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LinkedIn liefert bei Quartalsbilanz: 400 Millionen nutzen das Karrierenetzwerk

Das Karriere-Netzwerk von Microsoft wird in Russland blockiert.
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Das Karrierenetzwerk LinkedIn bleibt der Musterschüler unter den Social Media-Diensten: Nach Handelsschluss präsentierte LinkedIn eine Quartalsbilanz über den Erwartungen der Wall Street. Die Umsätze legten um 37 Prozent auf bereits 780 Millionen Dollar. Gleichzeitig vergrößerten sich allerdings die Verluste auf 41 Millionen Dollar. Der Wall Street war das egal, weil LinkedIn den Ausblick aufs Gesamtjahr anhob und eine magische Marke bei den Nutzerzahlen durchbrach. Die Aktie haussiert nachbörslich.

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Es läuft wieder bei LinkedIn: Nachdem das Karrierenetzwerk im Frühjahr noch den größten Schock der bislang vierjährigen Börsenlaufbahn erlebt und ein Viertel des Börsenwertes nach enttäuschenden Quartalzahlen verloren hatte, ging der Ausschlag nach Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz um 10 Prozent nach oben.

LinkedIn konnte die Analysenschätzungen wie schon im Juli erneut deutlich übertreffen: Statt Umsätzen in Höhe von 756 Millionen Dollar konnte das Business-Netzwerk zwischen Anfang Juli und Ende September tatsächlich 780 Millionen Dollar verdienen. Das entsprach einem Plus von immerhin noch 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und allein noch mal 10 Prozent im Vergleich zum Juni-Quartal.

Bereits 380 Millionen Mitglieder im Karriere-Netzwerk versammelt

Den Löwenanteil davon machte das Geschäft mit Job-Inseraten aus, die LinkedIn „Talent Solutions“ nennt und  bereits 502 Millionen Dollar erlöst, ein Plus von 46 Prozent. Der Unternehmenszweig Marketing Solutions spielte 140 Millionen Dollar (+28 Prozent) und das Geschäft mit Abonnements lediglich 138 Millionen (+21 Prozent) ein.

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Unterm Strich schreibt LinkedIn aber wegen seines strammen Expansionskurses und der ausgegebenen Aktienoptionen weiter Verluste – das Minus weitete sich auf 41 Millionen Dollar aus. Ohne Abschreibungen und Sonderposten hätte LinkedIn nach Non-GAAP-Bilanzierungsstandard 103 Millionen Dollar oder 78 Cent je Aktie verdient; die Wall Street hatte lediglich mit 45 Cent je Anteilsschein gerechnet. Die Prognosen fürs Weihnachtsquartal liegen mit 74 Cent je Aktie ebenfalls über den Wall Street-Schätzungen.

Aktie legt nachbörslich zu

Beeindruckend ist vor allem jedoch eine andere Kennziffer: Bereits 400 Millionen Menschen tummeln sich auf dem weltgrößten Karrierenetzwerk. LinkedIn distanziert damit weiter den Social Media-Rivalen Twitter (320 Millionen Nutzer) und liefert sich ein enges Rennen mit Instagram, das unlängst den Durchbruch durch die 400-Millionen-Marke bekannt gab; der deutsche Business-Netzwerk-Rivale Xing erscheint mit seinen 15 Millionen Mitgliedern dagegen immer mehr wie ein Zwerg.

In einer ersten Reaktion schickten Anleger die LinkedIn-Aktie mit einem Kursplus von 12 Prozent euphorisch bis über 242 Dollar in die Höhe. Damit ist Linked nur noch 15 Prozent von seinem Allzeithoch vom Februar entfernt.

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