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Gottschalk ärgert sich über Political Correctness und Shitstorms

Thomas Gottschalk
Thomas Gottschalk

Thomas Gottschalk, 65, hat sich kritisch über Political Correctness im digitalen Zeitalter geäußert. "Eine Frage wie zum Beispiel zum Flüchtlingsproblem, die ich früher aus einer Lamäng heraus mit einer Arglosigkeit beantwortet hätte, erzeugt heutzutage einen Shitstorm aller ersten Ranges in einer so kurzen Zeit", beklagte Gottschalk am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse.

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Das führe dazu, „dass selbst ich, der ich zu Spontanäußerungen neige, fünfmal überlege, ob ich zu bestimmten Stichwörtern heute noch ungeschützt meine Meinung sage.“ Gottschalk, der seine Autobiografie „Herbstblond“ (Heyne) auf der Messe promotete, präsentierte sich auch von seiner klamaukigen Seite: Ja, er könne sich ein Remake der „Supernasen“-Kultfilme mit Mike Krüger vorstellen, der am Samstag mit seinem Buch „Mein Gott, Walther: Das Leben ist oft Plan B“ (Piper) auf der Messe erwartet wird.

„Das ist schon verlockend, die gereiften, vom Leben gezeichneten Supernasen.“ Ob er dafür Michael „Bully“ Herbig als Regisseur anfragen werde? „Ich denke da schon eher an Martin Scorsese als an Bully“, sagte Gottschalk.

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(dpa)

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Alle Kommentare

  1. Spaßmacher Gottschalk ist zuerst (kein schlechter) Kaufmann. Nach guten Geschäften in der „Akut-Phase“ der Karriere folgt nun die Vermarktung der Erinnerungen. Dagegen ist nichts zu sagen. Niemand musste seine diversen Hervorbringungen anschauen, niemand muss jetzt Bücher kaufen. Dass er wie kein Zweiter das durch und durch verkommen-korrupte „öffentlich-rechtliche“ Zwangsbespassungs-Regime („Brot und Spiele“) nach Kräften geplündert hat, ist ihm nicht vorzuhalten. Er hat ARD/ZDF nicht erfunden. Er wollte nur nicht – wie fast alle – Opfer sein, sondern profitieren statt sich bevormunden lassen.

    „If you can’t beat them – join them“, sagt der Engländer. Gottschalk hat also alles richtig gemacht. Sollte er zum Vorbild für die vielen „kleinen Lichter“ taugen, die sich dem „Political Correctness“ genannten totalitären Herrschaftsanspruch kleiner Zirkel von rot-grünen Weltverbesserern, Gutmenschen, „Gender“-Verwirrten, Meinungs-Terroristen und „Anti-Faschisten“ nebst ihren Trommelbuben in sogenannten „Leitmedien“ immer öfter verweigern, sollte man ihm ein Denkmal errichten – gleich neben Hermann, dem Cherusker.

  2. Is doch super, dass selbst ein Herr Gottschalk mal anfängt, nachzudenken. Hätt er mal watt früher machen können, dann wären uns einige traurige Wetten-dass-Jahrzehnte vielleicht erspart geblieben… 😛

  3. Die Meinungsfreiheit wird in Deutschland immer mehr von drei Seiten beschränkt:
    – von den lieben Mitbürgern mit Shitstorms und Rüpeleien auf Facebook und Co.
    – von den Medien durch überzogene Präsentationen (erst gestern wieder: Der Tonfall der Sprecherin zum möglichen DFB-Skandal zwischen nachdrücklicher Empörung und deutlicher Vorfreude auf die kommende Nachrichtenlage)
    – durch die zunehmende Positionslosigkeit von Medien und Bürgern gleichermaßen.
    Hauptsache Brot und Spiele.

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