„The Voice“ startet auf starkem Vorjahresniveau, ZDF-Komödie besiegt Hirschhausen

Die 2015er-Coaches von „The Voice of Germany“: Andreas Bourani, Michi Beck, Smudo, Stefanie Kloß und Rea Garvey (v.l.n.r.)
Die 2015er-Coaches von "The Voice of Germany": Andreas Bourani, Michi Beck, Smudo, Stefanie Kloß und Rea Garvey (v.l.n.r.)

Die ProSiebenSat.1-Castingshow "The Voice of Germany" bleibt offenbar auch 2015 ein Megahit. mit 3,81 Mio. Leuten sahen am Donnerstag exakt so viele zu wie bei der Staffel-Premiere 2014. Der Marktanteil von 22,3% bei den 14- bis 49-Jährigen lag nur minimal unter dem des Vorjahres. Tagessieger im Gesamtpublikum war aber die ZDF-Komödie "Einer für alle, alles im Eimer".

Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „The Voice“ lockt exakt so viele Zuschauer wie 2014

Es ist in jedem Jahr die gleiche Angst: Wir das eigene Format noch so viele Leute begeistern wie im vergangenen Jahr? Oder nutzt es sich ab? Insbesondere bei Casting-Shows scheinen die besten Zeiten vorbei, siehe z.B. den gigantischen „Popstars“-Flop bei RTL II. Doch „The Voice of Germany“ scheint es zu gelingen, die große Zuschauerschaft weiter zu begeistern. Mit 3,81 Mio. sahen genau so viele Menschen zu wie bei der Staffel-Premiere 2014. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden aus 2,49 Mio. zwar 2,41 Mio., doch der kleine Rückgang ist zu verschmerzen, insbesondere, weil er nur einem Marktanteilsrückgang von 0,2 Zählern entspricht. Mit 22,3% erreichte „The Voice“ auch beim Auftakt 2015 fast das doppelte Sender-Normalniveau.

2. „Cobra 11“ mit Erstausstrahlung nur solide, danach geht’s für RTL begab

Mithalten konnte RTL mit ProSieben ohnehin nicht, das war auch nicht das Ziel. Doch die 13,5% für die Erstausstrahlung von „Alarm für Cobra 11“ sind letztlich ein bisschen wenig für die Serie, die einst ein Megahit war. Im Vergleich zur vorigen Folge vor 14 Tagen – am vergangenen Donnerstag lief Fußball – ist das ein Rückgang von einem Marktanteilspunkt. Auch bitter: Ab 21.15 Uhr ging es für RTL deutlich nach unten. Eine alte „Cobra 11“-Folge fiel auf 10,5%, die „Anwälte der Toten“ um 22.15 Uhr auf 9,0%. Richtig zufrieden kann auch Sat.1 nicht sein: Die neue „Criminal Minds“-Episode sahen um 20.15 Uhr 1,02 Mio. 14- bis 49-Jährige (9,4%), danach gab es mit zwei alten Folgen 7,8% und bessere 10,1%.

3. ZDF-Komödie besiegt ARD-Quiz

Die Nummer 1 im Gesamtpublikum hieß nicht „The Voice of Germany“ – wenig überraschend. Mit den 3,81 Mio. Zuschauern belegt die Show Platz 3 der 20.15-Uhr-Wertung, hinter dem ZDF und dem Ersten. Das ZDF gewann die Prime Time mit der Komödie „Einer für alle, alles im Eimer“ – 4,47 Mio. (14,2%) sahen sie. Dahinter folgt „Hirschhausens Quiz des Menschen“ mit 4,26 Mio. Sehern und 13,5%. Das Erste holte sich dennoch den Tagessieg: mit der 20-Uhr-„Tagesschau“ und Werten von 4,51 Mio. und 15,4%.

4. Vox punktet mit dem „Kampf der Titanen“, RTL II mit dem „Frauentausch“

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich am Donnerstag Vox an die Spitze. 750.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich für den „Kampf der Titanen“ – ein solider bis ordentlicher Marktanteil von 6,9%, der gegen die starke „The Voice“-Konkurrenz durchaus als Erfolg zu werten ist. Über dem Soll landete auch der „Frauentausch“ von RTL II – mit 680.000 jungen Zuschauern und 7,1%. „Die Kochprofis“ blieben vorher allerdings mit 610.000 bei 5,5% hängen. Mies lief der Abend für kabel eins: Die fast 30 Jahre alte Klamotte „Police Academy III“ wollten diesmal nur 480.000 14- bis 49-Jährige sehen – schwache 4,4%.

5. Groß bei den Kleinen: „Tatort“ und „mare TV“

Abseits der acht großen Sender lief es in der Prime Time am besten für das WDR Fernsehen und das NDR Fernsehen. 1,17 Mio. sahen im WDR um 20.15 Uhr den „Tatort: Hydra“ aus diesem Jahr. Der Marktanteil lag bei starken 3,7%. Direkt dahinter folgt der NDR mit seinen beiden „mare TV“-Ausgaben. 1,13 Mio. (3,6%) sahen um 20.15 Uhr zu, 1,14 Mio. (3,6%) um 21 Uhr. Das insgesamt stärkste Programm der kleineren Sender lief aber vor der Prime Time: die „Lokalzeit“ des WDR Fernsehens mit 1,67 Mio. und 6,2%. Im Pay-TV reichten deutlich geringere Zahlen für den ersten Platz: 90.000 schalteten „Law & Order“ um 17.35 Uhr bei 13th Street ein – 0,5%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige