Blendle-Verkaufs-Charts: Spiegel gewinnt mit Thema Suizid, 11 Freunde springt bis auf Platz 4

Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer und der Blendle-Bestseller aus seiner aktuellen Ausgabe
Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer und der Blendle-Bestseller aus seiner aktuellen Ausgabe

Zum dritten Mal in Folge führt Der Spiegel die offiziellen deutschen Verkaufs-Charts des Artikel-Shops Blendle an. Gewonnen hat das Magazin mit dem bewegenden Tagebuch einer depressiven Frau, die sich schließlich umbrachte. Ebenfalls weit vorn dabei: die F.A.Z. und das Magazin 11 Freunde mit einem Bericht über den Schwarzmarkt für Fußball-Eintrittskarten.

Anzeige

„Hoch entschlossen zu leben“ waren die Tagebuch-Auszüge überschrieben, die einen Einblick in das Seelenleben einer jungen Frau boten, die schließlich den Suizid wählte. Der bewegende Text war der meistverkaufte bei Blendle in den ergangenen sieben Tagen. Auch Platz 2 geht an den Spiegel: „Wir sind nur noch Pflegeroboter“ ist ein Protokoll einer Pflegerin. Auf Rang 3 folgt schließlich die F.A.Z. mit dem Aufreger der Woche: der Krebsgefahr durch Fleisch und Wurst.

Bis auf Platz 4 der Blendle-Charts, die MEEDIA exklusiv jeweils mittwochs veröffentlicht, hat es das Fußballmagazin 11 Freunde geschafft. Christoph Biermanns Artikel über den Schwarzmarkt für Fußball-Tickets – „Kampf um die Karten“ – hat bis auf die drei Texte von Spiegel und F.A.Z. alle anderen deutschen Medien und Artikel der vergangenen Woche besiegt. Die Nummer 1 der vorigen Woche, der Spiegel-Artikel über die Startup-„Fabrik“ Rocket Internet, ist auch diesmal vertreten – auf Rang 5.

Weitere Medien in der Top Ten: die F.A.S., das SZ-Magazin, die Zeit und der Tagesspiegel. Die komplette Top Ten mit dem Hinweis, das eingeloggte Blendle-Nutzer (wie immer bei blendle.com-Links) den entsprechenden Artikel direkt mit dem Klick kaufen. Sie können ihn aber bekanntlich bei Nichtgefallen oder versehentlichem Klicken „zurück geben“ und bekommen das Geld wieder gut geschrieben.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 28. Oktober bis 3. November 2015:

1. „Hoch entschlossen zu leben“ – Der Spiegel, Katha Thimm, 1985 Wörter, 75 Cent
Tagebuch-Einträge und Abschiedsbrief: Einblick in die Psyche einer jungen Frau, die sich umbrachte

2. „Wir sind nur noch Pflegeroboter“ – Der Spiegel, Laura Höflinger, 1885 Wörter, 75 Cent
Ein Protokoll der totalen Überforderung: Der Tagesablauf einer deutschen Pflegerin

3. „Zwei Pfund weniger Lebenskraft“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Joachim Müller-Jung, 1242 Wörter, 45 Cent
Analyse zu den neuen Erkenntnissen zur Krebsgefahr von rotem Fleisch

4. „Kampf um die Karten“ – 11 Freunde, Christoph Biermann, 1895 Wörter, 89 Cent
Einblicke in die Unterwelt: Wie der Schwarzmarkt für Fußball-Karten funktioniert

5. „In der Fabrik“ – Der Spiegel, Ann-Kathrin Nezik, 1871 Wörter, 75 Cent
Einblicke in die schonungslose Arbeitswelt bei Start-ups von Rocket Internet

6. „Die Katzen des Bösen“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Stefan Niggemeier, 1364 Wörter, 45 Cent
Kluge Analyse der scheinheiligen Berichterstattung über Hassredner Akif Pirinçci

7. „Wie ich mein Leben verpasse“ – SZ Magazin, Susanne Schneider, 1997 Wörter, 79 Cent
Persönliches Denk-Stück zum ewigen Aufschieben großer Träume

8. „Die gekaufte Schule“ – Der Spiegel, Bernd Kramer und Michaela Schießl, 2009 Wörter, 75 Cent
Wie Großkonzerne die Finanznot deutscher Schulen ausnutzen, um in die Köpfe von Schulkindern vorzudringen

9. „Der falsche Triumph“ – Die Zeit, Nadine Ahr und Wolfgang Uchatius, 4469 Wörter, 89 Cent
Wie sich Hobbysportlern dopen – beispielsweise mit Inkontinenz-Mitteln für Hunde

10. „In seiner Welt“ – Tagesspiegel, Hannes Heine und Sebastian Leber, 1242 Wörter, 25 Cent
Wie ein Dealer aus Berlin zum gefährlichsten deutschen IS-Kämpfer geworden ist

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt Niggemeiers Pirinçci-Text an, der sich im Gesamt-Ranking ja auf Plastz 6 befindet. Auch Rang 2 geht an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:

1. „Die Katzen des Bösen“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Stefan Niggemeier, 1364 Wörter, 45 Cent
Kluge Analyse der scheinheiligen Berichterstattung über Hassredner Akif Pirinçci

2. „Museum für verlorene Dinge“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Philipp Daum, 1724 Wörter, 45 Cent
Wie Google Street View für virtuelle Reisen und Forschungen genutzt wird

3. „Deutschland ist bei der Industrie 4.0 auf dem Holzweg“ – Die Welt, Ralf Drescher, 1050 Wörter, 25 Cent
Wie Deutschland bei der vernetzten Wirtschaft in Theorie glänzt, aber in der Praxis versagt

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige