„Nord bei Nordwest“ macht das Erste zur Nummer 1, „The Voice“ bleibt stark

Hinnerk Schönemann und Henny Reents in „Nord bei Nordwest“ (mit „wildem Sven“)
Hinnerk Schönemann und Henny Reents in "Nord bei Nordwest" (mit "wildem Sven")

Fast ein Jahr hat das Erste die Fans seines neuen Schwanitzer Krimi-Duos aus "Nord bei Nordwest" auf ihren zweiten Fall warten lassen. An die Premierenzahlen kam der nun nicht mehr heran, grub dem ZDF-Film aber massiv die Zuschauer ab. "The Voice of Germany" verliert ein paar Fans, bleibt in der jungen Zielgruppe aber über 20%.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Nord bei Nordwest“ holt sich trotz langer Pause mühelos den Tagessieg

Am Donnerstagabend lief der zweite Fall mit Henny Reents und Hinnerk Schönemann als ungleichem Ermittlerpaar. Anders als auf dem Ostsee-Städtchen Schwanitz scheint auf der ARD-Reihe aber kein Fluch zu liegen – oder sagen wir: allenfalls ein kleiner. Die Macht, „Nord bei Nordwest“ den Tagessieg im Gesamtpublikum zu nehmen, hatte der nicht: Mit 4,68 Mio. lag der neblige Regionalkrimi weit vor dem ZDF-Film zur gleichen Zeit (und der Marktanteil bei 14,7%; bzw. 7,9% im jungen Publikum). An die Zahlen aus dem November 2014, als die Ermittler Hauke Jacobs und Lona Vogt sich das erste Mal begegneten, kam er aber nicht heran – 5,34 Mio. hatten damals eingeschaltet. Mal sehen, wieviele übrig bleiben, wenn sich das Erste wieder so lange Zeit lässt mit Fall Nummer 3.

2. „The Voice of Germany“ muss ein paar Zuschauer abgeben, bleibt aber stark

Deutlich höher ist die Schlagzahl freilich bei „The Voice of Germany“, das vor einer Woche bei ProSieben erfolgreich in die neue Staffel gestartet ist und sich am Freitag bei Sat.1 noch zu steigern wusste. Die dritte Blind Audition büßte am Donnerstag nun einige Zuschauer ein, 3,57 Mio. hievten die Show aber auf Platz 5 in den Tagescharts (11,7%) und machten sie zur zweiterfolgreichsten Sendung um 20.15 Uhr nach dem ARD-Krimi. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen reichte es weiterhin für über 20% Marktanteil (nämlich exakt 21,1%), 2,25 Mio. sorgten dafür, dass TVOG den ersten Platz für sich beanspruchen kann. Davon profitierte im Anschluss freilich auch „red!“ mit 15,5%.

3. ZDF mit Nachrichten erfolgreicher als mit Film, geringer Erfolg für Comedy im Ersten

Die Top 5 der Zuschauer ab 3 Jahren werden außer den beiden genannten Sendungen ausschließlich von Nachrichten belegt: der „Tagesschau“ mit 4,36 Mio., „heute“ mit 3,73 Mio. und dem „heute journal“ mit 3,65 Mio. Am Vorlauf im ZDF kann die letztgenannte Quote nicht gelegen haben. Den Film „600 PS für zwei“ mit Walter Sittler und Herbert Knaup sahen nämlich nur 3,01 Mio., der Marktanteil lag bei 9,5% (3,6% bei den 14- bis 49-Jährigen). Das doppelte Filmangebot ging also eindeutig zu Gunsten der ARD aus; allerdings scheinen nachher einige Zuschauer direkt zu den Nachrichten im ZDF geschaltet zu haben. „maybrit illner“ wollten dort noch 2,76 Mio. sehen. Zur gleichen Zeit im Ersten rutschte „Kontraste“ auf 2,63 Mio., die „Tagesthemen“ waren nur noch für 2,19 Mio. von Interesse. 1,46 und 1,03 Mio. sahen am späten Abend dann die Comedy-Schiene im Ersten, bestehend aus „Spätschicht“ und „Nuhr ab 18“. Mit 4,9% und 6,1% bei den 14- bis 49-Jährigen waren beide auch in der jüngeren Zielgruppe keine Überflieger.

4. „Alarm für Cobra 11“ leicht erholt, aber „Crossing Lines“ vor „Anwälte der Toten“

Ein bisschen besser als in der Vorwoche sah’s für RTL aus, wo „Alarm für Cobra 11“ diesmal auf 15,0% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen kam (13,1% bei den 14- bis 59-Jährigen) und sich dank 1,6 Mio. den 2. Platz in der Tageswertung der Zielgruppe schnappte; die zweite Folge kam auf 1,5 Mio. und 13,7%. Sat.1 hatte mit „Criminal Minds“ das Nachsehen: Mit 9,2% startete der Abend verhalten, steigerte sich dann aber immerhin auf 10,6%. Die neuen Fälle von „Crossing Lines“ sorgten aber wieder für einen Dämpfer: 730.000 14- bis 49-Jährige hatten zum Staffelauftakt nach 22 Uhr eingeschaltet – 9,3% Marktanteil in der jungen Zielgruppe. Bei RTL sah’s zu dieser Zeit allerdings noch übler aus: „Anwälte der Toten“ schaffte nämlich gerade einmal 8,6%, erst nach 23 Uhr war wieder ein zweistelliger Wert drin (11,9%).

5. Vox, kabel eins und RTL II bleiben blass mit Filmen und Reality

Vox kann froh sein, dass sein Donnerstagabendprogramm „72 Stunden“ nicht genauso lange dauerte wie es hieß, denn in der zweiten Privat-TV-Liga sorgte es für die enttäuschendste Quote des Abends: 4,4% Marktanteil in der jungen Zielgruppe und 450.000 Zuseher. Mit „Police Academy IV“ kann sich kabel eins aber unmittelbar anschließen: 0,49 Mio. reichten nämlich auch bloß für 4,5%. (Und Ausrutscher war das keiner, „Police Academy V“ kam im Anschluss nämlich ebenfalls bloß auf 4,7%.) Mit 5,6% und 5,9% sah’s für „Die Kochprofis“ und „Frauentausch“ bei RTL II geringfügig besser aus (0,6 und 0,57 Mio.).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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