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„Schwarzwälder Schinken und Kuckucksuhren“: Martin Sonneborns Kommentar zum DFB-Titel des Spiegels

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Der Spiegel und das – vermeintlich – gekaufte Sommermärchen beschäftigt zur Zeit die Öffentlichkeit wie kein anderes Thema. Dabei ist schon lange klar, dass es zumindest einen Bestechungsversuch im Vorfeld der WM-Vergabe gab. Die Titanic und ihr damaliger Chefredakteur Martin Sonnenborn sorgten mit dem Versprechen von Präsentkörben und Kuckucksuhren für Verwirrung. Wenig verwunderlich, dass der EU-Abgeordnete Sonneborn von den Spiegel-Enthüllungen nicht überrascht ist.

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Am Vorabend der WM-Vergabe hatte die Titanic Faxe an die Mitglieder der Fifa-Exekutive geschickt und ihnen Schwarzwälder Schinken und Uhren versprochen, wenn sie für die Weltmeisterschaft in Deutschland stimmen würden. Den neuseeländischen Vertreter Charles Dempsey soll die Spaß-Offerte tatsächlich nachhaltig verwirrt haben. Dempsey reiste kurz vor der entscheidenden Abstimmung ab und machte so den Weg frei für das 12:11 Ergebnis für Deutschland.

Nur logisch, dass MEEDIA den damaligen Titanic-Chefredakteur und Bestechungs-Experten, Martin Sonneborn, nach seiner Einschätzung zur Causa Spiegel/DFB/WM 2006 bat. Seine Antwort:

Ich möchte mich nur beim DFB für die gute Zusammenarbeit bedanken… Wir haben Charles Dempsey mit Bestechungsfaxen verwirrt und der DFB hat die vier asiatischen Stimmen gekauft. Wir haben zusammen 6.700.135 Euro investiert, 6,7 Mio der DFB und 135 Euro wir für den Bestechungskorb mit Schwarzwälder Schinken und Kuckucksuhren… Die Investition hat sich für alle gelohnt. Aber: ist das noch aktuell?

Als Reaktion auf den Titanic-Spaß veröffentlichte die Bild damals die Telefonnummer der Redaktion und rief die Leser dazu auf, den Satirikern die Meinung zu geigen. Die Hassanrufe dokumentierten die Frankfurter später auf einer sehr lustigen CD.

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