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US-Wahlkampf 2016: Buzzfeed setzt auf politisches Native Advertising

Gibt bald mehr davon: politische Werbung bei Buzzfeed
Gibt bald mehr davon: politische Werbung bei Buzzfeed

Stellen Sie sich vor, im Spiegel oder stern werden plötzlich neben redaktionellen Berichten Artikel und Videos veröffentlicht, die von der SPD oder CDU bezahlt werden. Undenkbar? In den USA macht Buzzfeed einen eigenen Geschäftszweig daraus. "Paid Political Content" nennt sich das Format, das bereits im zurückliegenden US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 debütierte und im kommenden Jahr massiv ausgebaut werden soll.

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Wie Politico berichtet, hat Buzzfeed dafür Rena Shapiro als Vice President Politics & Advocacy eingestellt. Shapiro kommt vom Internet-Radio Pandora, wo sie als Advertising Director gearbeitet hat. Ihr Job wird es sein, im Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahlen 2016 Content-Ads der politischen Parteien und der Interessensgruppen an Land zu ziehen. Der amtierende Präsident Barack Obama warb bereits im zurückliegenden Wahlkampf 2012 bei Buzzfeed. Sein Wahlkampfteam zahlte für Artikel im Buzzfeed-Stil und entsprechende Videos („4 Ways President Obama Will Strengthen The Middle Class„). Die Inhalte sind gekennzeichnet als „Paid Political Conent“. Zur Sicherheit gab es noch einen zweiten Hinweis, der besagte: „Political Ad Paid For By Obama for America“. „Obama for America“ wurde selbst als „Brand Publisher“ ausgewiesen.

Wie das Nieman Lab damals notierte, fanden die bezahlten Politik-Inhalte des Obama-Wahlkampfteams bei Buzzfeed vergleichsweise geringe Resonanz. Aber seither sind vier Jahre ins Land gezogen und Native Advertising, also Werbung in der Aufmachung redaktioneller Beiträge, gilt mittlerweile als ein Hoffnungsträger der digitalen Erlösmodelle. Bei Buzzfeed setzen sie ganz offenbar darauf, dass der kommende US-Präsidentschaftswahlkampf auch mit den Mitteln des Native Advertising und Content Marketing geführt wird.

Allerdings sind die Sensibilitäten bei politischer Werbung naturgemäß noch weitaus größer als bei normaler Werbung. Buzzfeed betont denn auch, dass bezahlte politische Inhalte klar gekennzeichnet würden und es eine strikte Trennung bei der Produktion der Inhalte zwischen der Werbe-Abteilung und der Redaktion gibt.

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(swi)

 

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