihrem Medien-Engagement auch eine grundsätzliche Botschaft: „Gerade die derzeitige abscheuliche Hetze gegen Journalisten auf der Straße oder in sozialen Netzwerken unterstreicht, dass engagierter Qualitätsjournalismus keine Selbstverständlichkeit ist – der Beitrag, den die ddvg zu einer überlebensfähigen Presselandschaft leistet, ist noch einmal wichtiger geworden“, sagt Nietan.

Insgesamt kann sich der Schatzmeister auf eine Gewinnausschüttung von 1,5 Millionen Euro für die Parteikasse freuen.

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